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Aktuelles von der AHS

Fahrt der internationalen Stipendiaten nach Auschwitz

Vom 23. bis zum 25. Januar fuhr eine Gruppe von internationalen Stipendiaten der Augustana (aus Brasilien, Indien, Malaysia, Südafrika, Ungarn und den USA) auf Exkursion nach Südpolen, um dort das Vernichtungslager Auschwitz zu besuchen.

Anlass der Unternehmung war zum einen der 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945, zum anderen der Wunsch gerade der Kommilitonen aus Übersee, diese Exkursion zu veranstalten, auch nur für das kurze, nicht unproblematische Format einer Wochenendfahrt. Vielleicht gäbe es, nach der Rückkehr in ihre Heimat, nie wieder die Gelegenheit für einen Besuch dieses so wichtigen Gedenkorts.
Nachdem die Exkursion an der Hochschule durch mehrere Seminarabende intensiv vorbereitet worden war, stand in ihrem Mittelpunkt vor Ort eine ganztägige Führung durch die beiden Teile der heutigen Gedenkstätte: das Memorial Auschwitz I (das ursprüngliche Stammlager) und das später errichtete Vernichtungslager Auschwitz II Birkenau. Die Gruppe wurde dabei begleitet von einer überaus engagierten polnischen Historikerin, die, selbst aus Oświęcim stammend und seit 27 Jahren im Dienst der Gedenkstätte, neben der detaillierten historischen Erklärung immer wieder auch bewegende Geschichten und ganz persönliche Eindrücke vermitteln konnte. 

Das ganze Wochenende stand im Zeichen sehr offener, auch schwieriger Gespräche und Reflexionen über den Holocaust und die Erinnerung an eben diesen, in einer besonderen Gruppe von Studierenden der Theologie, die sich den furchtbaren Ereignissen aus den so unterschiedlichen Perspektiven und Vorbedingungen ihrer eigenen Länder und Kulturen annäherten. Als Segen wurde empfunden, dass die Abende in Krakau, vor allem die gemeinsamen Abendessen, die wir vor der Abfahrt mit innerer Unruhe erwartet hatten, die Erkenntnisse und Erfahrungen für die Gruppe aufzufangen halfen.

Die gesamte Unternehmung fand erst am 29. Januar ihren Abschluss, mit der Teilnahme der Stipendiaten an dem vom Nürnberger Dokumentationszentrum veranstalteten Zeitzeugengespräch mit Herrn Ernst Grube aus München, der, selbst Sohn einer jüdischen Mutter und eines bekennenden Kommunisten, den Holocaust als Kind in Theresienstadt überlebte.

Der Augustana-Hochschule dankt die gesamte Gruppe für die finanzielle Unterstützung der Themenreihe und Exkursion.

 


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