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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Szene in der Bibliothek

Aktuelles von der AHS

Aktuelle Nachrichten im Sommersemester 2026

Alle Meldungen im Überblick

Ausschreibung Elisabeth-Moltmann-Wendel-Stipendium

Zweck des Stipendiums ist es, über das Andenken an Dr. Elisabeth Moltmann-Wendel hinaus den theologischen Nachwuchs zu fördern, der sich in besonderer Weise mit Themen feministischer Theologie auseinandersetzt.

Gefördert werden kann, wer im Sommersemester 2026 an der Augustana-Hochschule als Student*in oder Promovend*in immatrikuliert ist oder sich habilitiert.

Die Höhe des Stipendiums beträgt 2.000 Euro pro Jahr.

Bewerbungschluss: 21. Juni 2026

Weitere Informationen unter Studienförderung

TheoTasting 2026

Vom 3. bis 5. Juli 2026 findet an der Augustana-Hochschule wieder TheoTasting, das Schnupperwochenende Evangelische Theologie statt. Dazu sind alle am Theologiestudium interessierten Menschen (ab der 11. Klasse) herzlich eingeladen.

Komm vorbei beim TheoTasting - dem Schnupperwochenende zum Theologiestudium und zum Pfarrberuf! Ein Wochenende lang steht die Augustana-Hochschule Kopf: Die Studierenden und Dozierenden der Hochschule drehen sich nur um dich.

Hier bekommst Du einen realistischen Eindruck, wie sich das evangelische Theologiestudium anfühlt. Du kannst dich in Vorlesungen setzen und deine erste Griechisch-Stunde mitnehmen. Studierende erzählen dir von ihren Eindrücken vom Studium und stellen dir beim Markt der Möglichkeiten ihre Lieblingsfächer vor. 

Vertreter*innen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sind an dem Wochenende auch vor Ort: sie geben dir einen Überblick zum Pfarrberuf und beraten dich gern. 

Mehr Infos und Anmeldung 

Einladung zum Vortrag am 1.6.2026: Prof. Dr. em. Werner Bätzing, Erlangen: "Homo faber - homo destructor". Grundsatzfragen der Mensch-Umwelt-Beziehung am Beispiel der Alpen aus Sicht der Kulturgeographie

Das Institut für evangelische Aszetik lädt im Rahmen seines Sommerseminars "Glauben an der frischen Luft. Naturspiritualität" zu einem öffentlichen Vortrag ein.

Prof. Dr. em. Werner Bätzing, Erlangen: 
"Homo faber - homo destructor". 

Grundsatzfragen der Mensch-Umwelt-Beziehung am Beispiel der Alpen aus Sicht der Kulturgeographie.

Werner Bätzing, geboren 1949, bis 2014 Professor für Kulturgeografie an der Universität Erlangen-Nürnberg mit Schwerpunkt »Alpenraum« in Lehre und Forschung, gilt als einer der renommiertesten Alpenforscher im deutschsprachigen Raum.

Termin: Montag, 1.6.2026, 18:30 Uhr;
Ort: Wilhelm-von-Pechmann-Haus der Augustana-Hochschule. 
Der Eintritt ist frei.

Vicedom-Lecture über Malaysia am 12. Mai 2026

Am 12. Mai veranstalteten Augustana-Hochschule und Mission EineWelt den öffentlichen Abendvortrag der Vicedom-Dozentur, welche in diesem Sommersemester 2026 Reverend Dr. Siaw Fung Chong, Principle des Seminari Theoloji Malaysia (STM) in Seremban/Malaysia, bekleidet.

Die Vicedom-Dozentur zeichnet in einem zwei- bis dreijährigen Rhythmus einen akademisch renommierten Gast aus einer internationalen Partnerkirche oder von einer Partnerhochschule der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern aus und gibt die Möglichkeit, für ein ganzes Semester in Neuendettelsau zu forschen, zu lehren, mit den Kollegien und Studierenden intensiv in Austausch zu treten sowie sich auch über die örtlichen Institutionen hinaus in Bayern und Deutschland akademisch wie kirchlich zu vernetzen. 
Zunächst begrüßte die Rektorin der Augustana-Hochschule, Prof. Dr. Sonja Keller, die zahlreich erschienenen Gäste aus nah und fern – darunter Familienangehörige des ersten Lehrstuhlinhabers für Interkulturelle Theologie an der Augustana, Prof. Dr. Georg Friedrich Vicedom. Im Anschluss skizzierte Dr. Jürgen Bergmann (Mission EineWelt) das Format und Anliegen der Vicedom-Dozentur, bevor Raphael Sartorius de Azevedo Lopes (Assistent am Lehrstuhl Interkulturelle Theologie) den Gastredner vorstellte. 
In seiner sehr lebendigen, auch von biographischen Einblicken und Erfahrungen ergänzten Public Lecture referierte Dr. Chong dann zu dem Thema: „The Role of Intercultural Communication for Malaysian Christians in the Malay-Muslim Ethno-Religious Landscape of Malaysia“. Nach einem instruktiven und detailreichen Überblick über die demographischen Konstellationen seines multiethnischen und multireligiösen Heimatlands Malaysia, der vor allem das Verhältnis von muslimischem und christlichem Bevölkerungsanteil in den Blick nahm, widmete sich Dr. Chong insbesondere der Frage, welche hohe Bedeutung die interreligiöse und interkulturelle Kommunikation für die Gegenwart und Zukunft des Zusammenlebens in Malaysia gewinnt. Dabei beleuchtete er soziale, kulturelle, politische und religiöse Dimensionen, die miteinander verwoben sind und sich alle auf Identitätsbildung auswirken. Der Referent verdeutlichte dabei seine Auffassung, dass es sich bei Kommunikation zwischen Religionen und Kulturen, zwischen Sprachen, Symbolen und Systemen um Qualifikationen handelt, die es zu erlernen und weiterzuentwickeln gilt. Interkulturelle Kompetenz bezeichnete er unter anderem als die Fähigkeit, mit Adaptionsprozessen umzugehen, angemessen, klar und freundlich zu kommunizieren. 
An den Vortrag schloss sich eine intensive Diskussion mit zahlreichen Fragen und Beiträgen aus dem Plenum an. Der überaus anregende Abend setzte sich danach fort bei weiterem Austausch und zahlreichen Begegnungen auf einem Empfang im Foyer des Wilhelm von Pechmann-Hauses. Ein ganz herzlicher Dank geht an alle unsere Mitarbeitenden in Mensa, Hauswirtschaft und Hausmeisterei für die große Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung. 
Dr. Siaw Fung Chong danken wir für den inspirierenden Vortrag. Ihm und und seiner Frau Su Yee Yong wünschen wir einen weiterhin bereichernden Aufenthalt an Augustana und Mission EineWelt. Auf den zweiten akademischen Schwerpunkt der Vicedom-Dozentur, das Blockseminar am 12./13. Juni 2026 zum Thema „Christianity and Culture. How Malaysian Christians Integrate their Cultural Heritage and their Religion”, freuen wir uns schon! 

Vicedom-Lecture

Vicedom-Lecture

Vicedom-Lecture

Vicedom-Lecture

Gehen zum Sonnenaufgang

Am frühen Morgen des 5.5. versammelten sich 13 Studierende um 5.30 Uhr in der Früh, um im Sonnenaufgang zu gehen.

„Neutestamentliche Theologie auf dem Weg“ erforscht Joh 20,1–18 in alternativer theologischer Praxis

Die besondere Veranstaltung war Teil der Übung „Neutestamentliche Theologie auf dem Weg“ von Daniel Hoffmann. In der Übung, die in diesem Sommersemester normalerweise am frühen Dienstagnachmittag stattfindet, geht es darum, das Gehen als alternative theologische Praxis zum Sitzen zu erproben. Alle Sitzungen finden als Begehungen in unterschiedlicher Form statt. Dabei werden neutestamentliche Texte zum Thema Gehen und Weg bedacht, besprochen und eben begangen.

