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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Exkursion

Das Lehrangebot

Wintersemester 2018/2019 - Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft

Abkürzungen
VL = Vorlesung PS = Proseminar SE = Seminar
UE = Übung SK = Sprachkurs OS = Oberseminar
IK = Integrationskurs SO = Sozietät KL = Kolloquium
IS = Integrationsseminar IÜ = Integrationsübung

HS = Hauptseminar

LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) WS = Wochenstunden SWS = Semesterwochenstunden
Verwendbarkeit:
BM = Basismodul  AM = Aufbaumodul WPM = Wahlpflichtmodul
WB = Wahlbereich IBM = Interdisziplinäres Basismodul IAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul
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Lehrangebote Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft

46. VL Menschenrechte im Dialog der Religionen und Kulturen (Walz)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

46.

VL

Menschenrechte im Dialog der Religionen und Kulturen
Verwendbarkeit: WPM

3

3

Walz

  1. Die Vorlesung richtet sich an Studierende im Grund- und Hauptstudium sowie an Studierende im Studiengang für Pfarrverwalter*innen.
  2. Menschenrechtsfragen sind täglich in den Medien: Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrinken, das Asylrecht in Deutschland, Strafprozesse wegen rassistischer Morde (z. B. NSU-Prozess), bewaffnete Konflikte in Syrien, Inklusion von behinderten Menschen, Vertreibung der Rhohingya, Festnahme und Tötung von LGBT in Tschetschenien, Einschränkungen der Pressefreiheit und Verhaftung von Journalist*innen in der Türkei, Polizeigewalt gegen Jugendliche in Slums in Argentinien ..., die  Liste ist schier unendlich. Menschenrechte sind Antworten auf Gewalt- und Unrechtserfahrungen. Pfarrerinnen und Pfarrer treten in ihren Kirchengemeinden häufig für Menschenrechte ein, z. B. durch die Gewährung von Kirchenasyl, in der Seelsorge für Flüchtlinge und Migrant*innen, im Engagement gegen Antisemitismus, bei religionsrechtlichen Streitigkeiten (Kopftuch, Burkini) in den Schulen, u. v. m.
    Die Vorlesung greift exemplarisch aktuelle Menschenrechtsprobleme auf und geht folgenden kulturwissenschaftlichen, religionswissenschaftlichen und interkulturell-theologischen Fragen nach: Was versteht man unter „Menschenrecht“? Welche Menschenrechte gibt es? Wie, wann und wo sind sie entstanden? Sind Menschenrechte eine westlich-christliche Idee? Sind Menschenrechte universal? Schützen Religionen Menschenrechte oder schränken sie Menschenrechte ein? Welche Menschenrechtsinterpretationen gibt es in verschiedenen religiösen und kulturellen Traditionen? Welche spirituellen, theologischen und gottesdienstlich-rituellen Zugänge gibt es zu Menschenrechten?
    Die Vorlesung führt in christliche, islamische, hinduistische und buddhistische Perspektiven auf Menschenrechte ein und berücksichtigt exemplarisch afrikanische, lateinamerikanische und asiatische Annäherungen. Sie zeigt die Ambivalenz auf, dass Menschenrechte permanent verletzt werden und gleichzeitig weltweit Menschenrechtsideen bei Gewalt- und Unrechtserfahrungen in Anspruch genommen, „übersetzt“ und weiterentwickelt werden (translating Human Rights). Gemeinsam mit dem Ökumenischen Kolleg sind Exkursionen nach Nürnberg, der „Stadt der Menschenrechte“, geplant.
  3. Vorgezogene Zwischenprüfung (ZP): Für das Fach Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft kann eine vorgezogene mündliche Zwischenprüfungsleistung in Ersatz des exegetischen Faches, in dem keine Klausur geschrieben wird, erbracht werden.
    Examensschein: Es besteht ebenfalls die Möglichkeit des Erwerbs eines Examensscheins zum Nachweis über eine mindestens mit „ausreichend“ benotete mündliche Prüfung im Fach Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft als Zulassungsvoraussetzung für die Theologische Aufnahmeprüfung (§ 5h der Bayerischen Prüfungsordnung für die Theologische Aufnahmeprüfung, TheolAufnPO 2011). Die Quellenlektüre im Ökumenischen Kolleg eignet sich sehr gut zur Prüfungsvorbereitung.
  4. Literatur zur Vorbereitung:
  • Ceming, Katharina: Religionen und Menschenrechte. Menschenrechte im Spannungsfeld religiöser Überzeugungen und Praktiken, München: Kösel 2010
  • Joas, Hans: Sind die Menschenrechte westlich?, München: Kösel 2015

    Zu Beginn der Vorlesung wird eine ausführliche Literaturliste zur Verfügung gestellt.

