Ende des Wintersemesters 2025/26: Bildungsprozesse in der Perspektive der Tragetaschentheorie, Abschiede und eine Festschrift
Am 19. Februar 2026 endete das Wintersemester an der Augustana-Hochschule mit einem feierlichen akademischen Schlussakt. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Hannah Lichtinger und Johanna von Gayl.
In ihrer Festrede berichtete Frau Rektorin Prof. Dr. Keller von den aktuellen Reformprozessen des Theologiestudiums. Im Ringen um die Erstellung eines Curriculums für potentielle BA/MA-Studiengänge sei ihr besonderns die Unverfügbarkeit und Zufälligkeit verschiedener Blldungsrozesse deutich geworden. Sie forderte daher einen Wechsel der Leitmetapher: Weg von den Leistungspunkten zur Tragetasche. In Anschluss an Ursula K. Le Guins ‚Tragetaschentheorie des Erzählens‘ machte sie die Tasche als Sammelgegenstand auch für das theologische Curriculum der Zukunft stark und hob hervor, dass die Augustana dafür hervorragende Möglichkeiten böte.
Zahlreiche Verabschiedungen prägten das Semesterende: Verwaltungsleiterin Elisabeth Helmreich wurde nach fast 13 Jahren an der Augustana-Hochschule in den Ruhestand verabschiedet. PD. Dr. Christine Siegl nach 3 Jahren als Assistentin am Lehrstuhl für Praktische Theologie. Darüber hinaus auch alle Examinierten des Wintersemesters 2025/26, Exmatrikulierte und nicht zuletzt der AStA des Wintersemesters 2025/26.
Frau Seniora Kink blickte auf ein bewegtes Semester zurück. Das Semestermotto „Und siehe es wird stressig“ habe sich bestätigt. Es fühlte sich immer wieder so an, als wäre die gesamte Augustana in einem Kahn, der schwanke. Aber das Schöne wäre, dass man das gesamte Semester über merkte, nicht allein im wankenden Kahn zu sitzen, sondern als zusammenhaltende Campus-Gemeinschaft. So könne am Ende des Semesters gesagt werden: Und siehe es wird stressig und es wird gut!
Zuletzt wurde Herrn Prof. Dr. Christian Strecker anlässlich seines 65. Geburtstages, den Prof. Strecker Ende des vergangenen Jahres beging, eine Festschrift übergeben. Da es üblich ist, dass nur die runden Geburtstage mit einem akademischen Festakt begangen würden, fand die Übergabe, ohne mit dieser Gewohnheit brechen zu wollen, auf ungewohnte Weise im Schlussakt statt, wie Daniel Hoffmann in seiner kleinen Ansprache hervorhob. Die Festschrift trägt den Titel „Transformative Lektüren. Bibel – Kultur – Theologie. Festschrift für Christian Strecker“ und vereint Beiträge von 20 ehemaligen und aktuellen Kolleginnen und Kollegen Streckers und ist im Kohlhammer-Verlag erschienen. Herausgegeben wurde sie von Daniel Hoffmann, Klaus Neumann und Friederike Oertelt.
Auf den akademischen Schlussakt folgten das gemeinsame Abendessen in der Mensa und ein festlicher Abendmahlsgottesdienst in St. Laurentius, den Prof. Strecker gemeinsam mit Studierenden gestaltete.
Im Anschluss öffnete wie gewohnt die Bar ihre Türen, in der PD. Dr. Christine Siegl und Verwaltungsleiterin Elisabeth Helmreich mit einem Lied und kleinen Aktionen von Mittelbau und Studierenden verabschiedet wurden. Außerdem fand die AStA-Übergabe statt und es war Gelegenheit, das Semester bei Getränken, Gesprächen und Musik zu beschließen.

