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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Exkursion

Das Lehrangebot

Sommersemester 2020 - Altes Testament

Abkürzungen
VL = Vorlesung PS = Proseminar SE = Seminar
UE = Übung SK = Sprachkurs OS = Oberseminar
IK = Integrationskurs SO = Sozietät KL = Kolloquium
IS = Integrationsseminar IÜ = Integrationsübung

HS = Hauptseminar

LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) WS = Wochenstunden SWS = Semesterwochenstunden
Verwendbarkeit:
BM = Basismodul  AM = Aufbaumodul WPM = Wahlpflichtmodul
WB = Wahlbereich IBM = Interdisziplinäres Basismodul IAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul
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Lehrangebote Altes Testament

2. VL Geschichte Israels und Judas (Pietsch)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
2. VL Geschichte Israels und Judas
Verwendbarkeit: BM, AM
3 3 Pietsch
  1. Die Vorlesung bietet Überblickswissen und setzt keine Hebräisch­kennt­nis­se voraus. Sie kann im modularisierten Studiengang im Basis- bzw. Auf­bau­modul Altes Testament belegt werden und ist zwi­schenprüfungsrelevant.
  2. Die Spätdatierung vieler biblischer Überlieferungen und die Ergebnisse der jüngeren Palästinaarchäologie haben das Bild der Geschichte Israels in den letzten Dezennien dramatisch verändert. Vor allem die Frage nach den Anfängen Israels, seiner Herkunft und Frühzeit ist stark umstritten, aber auch der Beginn der Staatlichkeit und die Entwicklungen in der Perserzeit werden höchst kontrovers beurteilt. Vor diesem Hintergrund sollen in der Vorlesung die wichtigsten Phasen der Geschichte Israels in Grundzügen dargestellt und ihre methodischen Voraussetzungen diskutiert werden. Neben einer Analyse der einschlägigen biblischen Über­liefe­rung werden vor allem die materielle Hinterlassenschaft (Palästi­na­archäologie) und die außerbiblischen Nachrichten ausführlich zu Wort kommen, um ein möglichst konsistentes Bild der jeweils untersuchten Epoche zu gewinnen.
  3. Literatur:
  • Donner, H.: Geschichte Israels und seiner Nachbarn in Grundzügen, GAT 4/1–2, 4. Aufl., Göttingen 2008
  • Frevel, C.: Geschichte Israels, KStTh 2, 2. Aufl., Stuttgart 2018
  • Galling, K.: Textbuch zur Geschichte Israels, 3. Aufl., Tübingen 1979
  • Kessler, R.: Sozialgeschichte des alten Israel. Eine Einführung, 2. Aufl., Darmstadt 2008
  • Miller, J. M. / Hayes, J. H.: A History of Ancient Israel and Judah, 2. Aufl., West­minster 2006
  • Schipper, B. U.: Geschichte Israels in der Antike, München 2018
  • Weippert, H.: Palästina in vorhellenistischer Zeit, HdO II/1, München 1988
  • Weippert, M.: Historisches Textbuch zum Alten Testament, GAT 10, Göt­tin­gen 2010

3. UE Die dunklen Seiten Gottes (Pietsch)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
3. UE Die dunklen Seiten Gottes
Verwendbarkeit: IBM, IAM
3 3 Pietsch
  1. Die Übung setzt keine Hebräischkenntnisse voraus. Sie ist Bestandteil des Interdisziplinären Moduls und findet zweistündig, im wöchentlichen Rhythmus statt. Die dritte Semesterwochenstunde wird von den Teilnehmer*innen durch die verpflichtende, selbstständige Vorbereitung und Durchführung einer Sitzung nachgewiesen.
  2. Die Rede von Gott im biblischen Zeugnis ist vielgestaltig, ja bisweilen widerständig oder befremdlich. Wenn Gott zürnt, richtet und tötet, wenn er sein Angesicht verbirgt oder dem Menschen als Feind gegenübertritt, dann sperren sich diese Aussagen gegen eine Vorstellung von Gott, die von seiner liebevollen Zuwendung zum Menschen bestimmt ist. Wer ist dieser „andere Gott“? Ist er ein „anderer“ oder ist er derselbe? Bedürfen die gewalttätigen Züge im biblischen Gottesbild einer Korrektur, oder sind sie ein unverzichtbarer Bestand der christlichen Rede von Gott? Diese und andere Fragen sollen in der Übung aus exegetischer und systematischer Perspektive bedacht werden.
  3. Literatur:
  • Dietrich, W. / Link, C.: Die dunklen Seiten Gottes, 2 Bde., Neukirchen-Vluyn 1995/2000
  • Janowski, B.: Ein Gott, der straft und tötet?, Neukirchen-Vluyn 2013

4. UE Die Theologie der Bilder (Pietsch / Lippke)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
4. UE Die Theologie der Bilder (geblockt)
Verwendbarkeit: BM, AM
1 1 Pietsch / Lippke

Termin: 4.–7. Juni 2020 in Fribourg (Schweiz)
Vorbereitungstreffen: 30. April 2020, 13.30 Uhr, Wilhelm-von-Pechmann-Haus, Hörsaal I

