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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Szene in der Bibliothek

Aktuelles von der AHS

Aktuelle Nachrichten im Wintersemester 2018/2019

Alle Meldungen im Überblick

Gastvortrag von Prof. Dr. Jan Christian Gertz am 1. Februar, 11 Uhr

Herzliche Einladung zum Gastvortrag "Lesarten der Erzählung von Kain und Abel (Gen 4, 1-16)" von Prof. Dr. Jan Christian Gertz von der Universität Heidelberg.

Beginn des öffentlichen Vortrags am 1. Februar ist um 11 Uhr im Wilhelm-von-Pechmann-Haus der Augustana-Hochschule.

Theatergottesdienst "Der Kuss der Spinnenfrau"

Am Sonntag, den 20. Januar, findet der nächste Theatergottesdienst in der Kapelle der Augustana-Hochschule statt. Thema ist das Stück "Der Kuss der Spinnenfrau" von Manuel Puig. Beginn ist um 11 Uhr.

Zum Stück: 

In einer Gefängniszelle irgendwo in Südamerika begegnen sich Valentin, ein linksradikaler Revolutionär, und der homosexuelle Molina, den Unzucht mit Minderjährigen hinter Gitter gebracht hat. Um sich die Zeit zu vertreiben und dem tristen wie erdrückenden Gefängnisalltag zu entfliehen, beginnt Molina, für den Politaktivisten die Handlung von Filmklassikern in den schillerndsten Farben nachzuerzählen.

Sie sind nicht zufällig Zellengenossen: Die Gefängnisleitung hat Molina auf Valentin angesetzt, um ihn zu bespitzeln und mehr über die Pläne seiner politischen Gruppierung zu erfahren. Im Gegenzug soll Molina früher entlassen werden. Er verrät Valentin jedoch nicht, denn – in ihrer verzweifelten Lage vereint – kommen sich die beiden Männer langsam näher.

Der argentinische Schriftsteller Manuel Puig lässt in DER KUSS DER SPINNENFRAU auf einfühlsame Weise zwei Protagonisten aufeinandertreffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die beide, jeder auf seine Weise, Mut und Menschlichkeit in unmenschlichen Situationen beweisen.

Quelle: http://www.theater-ansbach.de/theater/der-kuss-der-spinnenfrau/ 

 

 

 

Trauer um Ella Düngfelder

Die Augustana-Hochschule trauert um ihre frühere Mitarbeiterin, Frau Ella Düngfelder (1937-2019).

Ella Düngfelder

Frau Düngfelder war vom 1. April 1981 bis 31. Dezember 1997 im Sekretariat der Hochschule beschäftigt, zunächst als Angestellte im Schreibdienst, ab Januar 1983 als Sekretärin. In dieser Funktion war sie Ansprechpartnerin für eine ganze Generation Studierender und Dozierender.

Wir sind dankbar für ihren langjährigen Dienst und werden sie in lebendiger Erinnerung behalten. 

Die Augustana-Hochschule trauert um Helmut Völkel

Die Augustana-Hochschule trauert um den plötzlich und unerwartet im Alter von 66 Jahren verstorbenen Oberkirchenrat im Ruhestand Helmut Völkel.

OKR i.R. Helmut Völkel

Seit seinem eigenen Studium in Neuendettelsau war er der Augustana-Hochschule eng verbunden. Als Regionalbischof des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg intensivierten sich die Kontakte zur Hochschule und ihrer Stiftung. Als Personalchef der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern war er das für die Augustana-Hochschule zuständige Mitglied des Landeskirchenrates und unterstützte deren Entwicklung und Ausbau maßgeblich. Dass sich die Augustana-Hochschule in den letzten Jahren zu einem wichtigen Ort theologischer Forschung und Lehre in Kirche und Gesellschaft etablieren konnte, ist nicht zuletzt seiner nachhaltigen Förderung zu verdanken.

Als Vorsitzender des Kuratoriums mit allen Belangen der Hochschule befasst, war er über die Jahre hinweg auch auf den Augustana-Tagen und bei zahlreichen festlichen Anlässen der Hochschule persönlich präsent. Allen Mitgliedern der Augustana begegnete er dabei mit großer Herzlichkeit, mit Wertschätzung und mit Offenheit für ihre Anliegen. Sein Humor und seine Gelassenheit sowie sein theologischer Sachverstand waren für alle bereichernd.

Als langjähriges Mitglied des Vereins der Freundinnen und Freunde der Augustana-Hochschule engagierte er sich mit Rat und Tat und stets mit Weitsicht im Blick auf die nachfolgenden Generationen von Theologinnen und Theologen.

Die Hochschule verliert mit ihm einen langjährigen Unterstützer und Förderer.
Und einen Freund.

Die Augustana bleibt ihm und seinem Wirken in Dankbarkeit verbunden. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und seinen Kindern wie Enkelkindern.

Der dreieinige Gott lasse ihn von Angesicht zu Angesicht schauen, was er auf seine unnachahmliche Art anderen sein Leben lang verkündigt hat.

Lamya Kaddor und Landesbischof Bedford-Strohm am Augustana-Tag

Mit vielen Ehrengästen ist am 2. Adventswochenende der Gründung der Augustana-Hochschule vor 71 Jahren gedacht worden.

Die islamische Religionspädagogin und Publizistin Lamya Kaddor, M.A., stellte beim Akademischen Festakt am Freitagabend erste Ergebnisse einer momentan laufenden Studie zur Islamfeindlichkeit bei Jugendlichen vor. Vier Narrative stünden dabei im Vordergrund: Islamismus, Parallelgesellschaft, Angst vor Unterdrückung und die Bedrohung von Identität. Deutlich sei geworden, dass die Sicht des Islam bei Jugendlichen umso positiver würde, je mehr Wissen und je mehr Kontakt zu Musliminnen und Muslimen bestünde.

Die in Deutschland geborene Islamwissenschaftlerin berichtete anschließend von eigenen Erfahrungen mit der „Mehrheitsgesellschaft“, die ihr immer wieder die Anerkennung als Deutsche verweigere. Wegen ihrer Kritik an dieser Haltung (in der Publikation „Die Zerreißprobe“) habe sie Morddrohungen erhalten und deswegen die Tätigkeit als islamische Religionslehrerin aufgegeben. Deutschland müsse sich bewusst werden, dass es Einwanderungsland sei, wie überhaupt die europäische Geschichte eine Migrationsgeschichte sei. Es brauche klare Regeln für die Einwanderung und Respekt der Mehrheit gegenüber den Einwandernden.

Rektorin Prof. Dr. Heike Walz hatte bei der Begrüßung auf die Ambivalenz von Religion hingewiesen und dazu aufgerufen, deren Kraft zu Versöhnung und Verständigung zu mobilisieren und gemeinsam für den Frieden einzustehen. Der Abend wurde musikalisch eindrucksvoll von Jan Raithel an der klassischen Gitarre gestaltet.

Das Augustana-Wochenende hatte mit der Mitgliederversammlung der "Freundinnen und Freunde" der Augustana-Hochschule und dem Willkommenskaffee für die Alumnae und Alumni begonnen. Besonders von Prorektorin Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff begrüßt wurden zehn „goldene“ und zwei „silberne“ Immatrikulierte, die 1968 bzw. 1993 mit dem Studium an der Augustana begonnen hatten. Ein Lichtbildervortrag von Prof. em. Dr. Helmut Utzschneider, selbst „goldener Immatrikulierter“, erinnerte an die auch an der Augustana von den „68ern“ bestimmten Jahre der deutschen Hochschulgeschichte.

Der Samstag gehörte traditionell dem Ball der Studierenden. Unter Leitung von Kulturreferentin stud. theol. Linda Schurr war das Pechmann-Haus in einen Festsaal im Stile von „Old Hollywood“ verwandelt worden. Nach einem ausgiebigen Essen eröffneten die Rektorin, Prof. Dr. Heike Walz, und die Seniora, stud. theol. Andrea Thomayer, mit einem Wiener Walzer die Tanzrunden. Ein buntes Programm mit „Familienduell“, politischen Songs, Cocktails und vielem mehr schloss sich an. Die perfekt organsierte Ballnacht ging erst in den frühen Morgenstunden zu Ende.

Der Festgottesdienst am Sonntag wurde in diesem Jahr gemeinsam mit der Diakoniegemeinde gefeiert. Im Mittelpunkt standen zum einen die neuen Paramente von St. Laurentius, die von der Neuendettelsauer Paramentik unter Leitung von Beate Baberske gestaltet und im Gottesdienst vorgestellt und gewidmet wurden, zum anderen die Einführungen der neuen Rektorin, Prof. Dr. Heike Walz, und der neuen Assistentin am Lehrstuhl für Praktische Theologie, Dr. Simone Ziermann.

Aus diesem Anlass war der Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm nach Neuendettelsau gekommen, um die Festpredigt zu halten. Mit Jesaja 35 sprach Bedford-Strohm sowohl der Augustana als auch der Diakonie die Stärkung der „müden Hände“ und die Festigung der „wankenden Knie“ zu und malte eine Zukunft, die durch Gottes Gerechtigkeit bestimmt sei.

Die Einführung der beiden Theologinnen vollzog der neue Personalchef der Landeskirche, Oberkirchenrat Stefan Reimers. Bei der Segnung durch Handauflegung assistierten Wegbegleiterinnen und –begleiter der Einzuführenden, u.a. die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags,  Prof. Dr. Julia Helmke, der Studiendekan der Theologischen Fakultät Basel, Prof. Dr. Moisés Mayordomo, und das Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, Prof. Dr. Dr. h.c. Heribert Prantl, ebenso wie die Dozierenden Prof. Dr. Klaus Raschzok und Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff, Gemeindeglieder aus Rohr sowie die Verwaltungsleiterin Elisabeth Helmreich und Studierende der Augustana.

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatte KMD Andreas Schmidt das Projekt „Erschallet, ihr Lieder – Augustana singt Bach!“ initiiert. Begleitet von Mitgliedern des Ansbacher Kammerorchesters und dem Trompetenensemble Ernst Berendes aus Ansbach führte ein großer Augustana-Chor Choräle und Chorsätze aus Kantaten von Johann Sebastian Bach auf, Kantor Martin Peiffer spielte die Orgel.

Mit einem feierlichen Mittagessen in der bis zum letzten Platz gefüllten Mensa der Augustana ging das große Fest zu Ende. 

Rektorin Prof. Dr. Heike Walz begrüßt zum Festvortrag (alle Bilder: Corinna Bader)

Rektorin Prof. Dr. Heike Walz begrüßt zum Festvortrag (alle Bilder: Corinna Bader)

Die Festrednerin Lamya Kaddor, M.A.

Die Festrednerin Lamya Kaddor, M.A.