Das Gehen zum Sonnenaufgang am Ortstrand Neuendettelsaus in Richtung Osten stand im Zeichen von Joh 20,1–18, dem Ostertext des Johannesevangeliums, der „frühmorgens, als es noch dunkel war“, spielt. Die abschnittsweise Lesung des Bibeltextes wurde ergänzt durch philosophisch-literarische Gedanken zum Gehen von F. Gros und E. Kagge sowie die Auslegung des Bibeltextes durch K. Wengst. Nach einer längeren Phase des Gehens im Schweigen stand auf der zweiten Weghälfte der Austausch miteinander über die Impulse, Texte und das Gehen in der Früh im Fokus. Die aufgehende Sonne, das Zwitschern der Vögel, ein Schluck heißer Tee am Wendepunkt des Wegs, der Blick ins intensive Morgenrot, anregende Gespräche und Impulse werden diese besondere Begehung noch lange nachwirken lassen.

 

Daniel Hoffmann

Besuch der Seniorenkreise aus Bürglein und Heilsbronn an der Augustana am 6.5.2026

Am Nachmittag des 6.5. besuchten 23 Personen der Seniorenkreise der Kirchengemeinden Bürglein und Heilsbronn die Augustana, um sich einen Eindruck von der Hochschule zu verschaffen. Daniel Hoffmann, der einst Vikar in Heilsbronn war, führte die interessierte Gruppe über den Campus der Hochschule, erläuterte die Geschichte und Gegenwart der Hochschule und feierte eine Andacht in der Kapelle.

Musikalisch begleitet wurde die Andacht, in deren Zentrum das Nagelkreuz der Kapelle als Zeichen der Versöhnung stand, durch stud. theol. Tim Wagner an der Orgel. Das gemeinsam gesprochene Versöhnungsgebet von Coventry beschloss die Andacht und wurde von den Gästen als besonders ergreifend empfunden. Luisa Dölker gab danach einen Einblick in die Bibliothek und führte kundig durch Lesesaal, Freihandmagazin und „Schatzkammer“ und zeigte ein mittelalterliches Chorbuch als besonderes Schmuckstück des Bibliothekbestands. Schließlich stärkten sich alle bei Kaffee und köstlichem Kuchen, der von der Mensa bereitgestellt wurde. Besonderes Highlight am Schluss war, dass die Studierenden Karina Peters, Tim Jesberger und Lukas Mohr von ihrem Studium an der Augustana berichteten und den Senioren alle Fragen beantworteten und so einen lebendigen Eindruck von der Gegenwart der Augustana gaben. Eine reich bebilderte Präsentation zur Geschichte der Hochschule und dem gegenwärtigen Lehrangebot rundete den Nachmittag ab. 
 
Falls auch Sie sich für eine Führung an der Augustana für Ihre Gruppe interessieren, kontaktieren Sie gern unser Studierendenpfarramt: Tel. (09874) 509-430; studierendenpfarramt@augustana.de.
Sehr gern erstellen wir ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm für Sie!
 
Daniel Hoffmann & Doris Braun-Haug

 

Besuch der Seniorenkreise aus Bürglein und Heilsbronn an der Augustana am 6.5.

Besuch der Seniorenkreise aus Bürglein und Heilsbronn an der Augustana am 6.5.

Besuch der Seniorenkreise aus Bürglein und Heilsbronn an der Augustana am 6.5.

Besuch der Seniorenkreise aus Bürglein und Heilsbronn an der Augustana am 6.5.

Besuch der Seniorenkreise aus Bürglein und Heilsbronn an der Augustana am 6.5.

Besuch der Seniorenkreise aus Bürglein und Heilsbronn an der Augustana am 6.5.

Besuch der Seniorenkreise aus Bürglein und Heilsbronn an der Augustana am 6.5.

Besuch der Seniorenkreise aus Bürglein und Heilsbronn an der Augustana am 6.5.

Internationaler Abend Malaysia

Am Montag, den 27. April, fand in der Bar der Augustana-Hochschule der internationale Abend des Sommersemesters statt

Diesmal präsentierte unser derzeitiger Vicedom-Dozent Dr. Siaw Fung Chong aus Malaysia gemeinsam mit seiner Gattin Su Yee Yong seine Heimat, Land und Leute in Geschichte und Gegenwart, Kultur und religiöses Leben, Kirche und Universität. Die Vielfalt Malaysias wurde mit vielen Informationen und Bildern sehr anschaulich gemacht, wertvoll war nicht zuletzt der persönliche Zugang, den Dr. Chong über seine eigene Biographie wählte. Auch kulinarischer Genuß kam nicht zu kurz - mit einer malaysischen Bohnensuppe und landestypischem finger-food. Auf die Präsentation folgten eine intensive Fragerunde und Diskussion, an der sich die zahlreich erschienenen Gäste rege beteiligten. Der Abend bereitete so auch vor auf die Vicedom-Lecture am 12. Mai und das internationale Blockseminar zu Malaysia am 12./13. Juni.

Dr. Chong und seine Frau verbringen das Sommersemester an unserem Campus, ausgezeichnet mit der Vicedom-Dozentur 2026 von Augustana und Mission EineWelt. Vielen Dank an Siaw Fung und Su Yee!

Besuch an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal

Am 16./17. April besuchte eine Delegation der Augustana die kirchliche Hochschule Wuppertal und traf dort Studierende der KiHo und Mitglieder der Hochschulleitung. Nach dem am Anfang des Jahres ergangenen Beschluss der Evangelischen Kirche im Rheinland, die traditionsreiche Kirchliche Hochschule Wuppertal in Kürze zu schließen, läuft dort nun mit dem Sommersemester 2026 das letzte offizielle Lehrsemester.

Unser Besuch sollte die tiefempfundene Solidarität der Augustana für ihre engverbundene „Schwesterhochschule“ zum Ausdruck bringen, zugleich aber auch die dortigen Studierenden, die im Sommer zwangsläufig ihren Studienort werden wechseln müssen, die Existenz der Augustana in Erinnerung zu rufen, die ja als akademisch-theologische Campushochschule in kirchlicher Trägerschaft der KiHo nicht allein historisch verwandt ist, sondern ein ganz ähnliches Konzept verfolgt. 
Die Studierenden kamen untereinander im Hörsaal, aber auch abends im Wuppertaler Luisenviertel bestens ins Gespräch, während der intensive, offene Austausch mit Rektorin Prof. Dr. Michaela Geiger und dem Ephorus der KiHo, Dr. Alexander Ernst, Einblicke in die jüngsten Entwicklungen und auch Perspektiven auf künftige Wege ermöglichten. 
Eine Gegeneinladung der Wuppertaler Studierenden an die Augustana wurde noch für das laufende Sommersemester ausgesprochen. Herzlich Danke sagen möchten wir für die große Gastfreundschaft der KiHo an beiden Tagen!

In geselliger Runde

In geselliger Runde

Die Wuppertaler Schwebebahn darf nicht fehlen

Die Wuppertaler Schwebebahn darf nicht fehlen

Campus der Kirchlichen Hochschule Wuppertal

Campus der Kirchlichen Hochschule Wuppertal

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Am Samstag, 18. April, sah unser Campus anders aus als üblich ... rund 50 Personen, darunter viele kleine Kinder, bevölkerten das Pechmann-Haus und die davor liegenden Rasenflächen. Grund: Ein interkultureller Begegnungstag für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, zusammen mit Eltern und Verantwortlichen aus den örtlichen Kindergärten und Schulen. Darüberhinaus nahmen auch Gäste aus Diakoneo Neuendettelsau und Mission EineWelt an der Veranstaltung teil, so dass sich ein reger Austausch zwischen jung und alt, zwischen verschiedenen Institutionen und Menschen ergab.