47. UE Menschenrechte – Asylrecht – Religionen (Walz / Sartorius)

Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
47.UEMenschenrechte – Asylrecht – Religionen.
Lektüre von Quellentexten zur Vorlesung im Ökumenischen Kolleg für internationale und deutsche Studierende
Verwendbarkeit: WPM
22Walz / Sartorius
  1. Das „Ökumenische Kolleg“ richtet sich an internationale und deutsche Studierende und möchte für beide einen Raum für wissenschaftliche Begegnung, Austausch und wechselseitiges Lernen schaffen, was sich im Begriff „Kolleg“ ausdrückt. Deutsche Studierende, die eine Studienzeit im Ausland planen oder nach dieser an die Augustana-Hochschule zurückkehren, sind besonders eingeladen; ebenso Eingeschriebene am Studienseminar der Pfarrverwalter*innenausbildung. Das Besondere am Ökumenischen Kolleg ist, miteinander verschiedene Existenzformen von Kirche, Religionen, Gesellschaft und Theologie in den einzelnen Herkunftsländern zu erkunden und kennenzulernen.
  2. Voraussetzungen: Die Lektüretexte werden auf Deutsch und Englisch zur Verfügung gestellt und behandeln Menschenrechte im Dialog von Religionen und Kulturen, wobei ein Fokus auf dem Asylrecht liegen wird. Kommuniziert wird auf Deutsch und Englisch und – abhängig von den Teilnehmenden – u. U. auch auf Spanisch, Portugiesisch oder Französisch. Regelmäßige Anwesenheit, aktive Teilnahme an Diskussionen und Vorbereitung der Lektüretexte werden für den Erwerb der LP erwartet.
  3. Die Übung ist im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlpflichtbereich angesiedelt und kann zur Vorbereitung geplanter Prüfungsleistungen im Zusammenhang der Vorlesung genutzt werden.
  4. Literatur zur Vorbereitung: „Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ (1948) auf Deutsch und Englisch bzw. in der eigenen Sprache (Download und Suche nach Sprachen: www.humanrights.ch/de/internationale-menschenrechte/aemr/text/). Es wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.

48. SO Sozietät (Blockseminar) (Walz)

Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
48.SO

Sozietät (Blockseminar)
Verwendbarkeit: nur WB

11Walz

In der Sozietät werden laufende Promotions- und Habilitationsprojekte vorgestellt und diskutiert. Die Sozietät richtet sich an Promovierende und Habilitierende, insbesondere an alle ökumenische Stipendiatinnen und Stipendiaten. Interessierte Studierende im Grund- und Hauptstudium und Pfarrverwalter*innen sind zur Teilnahme eingeladen und sollten Lehrveranstaltungen in Interkultureller Theologie, Missions- und Religionswissenschaft besucht haben.

Zur Teilnahme ist eine persönliche Anmeldung erforderlich.

Termin: 8.–9. Februar 2019

49. PS Religion und Entwicklung (Sartorius)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

49.

PS

Religion und Entwicklung
Verwendbarkeit: WPM

2

3

Sartorius

  1. Das Proseminar richtet sich an Studierende im Grund- und Hauptstudium sowie an Studierende im Studiengang für Pfarrverwalter*innen.
  2. In den Ländern des globalen Südens spielen kirchliche Akteure oft eine tragende Rolle in der sozialen, kulturellen und ökonomischen Entwicklung ihres Kontextes. Für Kirchen und kirchliche Akteure aus dem globalen Norden stellen sie wichtige Partner in der Entwicklungszusammenarbeit dar – zunehmend auch für säkulare Akteure, wie Ministerien und NGOs. Das Proseminar setzt sich mit grundsätzlichen Fragen auseinander: Was bedeutet „Entwicklung“? Welche Chancen und Gefahren gibt es in „religiöser“ Entwicklungspolitik? Wie haben sich (kirchliche) Vertreter*Innen aus dem globalen Süden in Vergangenheit und Gegenwart zu dieser Thematik geäußert; welche (Entwicklungs‑)Konzepte haben sie entwickelt?
  3. Voraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit; Verfassen eines Referats; Übernahme von Protokollen (3 LP). Es besteht die Möglichkeit der Anfertigung einer Proseminararbeit (zusätzlich 5 LP). Es wird die Bereitschaft vorausgesetzt, Texte in deutscher und englischer Sprache zu lesen.
  4. Literatur: Eine Literaturliste wird zur Verfügung gestellt.