Dank an Lamya Kaddor

Dank an Lamya Kaddor

Prof. Dr. Christian Eyselein im Gespräch mit Landesbischof a.D. Dr. Johannes Friedrich

Prof. Dr. Christian Eyselein im Gespräch mit Landesbischof a.D. Dr. Johannes Friedrich

Eröffnungstanz: Rektorin Prof. Dr. Heike Walz und Seniora stud. theol. Andrea Thomayer

Eröffnungstanz: Rektorin Prof. Dr. Heike Walz und Seniora stud. theol. Andrea Thomayer

Ballnacht

Ballnacht

Rektorin Prof. Dr. Heike Walz und Prof. Dr. Dr. h.c. Heribert Prantl

Rektorin Prof. Dr. Heike Walz und Prof. Dr. Dr. h.c. Heribert Prantl

Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm bei der Festpredigt

Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm bei der Festpredigt

Einführung durch OKR Stefan Reimers

Einführung durch OKR Stefan Reimers

Segnung der neuen Rektorin (mit Prof. Heribert Prantl und Prof. Moisés Mayordomo)

Segnung der neuen Rektorin (mit Prof. Heribert Prantl und Prof. Moisés Mayordomo)

Segnung durch den Landesbischof

Segnung durch den Landesbischof

Segnung von Pfarrerin Dr. Simone Ziermann

Segnung von Pfarrerin Dr. Simone Ziermann

Segnung durch den Landesbischof

Segnung durch den Landesbischof

Chorprojekt und Orchester

Chorprojekt und Orchester

Gruppenbild nach dem Einführungsgottesdienst (Foto: Diakonie Neuendettelsau/Thomas Schaller)

Gruppenbild nach dem Einführungsgottesdienst (Foto: Diakonie Neuendettelsau/Thomas Schaller)

Mit diakonischer Brille: Gemeindepraktikum mit diakonischem Schwerpunkt

"Diakonie ist sehr viel mehr als "nur" das Pflegeheim", stellt Max nach seinem vierwöchigen Gemeindepraktikum fest. Und seine Kommilitonin Johanna ergänzt: "Diakonie, das sind nicht nur soziale Einrichtungen, sondern auch zentrale Anlaufpunkte in einer Kirchengemeinde." Für viele Theologiestudentinnen und -studenten ist das Gemeindepraktikum mit diakonischem Schwerpunkt der erste bewusste und nähere Kontakt mit Diakonie. "Ich hätte nie gedacht, wie viel diakonische Arbeit in den Kirchengemeinden geschieht", so ihr Urteil.

Dass Gottesdienste in diakonischen Einrichtungen von der KiTa bis zum Alten- und Pflegeheim zu den Aufgaben einer Pfarrerin oder eines Pfarrers gehören, das war allen schon vorher bewusst. Aber dass auch diakonische Tischgemeinschaften, eine Ausgabestelle für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs oder die Ausgabe von Gutscheinen für Bedürftige aus der Gemeinde, der Unterricht in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und der Vorsitz in einem großen Diakonieverein (mit allen damit einhergehenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten) Teil des Aufgabenspektrums sein können, hat den angehenden Pfarrerinnen und Pfarrern doch sehr imponiert. Aber es hat ihnen auch Lust auf ihre zukünftige Aufgabe gemacht. "Jetzt weiß ich noch viel besser, warum ich Pfarrer werden will.", fasst ein Teilnehmer seinen Rückblick auf die Zeit in der Gemeinde zusammen. Und eine Kollegin ergänzt: "Es war auch gut, dass ich mein Praktikum mit einer 'diakonischen' Brille gemacht habe. Es war interessant, eine Gemeinde unter einer vorgegebenen Perspektive anzuschauen und kennen zu lernen. Ich hätte sonst vieles Diakonische sicher gar nicht entdeckt."

Auch die Mentorinnen und Mentoren - erfahrene Pfarrerinnen und Pfarrer mit Herzblut für diakonische Fragestellungen und Aufgaben aus ganz Bayern - waren an- getan von ihren zukünftigen Kolleginnen und Kollegen. "Wie schön, dass in meiner Gemeinde ein so motivierter und offener Theologe war.", notierte eine Pfarrerin bei ihren Rückmeldungen. Gerahmt wird das Praktikum durch eine Einführungs- und eine Auswertungstagung, die von einem oder einer Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes Bayern organisiert und durchgeführt wird. Hier reflektieren die Studierenden ihre Erwartungen und Fragen, ihre Erfahrungen und neu gemachten Entdeckungen. In der Einführungstagung erfahren sie auch et- was über die Grundlagen und Geschichte der Diakonie im Schnelldurchlauf. Sie lernen das Kronenkreuz kennen und gehen auf biblische Spurensuche. "Über Diakonie hab ich im Studium bis jetzt fast nichts gelernt.", bedauert eine Teilnehmerin. "Aber dazu will ich unbedingt noch was lernen", nimmt sie sich vor, "denn Diakonie zeigt sich in allen Lebens- und Gemeindebereichen. Diakonie ist wichtig. Sie führt Menschen zusammen und lenkt den Blick auf das Wesentliche."

Seit 2013 gibt es ein Gemeindepraktikum mit diakonischem Schwerpunkt, das für bayerische Theologiestudierende angeboten wird. Angeboten wird es in Kooperation mit der Augustana-Hochschule Neuendettelsau. Es findet einmal jährlich in den Sommermonaten statt.

 

 

Tanja Rohse Persönliche Referentin beim Präsidenten des Diakonischen Werkes Bayern

aus: Standpunkte. Argumente und Informationen der bayerischen Diakonie 03/2018.

Menschenrechte im Dialog der Religionen

Im Rahmen der Vorlesung "Menschenrechte im Dialog der Religionen und Kulturen" im Wintersemester 2018/19 erwartet Prof. Dr. Heike Walz zahlreiche Gastreferent*innen.


4. Dezember 2018

Diakon Thomas Zugehör, Berater und Ansprechpartner für Pfarrer*innen und Gemeinden der ELKB

Thema: "Kirchenasyl - rechtlich, theologisch, praktisch"


11. Dezember 2018

Sergio Rios Carrillo, Menschenrechtsreferent aus Nicaragua, Ökumenischer Mitarbeiter im Referat "Entwicklung und Politik" im Centrum Mission EineWelt in Neuendettelsau.

Thema: "Menschenrechte in Nicaragua"


15. Januar 2019

Prof. Dr. Elsa Tamez, presbyterianische Theologin und Hochschullehrerin aus Mexiko /Kulumbien. Prof. Tamez lebt in Costa Rica und arbeitet zu Themen der Theologie der Befreiung und feministischer Theologie.

Thema: "Bibelübersetzung in die Gebärdensprache - Rechte von Behinderten"


22. Januar 2019

Prof. Dr. Samuel Almada, Berater der Argentinischen Bibelgesellschaft und Dozent für Altes Testament und Hebräisch.

Thema: "Menschenrechte indigener Völker und die Bibel"


5. Februar 2019

Prof. Dr. em. Michael von Brück, Ludwig-Maximilians-Universität München, Interfakultärer Studiengang Religionswissenschaft. Über seine wissenschaftliche Tätigkeit hinaus hat sich Michael von Brück zum Zen- und Yogalehrer ausbilden lassen.

Thema: "Menschenrechte im Buddhismus"

Ein Versuch, Fragen zu beantworten – Die feministische Sozietät

Catherine Keller ist eine sehr aufgeschlossene und offene Frau, die jedem – egal welchen Alters – in Gesprächen auf gleicher Augenhöhe begegnet. Als Gast der fünften feministischen Sozietät an der Augustana Hochschule in Neuendettelsau, hat sie mit einer Gruppe von ca. 20 Leuten, aus der Studierendenschaft, der Wissenschaft und dem Pfarramt, ihr neues Buch „Political theology on earth“ dargestellt. Es waren drei intensive Stunden, die geprägt waren von Fragen und den dazugehörigen Diskussionen.

Mir als Studentin hat es den Blick von meinem Studium auf meine Zukunft als Pfarrerin geweitet. Immer wieder ist mir, während der Sozietät und auch danach, aufgefallen, wie viele neue Aspekte der Theologie sich mir geöffnet haben, was ich persönlich vertiefen möchte, um dies später  in meiner Arbeit nutzen zu können.

Die Sozietät ist eine Möglichkeit für einen Austausch, von dem alle Seiten nur profitieren können. Auch wenn es hin und wieder bedeutet, dass man sich Folgendes klarmachen muss: Manche Fragen kann man nur beginnen zu beantworten. Es ist allerdings auch nur ein Versuch.

In jedem Fall ist der Versuch bei der feministischen Sozietät, Fragen zu beantworten der richtige Weg – für Studierende, WissenschaftlerInnen und Pfarrpersonen.

 

stud.theol. Mirijam Grab

Diskussion im Dorothee-Sölle-Haus

Diskussion im Dorothee-Sölle-Haus

Prof. Dr. Renate Jost, Pfarrerin Christine Stradtner, Prof. Dr. Catherine Keller, Dr. Sarah Jäger

Prof. Dr. Renate Jost, Pfarrerin Christine Stradtner, Prof. Dr. Catherine Keller, Dr. Sarah Jäger

Prof. Dr. Catherine Keller

Prof. Dr. Catherine Keller

Pfarrerin Christine Stradtner, Dr. Sarah Jäger, Prof. Dr. Renate Jost, Prof. Dr. Catherine Keller, stud. theol. Mirijam Grab

Pfarrerin Christine Stradtner, Dr. Sarah Jäger, Prof. Dr. Renate Jost, Prof. Dr. Catherine Keller, stud. theol. Mirijam Grab

PuK als „Minidogmatik“ – Die dogmatische Bedeutung von Leitbildern und strategischen Leitsätzen

Prof. Dr. Markus Buntfuß, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an der Augustana-Hochschule, hielt bei der Akademischen Konsultation von "Profil und Konzentration" am 8. November 2018 im Landeskirchlichen Archiv in Nürnberg einen grundlegenden Vortrag.

Sehen Sie den Vortrag PuK als „Minidogmatik“ – Die dogmatische Bedeutung von Leitbildern und strategischen Leitsätzen hier an. 

Theaterpredigten 2018/19

Theater wie Religion verhandeln die großen Themen des Lebens. Wenn sie einander offen wahrnehmen, dann können Theater und Religion ins Gespräch kommen, voneinander lernen, einen weiten Horizont einnehmen.

In einer ganz besonderen Kooperation zwischen der Augustana-Hochschule Neuendettelsau, der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Gumbertus und Johannis und dem Theater Ansbach treffen Kirche und Bühne auf inhaltlicher Ebene aufeinander.

In den Gottesdiensten werden die Themen der Premieren der aktuellen Spielzeit aufgenommen und insbesondere in den Predigten aus neuer Perspektive beleuchtet. Begleitend werden die Aufführungen des Theater Ansbach zudem gemeinsam mit Pfarrerinnen und Pfarrern, Dozierenden und Studierenden der Theologischen Hochschule reflektiert und diskutiert.