Der Tag stand unter dem Motto „Eine Reise durch die Welt – Kulturen entdecken“ und verfolgte das Ziel, Kindern aus ganz unterschiedlichen Herkunftsländern, die freilich alle in Neuendettelsau leben, zum Kindergarten oder in die Schule gehen, auch außerhalb des regulären Unterrichts einen freien Raum kulturübergreifenden Austauschs zu ermöglichen. An zahlreichen Länderstationen (zum Beispiel Brasilien, Indien, Malaysia oder Syrien) konnte man basteln, spielen, die jeweilige Sprache kennenlernen – jeweils „landestypisch“. Nach Abschluß einer Station gab es einen Stempel in den eigenen Reisepass, zur Weiterreise ins nächste Land... 
Die Eltern hingegen widmeten sich in mehreren Workshops, die von Frau Pfarrerin Julia Hoffmann und Frau Vikarin Franka Böhm (Alumnae der Augustana) geleitet wurden, interkulturellen Fragestellungen und kamen ins offene Gespräch über ganz unterschiedliche, ihre Kinder, aber auch sie selbst betreffende Themen. Zusätzlich stellte die Kommunale Integrationsbeauftragte Susanne Wittmann die aktuelle Situation von Menschen mit Migrationshintergrund in der Region vor und erläuterte die Arbeit des Migrationsamtes zur Unterstützung sowie zur Förderung von Integration und gesellschaftlicher Teilhabe.
Die Zeit verlief wie im Flug, nicht zuletzt, weil es neben den Aktivitäten auch ein reiches internationales Buffet gab und die beeindruckende musikalische Präsentation eines syrisch-ägyptisch-griechischen Lieds mit Klavierbegleitung!
Am Ende des Tags äußerten die Gäste ausschließlich begeistertes Feed-Back, für die Veranstaltung, aber auch für unseren wunderschönen Gartencampus, der den Aktivitäten bei frühlingshaftem Wetter ein tolles Ambiente bot. Gewünscht wurde, dass solche Angebote häufiger stattfinden könnten, auch um die Hochschule im Ort Neuendettelsau noch stärker als bislang zu vernetzen.
Die ganze Veranstaltung wurde vorbereitet, durchgeführt und verantwortet von Sonia Alaseel, die, im Herbst 2023 aus Syrien nach Deutschland gekommen, seit mehr als zwei Jahren mit ihrem Mann Nektarios und ihrer Tochter Anastasia an der Augustana lebt und studiert. Derzeit nimmt sie an der Evangelischen Hochschule Nürnberg an dem Masterstudiengang „Social Management“ teil und entwickelte im Rahmen einer Projektarbeit die Idee für diesen Interkulturellen Begegnungstag. Finanziell wurde das Projekt unterstützt von Mission EineWelt, auch die engagierte Mitwirkung zahlreicher Studierenden der Augustana war unverzichtbar für sein Gelingen. Für ihr riesiges Engagement gebührt Sonia unser tiefempfundener Dank, der Tag war für alle Beteiligten eine große Bereicherung! 

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Interkultureller Begegnungstag am Campus

Semestereröffnung Sommersemester 2026

Gestärkt durch die lebendige Hoffnung der Auferstehung auf dem Weg in der postheroischen Gegenwart - Es gibt keinen Grund nicht mutig zu sein!

Am 14. April 2026 wurde an der Augustana Hochschule das neue Sommersemester feierlich eröffnet. Die Hochschulgemeinde versammelte sich zu Beginn zum Gottesdienst in der Kapelle.

Frau Rektorin Prof. Dr. Sonja Keller segnete Hochschulpfarrerin Doris Braun-Haug, welche neu ihren Dienst an der Augustana aufnimmt. Gemeinsam mit dem Hochschulposaunenchor gestalteten sie den Gottesdienst zum biblischen Wort 1. Petrus 1,3: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“ Im Hören dieser Zusage sprach die Hochschulgemeinde den neuen Mitgliedern des AStA sowie den neuen Mitarbeitenden der Augustana Gottes Segen für ihr Engagement zu.

Im großen Hörsaal des Pechmann-Hauses schloss sich der akademische Festakt zur Semestereröffnung an. Rektorin Prof. Dr. Sonja Keller berichtete von ihren aktuellen poimenischen Forschungen und Entdeckungen in der Perspektive einer kultursoziologischen Gegenwartsanalyse. Im Anschluss an Ulrich Bröcklings Konzept des postheroischen Zeitalters reflektierte sie ihre Beobachtungen während einer Weiterbildung von Institutionen- und KrankenhausseelsorgerInnen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt. Für Rektorin Keller wurden die KrankenhausseelsorgerInnen, die ihr dort begegneten zu HeldInnen des Alltags. Ihr Einfallsreichtum und ihre Beharrlichkeit bewegen sie noch immer. Auf den Punkt gebracht habe es eine Klinikseelsorgerin mit der lapidaren Feststellung: Es gibt doch keinen Grund nicht mutig zu sein! Genau dies wünschte Rektorin Keller der Hochschulgemeinde, sich zu Herzen zu nehmen, und eröffnete in diesem Sinne ein Semester mit unverhofften, kleinen und großen Überraschungen, das die Möglichkeit bietet, neue Heldinnen und Helden kennen zu lernen oder einfach selbst dazu zu werden.

Musikalisch überrascht, bereichert und inspiriert wurde der Vortrag von den virtuosen Beiträgen von Tabea Sturm, Hannah Weidt und Hannah Lichtinger. Unter anderem mit Stücken wie Uti vår hage (Trad. arr. Frida Johansson), Ein neu Gebot gebe ich euch (Der Jahrkreis, op. 5, nr. 24); Hugo Distler, Jag såg dig (Text: Johan Henric Kellgren und Lukas Moodysson; Musik: Eva Lestander; Arr: Kraja).

Rektorin Keller begrüßte im Anschluss ganz besonders alle neuen Studierenden, darunter drei neue Quereinsteigende im Rahmen des Berufsgruppenwechsels, alle rückkehrenden Studierenden und Hochschulwechsler, einen Gaststudierenden aus Brasilien sowie einen neuen Promovenden. Herzlich willkommen geheißen wurden auch Herr Rev. Siaw Fung Chong und seine Frau Su Yee Yong, welche das Sommersemester an der Augustana im Rahmen der Vicedom-Gastprofessor wirken werden. Alle durften sich in das ‚Goldene Buch‘ eintragen.

Herzlich begrüßt wurden darüber hinaus Herr Apl. Prof. Dr. Wolfgang Simon und Herr Prof. Dr. Lothar Vogel (Rom), welche die Lehrstuhlvertretung im Fach Kirchengeschichte während des Sommersemesters übernehmen. Als neue Wissenschaftliche Assistentin im Fach Praktische Theologie wurde Frau Pfarrerin Hannah von Brockdorff und als neue Studierendenpfarrerin freut sich die Augustana, mit einer halben Stelle Frau Pfarrerin Doris Braun-Haug willkommen heißen zu dürfen.

Auch unter der reichen Zahl der Mitarbeitenden der Augustana gab es Veränderungen: Zum 1. März trat Frau Sandra Stastny die Stelle als Campusmanagerin an, seit dem 1. Januar arbeitet Frau Helga Lechler in der Küche, zum 1. April nahm Frau Sabrina Errerd ihre Arbeit im Studiensekretariat auf und zum 15. April trat Frau Daniela Peinl offiziell ihren Dienst an der Pforte an. Allen wurde Gottes Segen für ihr Wirken an der Augustana und viel Freude in Ihrem Wirken zugesagt.

Daran anknüpfend begrüßte Pfarrerin Braun-Haug die gesamte Hochschulgemeinde. Sie blicke mit freudiger Erwartung und guter Aussicht auf das neue Semester. Wichtig sei ihr gute und offene Kommunikation. Sie wolle daher Ansprechpartnerin sein für alle Situationen des Lebens und Studierens an der Augustana. Sie ermunterte die Hochschulgemeinde, jederzeit auf sie zu zu kommen. Das Sommersemester sei für sie noch eine Zeit des Übergangs, bis auch ihr Mann Pfarrer Nils-Jacob Haug zusammen mit den drei Kindern an die Augustana komme. Ihr Dank galt allen, die die Zeit der Vakanz mitgetragen haben und ihr Wunsch gelte einem segensreichen Sommersemester mit guter Aussicht.

