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Augustana-Tag 2017

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Große Hörsaal im Wilhelm-von-Pechmann-Haus zum Festakt zum 70. Jubiläum der Augustana-Hochschule Neuendettelsau am 8. Dezember 2017.

Stolz zeigte der Rektor, Prof. Dr. Michael Pietsch, die Gründungsurkunde von 1947 vor und verwies auf die Tatsache, dass in den vergangenen 70 Jahren mehr als 4000 Studierende zum Studium der Theologie an die Augustana gekommen seien. Zum akademischen Lehren und Lernen käme an diesem Campus aber auch die Einübung „gemeinsamen Lebens“, die Studierenden- und Dozierendenschaft ergäbe ein buntes Mosaik, bei dem kein Steinchen fehlen dürfe.

Zum festlichen Anlass hatte die Augustana Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jan Assmann aus Heidelberg als Festredner eingeladen, der keinen Zweifel an seiner Freude ließ, mit seinen „ketzerischen Gedanken“ zu Religion und Glaube an diese lutherische kirchliche Hochschule eingeladen worden zu sein. Der prominente Ägyptologe skizzierte im Festvortrag den „Auszug aus Ägypten als Einzug in das Zeitalter des Glaubens“ – die Entstehung von „Glauben“ in Abgrenzung zu anderer Religion, zu den „Heiden“, aber auch zur Kultur der eigenen Gesellschaft. Dies habe, so Assmann, große zivilisatorische Fortschritte gebracht, aber auch zu religiös motivierter Gewalt geführt. Demgegenüber sei mit Lessing und Gandhi ein Heraufkommen einer die Grenzen der Religionen überschreitenden Friedensreligion zu erwarten, die Gewalt und Konflikt überwinden könne. Mit der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte 1948 sei diese neue Epoche angebrochen und das Ende der monotheistischen Religionen eingeläutet. Der eindrückliche Vortrag wurde musikalisch gerahmt durch die große pianistische Kunstfertigkeit der Schülerin und Klavierstudentin Laura Reicher.

Schon am Nachmittag hatten der Verein der Freundinnen und Freunde der Augustana-Hochschule und die Hochschulstiftung zu Mitgliederversammlung und Willkommenskaffee geladen. Die Vorsitzenden, Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff und Prof. Dr. Stefan Seiler, begrüßten dabei vor allem die Jubilarinnen und Jubilare unter den Alumnae und Alumni, die vor 25, 50 und 60 Jahren mit dem Studium in Neuendettelsau begonnen hatten. Spannend für die gegenwärtigen Studierenden waren die Geschichten aus alten Zeiten, von „Freudenmeistern“, Solidaritätsaktionen gegen die Kontrolle der „Pfarrbräute“ und dem von Studierenden in den Vorraum der Mensa verfrachteten Auto des Rektors Wilhelm Andersen.

Auch der Augustana-Ball am Samstagabend, 9. Dezember, war bestens besucht. Im Stile eines venezianischen Maskenballs liebevoll vom studentischen „Lustausschuss“ unter Leitung von Fabian Veit inszeniert, begann der Abend mit dem traditionellen Eröffnungswalzer von Senior Tobias Schade und Prorektorin Prof. Dr. Heike Walz. Bei gutem Essen, viel Möglichkeit zum Tanz, Cocktails und vielfältigen musikalischen Darbietungen feierten Studierende, Dozierende und Gäste bis in die frühen Morgenstunden.

Im Festgottesdienst am Sonntag, 10. Dezember, in St. Laurentius verband Regionalbischöfin Gisela Bornowski in ihrer Predigt Geschichte und Gegenwart der Augustana-Hochschule mit der adventlichen Botschaft vom Kommen Christi. Die Sehnsucht nach einem Gott, der nicht schweigt angesichts von Schuld und Gewalt, von der Jesaja 63/64 spricht, sei auch unsere Frage heute. Die Mitgliedschaft der Augustana in der Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry sei dabei ein ermutigendes Symbol. Musikalisch wurde der Gottesdienst gestaltet vom Posaunenchor der Hochschule und einem Sextett aus Sängerinnen und Sängern des Chores des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von KMD Andreas Schmidt.

Während draußen, wie schon an den Vortagen, ein Schneesturm tobte, versammelte sich die Festgemeinschaft zum Abschluss des Augustana-Tages zum Mittagessen in der Mensa der Hochschule, wo die Damen aus Küche und Hauswirtschaft eine äußerst schmackhafte „Lende a la Gretel“ servierten.

Die Augustana-Hochschule Neuendettelsau wurde 1947 unter Federführung des Theologen Georg Merz gegründet, zunächst in Räumlichkeiten in Heilsbronn und der Diakonie Neuendettelsau. 1955 konnte das Teilgelände der Muna Neuendettelsau erworben und für die Hochschule eingerichtet werden. Ziel der Hochschulgründung war eine von staatlichen Stellen unabhängige theologische Ausbildung zukünftiger Pfarrer (später auch Pfarrerinnen), die in Neuendettelsau im Kontext von gottesdienstlichem, diakonischem und missionarischem Leben erfolgen konnte. Heute lehren an der Hochschule, die den theologischen Fakultäten der Universitäten in Deutschland gleichgestellt ist, 8 Professorinnen und Professoren und weitere Dozierende. Im Wintersemester 2017/18 sind 165 Studierende eingeschrieben

 

 

Prof. Dr. Stefan Seiler

Prof. Dr. Stefan Seiler

Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff

Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff

Senior Tobias Schade

Senior Tobias Schade

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch

Die Jubilare

Die Jubilare

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch mit der Gründungsurkunde

Rektor Prof. Dr. Michael Pietsch mit der Gründungsurkunde

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jan Assmann

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jan Assmann

Maskenball

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