 

Termine der Spielzeit 2018/19:

 

Der Sandmann - im Bann der tausend Augen

4. November 2018 - 10.30 Uhr - St. Gumbertus, Ansbach

Ensemble des Theaters Ansbach

Lys Jane

Studierende und Dozierende der Augustana-Hochschule

 

Der Kuss der Spinnenfrau

20. Januar 2019 - 11.00 Uhr - Kapelle Augustana-Hochschule, Neuendettelsau

Ensemble des Theaters Ansbach

Studierende und Dozierende der Augustana-Hochschule

 

Nathan der Weise

10. März 2019 - 10.30 Uhr - St. Gumbertus, Ansbach

Ensemble des Theaters Ansbach

Predigt: Rektorin Prof. Dr. Heike Walz

 

Biedermann und die Brandstifter

12. Mai 2019 - 10.30 Uhr - St. Gumbertus, Ansbach

Ensemble des Theaters Ansbach

Predigt: Pfr. Dr. Dieter Kuhn

 

Link zum Theater Ansbach

Undiszipliniert, respektlos, originell – Freiheit von Studium und Forschung an der Augustana-Hochschule: Eröffnung des Wintersemesters 2018/19

Das Wintersemester 2018/19 hat mit großer Beteiligung aller Hochschulangehörigen begonnen: Die Kapelle der Augustana-Hochschule war so gut gefüllt, dass Studierendenpfarrer Janning Hoenen die Hochschulgemeinde am Anfang der Andacht bitten musste, zusammenzurücken, damit alle auch einen Sitzplatz bekommen.

Hoenen erinnerte in seiner Ansprache an die Ausrufung des Freistaats Bayern vor genau 100 Jahren und betonte die Bedeutung der Freiheit in Glauben und Gesellschaft, in Studium und Forschung. Er begrüßte alle neuen Mitarbeitenden der Hochschule sowie den neu gewählten AStA und sprach ihnen Gottes Segen zu.

Im anschließenden Festakt im Wilhelm-von-Pechmann-Haus, der vom Augustana-Posaunenchor mit Telemanns „Tranquillo“ eingeleitet wurde, rief Rektorin Prof. Dr. Heike Walz die Studierenden mit Richard Feynman dazu auf, „so undiszipliniert, respektlos und originell wie möglich“ zu studieren („Study hard what interests you the most in the most undisciplined, irreverent and original manner possible“). Kreatives Forschen, Querdenken und Improvisieren sei gefordert, die Studierenden sollten der in ihnen steckenden Kreativität trauen und so der auch die Wissenschaft immer stärker prägenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche wehren. Die Welt, so Walz, brauche die Studierenden als „einzigartige Persönlichkeiten“.

So freute sich die Rektorin besonders, 26 Erstsemester begrüßen zu können, dazu 12 Hochschulwechsler, 5 Rückkehrer, 3 neue Studierende aus dem Ausland und 4 Pfarrverwalter. Insgesamt seien im Wintersemester 164 immatrikulierte Studierende an der Augustana. Ebenso herzlich begrüßte Walz die neue Assistentin für Praktische Theologie, Dr. Simone Ziermann, Raphael Sartorius, der die Assistentur für Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft vertritt, sowie PD Dr. Gotlind Ulshöfer als Vertreterin der Professur für Feministische Theologie und Gender Studies.

Die Seniora der Studierendenschaft, stud. theol. Andrea Thomayer, verkündete in ihrer Rede das Semestermotto: „Come as you are. Bewusster leben – Bewusst Erleben“. Die Erlaubnis, so kommen zu dürfen, wie wir sind, könne befreien und neue Ressourcen freisetzen. Wichtig sei Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber allen Menschen, die die Augustana ausmachen.

Mit „Down by the Riverside“ beendete der Posaunenchor den Festakt. Der Besuch aller neu an die Augustana gekommenen Studierenden an den Lehrstühlen und Professuren schloss sich an.

Das Wintersemester bietet eine Vielzahl von besonderen Ereignissen und Veranstaltungen.

Die Hochschulgottesdienste beginnen am 11. November, 11 Uhr in St. Laurentius. Den Buß- und Bettag (21.11.) begeht die Hochschule in diesem Jahr mit der Diakonie, wobei die gemeinsame Mitgliedschaft in der Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry im Mittelpunkt stehen soll. Die Theatergottesdienste im Kooperation mit dem Theater Ansbach finden am 4. November (Der Sandmann), 20. Januar (Der Kuss der Spinnenfrau) und am 10. März (Nathan der Weise) statt. 

Zum Augustana-Tag am zweiten Adventswochenende erwartet die Hochschule Lamya Kaddor M.A., Islamwissenschaftlerin, Islamische Religionspädagogin und Publizistin: Am Freitag, den 7. Dezember, 19 Uhr, spricht sie über „Islamfeindlichkeit in der deutschen Einwanderungsgesellschaft“. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, die zu Vorlesungsbeginn in unserer Bibliothek ausgestellt werden. Am Samstag, den 8. Dezember findet der traditionelle Augustana-Ball statt, am Sonntag, den 9. Dezember, 10 Uhr werden Rektorin Prof. Dr. Heike Walz in ihr Amt als Rektorin der Hochschule sowie Dr. Simone Ziermann als Assistentin am Lehrstuhl für Praktische Theologie eingeführt. Zu diesem Gottesdienst erwarten wir den Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm sowie den Leiter der Abteilung Personal der ELKB, OKR Stefan Reimers.

Die Predigtreihe innerhalb der Hochschulgottesdienste vom 27. Januar bis 17. Februar 2018 wird in diesem Jahr unter der Überschrift „Frau Weisheit spricht“ stehen.  

Ende Januar (28./29.1.2019) wird zudem die Reihe der Gastvorträge zur Wiederbesetzung des Lehrstuhls für Praktische Theologie (Nachfolge Prof. Dr. Raschzok) stattfinden.

Das Vorlesungszeit des Wintersemesters endet am 21. Februar 2019. 

 

 

Studierendenpfarrer Janning Hoenen

Studierendenpfarrer Janning Hoenen

Die neuen Mitarbeitenden

Die neuen Mitarbeitenden

Mitglieder des neuen AStA

Mitglieder des neuen AStA

Der Posaunenchor der Augustana

Der Posaunenchor der Augustana

Der gut gefüllte Große Hörsaal

Der gut gefüllte Große Hörsaal

Rektorin Prof. Dr. Heike Walz

Rektorin Prof. Dr. Heike Walz

Dr. Simone Ziermann

Dr. Simone Ziermann

Raphael Sartorius

Raphael Sartorius

PD Dr. Gotlind Ulshöfer

PD Dr. Gotlind Ulshöfer

Seniora stud. theol. Andrea Thomayer

Seniora stud. theol. Andrea Thomayer

Im Büro von Prof. Dr. Christian Strecker

Im Büro von Prof. Dr. Christian Strecker

Im Gespräch mit Dr. Friedemann Barniske

Im Gespräch mit Dr. Friedemann Barniske

Im Büro von Prof. Dr. Heike Walz

Im Büro von Prof. Dr. Heike Walz

Helmut Dietzfelbinger zum Gedenken

Die Augustana-Hochschule Neuendettelsau trauert um ihren langjährigen Dozenten Helmut Dietzfelbinger, der am 2. November 2018 verstorben ist.

Pfr. Helmut Dietzfelbinger

Helmut Dietzfelbinger hat die Geschichte der Augustana-Hochschule über viele Jahre in besonderer Weise begleitet und geprägt, und dies weit über die von ihm vertretenen Fachgebiete Hebräisch und Bibelkunde hinaus. Wer immer hier studierte, erinnert sich gerne seiner freundlichen, geselligen und humorvollen Art sowie seiner regelmäßigen Präsenz – nicht zuletzt im sog. „Kommunikationszentrum“ der Hochschule, wo er sich am Piano in die Herzen seiner Zuhörerinnen und Zuhörer gespielt hat. Die Leidenschaft für die Musik und die Begeisterung für die hebräische Sprache waren das „doppelte Fundament“, auf dem seine private wie seine berufliche Existenz gründeten.

Helmut Dietzfelbinger wurde am 28. Dezember 1939 geboren. Sein Theologiestudium begann er im Wintersemester 1959/60 an der Augustana-Hochschule. Weitere Studienorte waren Heidelberg, Göttingen und Erlangen. Seinen Vorbereitungsdienst verbrachte er 1965/66 als Vikar in Schwabach. 1966 führte ihn dann sein Weg wieder zurück nach Neuendettelsau, wo er Dozent am Missions- und Diasporaseminar wurde. Besonders prägend war für ihn die sich daran anschließende Phase am Seminar für Spätberufene (heute: „Studiengang für PfarrverwalterInnen“), von der er immer wieder gerne erzählt hat. 1985 wurde er schließlich Dozent für hebräische Sprache und Bibelkunde an der Augustana-Hochschule, wo er seinen Dienst bis zur Emeritierung 2005 versah. Somit war er fast 40 Jahre lang als theologischer Lehrer in Neuendettelsau tätig.

Die Vermittlung der hebräischen Sprache war ihm ein Herzensanliegen. In einem berühmt gewordenen Gedicht zum 50-jährigen Jubiläum der Augustana-Hochschule beschreibt er, wie eng sie – über das Alte Testament hinaus – mit den anderen theologischen Disziplinen verflochten ist. Dabei bekennt er auch, dass sein Verhältnis zu dieser Sprache eine persönliche Seite hat. Sie war für ihn mehr als eine „Profession“ – schon eher eine „Passion“, ja geradezu ein „Hobby“, wie er sich ausdrückt. Aus den jahrelangen Lehrerfahrungen ist ein veritables zweibändiges Unterrichtswerk mit dem Titel „Lernbuch des biblischen Hebräisch“ hervorgegangen, das er in Zusammenarbeit mit seinem ehemaligen Tutor, Pfr. Dr. Martin Weber, herausgegeben hat und das bis heute an der Hochschule Verwendung findet. Er selbst hat diese Publikation einmal als sein „Lebenswerk“ bezeichnet. Immer noch gesungen werden die darin enthaltenen von ihm und TeilnehmerInnen seiner Kurse komponierten hebräischen Grammatiklieder, mit denen er den Studierenden das Erlernen schwieriger Formenreihen erleichtern wollte.

Neben seinen Aufgaben in der Lehre war Helmut Dietzfelbinger in verschiedenen Gremien und Ausschüssen aktiv, z.B. im Vorstand des Förderkreises der „Freundinnen und Freunde der Augustana“. Auch am Turnus der Andachten und Gottesdienste beteiligte er sich als origineller und durchaus eigenwilliger Prediger, der sich nicht scheute, auch anerkannte theologische „Koryphäen“ kritisch zu hinterfragen.

Der Pianist der Hochschule (Foto: Peter Weich)

Legendär geworden ist sein Ruf als „Pianist der Hochschule“, für den Partituren höchst überflüssig waren; all seine Musikstücke konnte er auswendig spielen. Bei unzähligen Festakten der Hochschule, Sommerfesten und Pianobars erfreute er sein Publikum mit dieser Kunst – manchmal nur dadurch, dass er leise im Hintergrund spielte. So war für ihn die Musik neben der hebräischen Sprache die zweite große Passion – und dies nicht im Sinne der „leichten Muse“, sondern eines Mediums, das im Leben und durchs Leben trägt.