Ein Gruppenfoto vor der Hochschulkapelle schloss die Eröffnungsfeier ab.

Die Augustana auf dem Studienbasar Nürnberg

Am 13. März 2026 war die Augustana-Hochschule wie jedes Jahr mit einem eigenen Stand auf dem Studienbasar Nürnberg vertreten, der mitten in der Stadt vom dortigen Melanchthon-Gymnasium ausgerichtet wird.

Anders allerdings als in manch früheren Jahren war das Interesse der Schülerinnen und Schüler aus Nürnberg und Umgebung diesmal überaus hoch. Zahlreiche junge Leute blieben bei uns stehen, kamen ins Gespräch, ließen sich ausführlich über das Theologiestudium und die Hochschule berichten, nahmen Informationsmaterialien mit (vor allem zum anstehenden TheoTasting) und ... probierten fleißig Talare an. Auch eine halbstündige, offene Gesprächsrunde mit unseren Studierenden (in der Schulaula), die wir statt der eigentlich vom Programm vorgesehenen Frontalpräsentation unserer Einrichtung anboten, wurde interessiert angenommen!

Glauben an der frischen Luft. Drei Abende und ein Tag Aszetisches Sommerseminar 2026 zur Naturspiritualität

Natur hat Konjunktur, auch in der Kirche. Die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen bringt Menschen auf die Beine, auf die Pedale oder in die Einsamkeit. In der Schöpfung das Eigentliche zu finden, das Göttliche auch und sich selbst: Während Verlässliches verschwindet, verheißt Naturbegegnung vertieften Sinn.

Wie ist das biblisch und frömmigkeitsgeschichtlich betrachtet einzuordnen? Wie ist Natur zu deuten, wenn es sie denn überhaupt als unberührte gibt? Wo beginnen abschüssige Randbereiche naturreligiöser Praxis?

Zu Fragen wie diesen lädt das Aszetikinstitut ein in seinem Seminar während des Sommersemesters.

Inhaltliche Aspekte werden sein:

Was meinen wir mit Schöpfung und Natur, wie können sie theologisch verstanden werden? Wie kann Glaube darauf bezogen Gestalt finden?

Wir erkunden naturspirituelle Formen ganz praktisch und reflektieren Erlebtes praktisch-theologisch. Kulturgeographische und religionswissenschaftlich Perspektiven treten dazu und dienen unserer Urteilsfähigkeit in einem gegenwärtig weit ausdifferenzierten Praxisfeld.

Das Sommerseminar richtet sich an Studierende und darüber hinaus an interessierte Gäste.

 

Termine:

27.04.2026, 18:30 – 21:00: Dorothee-Sölle-Haus, Waldstr. 5, Neuendettelsau;

09.05.2026, 9:30-17:00: Studientag mit Dr. Detlef Lienau, Freiburg, im Kloster Heidenheim

▪ 01.06.2026, 18:30: Prof. Dr. Werner Bätzing, Erlangen: Homo faber – Homo destructor. Grundsatzfragen der Mensch-Umwelt-Beziehung am Beispiel der Alpen aus der Sicht der Kulturgeographie. Öffentlicher Vortrag im Wilhelm-von-Pechmann-Haus

▪ 15.06.2026, 18:30 – 21:00: PD Dr. Matthias Pöhlmann, München: Naturspiritualität. Eine neue „Weltreligion“ – Risiken und Nebenwirkungen.

 

Anmeldung:

an christian.eyselein@augustana.de.

Ende des Wintersemesters 2025/26: Bildungsprozesse in der Perspektive der Tragetaschentheorie, Abschiede und eine Festschrift

Rektorin Prof. Dr. Keller trat in den gegenwärtigen Strukturreformenen des Theologiestudiums ein für einen Perspetivwechsel: Von Leistungspunkten hin zur Tragetasche als Leitmetapher im Anschluss an Ursula K. Le Guins. Verabschiedet wurden Verwaltungsleiterin Elisabeth Helmreich nach fast 13 Jahren an der Augustana in den Ruhestand, sowie PD Dr Christine Siegl nach 3 Jahren als Assistentin am Lehrstuhl für Praktische Theologie. Anlässlich seines 65. Geburtstages wurde Herrn Prof. Dr. Strecker die Festschrift „Transformative Lektüren. Bibel – Kultur – Theologie. Festschrift für Christian Strecker“ überreicht.

Am 19. Februar 2026 endete das Wintersemester an der Augustana-Hochschule mit einem feierlichen akademischen Schlussakt. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Hannah Lichtinger und Johanna von Gayl. 

In ihrer Festrede berichtete Frau Rektorin Prof. Dr. Keller von den aktuellen Reformprozessen des Theologiestudiums. Im Ringen um die Erstellung eines Curriculums für potentielle BA/MA-Studiengänge sei ihr besonderns die Unverfügbarkeit und Zufälligkeit verschiedener Blldungsrozesse deutich geworden. Sie forderte daher einen Wechsel der Leitmetapher: Weg von den Leistungspunkten zur Tragetasche. In Anschluss an Ursula K. Le Guins ‚Tragetaschentheorie des Erzählens‘ machte sie die Tasche als Sammelgegenstand auch für das theologische Curriculum der Zukunft stark und hob hervor, dass die Augustana dafür hervorragende Möglichkeiten böte.

Zahlreiche Verabschiedungen prägten das Semesterende: Verwaltungsleiterin Elisabeth Helmreich wurde nach fast 13 Jahren an der Augustana-Hochschule in den Ruhestand verabschiedet. PD. Dr. Christine Siegl nach 3 Jahren als Assistentin am Lehrstuhl für Praktische Theologie. Darüber hinaus auch alle Examinierten des Wintersemesters 2025/26, Exmatrikulierte und nicht zuletzt der AStA des Wintersemesters 2025/26.

Frau Seniora Kink blickte auf ein bewegtes Semester zurück. Das Semestermotto „Und siehe es wird stressig“ habe sich bestätigt. Es fühlte sich immer wieder so an, als wäre die gesamte Augustana in einem Kahn, der schwanke. Aber das Schöne wäre, dass man das gesamte Semester über merkte, nicht allein im wankenden Kahn zu sitzen, sondern als zusammenhaltende Campus-Gemeinschaft. So könne am Ende des Semesters gesagt werden: Und siehe es wird stressig und es wird gut!

Zuletzt wurde Herrn Prof. Dr. Christian Strecker anlässlich seines 65. Geburtstages, den Prof. Strecker Ende des vergangenen Jahres beging, eine Festschrift übergeben. Da es üblich ist, dass nur die runden Geburtstage mit einem akademischen Festakt begangen würden, fand die Übergabe, ohne mit dieser Gewohnheit brechen zu wollen, auf ungewohnte Weise im Schlussakt statt, wie Daniel Hoffmann in seiner kleinen Ansprache hervorhob. Die Festschrift trägt den Titel „Transformative Lektüren. Bibel – Kultur – Theologie. Festschrift für Christian Strecker“ und vereint Beiträge von 20 ehemaligen und aktuellen Kolleginnen und Kollegen Streckers und ist im Kohlhammer-Verlag erschienen. Herausgegeben wurde sie von Daniel Hoffmann, Klaus Neumann und Friederike Oertelt. 

Auf den akademischen Schlussakt folgten das gemeinsame Abendessen in der Mensa und ein festlicher Abendmahlsgottesdienst in St. Laurentius, den Prof. Strecker gemeinsam mit Studierenden gestaltete.