50. UE „Send your healing-power now!“ – Krankheits-, Heilungs- und Heilsdiskurse in interkulturell-theologischer Perspektive (Fischer)

Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
50.UE„Send your healing-power now!“ – Krankheits-, Heilungs- und Heilsdiskurse in interkulturell-theologischer Perspektive (geblockt; mit Exkursionen)
Verwendbarkeit: nur WB
22Fischer

Erste Veranstaltung und weitere terminliche Planung: 8. November 2018, 18.45–20.15 Uhr, Hörsaal I

  1. Es handelt sich um ein examensrelevantes Seminar für alle Semester, das auch für Eingeschriebene am Studienseminar Pfarrverwalterausbildung passt.
  2. Religiöse Praxis widmet sich u. a. dem kontingenten Erleben von Krankheiten. „Religion ist auch hier identifizierbar als soziale Realität, als spezifischer Kommunikationsprozess, der Wirklichkeiten schafft und durch soziale Handlungen selbst reale Gestalt gewinnt“ (Klaus Hock).
    Wir fragen: Wie werden Krankheiten als Transzendenzerfahrung gedeutet? Was gilt als „gesund“? Welche Heilverfahren werden praktiziert? Welche Ressourcen bieten Religionen mit ihren Heilskonzeptionen zum leiblich-psychischen Heilwerden?
    Wir wenden uns religiös begründeten Heilverfahren des Christentums, der Primärreligionen (Schamanismus), des Islam und der Religionen asiatischer Prägung zu.
    Zentral ist der offene kritische Dialog zwischen den Seminarteilnehmenden und mit mir. Ihre Fragen sind wichtig! Ihre Paper und Referate bringen uns so weiter.
    Exkursionen in religiöse Zentren in Bayern und Gespräche mit dortigen Heilern und sonstigen Praktikern weiten den Horizont der Teilnehmenden.
    Religionswissenschaftliche Spezialisten bereichern unser Seminargespräch.
  3. Voraussetzung für den Erwerb eines benoteten Scheines ist ein Referat, gestützt durch ein ausgearbeitetes Paper oder eine Arbeit.
  4. Empfehlungen für eine mögliche Vorarbeit ist die Lektüre von:
  • Bittner, Wolfgang J.: Heilung. Zeichen der Herrschaft Gottes. Mit einem Beitrag zur neueren Literatur und einer Thesenreihe der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Berlin), Schwarzenfeld 2007
  • Frank, Jerome D.: Die Heiler. Wirkungsweisen psychotherapeutischer Beeinflussung. Vom Schamanismus bis zu den modernen Therapien, Stuttgart 1981
  • Futterknecht, Veronica / Noseck-Licul, Michaela / Kremser, Manfred (Hg.): Heilung in den Religionen. Religiöse, spirituelle und leibliche Dimensionen, Münster 2013
  • Grundmann, Christoffer H.: Heilung als Thema der Theologie, in: ThLZ 130 (3/2005), 232–246
  • Hoheisel, Karl / Klimkeit, Hans-Joachim (Hg.): Heil und Heilung in den Religionen, Wiesbaden 1995
  • Ritter, Werner H. / Wolf, Bernhard: Heilung – Geist – Energie. Heilung zwischen Wissenschaft, Religion und Geschäft, Göttingen 2005
  • Fischer, Moritz: Maasai gestalten Christsein. Die integrative Kraft traditionaler Religion unter dem Einfluss des Evangeliums, Erlangen 2001
  • Fischer, Moritz: Pfingstbewegung zwischen Fragilität und Empowerment. Die Pfingstkirche „Nzambe-Malamu“ mit ihren transnationalen Verflechtungen, Göttingen 2011
 
 
 
 


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