Die Augustana-Hochschule ist Helmut Dietzfelbinger für seine professionelle Arbeit als theologischer Lehrer, aber auch für die herzerfrischende Originalität, mit der er seine Aufgaben wahrgenommen hat, zutiefst dankbar und wird ihn in lebendiger Erinnerung behalten.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 7. November 2018, auf dem Neustädter Friedhof in Erlangen statt.

Sprachkurswanderung 2018

Zu den Traditionen an der Augustana-Hochschule gehört die Sprachkurswanderung. Bei strahlendem Sonnenschein ging es heuer nach Heilsbronn. Zielpunkt für die über 50-köpfige Gruppe war das Münster, das fachkundig durch Pfr. i.R. Karl-Heinz Klose vorgestellt wurde. Der Tag klang mit dem Abendessen in der örtlichen Pizzeria aus.

Beginn Intensivsprachkurse 2018

Am Dienstag, 4. September, werden an der Augustana-Hochschule wieder die Intensivsprachkurse in Hebräisch, Griechisch und Latein beginnen.

Dabei haben die teilnehmenden Studierenden die Möglichkeit, während der vorlesungsfreien Zeit im September und Oktober intensiv die klassischen Sprachen zu erlernen und die entsprechenden Prüfungen Hebraicum, Graecum und Latinum vorzubereiten. Die Intensivsprachkurse bieten daher die Möglichkeit, den Stoff eines ganzen Semesters in sechs bis sieben Wochen zu bewältigen. Von externen Kommilitonen anderer Universitäten, die für die Zeit der Intensivkurse auf dem Campus der Hochschule leben, wird dieses Angebot der Augustana ebenfalls gern und mit gutem Erfolg in den Prüfungen wahrgenommen. 

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mögen sich bitte bei der Anreise an der Pforte im Rektorat melden.

Latein I und Griechisch II bei PD Dr. Markus Mülke beginnen erst am Freitag, den 7. September.

Wechsel im Rektorat

Am 1. September 2018 übernimmt turnusgemäß Prof. Dr. Heike Walz mit dem Amt der Rektorin die Leitung der Augustana-Hochschule.

Prof. Dr. Heike Walz

Prof. Dr. Heike Walz

Heike Walz ist seit 2016 Inhaberin des Lehrstuhls für Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft. Das Amt der Prorektorin übernimmt Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff, die den Lehrstuhl für Kirchen- und Dogmengeschichte innehat.

Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff

Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff

 

 

Lydia Wolf verabschiedet

Mit einer kleinen Feierstunde ist die langjährige Rektoratssekretärin Lydia Wolf in den Ruhestand verabschiedet worden.

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch und die Verwaltungsleiterin Frau Helmreich erinnerten an die stets sorgfältige und zuverlässige Organisation der Dienstgeschäfte und den großen Einsatz für die Hochschule insgesamt. Ihr herzliches Wesen werde bei allen Mitgliedern der Hochschule stets in guter und dankbarer Erinnerung bleiben.

Nachfolgerin für Frau Wolf ist Kathrin Wolzen. 

Zu Besuch bei den Sufis -- Exkursion des Proseminars Interkulturelle Theologie

Im Rahmen des Proseminars „Grenzen überwindenden Spiritualität?“ im Fachbereich Interkulturelle Theologie, Religions- und Missionswissenschaft an der Augustana-Hochschule entschloss sich der Kurs, nach intensiver Vorbereitung und Studium der Theorie auch die Praxis in Augenschein zu nehmen. So unternahmen 17 Studierende unter Führung von Pfarrerin Stefanie Kleierl am 22. Juni 2018 einen Besuch zu dem Derwischorden Mevlânâ Verein e.V. mit Sitz in Nürnberg.

Scheich Süleyman Bahn, Leiter der Sufi-Gruppe, hieß die Gruppe bei vorzüglicher Bewirtung herzlich willkommen und erzählte den Anwesenden nach einem kurzen historischen Abriss über die Entstehung der Sufi-Orden auch über sein eigenes Leben. Als Student strandete er Anfang der 70er Jahre im Rahmen der Sinnsuche auf einer Reise nach Indien in Konya und fühlte sich von der dortigen Derwischtradition im Innersten angesprochen. Ihm gelang es, Schüler eines Scheichs zu werden und wurde später mit dem Auftrag der Verbreitung des Sufismus nach Deutschland zurückgesandt. Seit 25 Jahren nun existieren die Räumlichkeiten Mevlana e.V. in Nürnberg und seit 2001 darf Herr Bahn auch den Titel „Scheich“ führen.

Der Tanz der Derwische (Sama) ermöglicht die Erfahrung des Zustandes des Einswerdens mit allem. Obwohl stark in der türkischen Kultur und im Islam verankert, ist der Sufismus offen für jede(n) auf der Suche nach Gott. Auch Frauen sind Teil der Derwischbewegung und haben meistens ihre eigenen Gruppen. Doch schon seit 20 bis 30 Jahren gebe es in der Türkei gemischte Gruppen, im Westen schon von Anfang an. Schließlich müsse man sich an die Gegebenheiten vor Ort anpassen, so der Scheich. Und „warum sollte es keine Frauen bei den Derwischen geben? Frauen sind doch bereits Derwische!“ Er verwies dabei auch auf die große Bedeutung der Sufi Rabia von Basra. Der Sufismus sei durch die ihm innewohnende Hingabe sehr weiblich. Man müsse auch nicht Mulim sein, um Sufi zu werden, solle sich aber mit den islamischen Wurzeln befassen und auseinandersetzen. Andersgläubige könnten durchaus bei den Tänzen mitmachen, da die Anrufung Allahs auf Arabisch auch den christlichen Gott beinhalte. Zudem habe auch Mevlana Rumi den Umgang mit Juden und Christen gepflegt. Letztlich habe jeder seinen eigenen Weg auf der Suche nach der Wahrheit. Religionen können dabei helfen. Das Besiegen des eigenen Egos sei dabei der größte Kampf auf dem Weg zur Erkenntnis, was nicht gleichbedeutend mit Leibfeindlichkeit sei. Der Orden lege großen Wert sowohl auf gutes Essen, als auch auf anständiges Fasten. Vergleichbar zu Martin Luther solle das ganze Leben eines Derwischs ein Gottesdienst sein.

Nach diesen Ausführungen ging es dann mit der Gruppe in die Praxis. Manche schauten lieber zu, andere gaben sich diesem erst einmal fremden Tanz mit geschlossenen Augen hin. Hilfreich waren dabei die anwesenden Derwische, die man imitieren konnte. Nach Atemübungen kam es zu gemeinsamen Tänzen im Kreis. In der Mitte des Kreises wechselten sich die Derwische mit dem Sama-Tanz ab, der mit einem gemeinsamen Abendgebet abschloss. Anschließend las Scheich Bahn aus dem Werk Mathnawi von Rumi und erklärte dessen Worte. Dies war für uns als Gäste sehr wichtig, denn z. B. die Verwendung verschiedener Namen für den Propheten Mohammed war sehr verwirrend. Bei der Auslegung brachten sich auch die Derwische ein, stellten Fragen und ließen uns an ihren wertvollen Gedanken teilhaben.

Die Offenheit und die erfahrene Gastfreundschaft beeindruckten die Teilnehmenden der Exkursion und sorgten noch in den nächsten Tagen für Gesprächsstoff am Campus. Die Verbindung von Gemeinschaft und Tanz in einem immer schneller werdenden, ja ekstatischen Rhythmus, war für alle eine völlig neue Erfahrung. Ob hier grenzüberwindende Spiritualität möglich ist? Die meisten bräuchten wahrscheinlich Zeit und Übung, um sich wirklich einzufinden und sich nicht mehr „nur“ als Gäste und von außen Beobachtende zu fühlen. Auf jeden Fall war diese Begegnung eine Chance, als doch eher verkopfte ProtestantInnen und zukünftige PfarrerInnen den eigenen spirituellen Horizont zu erweitern.

Stefanie Kleierl und Karsten Poerschke 

 

(Bild: Stefanie Kleierl)

 

(Bild: Karsten Poerschke)

Semesterschluss

Mit Semesterschlussakt, Gottesdienst und Abschlussbar am 19. Juli ist das Sommersemester 2018 zu Ende gegangen.

Mit Pomp and Circumstance von Edward Elgar eröffnete der Posaunenchor der Augustana-Hochschule unter Leitung von Johannes Geyer die Semesterschlussfeier.

Der scheidende Rektor, Prof. Dr. Michael Pietsch, blickte in seiner Ansprache auf zwei Jahre Rektorat zurück. Das Wechselrektorat der Augustana sei von Fragmentarität geprägt und in Wirklichkeit ein Gemeinschaftsprozess im steten Übergang. Die Rolle des Rektors kennzeichne dabei „repräsentative Allgegenwart mit Entscheidungsinkompetenz“, der stete Wechsel ermögliche aber immer wieder Kurskorrekturen. Gleichzeitig sei das Amt des Rektors die große Chance zur Gesamtschau, zur Wahrnehmung der Komplexität der Augustana, ihrer bunten Vielfalt und des großen Engagements aller Hochschulangehörigen. In den letzten zwei Jahren habe er, so Pietsch, zu verstehen begonnen, „was eine Campushochschule ausmacht“. Als Rektor lerne man zudem die Verwerfungen und Konfliktlinien kennen, was auch belastend sei. Um das Rektorat gut ausüben zu können, brauche es deshalb vor allem „ein hörendes Herz“ (1. Könige 3) und kluge und weise Ratgeberinnen und Ratgeber. Letztere gebe es an der Augustana in der Gestalt eines wunderbaren großen Teams. Pietsch dankte allen, die ihn bei der Ausübung des Rektorenamtes unterstützt haben, insbesondere der Prorektorin Prof. Dr. Heike Walz, der Verwaltungsleiterin Elisabeth Helmreich sowie der Rektoratssekretärin Lydia Wolf.

Im Anschluss an seine Ansprache verabschiedete Pietsch 36 Studierende, die an andere Fakultäten wechseln oder ihr Studium abgeschlossen haben. Besonders dankte er auch dem engagierten AStA des Sommersemesters.