Im Anschluss öffnete wie gewohnt die Bar ihre Türen, in der PD. Dr. Christine Siegl und Verwaltungsleiterin Elisabeth Helmreich mit einem Lied und kleinen Aktionen von Mittelbau und Studierenden verabschiedet wurden. Außerdem fand die AStA-Übergabe statt und es war Gelegenheit, das Semester bei Getränken, Gesprächen und Musik zu beschließen.

Ein-Personen-Theaterstück Martin Luther. Meine Erinnerungen (Spanisch: Martín Lutero. Mis recuerdos)

Bei seinem Studienaufenthalt an der Augustana-Hochschule befasste sich Herr Prof. René Krüger im Mai/Juni 2025 mit Luthers Schriftverständnis. Neben dem wissenschaftlichen Ertrag ist auch auch ein Theaterstück entstanden, das am 1. März in der evangelischen Kirche von Gualeguaychú, Entre Ríos, Argentinien uraufgeführt wurde.

Bericht zur Uraufführung 

Prof. Dr. Christel Keller-Wentorf verstorben

Das Institut für evangelische Aszetik an der Augustana-Hochschule trauert um seine Mitbegründerin und stellvertretende Direktorin Prof. Dr. Christel Keller-Wentorf, die am 25.2.2026 im Alter von 83 Jahren nach längerer Krankheit verstorben ist.

Die 1942 in Hamburg geborene hatte nach ihrem Studium der Theologie und Musikwissenschaft in Marburg und Mainz 1970 das Erste Theologische Examen abgelegt und war in den Pfarrdienst der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eingetreten. 1981 wurde sie mit einer Studie zur Bewusstseinslehre in Friedrich Schleiermachers Philosophischer Ethik bei Prof. Dr. Carl Heinz Ratschow an der Philipps-Universität Marburg zur Doktorin der Theologie promoviert. Nach Tätigkeiten im Gemeinde- und Schuldienst sowie als Studentenpfarrerin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und als Lehrbeauftragte für Systematische Theologie am Fachbereich Evangelische Theologie der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität Frankfurt am Main wurde sie 1991 als Professorin für Homiletik und Liturgik an das Theologische Seminar Friedberg der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau berufen und hatte anschließend von 1999 bis 2009 die Kirchliche Dozentur für Praktische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz inne. Ihren vorzeitig angetretenen Ruhestand widmete sie dem 1999 von ihr und Prof. Dr. Manfred Seitz gegründeten Evangelischen Exerzitium - Zentrum für geistliche Theologie und Lebensgestaltung e.V., der 2005 gegründeten Geistlichen Gemeinschaft im Evangelischen Exerzitium und dem 2007 von ihr zusammen mit Prof. Dr. Manfred Seitz, Prof. Dr. Klaus Raschzok und Dr. Gerhard Knodt gegründeten Institut für evangelische Aszetik an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau. Sie bereicherte die Lehrtätigkeit des Instituts insbesondere mit ihren Forschungen zur Wiedergewinnung der geistlichen Theologie der Alten Kirche und des Mönchtums, pflegte das Gespräch mit den Kommunitäten und geistlichen Gemeinschaften in der Evangelischen Kirche in Deutschland und betreute den Nachlass ihres 1999 verstorbenen akademischen Lehrers Carl Heinz Ratschow in der Universitätsbibliothek Marburg. Am 25.2.2026 ist sie an ihrem Altersruhesitz im schleswig-holsteinischen Seedorf am Schaalsee verstorben. Das Institut für Evangelische Aszetik dankt der Verstorbenen für allen ihren Einsatz. Der dreieinige Gott nehme sie in Gnaden an und lasse sie von Angesicht zu Angesicht schauen, was sie anderen als ordinierte Pfarrerin und theologische Lehrerin voller Überzeugung verkündigt hat.

Prof. em. Dr. Klaus Raschzok
Senior-Direktor des Instituts für evangelische Aszetik an der
Augustana-Hochschule

Fällt leider aus: Gesprächsabend mit Historikerin Karma Ben Johanan

Aufgrund der akuten Kriegsgefahr kann der für den 26.02.2026 geplante Gesprächsabend mit der Historikerin Karma Ben Johanan zum Abschluss der Ausstellung der Bilderserie zum 7. Oktober 2023 leider nicht stattfinden.

Ursprüngliche Einladung:

Die Augustana-Hochschule lädt ein zu einem Gesprächsabend mit Professorin Karma Ben Johanan aus Jerusalem zur aktuellen Situation in Israel nach dem 7. Oktober. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 26.2.2026, um 19.00 Uhr im Pechmann-Haus. Sie beschließt gleichzeitig die Ausstellung der Bilderserie Zoya Cherkasskys zum 7. Oktober 2023.

Karma Ben Johanan lehrt am Department for Comparative Religion der Hebrew University in Jerusalem. Zu ihren Forschungsschwerpunkten als Historikerin zählen die jüdisch-christlichen Beziehungen. Von 2020 bis 2022 war sie Professorin für jüdisch-christliche Beziehungen an der Humboldt- Universität zu Berlin.

Der Gesprächsabend findet auf Englisch statt. Der Eintritt ist frei.

Fahrt der internationalen Stipendiaten nach Auschwitz

Vom 23. bis zum 25. Januar fuhr eine Gruppe von internationalen Stipendiaten der Augustana (aus Brasilien, Indien, Malaysia, Südafrika, Ungarn und den USA) auf Exkursion nach Südpolen, um dort das Vernichtungslager Auschwitz zu besuchen.

Anlass der Unternehmung war zum einen der 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945, zum anderen der Wunsch gerade der Kommilitonen aus Übersee, diese Exkursion zu veranstalten, auch nur für das kurze, nicht unproblematische Format einer Wochenendfahrt. Vielleicht gäbe es, nach der Rückkehr in ihre Heimat, nie wieder die Gelegenheit für einen Besuch dieses so wichtigen Gedenkorts.
Nachdem die Exkursion an der Hochschule durch mehrere Seminarabende intensiv vorbereitet worden war, stand in ihrem Mittelpunkt vor Ort eine ganztägige Führung durch die beiden Teile der heutigen Gedenkstätte: das Memorial Auschwitz I (das ursprüngliche Stammlager) und das später errichtete Vernichtungslager Auschwitz II Birkenau. Die Gruppe wurde dabei begleitet von einer überaus engagierten polnischen Historikerin, die, selbst aus Oświęcim stammend und seit 27 Jahren im Dienst der Gedenkstätte, neben der detaillierten historischen Erklärung immer wieder auch bewegende Geschichten und ganz persönliche Eindrücke vermitteln konnte. 

Das ganze Wochenende stand im Zeichen sehr offener, auch schwieriger Gespräche und Reflexionen über den Holocaust und die Erinnerung an eben diesen, in einer besonderen Gruppe von Studierenden der Theologie, die sich den furchtbaren Ereignissen aus den so unterschiedlichen Perspektiven und Vorbedingungen ihrer eigenen Länder und Kulturen annäherten. Als Segen wurde empfunden, dass die Abende in Krakau, vor allem die gemeinsamen Abendessen, die wir vor der Abfahrt mit innerer Unruhe erwartet hatten, die Erkenntnisse und Erfahrungen für die Gruppe aufzufangen halfen.

Die gesamte Unternehmung fand erst am 29. Januar ihren Abschluss, mit der Teilnahme der Stipendiaten an dem vom Nürnberger Dokumentationszentrum veranstalteten Zeitzeugengespräch mit Herrn Ernst Grube aus München, der, selbst Sohn einer jüdischen Mutter und eines bekennenden Kommunisten, den Holocaust als Kind in Theresienstadt überlebte.

Der Augustana-Hochschule dankt die gesamte Gruppe für die finanzielle Unterstützung der Themenreihe und Exkursion.

 

Augustana-Tag 2025

Am Wochenende des 2. Advent feiert die Augustana-Hochschule in Neuendettelsau ihr 78. Gründungsjubiläum. Dazu begrüßen wir als Festredner Prof. Dr. Thorsten Dietz; die Festpredigt hält Prof. Dr. Sonja Keller.

