Anthropozän oder Kapitalozän? Über die prekäre Zukunft von Religion und Politik Gastvortrag von Prof. Dr. Jörg Rieger am 26. Juni 2026, 10 Uhr im HS I, Pechmannhaus
Wer bestimmt das Schicksal unseres Planeten und wie kann es zum Besseren gewendet werden? Ökologische Zerstörung, soziale Spannungen, und sogar Krieg werden oft mit dem Begriff des Anthropozäns beschrieben, als ob die schiere Zahl der Weltbevölkerung das Hauptproblem darstellt.
Aber wie verhält sich der Fluss von Geld und Macht zu diesen Problemen? Darum geht es mit dem Begriff des Kapitalozäns. „Geld regiert die Welt“, besagt ein altes Sprichwort, und Geld beeinflusst auch Religion und Politik, wie heute besonders in den USA deutlich wird.
Alternativen, die diese Zusammenhänge bedenken, deuten auf die Notwendigkeit einer anderen Politik und einer anderen Religion hin, im Zusammenhang mit einer anderen Ökonomie. Welche Möglichkeiten bestehen und wie kommen wir über bloße Protestaktionen zu konstruktiven Projekten?
Prof. Dr. Joerg Rieger lehrt an der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, USA Constructive Theology und leitet das Wendland-Cook Program for Religion and Justice.
Rieger ist Autor und Herausgeber von 27 Büchern und über 200 Artikeln. Auch auf Deutsch erhältlich sind Gemeinsam sind wir stärker: „Tiefe Solidarität“ zwischen Religion und Arbeit, mit Rosemarie Henkel-Rieger (übersetzt von Sabine Plonz, Hamburg, VSA Verlag, 2019) und Christus und das Imperium: Von Paulus bis zum Postkolonialismus (übersetzt von Sabine Plonz, Berlin, Lit Verlag, 2009).
Der Gastvortrag findet hybrid statt. Sie finden den Zoom-Link auf dem QR Code des Plakats.