Der Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie, Prof. Dr. Klaus Raschzok, übernahm die Aufgabe, seinen bisherigen Assistenten, Pfr. Jan Kemnitzer zu verabschieden. Er dankte für fast vier Jahre der Zusammenarbeit und lobte Kemnitzers praktisch-theologische, diakoniewissenschaftliche und organisatorische Kompetenz. Besonders strich er die Sorgfalt bei der Erledigung der Aufgaben, sein Engagement und sein offenes Ohr für die Studierenden heraus. Besondere Projekte seien die Festschrift für Prof. em. Dr. Richard Riess, das Diakonieforschungsprojekt, die leitende Mitarbeit beim Konvent der Pfarrerinnen und Pfarrer in der Wissenschaft sowie die Vorbereitungen zum Abschiedssymposium für Raschzok selbst gewesen. Dabei habe Kemnitzer stets Freude an den Aufgaben gehabt und die Assistentur bewusst als Pfarrstelle verstanden. Auch der Übergang zur Nachfolgerin Dr. Simone Ziermann sei bereits gut vorbereitet. Als Abschiedsgeschenk überreichte Raschzok ein Foto der Kapelle der Augustana-Hochschule sowie, zum Schutz vor Überbeanspruchung, einen Sennheiser-Kopfhörer. Auch Rektor Prof. Pietsch dankte Kemnitzer und seiner Frau, Prof. Dr. Konstanze Kemnitzer, und überreichte einen Familiengutschein für den Wuppertaler Zoo sowie Blumen und Wein.

In einer kurzen Dankesrede blickte Jan Kemnitzer auf sieben Semester Assistentur zurück, vor allem sein Proseminar (geprägt von Wolfgang Stecks Lehrbuch), das Homiletische Seminar sowie die vielen Übungen, Projekte und Gremiensitzungen. Er dankte allen Hochschulangehörigen, besonders den Mitarbeitenden am Lehrstuhl.

Rektor Pietsch richtete im Anschluss einen besonderen Dank an Verwaltungsleiterin Elisabeth Helmreich für die immer konstruktive und gute Zusammenarbeit.

Prorektorin Prof. Dr. Heike Walz ergriff das Wort, um Pietsch als Rektor zu verabschieden. Er sei in diesen vier Semestern gleichzeitig Spielführer (wie Lionel Messi), Kapitän (wie Philipp Lahm), Trainer (wie Pep Guardiola), Manager (wie Oliver Bierhoff) und auch Schiedsrichter gewesen, dabei habe er vor und hinter den Kulissen Humor und Scharfsinn bewiesen. Zum Dank überreichte sie Karten für ein Spiel des FC Bayern München sowie ein Buch über Guardiola.

Walz dankte auch ihrer Assistentin Pfrin. Stefanie Kleierl, die im Winter ein Kind erwartet. Sie und der Lehrstuhl würden für eine Vertretung sorgen, sich aber schon auf die Rückkehr Kleierls freuen.

Nach einem Zwischenspiel des Posaunenchors („Best Memories“) übernahm der Senior, stud. theol. Tobias Schade, und erinnerte an das Semestermotto „Da geht noch was – gemeinsam wachsen!“. An der Augustana gebe es die besten Voraussetzungen, alles zu teilen – oder sich auch gemeinsam auf die Nerven zu gehen. Gemeinschaft, so Schade, gehe nicht von selbst. Kleinste Dinge würden zu Herausforderungen, wenn man so eng aufeinander lebe. So passiere es auch, dass man sich gemeinsam einsam fühle. Um dies zu verhindern, müsse man im rechten Moment in die Gemeinschaft investieren. Jeder und jede müsse sich fragen lassen, in was er oder sie investiert habe, ob er oder sie auf sich hat setzen lassen, ob er oder sie Leben gewonnen oder Leben zu verschenken gehabt habe. Das Semester sei vorbei, aber bei Gott gehe noch viel mehr – dies sei die gute Nachricht.

AkadD Jörg Dittmer gab die Gewinner des Fotowettbewerbs bekannt (1. Preis Frank Tauer, 2. Preis Klaus Tillmann, 3. Preis Rebekka Schwend) und überreichte vier „Weiter-so-Preise“ (Zeiher, Bink, Meussling, Lehwald) sowie drei Sonderpreise (Dett, Kampke, Frieb).

Schließlich ergriff auch die Frau des scheidenden Rektors, Martina Pietsch, das Wort und dankte für alle Unterstützung, Großzügigkeit und Hilfestellung.

Nach dem gemeinsamen Abendessen ging es traditionsgemäß zum Semesterschlussgottesdienst nach St. Laurentius, der von Pfr. Jan Kemnitzer (Predigt), Studierendenpfarrer Janning Hoenen (Liturgie), KMD Andreas Schmidt (Orgel) sowie dem Chor der Augustana-Hochschule gestaltet wurde.

Den Abschluss des Abends bildete das Zusammensein in der Bar, bei dem insbesondere die internationalen Studierenden verabschiedet und die Amtsgeschäfte an den neuen AStA übergeben wurden.

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch

Pfr. Jan Kemnitzer und Prof. Dr. Klaus Raschzok

Pfr. Jan Kemnitzer und Prof. Dr. Klaus Raschzok

Pfr. Jan Kemnitzer und Prof. Dr. Konstanze Kemnitzer

Pfr. Jan Kemnitzer und Prof. Dr. Konstanze Kemnitzer

Prorektorin Prof. Dr. Heike Walz

Prorektorin Prof. Dr. Heike Walz

Übergabe des Geschenks

Übergabe des Geschenks

Senior stud. theol. Tobias Schade

Senior stud. theol. Tobias Schade

AkadD Jörg Dittmer bei der Preisverleihung

AkadD Jörg Dittmer bei der Preisverleihung

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Verabschiedung der Internationalen Studierenden

Verabschiedung der Internationalen Studierenden

Kinderuniversität an der Augustana

Am Freitag, 20.7.2018 sind die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Grundschule Hennenbach zusammen mit ihrer Religionslehrerin Pfarrerin Susanne Meister-Marquard an der Augustana-Hochschule zu Gast und absolvieren ein Kinderuniversitäts-Programm.

Programm 

8.30 – 9.45 Uhr         

Begrüßung und Führung über den Campus und durch die Bibliothek (Prof. Dr. Klaus Raschzok)

 

9.45 – 10.30 Uhr       

Frühstückspause in der Mensa

 

10.30 – 11.30 Uhr     

Kinder-Seminar zu biblischen Fragen mit Prof. Dr. Christian Strecker

 

11.45 – 12.00 Uhr     

Abschluss-Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Raschzok

 

Verantwortlich: Prof. Dr. Klaus Raschzok

Letzter Hochschulgottesdienst im Sommersemester

Der letzte Hochschulgottesdienst im Sommersemester 2018 wird musikalisch gestaltet von Andrea Wurzer (Sopran), Martin Peiffer (Orgel) und dem Vokalensemble der Augustana-Hochschule unter der Leitung von KMD Andreas Schmidt. Die Predigt hält stud. theol. Johannes Geyer aus dem Homiletischen Seminar.

Der Gottesdienst am Sonntag, den 15. Juli beginnt um 11 Uhr in St. Laurentius.

 

 

Vortrag mit Prof. Dr. h.c. Ruth Lapide entfällt

Aus Krankheitsgründen entfällt der Vortrag von Prof. Dr. h.c. Ruth Lapide am 12. Juli.

2. Akademisches Schnupperwochenende

Am Wochenende 6. bis 8. Juli 2018 begrüßen die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die Augustana-Hochschule über 30 Studieninteressierte zum 2. Akademischen Schnupperwochenende.

Folgendes Programm ist geplant: 

 

Freitag, 6. Juli

 

16-18 Uhr

Anmeldung

Studierendenpfarramt

 

18 Uhr                   

Abendessen

Mensa

 

19 Uhr                   

Begrüßung

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch

KRin Isolde Schmucker, Ausbildungsreferat ELKB

Stud. theol. Tobias Schade, Senior

Hörsaal I

 

19.30 Uhr               

Wissenschaft vom lieben Gott?

Vortrag von Prof. Dr. Markus Buntfuß

Hörsaal I

 

21 Uhr                   

Lagerfeuer

Vor der Mensa

 

 

Samstag, 7. Juli

 

8 Uhr                     

Frühstück

Mensa

 

9 Uhr                     

War das Wort am Anfang? Ein Blick in den griechischen Urtext des Neuen Testaments

Sprachkurs mit PD Dr. Markus Mülke

Hörsaal I

 

10 Uhr                   

Theologie des Paulus

Vorlesung von Prof. Dr. Christian Strecker

Hörsaal I

 

anschließend         

Diskussion zur Vorlesung

Prof. Dr. Christian Strecker

Dr. Friederike Oertelt

Hörsaal I

                               

12 Uhr                   

Mittagessen

Mensa

  

12.30 Uhr               

Campus- und Ortsführung

Treffpunkt vor der Mensa

  

14.30 Uhr               

Markt der Möglichkeiten: Vielfalt der Theologie

Studierende stellen die theologischen Fächer vor

Hörsaal IV

 

Informationen über Berufsperspektiven

KRin Isolde Schmucker, Ausbildungsreferat ELKB

Foyer Pechmannhaus

 

16.30 Uhr               

Spiritualität in den Religionen am besonderen Beispiel des Islam

Workshop Interkulturelle Theologie mit Scheich Süleyman Bahn (Mevlana e.V.)

Pfrin. Stefanie Kleierl

Hörsaal I

                               

17.30 Uhr Workshops zur Auswahl                          

A: Der Beruf Pfarrer/Pfarrerin

Workshop Ausbildungsreferat/KSB

KRin Isolde Schmucker

Pfrin. Ulrike Bracks

Hörsaal I

                             

B: Der schwarze Talar als Kennzeichen des Pfarrberufs

Workshop Praktische Theologie

Pfr. Jan Kemnitzer

Hörsaal II

                  

18.30 Uhr               

Freizeit am Campus

Treffpunkt Fußballfeld

 

Informationen zum Studium im Ausland

PD Dr. Markus Mülke

Treffpunkt Bibliothek

  

20 Uhr                  

Grillen

Vor der Mensa

  

21.30 Uhr               

Abendmahlsfeier

Dr. Friederike Oertel

Kapelle

 

 

Sonntag, 8. Juli

 

8 Uhr                     

Frühstück

Mensa

  

9.15 Uhr                

Informationen zum Theologiestudium

Pfr. Janning Hoenen

Hörsaal I

 

10 Uhr                   

Feedback zum Wochenende

Dr. Friederike Oertelt

Hörsaal I

 

11 Uhr                   

Gottesdienst

Pfr. Janning Hoenen mit Team

KMD Andreas Schmidt und Hochschulchor

Kapelle

  

12.15 Uhr               

Mittagessen

Mensa

  

13 Uhr                   

Reisesegen

Mensa

  

14.39 Uhr               

Abfahrt Bahnhof Neuendettelsau

Chorprojekt zum Augustana-Tag: Erschallet, Ihr Lieder!

Für den kommenden Augustanatag vom 7. bis 9. Dezember 2018 ist ein besonderes Chorprojekt geplant.

Eingeladen sind Studierende und Mitarbeitende, um gemeinsam den Kantatensatz „Erschallet, ihr Lieder“ von Johann Sebastian Bach einzustudieren und aufzuführen.

Herzliche Einladung zur Informationsveranstaltung am Mittwoch, 4. Juli um 20 Uhr im Hörsaal IV.