Programm

 

Freitag, 5. Dezember

14 Uhr, Biblicum (Seminargebäude)

Mitgliederversammlung der "Freundinnen und Freunde der Augustana-Hochschule"

 

15.30 Uhr, Mensa

Willkommenskaffee für Alumni, Dozierende und Studierende

 

18 Uhr, Hörsaal IV

Festvortrag "Theologie im Netz. Wie theologische Kommunikation neue Relevanz gewinnen kann."

Prof. Dr. Thorsten Dietz

anschließend Empfang in der Mensa

 

Samstag, 6. Dezember

19 Uhr, Pechmann-Haus

Augustana-Ball

 

Sonntag, 7. Dezember 

10 Uhr, St. Laurentius

Festgottesdienst mit der Diakoniegemeinde

Festpredigt: Rektorin der Augustana-Hochschule, Prof. Dr. Sonja Keller

 

12.00 Uhr, Mensa

Festliches Mittagessen

VI. Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des ÖRK zu Gast bei der Koptisch-Orthodoxen Kirche in Ägypten 2025

Prof. Dr. Heike Walz, Lehrstuhlinhaberin für Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft an der Augustana-Hochschule, ist seit 2022 Delegierte der EKD in der „Kommission für Glauben und Kirchenverfassung“ des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Sie wirkte an der „VI. Weltkonferenz von Glauben und Kirchenverfassung“ vom 24.-28. Oktober 2025 in Ägypten mit.

Mit Spannung wurde diese VI. Weltkonferenz der Bewegung Glauben und Kirchenverfassung erwartet, da sie erstmalig im globalen Süden in Afrika stattfand. Anlass war das 1700jährige Jubiläum des ersten Ökumenischen Konzils in Nizäa 325. 

Die „Kommission für Glauben und Kirchenverfassung“ des ÖRK war verantwortlich für das Programm der Weltkonferenz. Prof. Walz ist Teil der Kommission, die für acht Jahre (2022-2030) berufen ist, ökumenisch-theologische und interkulturell-theologische Grundsatzarbeit zu leisten. In „Faith & Order“ (wie die Kommission auf englisch heißt) ist die Römisch-Katholische Kirche Mitglied. Die letzte Weltkonferenz hatte 1993 in Santiago de Compostela stattgefunden.

Gastgeberin der VI. Weltkonferenz war die Koptisch-Orthodoxe Kirche in Ägypten. Etwa 400 Gäste waren geladen, neben der Kommission kamen weitere Delegierte aus den 356 Mitgliedskirchen des ÖRK zusammen. Seine Heiligkeit Tawadros II., Papst von Alexandria und Patriarch des Stuhls des heiligen Markus, richtete die Konferenz in spiritueller Atmosphäre und herzlicher Gastfreundschaft aus. 

Prägend für die Weltkonferenz war die spirituelle Atmosphäre im „Logos Papal Center“ in Wadi el Natrun, der Wiege des frühen christlichen Mönchtums in der Nähe von Alexandria. Der Pilgerweg zu vier koptisch-orthodoxen Klöstern und dem Retreat-Center „Anafora“ war ein Highlight, ebenso das Singen der ökumenischen Lieder in vielen verschiedenen Sprachen und Rhythmen im „Gebetszelt“. Hoffentlich springt dieser Funke der spirituellen Ökumene auf die Mitgliedskirchen über, indem die Lieder weiter gesungen werden.

Die Weltkonferenz unter dem Thema: „Where Now for Visible Unity?“ widmete sich dem theologischen Dreiklang „Glaube – Mission – Einheit“. Wichtige Impulse der Weltkonferenz waren u.a. die Dekolonisierung der ökumenischen Theologien und Methoden und eine »baptismal ecclesiology« zur zukünftigen Anerkennung der Taufe zwischen allen Kirchen.

Die Message der Weltkonferenz war, dass die Einheit sichtbar und im Dienst an der Welt gelebt werden soll: »living out the gospel in worship and service to the world«. Im »Aufruf an alle Gläubigen« unter dem Titel »Deepening Unity, Journeying in Love, Restoring Hope« wurde hervorgehoben, wie wichtig der Ruf Christi zur Einheit in der heutigen Welt ist, die von Spaltung, Polarisierung, Ungerechtigkeiten, Gewalt und Krieg zerrissen ist.

Die achtzig Studierenden des internationalen Studienprogramm des ÖRK »Global Ecumenical Theological Institute« (GETI) vom 12.–29. Oktober 2025 – mit dabei auch stud. theol. Melina Glass von der Augustana-Hochschule – richteten sich mit einer eigenen Botschaft zur »prophetischen Hoffnung» an die Weltkonferenz. 
Die Botschaften und weitere Infos können auf der Seite des Ökumenischen Rates der Kirchen abgerufen werden.

Ein ausführlicher Bericht über die VI. Weltkonferenz von Prof. Walz erscheint demnächst in Heft 1 (2026) der Zeitschrift Interkulturelle Theologie (ZMiss).

 

Prof. Dr. Heike Walz in der Konferenzhalle

Prof. Dr. Heike Walz in der Konferenzhalle

Prof. Dr. Heike Walz mit Altbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und den Delegierten Anna Kühleis und Katrin Vogelmann

Prof. Dr. Heike Walz mit Altbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und den Delegierten Anna Kühleis und Katrin Vogelmann

"Logos Papal Center" in Wadi el Natrun

"Logos Papal Center" in Wadi el Natrun

Prof. Walz mit Prof. Upolu Vaij, Vice Chancellor of Pasifika University, Fiji

Prof. Walz mit Prof. Upolu Vaij, Vice Chancellor of Pasifika University, Fiji

Klosterkirche des Heiligen Makarios

Klosterkirche des Heiligen Makarios

Kloster des Heiligen Makarios

Kloster des Heiligen Makarios

Auferstehungskirche im Retreat-Center Anafora

Auferstehungskirche im Retreat-Center Anafora

Wintersemester 2025 / 2026 eröffnet

Die Einheit des Leibes Christi erfahren - Studium an der Augustana zwischen rekreativer Langeweile und positivem Stress des Eintauchens

Am 11. November 2025 wurde an der Augustana-Hochschule das neue Wintersemester feierlich eröffnet.

Die Hochschulgemeinde versammelte sich zu Beginn zum Gottesdienst in der Kapelle.

Prof. Dr. Pietsch, Franka Böhm und der Hochchulposaunenchor gestalteten gemeinsam den Gottesdienst. Sein Zentrum bildete die Verheissung aus Epheser 4, der Einheit des Leibes Christi. „Ihr seid der Leib Christi!“ - im Hören dieser Zusage sprach die Hochschulgemeinde den neuen Mitgliedern des AStA Gottes Segen für Ihr Engagement zu.

Im großen Hörsaal des Pechmann-Hauses schloss sich der akademische Festakt zur Semestereröffnung an.

Frau Rektorin Prof. Dr. Sonja Keller berichtet von aktueller religionspädagogischer Forschung über die "Herstellung" von Langeweile im katholischen Religionsunterricht, wobei interessanterweise darauf verwiesen wird, dass Langeweile im Unterricht wissenschaftlich bisher nur am Rande erforscht wurde. Die praxistheoretische Studie vermag indessen die Potenziale von Gefühlen der Langeweile im Unterricht zu skizzieren, sofern diese eine Unterbrechung im (schulischen) Alltag darstellen, die eine andere Zeiterfahrung ermöglichen und durchaus Kreativität freizusetzen vermögen. Langeweile nicht nur als Versagen und Störfaktor zu begreifen, macht den Weg frei, um ihr Potenzial schöpferisch Neues zu schaffen, wahrzunehmen und zu nutzen. Rektorin Keller ermutigte Lehrende und Studierende, sich Momente der Langeweile zu gönnen.

Musikalisch inspiriert, durchwoben und gerahmt wurde der Vortrag von den virtuosen Beiträgen von Hannah Lichtinger, Franka Böhm und Victoria Sperber.

