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Veranstaltungsreihe »Musik in der Orthodoxie« 16. bis 18. Mai 2022

​​​​​​​Im Rahmen einer akademischen Kooperation mit der Fakultät für orthodoxe Theologie an der Babeș-Bolyai-Universität Cluj-Napoca (Rumänien) fand vom 16. bis 18. Mai 2022 an der Augustana-Hochschule eine Veranstaltungsreihe zum Themenbereich »Musik in der Orthodoxie« statt. Gast war Prof. Dr. Vasile Stanciu, Direktor der Doktoratsschule der Fakultät in Cluj. Unterstützt wurde er von seinem Promovenden Daniel Pop.

Wochenspruchauslegung am 16. Mai

Am Montag hielt zum Wochenspruch der Woche nach dem Sonntag „Cantate“ unser rumänischer Doktorand aus Cluj, Daniel Pop, die Wochenspruchauslegung über Psalm 98: „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“. Zusammen mit Professor Stanciu intonierte er im Anschluss an die Auslegung einen byzantinischen Marienhymnus aus dem Jahr 626, und auch sonst war die Andacht mit viel gemeinsamem Gesang ein bewegender, geistlicher Moment in unserer Kapelle.

Vortrag am 17. Mai

Am nächsten Tag hielt Prof. Dr. Stanciu, einen Vortrag zum Thema »Theologie und Musik in der byzantinischen Liturgie«. Neben zahlreichen Dozierenden und Studierenden waren auch etliche Gäste aus Neuendettelsau unter den Zuhörenden.

Zu Beginn seines Vortrags brachte Stanciu seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die akademische Partnerschaft zwischen der AHS und seiner Fakultät in Cluj auch während der Coronazeit mit Leben gefüllt werden konnte. So habe KMD Andreas Schmidt dort im vergangenen Jahr zwei Online-Vorträge zu kirchenmusikalischen Themen gehalten.

Prof. Dr. Stanciu stellte die Musik als Ausdrucksmittel der Freude in der Liturgie dar, das die Kirchen und Konfessionen verbindet: „Ich glaube, wenn Jesus in unserem Leben gegenwärtig ist, wird uns die Freude niemals verlassen. Diese Freude erleben wir in der Liturgie. Und ich werde versuchen, gemeinsam den geistlichen Wert der Freude wiederzuentdecken, die uns eint, uns stärkt und uns Hoffnung gibt, hier und im ewigen Leben in Gemeinschaft mit Ihm zu sein.“

Die Musik in der Orthodoxie sei kein Adiaphoron, über dessen Berechtigung im Gottesdienst zu diskutieren wäre. Ihrem Wesen nach überschreite sie das Diesseits und alle Zeitlichkeit. Daher sei sie das einzig angemessene Kommunikationsmittel des Gotteslobes und der Liturgie: „Alle Künste, alle Berufe, alle Theologien aller Konfessionen werden aufhören aktiv zu sein, nur die Musik wird weiterleben. Daher ist die Musik Dogmen, theologischen Meinungen, interreligiösen Differenzen überlegen, gerade weil sie in den Dienst Gottes gestellt wird, damit wir durch sie Lob und Ehre bringen können und auch durch sie Einheit suchen. (…) Es gibt keine größere Freude, als unser ganzes Leben zu Gott als Altar der Liebe zu bringen und dabei immer eine Hymne der Danksagung zu singen. Das Wunder der göttlichen Musik manifestiert sich in der Kommunion.“

Die weiteren Ausführungen Stancius zu den Elementen der orthodoxen Liturgie fügten sich nahtlos in die beschriebene, für den westlich geprägten Zuhörer ungewohnte Musikauffassung ein. An den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion mit zahlreichen Fragen aus dem Zuhörerkreis an.

Workshop am 18. Mai

Der Chorworkshop am Mittwochabend vertiefte die Inhalte des Vortrags, indem er ihnen eine klangliche und liturgische „Anschauung“ gab. Unter Leitung von KMD Andreas Schmidt wurden orthodoxe Ostergesänge vorgestellt und einstudiert. Im Anschluss daran feierten Prof. Dr. Stanciu in seiner Funktion als Priester und Daniel Pop als Diakon zusammen mit dem Chor und weiteren Gästen in der Kapelle einen orthodoxen Ostergottesdienst.

Es waren drei intensive Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten, die den Teilnehmenden durch Hören, Denken, Singen, Beten und Feiern einen authentischen Eindruck von der Schönheit und Tiefe des orthodoxen Ritus und die besondere Rolle der Musik darin vermittelt haben, wie er nicht häufig im deutschsprachigen Raum zu gewinnen sein dürfte.

Andreas Schmidt/Markus Mülke

Fotos: John B. Pohler

Daniel Pop bei der Wochenspruchauslegung

Daniel Pop bei der Wochenspruchauslegung

Prof. Dr. Stanciu (rechts) beim Vortrag, links daneben Daniel Pop

Prof. Dr. Stanciu (rechts) beim Vortrag, links daneben Daniel Pop

Nach dem Vortrag fand eine angeregte Diskussion mit den Zuhörenden statt.

Nach dem Vortrag fand eine angeregte Diskussion mit den Zuhörenden statt.

Vasile Stanciu als Priester und Daniel Pop als Diakon bei der Osterfeier in der Kapelle.

Vasile Stanciu als Priester und Daniel Pop als Diakon bei der Osterfeier in der Kapelle.

Die Referenten Daniel Pop und Prof. Dr. Stanciu, die Sängerinnen und Sänger des Hochschulchores mit KMD Andreas Schmidt sowie die Gäste des Workshops nach dem Ostergottesdienst

Die Referenten Daniel Pop und Prof. Dr. Stanciu, die Sängerinnen und Sänger des Hochschulchores mit KMD Andreas Schmidt sowie die Gäste des Workshops nach dem Ostergottesdienst


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