Andreas Schmidt, KMD

Tartuffe -- Theatergottesdienst in St. Laurentius

Der nächste Theatergottesdienst findet am 24. Juni um 11 Uhr in St. Laurentius statt. Im Mittelpunkt steht Molières Klassiker "Tartuffe".

Herzliche Einladung zu diesem Projekt von Studierenden und Dozierenden der Augustana-Hochschule und Ensemble-Mitgliedern des Ansbacher Theaters.

Tartuffe

Wie schmeckt der Ramadan? Eine kulinarische Begegnung zwischen Muslimen und Christen

Im Rahmen des im Sommersemester 2018 angebotenen Proseminars „Grenzen überwindende Spiritualität?!“ im Fach Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft, machten wir, einige Studierende der Augustana-Hochschule zusammen mit unserer Dozentin Pfarrerin Stefanie Kleierl uns am 9. Juni 2018 auf den Weg nach Nürnberg zur Brücke-Köprü, einer Begegnungsstätte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für Muslimen und Christen. Dort wollten wir gemeinsam an einer besonderen „Speise-Reise“ teilnehmen und gemeinsam mit Muslimen ein Iftar-Essen vorbereiten und das Fastenbrechen feiern.

Unter der Leitung von Dr. Thomas Amberg, Doris Dollinger und Gülsan Ҫiҫek vom Brücke-Köprü Team und Ali und Mo aus Syrien wagten wir uns an die Vorbereitung syrischer Spezialitäten, wie zum Beispiel Frieke (Reis mit einer speziellen Linsenart) und orientalisch gewürztes Huhn mit Kartoffeln. Zwischen Gemüseschneiden und Reiskochen fanden wir Zeit und Raum, um mit den muslimischen Gästen ins Gespräch zu kommen. Es standen viele Fragen im Raum, zum Beispiel: Was wird in muslimischen Familien im Ramadan besonders gerne gegessen? Ab welchem Alter darf man am Ramadan teilnehmen? Warum studieren wir evangelische Theologie?

All diese Fragen konnten wir auch beim anschließenden gemeinsamen Fastenbrechen stellen, an dem rund 70 Gäste, darunter FreundInnen der Brücke-Köprü und VertreterInnen verschiedener muslimischer Organisationen wie dem Derwischorden Mevlana e.V., teilnahmen. Für so viele Menschen zu kochen, war eine Herausforderung, dennoch konnte pünktlich um 21.30 Uhr nach einem Gebetsruf das Iftar-Essen beginnen. Besonders diejenigen unter uns Studierenden, die extra den ganzen Tag gefastet hatten, waren froh, endlich in die obligatorische Dattel beißen zu können und damit das Fasten zu brechen. Der Abend war geprägt von Offenheit und herzlicher Gastfreundschaft. Chancen, aber auch praktische Hindernisse einer "Grenzen überwindenden Spiritualität" erlebten wir u.a. beim Versuch, ein interreligiöses Lied auf Arabisch zu singen, oder bei der Diskussion mit muslimischen Studentinnen darüber, ob das Vaterunser ein universelles und interreligiöses Gebet sei. Nach dem gemeinschaftlichen Aufräumen und einer herzlichen Verabschiedung machten wir uns auf den Heimweg nach Neuendettelsau – alle mit neuen Erfahrungen und Eindrücken "im Gepäck".

Wir haben einen Abend mit gegenseitigem Interesse und Offenheit erfahren und dabei eine intensive interreligiöse Begegnung erlebt, wovon wir auch in Zukunft sicherlich profitieren werden. Unser gemeinsamer Wunsch ist ein friedliches Zusammenleben, sowohl im kleinen Kreis, als auch auf der ganzen Welt.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch einmal bei dem Team der Brücke-Köprü bedanken, welches uns diesen unvergesslichen Abend ermöglicht hat!

 

Simone Eberle

 

Links: 

Pfarrerin Stefanie Kleierl

Brücke-Köprü

"Christlich-jüdisches Abendland?" -- Studienwoche 26.-28. Juni 2018

Die Frage, ob es so etwas wie einen geistigen Kern Europas gibt und was ihn ausmachen könnte, hat in den letzten Jahren im Kontext weltweiter Migration kontinuierlich an Brisanz gewonnen. Doch die Rede vom „christlich-jüdischen Abendland“ als einer Art von historisch kulturell verankertem, klar konturiertem Wertgefüge erscheint insofern als problematisch, als dieselben Begriffe innerhalb des gesellschaftlichen Diskurses und innerhalb Europas für die Begründung ganz unterschiedlicher politischer Positionen herangezogen werden.

Die historische Tiefendimension solcher Konzepte bewusst zu machen und diese auf den Prüfstand der Kritik zu stellen, sei es auf dem Weg historischer Rekonstruktionen oder vertiefter Fallstudien, durch Vorträge, Workshops und gemeinsame Diskussion – dieser Aufgabe möchte sich die Augustana-Hochschule nicht zuletzt als theologische Hochschule im Sommersemester 2018 stellen. 

Programm: 

Dienstag, 26. Juni 2018

 

10:30–12:00 – Hauptvortrag

Prof. Dr. Christian Strecker: Von Nazareth nach Brüssel? Europäische Identität und das frühe Christentum

 

Mittagspause

 

14:00–15:00 – Kurzvortrag

apl. Prof. Dr. Stefan Seiler: Der Einfluss der alttestamentlichen Überlieferung auf die Entwicklung

ethischer Werte und Normen in Europa

 

15:30–16:30 – Workshop

PD Dr. Moritz Fischer: Europa und der Orient. Wechselseitiger Diskurs zwischen Furcht und Faszination

 

17:00–18:00 – Kurzvortrag

Akad. Dir. Jörg Dittmer: HISTORIA MAGISTRA VITAE? – Die Griechen, die Römer und Europa 

 

19:30–20:30 – Kurzvortrag

Dr. Friedemann Barniske: Christliche Universalität und die Genealogie Europas

 

Mittwoch, 27. Juni 2018

10:30–12:00 – Hauptvortrag

Prof. Dr. Heike Walz: Europa. Christentum und Moderne im Lichte postkolonialer Kritik 

 

Mittagspause

 

13:30–14:30 – Kurzvortrag

Pfr.in Stefanie Kleierl: Vergessenes Südosteuropa? Interreligiöses Zusammenleben im ehemaligen Jugoslawien

 

14:45–15:45 – Workshop

Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff / Dr. Axel Töllner: Wenn das jüdische im christlichen Europa zur Frage wird – Christliche und jüdische Antwortversuche aus dem 19. und 20. Jahrhundert

 

19:30–20:30 – Kurzvortrag

PD Dr. Martin Fritz: Säkularisierung, Pluralisierung, Radikalisierung – Die neue Unübersichtlichkeit der religiösen Lage in Europa

 

Donnerstag, 28. Juni 2018

10:30–12:00 – Hauptvortrag

Prof. Dr. Klaus Raschzok: „Liturgie der Heiligen Allianz?“ Die preußische Agende von 1821 als überkonfessioneller europäischer Gottesdienstentwurf

 

Mittagspause

 

14:00–15:00 – Workshop

PD Dr. Christian Eyselein: Das christlich-jüdische Abendland in der Wahrnehmung evangelischer Remigranten aus der früheren Sowjetunion

 

15:30–16:30 – Kurzvortrag

Prof. Dr. Renate Jost: Vielfalt, Differenz und Emanzipation. Perspektiven für Europa aus politisch-religiöser Genderforschung

 

17:00–18:00 – Kurzvortrag

Prof. Dr. Rainer Adolphi: Selbstbewusstsein und Selbstkritik. Europa als Ringen um die eigene Identität

 

– Anschließend Europa-Bar! –

 

Informationen für Studierende:

Die Teilnahme an der gesamten Studienwoche kann als 2-stündige Lehrveranstaltung mit 2  Leistungspunkten angerechnet werden:

a) als Bestandteil des Interdisziplinären Moduls „Christlich-jüdisches Abendland? Perspektiven auf Europa“ (Praktische Theologie / Fächerübergreifend), SoSe 2018;

b) als 2-stündige Lehrveranstaltung im Wahlbereich. 

 

Während der Studienwoche entfallen alle Lehrveranstaltungen mit Ausnahme der Sprachkurse.

 

Informationen für Gasthörer/innen:

Alle Veranstaltungen sind öffentlich und für Interessierte frei zugänglich.

 

Flyer

„Gemeinsam wachsen“: Eine rote Magnolie als Zeichen ökumenischer Partnerschaft

Im Frühjahr 2017, zum 500jährigen Jubiläum der lutherischen Reformation, veranstaltete die Augustana-Hochschule gemeinsam mit ihrer französischen Partnerhochschule, der Faculté libre de Theologie in Montpellier, eine achttägige Exkursion zu den Lutherstätten in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Im Luthergarten zu Wittenberg pflanzten die Teilnehmer damals eine Silberlinde, zur Erinnerung an diese Studienreise und als Beitrag zum weltweiten Reformationsgedenken.

Nachdem danach die französischen Freunde auf dem Anwesen ihrer Faculté vor einigen Monaten bereits einen Partnerschaftsbaum gepflanzt hatten, konnten wir an der Augustana nun endlich, ein Jahr nach der Studienfahrt, unsererseits zur Tat schreiten: Möge der am 5. Juni 2018 auf unserem Campus, vor dem Bezzelhaus, gepflanzte Baum – eine rote Magnolie – wachsen und segensreich gedeihen, als Zeichen der engen Verbindung und ökumenischen Gemeinschaft mit den Partnern in Montpellier!

Filmabend des Umweltteams am 8. Juni 2018 – Was essen wir wirklich?

Auch in diesem Semester hat das Umweltteam in Korporation mit dem Weltladen der Augustana-Hochschule einen Filmabend organisiert. Thema war die Lebensmittelindustrie, die Frage was wir wirklich konsumieren und die Macht einzelner Großkonzerne, die dahinter stehen.

In dem Oskar-nominierten Dokumentarfilm „Food Inc.“ von dem Produzenten und Regisseur Robert Kenner und den Journalisten Eric Schlosser und Michael Pollan aus dem Jahr 2008 versuchen die Journalisten herauszufinden, was wirklich in unseren Lebensmitteln enthalten ist. Bei einem Blick in den Supermarkt wird man von der Vielzahl an verschiedenen Produkten fast erschlagen, jedoch sind es wenige Großkonzerne, die diesen Markt beherrschen. Gleichzeitig steuern wenige großen Firmen, was und wie viel der Konsument über die Produktion und den Inhalt der Lebensmittel wissen darf. Für mehr Wirtschaftlichkeit werden die Tiere unter unnatürlichen Bedingungen gehalten und Grasfresser werden beispielsweise oftmals mit Mais gefüttert. Dies fördert die Bildung von E. Coli-Bakterien und kann für den Menschen tödliche Folgen haben.