Rektorin Keller begrüßte im Anschluss ganz besonders Frau Pfarrerin Monika Lucas.  Sie übernimmt ab diesem Semester die Assistentur am Lehrstuhl für Kirchen- und Dogmengeschichte. Als Lehrstuhlvertretung im Fach Feministische Theologie und Gender Studies für das WS 25/26  wurde Frau PD Dr. Friederike Oertelt begrüßt. Als Lehrstuhlvertretung im Fach Philosophie für das Wintersemester und das Sommersemester 2026 Herr Apl. Prof. Dr. Christoph Binkelmann. Außerdem wurden alle neuen Studierenden, internationale Gäste und internationale Studierende sowie alle Hochschulwechsler willkommen geheißen und durften sich in das ‚Goldene Buch‘ eintragen.

Seniora Luise Kink präsentierte daraufhin das Semestermotto: „Und siehe, es wird stressig.“ Die Seniora legte dabei dar, dass Stress nicht nur negative Seiten habe, sondern sich auch positiv auswirken könne: In Momenten nämlich, in denen das Studium richtig Spaß mache und man sich mit viel Kaffee ganz in Themen und Herausforderungen hineingibt. In diesem Sinne wünschte Frau Kink: „Möge der Kaffee stark sein. Und siehe, es wird stressig – aber es wird auch schön!“

Verwaltungsleiterin Frau Elisabeth Helmreich wies schließlich in ihrer Ansprache auf den Sportplatz als Sammelplatz bei Notfällen hin. Darüber hinaus rekurrierte sie auf die Themen Umwelt und Fairtrade. Beide spielten für die Hochschule eine wichtige und zentrale Rolle.

Ein Gruppenfoto vor der Hochschulkapelle schloss die Eröffnungsfeier ab.

Zertifikat für interreligiöse, interkulturelle und ökumenische Kompetenz

In einer pluralen Welt brauchen kirchliche, soziale und bildungsbezogene Handlungsfelder interreligiöse Sensibilität, interkulturelles Wissen und ökumenische Dialogfähigkeit. Das Zertifikat fördert diese "Inter-Kompetenzen" auf innovative Weise - durch Reflexion, Begegnung und Praxis.

Die religiöse, kulturelle und spirituelle Pluralität ist im 21. Jahrhundert durch Globalisierung und Migration Alltag geworden. In den Kirchen gehören interreligiöse, interkulturelle, ökumenische und globalethische Reflexionsfähigkeit und Praxiserfahrungen zu einer der wichtigsten Kernkompetenzen. 
Solche „Inter-Kompetenzen“ sind in sämtlichen kirchlichen Handlungsfeldern, ob im Pfarramt, Ehrenamt, an Funktionsstellen oder in Leitungsfunktionen, notwendig. Dies gilt geichermaßen für die persönliche Identitätsfindung, biographische Reflexionsfähigkeit, Sensibilisierung für spirituelle Vielfalt wie auch die eigene ethische Orientierung.
Das Zertifikat legt den Schwerpunkt auf die Verknüpfung von Theorie und Praxis, durch vernetztes Denken und Best-Practice Beispiele. Möglich ist dies durch die Verbindung von Lehrveranstaltungen am Lehrstuhl Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft an der Augustana-Hochschule mit qualifizierten Programmen und Angeboten kirchlicher Partnerinstitutionen in der Metropolregion Nürnberg. Die Teilnehmenden sollen ihren spezifischen Interessen und Wissenslücken nachgehen und eigene Schwerpunkte setzen.

Ausstellung zum 7. Oktober 2023 eröffnet

Am 7. Oktober wurde im Pechmann-Haus die Ausstellung der Bildserie „7. Oktober 2023“ der ukrainisch-israelischen Künstlerin Zoya Cherkassky eröffnet.

Gezeigt wird der komplette Bildzyklus der 12 Mixed-Media-Arbeiten, die im Original meist mit Bleistift, Aquarell- und Wachsmalstift gezeichnet wurde. Die an der Augustana gezeigten Bilder sind Reproduktionen in ungefähr doppelter Größe, die die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg im vergangenen Jahr für eine Ausstellung in der Hauptkirche St. Petri erstellt hatte. Sie wurden uns freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt und können im öffentlich zugänglichen Foyer des Pechmann-Hauses von Montag bis Freitag zwischen 8–17 Uhr angeschaut werden, wobei ein Bild in einem separaten Raum hängt und nur auf Anfrage zu sehen ist. Hier ist das Plakat zur Ausstellung.

Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen, das vor Ort ausliegt und u.a. Hinweise zu den Bildern, deren Entstehung und zur Künstlerin enthält. Hier kann es online eingesehen werden.

Im Vorfeld der Ausstellung führte Daniel Hoffmann ein längeres Gespräch mit Zoya Cherkassky, das im Begleitheft in deutscher Übersetzung abgedruckt ist. Hier kann das Original in Englisch samt Übersetzung eingesehen werden.

Bereits vor einem Jahr erschien ein Sondernewsletter von BCJ.Bayern e.V. mit Abbildung der Bildserie sowie weiteren Informationen. Er kann hier eingesehen werden.

Öffnungszeiten und Dauer der Ausstellung: 7. Oktober 2025 bis 28. Februar 2026, Montag bis Freitag 8–17 Uhr.

Anfragen für Besichtigungen außerhalb der Öffnungszeiten oder in Verbindung mit einem Begleitvortrag bitte an studierendenpfarramt@augustana.de oder 09874 509-0

Dr. Axel Töllner, Pfr. Daniel Hoffmann und Prof. Dr. Stefan Seiler

Dr. Axel Töllner, Pfr. Daniel Hoffmann und Prof. Dr. Stefan Seiler

Bei der Ausstellungseröffnung

Bei der Ausstellungseröffnung

Einführung zur Ausstellung

Einführung zur Ausstellung

Plakat

Plakat

Alles ist relativ normal? Inklusion in Theologie und Kirche -- 11. Netzwerktagung des Praktisch-Theologischen Fach- und Nachwuchsforums

Vom 25. bis 27. September 2025 fand an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau die 11. Netzwerktagung des Praktisch-Theologischen Fach- und Nachwuchsforums statt. Unter dem Leitthema „Alles ist relativ normal? Inklusion in Theologie und Kirche“ versammelten sich Nachwuchswissenschaftler*innen, um gemeinsam über aktuelle Fragen und Herausforderungen rund um das Thema Inklusion nachzudenken, zu diskutieren und sich zu vernetzen.

Eröffnet wurde die Tagung durch ein Grußwort der Rektorin, Prof. Dr. Sonja Keller, das den Auftakt für drei anregende Tage des Austauschs und der Inspiration bildete. Im Anschluss bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, eigene Qualifikationsarbeiten im Rahmen einer Postersession sowie durch Vorträge zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Der erste Tag klang in geselliger Runde bei Pizza und guten Gesprächen aus – ein gelungener Einstieg in die Tagung.

Der Freitag stand ganz im Zeichen des Tagungsthemas. In Workshops mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis wurden verschiedene Aspekte von Inklusion in Theologie und Kirche vertieft beleuchtet. Ein besonderer Höhepunkt war die Exkursion zu Diakoneo, bei der die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in inklusive Arbeitsfelder und Konzepte gewinnen konnten. Der Abend bot Raum für weitere Vernetzung – bei einem gemeinsamen Besuch in der Augustana-Bar konnten neue Kontakte geknüpft und bestehende vertieft werden.

Am Samstagmorgen stand erneut die Auseinandersetzung mit den Qualifikationsarbeiten im Fokus. In kleinen Gesprächsgruppen wurden Inhalte vertieft und Feedback gegeben. Zwischendurch gab es immer wieder die Gelegenheit für Austausch, unterstützt durch die hervorragende Bewirtschaftung der Mensa.