Die dargestellten Zustände wirken zunächst „typisch amerikanisch“, jedoch ist die Macht der Lobbyindustrie auch hierzulande groß, die Transparenz der Label lässt oftmals zu wünschen übrig und auch die Tierhaltung muss kritisch betrachtet werden.
Der Film war sehr interessant und zeigt das Problem auf, wie intransparent die Lebensmittelindustrie ist. Gleichzeitig zeigt er Alternativen auf, indem man beispielsweise in Bio- und Fair-Trade Geschäften einkauft und sich mehr über die Label, Inhalte und Produktion der Lebensmittel informiert.

Der Umweltfilmabend wurde vom Umweltteam in Zusammenarbeit mit dem Weltladen der Augustana-Hochschule veranstaltet. Außerdem gab es Getränke und Snacks aus dem Weltladen.


Stud.-theol. Alexandra Neubert, Umweltteambeauftragte

Einführung Dr. Christian Rose

Der neue Assistent am Lehrstuhl für Altes Testament, Dr. Christian Rose, wird am 10. Juni, 11 Uhr in der Kapelle der Augustana-Hochschule durch Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch eingeführt.

Zur Person

 

 

Gastvortrag Prof. Dr. h.c. Ruth Lapide entfällt

Der für Dienstag, den 29. Mai angekündigte Vortrag von Prof. Dr. h.c. Ruth Lapide muss krankheitsbedingt entfallen.

 

 

Theatergottesdienst "Frau Luna"

Mit der Reise des Berliner Mechanikers Fritz Steppke zum Mond beschäftigt sich der nächste Theatergottesdienst, der am Sonntag, den 13. Mai um 11 Uhr in der Kapelle der Augustana-Hochschule beginnt.

Die Operette “Frau Luna“ von Heinz Bolten-Baecker und Paul Lincke, die zur Zeit in einer adaptierten Version im Ansbacher Theater gezeigt wird, wirft auf muntere Weise Fragen nach der Bedeutung von Sehnsucht, Liebe und Treue auf und begeistert durch bekannte Melodien, wie z.B. „Das ist die Berliner Luft“.

Man darf gespannt sein, wie der Gottesdienst, der von SchauspielerInnen des Theaters und Angehörigen der Augustana-Hochschule gestaltet wird, die musikalischen und inhaltlichen Impulse des Theaterstückes aufnehmen wird.

"Frau Luna" am Theater Ansbach

Internationale Ökumenische Konferenz der Hebräischlehrenden (IÖKH)

Vom 4. bis 6. Mai 2018 wird die 48. Internationale Ökumenische Konferenz der Hebräischlehrenden in Neuendettelsau und Erlangen stattfinden. Diese Konferenz, die jährlich an wechselnden Orten tagt, ist die bedeutendste interdisziplinäre wissenschaftliche Fachtagung auf dem Gebiet der Hebraistik im deutschen Sprachraum.

Für die Konferenz konnten zahlreiche international renommierte Referenten gewonnen werden, die ihre aktuellen Forschungsergebnisse präsentieren werden. Studierende können auch Einzelvorträge an der Augustana-Hochschule besuchen.

Programm 48. IÖKH 2018

 

Freitag, 04.05.2018

Nachmittag: Ankunft in Neuendettelsau

ab 16.30 Uhr
Anmeldung und Begrüßungskaffee


18.00 Uhr
Begrüßung durch den Rektor der Augustana-Hochschule
Eröffnungsvortrag: H.-J. Fabry (Bonn), „Was lehren uns die Qumranrollen?“ Spuren eines
späthebräischen Idiolektes in den Texten vom Toten Meer
(45 Min. + 15 Min. Diskussion)

anschl. Empfang

 

Samstag, 05.05.2018

9.30-10.30 Uhr
B. M. Zapff (Eichstätt), Die syrische Version des Jesus Sirach im Vergleich zu den hebräischen Manuskripten: Interpretationen, Verlesungen und sonstige Eigenarten anhand ausgewählter Beispiele (45 Min. + 15 Min. Diskussion)

Kaffeepause

11.00-12.00 Uhr
H. Samuel (Göttingen), Linguistic Dating - kritische Bemerkungen aus literarhistorischer Perspektive (45 Min. + 15 Min. Diskussion)

12.00 -12.30 Uhr
Geschäftssitzung der IÖKH

12.30-13.00 Uhr
Gemeinsames Mittagessen an der Augustana

13.00-14.30 Uhr
Bustransfer nach Ermreuth

14.30-16.00 Uhr
Besuch des jüdischen Museums Ermreuth
Vortrag: Dr. A. Töllner (ELKB), Mehr als Steine. Auf den Spuren des Judentums in Franken

16.00-16.30 Uhr

Transfer nach Erlangen (Theologisches Seminargebäude, Kochstr. 6)

16.30-17.00 Uhr
Ankunft/Begrüßung in Erlangen

17.00-18.00 Uhr
B. Outhwaite (Cambrigde, GB), Hebrew in the Cairo Genizah: Texts and Language (45 Min. + 15 Min. Diskussion)

Kaffeepause

18.15-19.15 Uhr
L. Edzard (Erlangen), Innovative sprachliche Merkmale im Biblischen Hebräisch im Lichte der vergleichenden Semitistik (45 Min. + 15 Min. Diskussion)

Kaffeepause

19.30-19.50 Uhr
B. Schröder (Göttingen), Vorstellung des Programms „Studium in Israel“

ab 19.50 Uhr
Jahresversammlung des Hebraistenverbandes e.V.

Anschließend fakultatives Abendessen in Erlangen
Für alle, die nicht an der Jahresversammlung teilnehmen, sind bereits ab 19.50 Uhr im Speiselokal „Steinbachbräu“ Erlangen (Vierzigmannstr. 4, 91054 Erlangen) Tische reserviert. Die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stoßen nach Ende der Jahresversammlung dazu.

22.30 Uhr
Transfer zurück nach Neuendettelsau

Sonntag, 06.05.2018 (Neuendettelsau)

9.30-10.30 Uhr
M. Schäfer (Erlangen), Gefangen im Gewebe: Philologische, textkritische und pragmatische Überlegungen zu Delilas Webstuhl (Ri 16,13-14) (45 Min. + 15 Min. Diskussion)

Kaffeepause

11.00-12.00 Uhr
E. Bons (Straßburg), Die Rede von Gott und Mensch in der Psalmen-LXX (45 Min. + 15 Min. Diskussion)

12.00 Uhr

Ende der Tagung

12.15 Uhr
Fakultatives Mittagessen

 

Programm als PDF

Die Augustana als Denkwerkstatt – Da geht noch was…!

Feierlich ist das Sommersemester 2018 an der Augustana-Hochschule eröffnet worden.

Wie üblich, begannen die Feierlichkeiten mit einer Andacht in der Hochschulkapelle. Zum ersten Mal wurde die von Studierenden gestaltete Osterkerze entzündet, Studierendenpfarrer Janning Hoenen betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Osterlichtes für den gemeinschaftlichen Weg aller Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden am Campus der Augustana. Traditionsgemäß wurde auch dem neu gewählten AStA ein persönlicher Segen zugesprochen.

Mit einem Menuett von Wolfgang Amadeus Mozart, gespielt von Frauke Lückhoff auf der Klarinette und Jannis Fischer am Klavier, begann der akademische Akt im Großen Hörsaal des Pechmann-Hauses.

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch gab das Motto aus, Denkprozesse könne man nicht verlieren. Die Augustana-Hochschule sei ein think tank für Kirche und Gesellschaft und auch als solcher Schutzraum für freies Denken. Sie biete die nötigen „Geräte“ einer Denkwerkstatt, so zum Beispiel viele Gesprächspartner, Texte, Traditionen und Bücher sowie zur Vermittlung der nötigen Kompetenzen und Kenntnisse gute Reiseleiter für den bunten Haufen von Weltreisenden, die an der Augustana unterwegs seien. „Produkte“ dieser Werkstatt seien nicht eigentlich die zu bestehenden Examina, sondern die Bildung von Menschen, die eigenständig am wissenschaftlichen und kirchlichen Diskurs mitwirken können. Dazu brauche es Neugier, die Bereitschaft zuzuhören, Mut und Kreativität, Leidenschaft und Gelassenheit, Fleiß und Ausdauer sowie die Anerkenntnis der Tatsache, dass Denken bisweilen auch wehtun könne. Somit sei alles vorhanden, um loszulegen und das Semester beginnen zu lassen.

Herzlich begrüßte Pietsch 6 Erstsemester, 4 Hochschulwechsler, 3 Rückkehrer sowie neue Studierende aus Brasilien, England, Norwegen und Italien, dazu eine Pfarrerin im Studiensemester. Besonders wurden auch der für die Lehrstuhlvertretung im Fach Philosophie gewonnene Prof. Dr. Rainer Adolphi sowie der neue Assistent am Lehrstuhl für Altes Testament, Dr. Christian Rose, willkommen geheißen.

Mit besonderen Applaus wurde Pfr. Friedemann Barniske, Assistent am Lehrstuhl für Systematische Theologie bedacht, der von seinem Doktorvater Prof. Dr. Markus Buntfuß die Promotionsurkunde überreicht bekam.

Schließlich ergriff der Senior der Studierendenschaft, stud. theol. Tobias Schade das Wort. Die Tür zum neuen Semester stehe offen und ziehe alle Beteiligten unweigerlich hinein. Dabei solle allen bewusst sein, dass sie „beschenkt, befreit und geliebt“ seien und dass aus diesem Beschenkt Sein noch viel mehr gemacht werden könne: Christen sollten mit Nietzsche erlöster aussehen und sich dementsprechend verhalten, sie sollten „so frei sein, wie sie gerade sein könnten“, und sie sollten ungebremst Ausschau halten nach der Liebe Gottes. Beschenkt sein und Sehnsucht nach „Mehr“ komme also zusammen – und dementsprechend laute das Semestermotto: „Da geht noch was! Gemeinsam wachsen“. Schade rief die Festversammlung dazu auf, „stark im Glauben“ zu werden, sich erfüllen zu lassen mit „Freude, die in die Freiheit treibt“, und eins zu werden in der Liebe.

Mit einem Marsch von Rudolf Mauz, dargeboten von Frauke Lückhoff und Jannis Fischer, schloss die festliche Versammlung.

Das Sommersemester 2018 ist wieder von vielen besonderen Veranstaltungen geprägt:

Die Hochschulgottesdienste beginnen mit der neu konzipierten Predigtreihe „Glaubensbilder. Akademische Gastpredigten im Sommersemester 2018“, bei die Augustana Prediger aus anderen theologischen Fakultäten begrüßt. Angesagt haben sich Prof. Dr. Alexander Deeg, Leipzig und Prof. Dr. Martin Nicol, Erlangen.

Vom 4. bis 6. Mai findet die 48. Internationale Ökumenische Konferenz der Hebräischlehrenden in Neuendettelsau und Erlangen statt.

In Zusammenarbeit mit dem Theater Ansbach feiern wir am 13. Mai („Frau Luna“ in der Kapelle der AHS) und am 24. Juni („Tartuffe“ in St. Laurentius) Theatergottesdienste.

Am 15. Mai begrüßen wir Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Elisabeth Schüssler Fiorenza, Cambridge/USA zu einem Gastvortrag mit dem Titel „Feministische Bibelwissenschaft in einer globalisierten Welt“.

Zum Eichstätt-Tag am 16. Mai bekommen wir Besuch von Studierenden und Dozierenden der Theologischen Fakultät, des Priesterseminars und des Collegium Orientale der Katholischen Universität Eichstätt.

Am 29. Mai wird Prof. Dr. h.c. Ruth Lapide einen Gastvortrag zum Thema „Gibt es eine Wirtschaftsethik in der hebräischen Bibel?“ halten.

Am 9. Juni beteiligt sich die Augustana mit einem Stand am „Kreativen Dorffest“ anlässlich der Feier „500 Jahre Freiherren von Eyb auf Neuendettelsau“ rund um das Schloss.

Am 10. Juni, 11 Uhr, wird der neue Assistent am Lehrstuhl für Alttestamentliche Theologie, Dr. Christian Rose, in der Hochschulkapelle in sein Amt eingeführt.

Vom 15. bis 16. Juni bekommen wir abermals Besuch, diesmal vom Kollegium und von Studierenden der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Gemeinsamer akademischer und kollegialer Austausch steht an diesen Tagen im Mittelpunkt.

Am 16. Juni schließt sich das traditionelle Sommerfest an.

Vom 26. bis 28. Juni findet die Studienwoche „Christlich-Jüdisches Abendland? Perspektiven auf Europa“ statt. Genauere Angaben hierzu finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.

Auch am TheoCup in Erlangen (30. Juni) und am Kirchweihumzug in Neuendettelsau (1. Juli) wird sich die Hochschule wieder beteiligen.

Schließlich startet am Wochenende 6. bis 8. Juli das zweite „Akademische Schnupperwochenende“, eine von AHS und ELKB veranstaltete Informationstagung für Studieninteressierte.

Das Sommersemester endet mit dem Schlussgottesdienst am 19. Juli.

Musikalische Gestaltung durch Studierende

Musikalische Gestaltung durch Studierende

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch

Herr Prof. Markus Buntfuß übergibt die Promotionsurkunde an Herrn Dr. Friedemann Barniske

Herr Prof. Markus Buntfuß übergibt die Promotionsurkunde an Herrn Dr. Friedemann Barniske

Senior stud. theol. Tobias Schade

Senior stud. theol. Tobias Schade

Erstsemester bei der Eintragung ins "Goldene Buch"

Erstsemester bei der Eintragung ins "Goldene Buch"

Studium mit ein bisschen Urlaub

„Ethik ist die Theorie der menschlichen Lebensführung“ Ethik theoretisch durchdacht und Lebensführung praktisch erfahren haben die Teilnehmenden des geblockten systematischen Hauptseminars in Bad Goisern. Im Rahmen dieses Seminares verbrachte eine Gruppe von 21 Studierenden aus München und Neuendettelsau dort in einer kleinen Berghütte die Zeit vom 2.-9. März.

Es gab gutes Essen, schneereiches Winterwetter, einen hervorragenden Boiler für warmes Wasser, drei lebenswichtige Kamine und keine Heizung. Neben den Diskussionsthemen Temperatur, weiche Betten und den Möglichkeiten den freien Tag zu gestalten, gab es einen Mann, der mit seinen Aussagen stets neu im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen stand: Trutz Rendtorff. Sein ethischer Entwurf, der den Teilnehmenden dieses Seminars als Lektüre diente, zählt zu den großen Werken der jüngeren Ethikgeschichte. Und womit? Mit Recht! Falls es etwas gab, das den Studierenden und Dozierenden auf der Hütte effektiv Wärme spendete, so waren das vermutlich die rauchenden Köpfe, die hitzigen Debatten und die nie zu unterschätzende flammende Begeisterung. Rendtorffs „Ethik“ bestach durch ihren logischen Aufbau. Sie verdeutlicht Rendtorffs komplexe Denkweise, sein Aufgreifen des ethischen Diskurses und seinen Versuch an die Probleme des Alltags anzuknüpfen. Seine Balance zwischen Freiheit zur Neugestaltung und dem Gesetzescharakter der Tradition war dabei ein besonderer Betrachtungsschwerpunkt.

Ein Seminartag bestand dabei aus einer frei zu gestaltenden Vorbereitungs- und Lektürezeit von 6:00–15:15 Uhr, die jeder für sich durchlebte. Der gemeinsame Teil begann mit der Arbeit in Kleingruppen von 15:30-18:00 Uhr mit anschließendem gemeinsamen Abendbrot und einer abschließenden Diskussion im Plenum von 19:30-21:00 Uhr. Oftmals jedoch war die abschließende Runde nur der Auftakt für weitere lange Diskussionen und Gespräche, die bei Bier und Knabbereien im Nachgang stattfanden.

Eine besondere Erwähnung verdient das Wetter, das sich in diesen Tagen von seiner allerschönsten Seite zeigte, was in den Alpen seine wirklich schöne Seite ist. Einzig und allein an dem freien Tag in der Mitte des Seminars beschloss die Sonne, sich in Regenwolken zu kleiden. Ungeachtet dessen wurde der freie Tag in der Breite seiner Gestaltungsmöglichkeiten ausgeschöpft: Wanderung, Thermenbesuch, Stadtrundgang mit Kirchenbesichtigung oder Kaffeebesuch waren, neben dem Verschicken von erheiternden Nachrichten, sehr beliebte und entspannende Optionen. Bei allem Studium sollte der Urlaub nicht fehlen. Und das hat er auch nicht.

Und so bleibt nach dieser vielseitigen und erfüllenden Zeit nur zu sagen: „Danke“. „Danke“ an die Teilnehmenden für die konzentrierte Gemeinschaft, „Danke“ an die Mitarbeitenden für die hervorragende Organisation und Durchführung des Seminares und „Danke“ an Trutz Rendtorff für diese herausragende Theorie der Lebensführung.

Tobias Schade

Glaubensbilder. Akademische Gastpredigten im Sommersemester

Im Sommersemester 2018 finden die ersten vier Hochschulgottesdienste unter dem Titel "Glaubensbilder" mit Gastpredigern von anderen theologischen Fakultäten statt. Sie sind auch musikalisch besonders ausgestaltet.

Folgende Gottesdienste sind geplant:

 

15.4.2018 Die Krone der Herrlichkeit (1Petr 5, 1-4)

Misericordias Domini

Prof. Dr. Klaus Raschzok, Neuendettelsau

Vokalensemble der AHS

KMD Andreas Schmidt, Leitung und Orgel

Kapelle der Augustana-Hochschule


22.4.2018 Die Erneuerung des inneren Menschen (2Kor 4, 16-18)

Jubilate

Prof. Dr. Alexander Deeg, Leipzig

Friederike Oertelt, Flöte

KMD Andreas Schmidt, Orgel

St. Laurentius


29.4.2018 Die Macht des Gotteslobes (Apg 16, 23-34)

Kantate

Prof. Dr. Martin Nicol, Erlangen

Andrea Wurzer, Sopran

KMD Andreas Schmidt, Orgel

St. Laurentius


06.5.2018 Die Türe für das Wort (Kol 4, 2-6)

Rogate

N.N.

Blechbläserensemble

KMD Andreas Schmidt, Orgel

St. Laurentius

Beginn des Sommersemesters 2018

Am 10. April beginnt das Sommersemester 2018 an der Augustana-Hochschule.

Wir laden ganz herzlich ein zur Andacht zum Semesterbeginn am Dienstag, 10. April, um 9.00 Uhr in der Kapelle. In der anschließenden Semestereröffnungsfeier wird Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch das Semester offiziell einläuten. Zudem dürfen sich alle neu immatrikulierten Studierenden in das „Goldene Buch“ der Hochschule einschreiben.

Die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters 2018 beginnen im Anschluss an die Semestereröffnungsfeier ab 11 Uhr. Die Sprachkurse finden bereits zuvor wie üblich um 8.00 Uhr statt. 

In diesem Semester sind wieder viele besondere Veranstaltungen geplant:

Die Hochschulgottesdienste beginnen mit der neu konzipierten Predigtreihe „Glaubensbilder. Akademische Gastpredigten im Sommersemester 2018“, bei die Augustana Prediger aus anderen theologischen Fakultäten begrüßt. Angesagt haben sich u.a. Prof. Dr. Alexander Deeg, Leipzig und Prof. Dr. Martin Nicol, Erlangen.

Vom 4. bis 6. Mai findet die 48. Internationale Ökumenische Konferenz der Hebräischlehrenden in Neuendettelsau und Erlangen statt.

In Zusammenarbeit mit dem Theater Ansbach feiern wir am 13. Mai („Frau Luna“ in der Kapelle der AHS) und am 24. Juni („Tartuffe“ in St. Laurentius) Theatergottesdienste.

Am 15. Mai begrüßen wir Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Elisabeth Schüssler Fiorenza, Cambridge/USA zu einem Gastvortrag mit dem Titel „Feministische Bibelwissenschaft in einer globalisierten Welt“.

Zum Eichstätt-Tag am 16. Mai bekommen wir Besuch von Studierenden und Dozierenden der Theologischen Fakultät, des Priesterseminars und des Collegium Orientale der Katholischen Universität Eichstätt. 

Am 29. Mai wird Prof. Dr. h.c. Ruth Lapide einen Gastvortrag zum Thema „Gibt es eine Wirtschaftsethik in der hebräischen Bibel?“ halten.

Am 9. Juni beteiligt sich die Augustana mit einem Stand am „Kreativen Dorffest“ anlässlich der Feier „500 Jahre Freiherren von Eyb auf Neuendettelsau“ rund um das Schloss.

Am 10. Juni, 11 Uhr, wird der neue Assistent am Lehrstuhl für Alttestamentliche Theologie, Dr. Christian Rose, in der Hochschulkapelle in sein Amt eingeführt.

Vom 15. bis 16. Juni bekommen wir abermals Besuch, diesmal vom Kollegium und von Studierenden der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Gemeinsamer akademischer und kollegialer Austausch steht an diesen Tagen im Mittelpunkt. 

Am 16. Juni schließt sich das traditionelle Sommerfest an.

Vom 26. bis 28. Juni findet die Studienwoche „Christlich-Jüdisches Abendland? Perspektiven auf Europa“ statt. Genauere Angaben hierzu finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.

Auch am TheoCup in Erlangen (30. Juni) und am Kirchweihumzug in Neuendettelsau (1. Juli) wird sich die Hochschule wieder beteiligen.

Schließlich startet am Wochenende 6. bis 8. Juli das zweite „Akademische Schnupperwochenende“, eine von AHS und ELKB veranstaltete Informationstagung für Studieninteressierte.

Darüber hinaus erwarten uns viele weitere kleinere und größere Veranstaltungen von Studierendenschaft und Hochschule. Der von AStA und Studierendenpfarramt erstellte Semesterkalender wird weitere Orientierung geben.

Herzlich Willkommen!

 
 
 
 


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