Die 11. Netzwerktagung bot Raum für fachlichen Austausch, persönliche Begegnungen und gute Gespräche. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeitenden der Augustana-Hochschule, die zum Gelingen dieser Tagung beigetragen haben!

Text: Antonia Lehmann

Die Gruppe vor St. Laurentius

Die Gruppe vor St. Laurentius

Auf dem Campus der Augustana

Auf dem Campus der Augustana

„Der Faire Handel wirkt“. Veranstaltung zur Titelerneuerung mit Vortrag und Schokoladenverkostung am 10. Oktober

Neuendettelsau darf sich auch die nächsten zwei Jahre Fairtrade Gemeinde nennen. Seit 2019 ist die Gemeinde Fairtrade Town und setzt sich vielfältig mit Hilfe der Steuerungsgruppe vor Ort für den Fairen Handel ein. Anlässlich der Titelerneuerung hatte die Gemeinde in Kooperation mit der Fairtrade University Augustana sowie Mission EineWelt zu dem Vortrag „Fairer Handel aus Sicht eines Kakaoproduzenten“ eingeladen.

Aldo Chipana übergab im Namen von Fairtrade Deutschland die Urkunde an Bürgermeister Christoph Schmoll. Sie sei eine Anerkennung für die geleistete Arbeit. Der Einsatz für den Fairen Handel sei insbesondere wichtig in einer Zeit vieler Probleme wie dem Klimawandel und Kinderarbeit. „Ihr Engagement wirkt,“ betonte Chipana. Auch Bürgermeister Schmoll betonte, dass der Faire Handel dazu beitragen kann Ungleichheit zu verringern und somit auch einen Beitrag zur Friedenssicherung leistet, „das Ziel könne aber nur gemeinsam erreicht werden.“

Anschaulich und praxisnah schilderte Chipana anschließend in seinem Vortrag, welche positiven Auswirkungen der Faire Handel auf die Kleinbauern sowie die Umwelt hat. Chipana ist in Bolivien auf einer Kakaofarm aufgewachsen und hat in Deutschland ein Studium im Bereich Agrarökonomie abgeschlossen. Es dauert 4-6 Jahre, bis ein Kakaobaum genügend Früchte trägt. Nach dem Ernten werden die schweren Kakaofrüchte zu einem Sammelplatz transportiert. Dort werden sie von Hand mit einer Machete geöffnet. Das weiße Fruchtfleisch, in dem die Kakaobohnen liegen, braucht zur Fermentierung Trockenheit und Wärme. Anschließend müssen die Bohnen sortiert werden. Der Produktionsprozess von der per Hand geernteten Frucht bis zur verkaufsreifen Kakaobohne bedeute viel Handarbeit, da die Frucht sehr empfindlich ist. Die Fermentierung und Trocknung erfolgt umweltschonend an der Luft und Sonne und ist somit stark Wetter abhängig. Der Produktionsprozess vom Ernten bis zum Verkauf dauert 25 Tage. Die Farm der Eltern von Aldo Chipana ist Teil einer Kooperative des fairen Handels. Somit profitieren sie direkt von den höheren, garantierten Erlösen. Über die Verwendung einer zusätzlich gezahlten Fairtrade Prämie entscheiden die Mitglieder der Kooperative gemeinsam. Die Prämie wird zum Beispiel eingesetzt für Weiterbildungsmaßnahmen oder für den Kauf von Maschinen. Chipana berichtete, dass einem Mitglied der Kooperative ein Studium ermöglicht wurde und eine Maschine zur Sortierung der Kakaobohne angeschafft werden konnte. Zunehmend leidet der Anbau von Kakao an den Folgen des menschengemachten Klimawandels. Dies ist auch ein Grund für die stark gestiegenen Preise für Kakao. Im letzten Jahr hätten große Waldbrände nicht nur Plantagen vernichtet, sondern durch den lang anhaltenden Smog fehlte auch die Sonne. „Diese,“ so Chipana, „ist aber notwendig für die Fermentierung und Trocknung der Kakaobohnen.“ Hohe Ertragseinbrüche waren die Folge. Um die Folgen des Klimawandels abzumildern, haben einige Mitglieder der Kooperative auf eine Agroforstwirtschaft umgestellt. Die größeren Bäume beschatten hierbei die empfindlicheren kleineren Kakaobäume. Dies ist nachhaltig, bedeutet aber mehr Arbeit, die bezahlt werden muss. Der Faire Handel berücksichtigt dies finanziell im Gegensatz zu herkömmlichen Aufkäufern der Ernte. Chipana betont: „Gewinne sind notwendig, aber der Profit darf nicht auf Kosten der Menschen und Umwelt gehen.“

Im Anschluss an den Vortrag konnten die Besucher verschiedene faire Schokoladen aus dem Weltladen probieren und miteinander in‘s Gespräch kommen.

Jürgen Frercks/Nadine Reinert (Bilder)

Aldo Chipana mit Bürgermeister Christoph Schmoll

Aldo Chipana mit Bürgermeister Christoph Schmoll

Schokoladenverkostung

Schokoladenverkostung

Fairer Handel aus Sicht eines Kakaoproduzenten

Herzliche Einladung zu einem Vortrag mit Titelerneuerung als Fairtrade-Gemeinde am 10. Oktober.

„Gemeinsam die Vielfalt des Fairen Handels entdecken!“

Entsprechend des diesjährigen Mottos der Fairen Woche informierten die Fairtrade University Augustana Hochschule und die Fairtrade Steuerungsgruppe Neuendettelsau am 21. September über den Fairen Handel.

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und ökologischen Herausforderungen will die Faire Woche deutlich machen, wie breit aufgestellt der Faire Handel ist. Er vereint soziale Gerechtigkeit und den Schutz der ökologischen Vielfalt – zwei untrennbare Aspekte, die gemeinsam den Weg zu einer lebenswerten und nachhaltigen Zukunft ebnen.

Neben Informationsmaterial über den Fairen Handel wurde eine Vielfalt an Produkten des Fairen Handels präsentiert und zum Kauf angeboten. Die Produktpalette reichte über Kaffee und Tee, Schmuck, Taschen bis zu „Fingerpuppen“.

Bei Kindern beliebt war das Glücksrad. Stoppte das Rad auf Feldern wie „Du hast Fair einkauft“, „Keine Kinderarbeit“ oder „Bildung“ hatte etwas gewonnen. Neugierig fragten einige Kinder nach, was Fairtrade bedeutet. So kam man ins Gespräch. Auf Interesse stießen auch die Kochrezepte mit Zutaten aus dem Fairen Handel.

Der Faire Handel lebt von dem Engagement vieler Akteure weltweit. Jeder trägt dazu bei, die Idee einer gerechteren und nachhaltigen Welt voranzutreiben. Wir freuen uns auf Unterstützende.

Jürgen Frercks

Dorffest Neuendettelsau

Dorffest Neuendettelsau

Dorffest Neuendettelsau

Dorffest Neuendettelsau

Dorffest Neuendettelsau

Dorffest Neuendettelsau

Die Intensivsprachkurse haben begonnen

Am 9. September haben die Intensivsprachkurse an der Augustana begonnen.

Knapp 8 Wochen lernen Studierende der Augustana, aber auch Gäste aus anderen Fakultäten die alten Sprachen Hebräisch, Griechisch und Latein. Sie sind Grundlage für das Theologiestudium.

Wie es Tradition ist, fand am 11. September die Sprachkurswanderung statt, die in diesem Jahr wieder nach Heilsbronn führte. Rund 45 Studierende machten sich auf den Weg über die Felder und durch den Wald bis zum ehemaligen Zisterzienserkloster, wo Pfarrerin Ulrike Fischer eine Führung durch das Münster anbot. Nach einer schönen Andacht klang der Abend im Gasthof Schönau aus.

Das eigentliche Wintersemester beginnt am 11. November 2025.

Vor dem Münster Heilsbronn

Vor dem Münster Heilsbronn

 
 
 
 


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