  1. Hebräischkenntnisse sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. Die Übung findet als Blockveranstaltung in Kooperation mit dem Museum „Bibel und Alter Orient“ an der Universität Fribourg (Schweiz) statt und kann im modularisierten Studiengang im Basis- bzw. Aufbaumodul Altes Testament (alte Studienordnung) oder im Wahlbereich (neue Studienordnung) belegt werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (max. 15 Personen); es wird um Anmeldung (neben Primuss) bei Frau Töcker bis zum 30. April 2020 (12.00 Uhr) gebeten.
  2. In Israel gab es Bilder! Trotz des biblischen Verbots, ein Kultbild des Gottes Israels herzustellen, das ihn im rituellen Kultvollzug repräsentiert (vgl. Ex 20,4–6 par. Dtn 5,8–10), und der scharfen Polemik gegen die babylonischen Kultbilder bei Deuterojesaja (vgl. Jes 44,9–20) hat es in Israel und Juda zahlreiche bildliche Darstellungen von Göttern bzw. ihren symbolischen Repräsentationen gegeben. Vor allem das große Korpus der Stempelsiegel bzw. Siegelabdrücke ermöglicht einen aufschlussreichen und faszinierenden Einblick in die religiöse Symbolwelt Israels und Judas, der die biblischen Erzählungen häufig erhellt, bisweilen aber auch korrigiert oder ergänzt. In der Übung soll einerseits eine methodische Einführung in die Siegelkunde und die ikonographische Interpretation der Bildinhalte gegeben und andererseits in Gestalt eines Workshops die Darstellung der Götterwelt im Bildrepertoire der Siegel an ausgewählten Objekten gemeinsam untersucht werden.
  3. Literatur:
  • Berlejung, A.: Die Theologie der Bilder (OBO 162), Fribourg / Göttingen 1998
  • Keel, O. / Uehlinger, C.: Göttinnen, Götter und Gottessymbole (QD 134), 5. Aufl., Freiburg 2001
  • Hartenstein, F.: Altorientalische Ikonographie und Exegese des Alten Testaments, in: S. Kreuzer u. a., Proseminar I. Altes Testament. Ein Arbeitsbuch, 2. Aufl., Stuttgart 2005, 173–186
  • Klengel-Brandt, E. (Hg.), Mit sieben Siegeln versehen, Mainz 1997

 

5. OS Alttestamentliche Sozietät (Pietsch)

Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
5.OSAlttestamentliche Sozietät (geblockt)
Verwendbarkeit: nur WB
11Pietsch

Termine: 6. Mai 2020 und 24. Juni 2020, jeweils 19.00 Uhr
Ort: Wilhelm-von-Pechmann-Haus, Hörsaal III

In der Sozietät sollen neuere Tendenzen in der alttestamentlichen Wissenschaft vorgestellt und besprochen werden.

Das Oberseminar richtet sich an Promovierende, Habilitierende und Studierende im Hauptstudium (Voraussetzung: Hauptseminar Altes Testament). Um persönliche Anmeldung (neben Primuss) im Sekretariat bei Frau Töcker wird gebeten.

6. HS Gesalbter – Messias – Gottessohn (Pietsch / Bieberstein)

Nr. ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
6.HSGesalbter – Messias – Gottessohn. Christliche Lektüren des Alten Testaments (geblockt)
Verwendbarkeit: AM
23Pietsch / Bieberstein

Termine: 8./9. Mai 2020 (Neuendettelsau) und 3./4. Juli 2020 (Bamberg)
Vorbesprechung: Donnerstag, 30. April 2020, 12.30 Uhr, Wilhelm-von-Pechmann-Haus, Hörsaal III

  1. Die Teilnahme am Seminar setzt den Besuch eines alttestamentlichen Proseminars voraus. Die Veranstaltung findet gemeinsam mit Studierenden der Katholischen Theologie (Lehramt) der Universität Bamberg statt und kann im modularisierten Studiengang im Aufbaumodul Altes Testament besucht werden.
  2. Wer ist Jesus? Die Antwort auf die Frage nach dem Wesen der Person Jesu von Nazareth, der Bedeutung seines Redens und Handelns und dem Sinn seines Leidens und Sterbens hat das frühe Christentum im Rückgriff auf die heiligen Schriften des antiken Judentums, das spätere Alte Testament, zu geben versucht. Wer Jesus von Nazareth oder was das Christentum ist, erschließt sich im Modus der aneignenden Auslegung der vorgegebenen (alttestamentlichen) Überlieferung. Im Seminar soll an ausgewählten Texten des Alten Testaments und ihrer neutestamentlichen Rezeption untersucht werden, wie die Sprachgestalt und die Denkwelt des Alten Testaments (und des frühen Judentums) das Bekenntnis zu Jesus als dem Gesalbten (= Christus) Gottes geformt und das Verständnis seines Wirkens bestimmt haben. Umgekehrt soll die Eigenart einer spezifisch christlichen (und christologischen) Lektüre des Alten Testaments näher untersucht werden, um deren Sinnpotential wie deren Grenzen genauer zu erfassen.
  3. Literatur:
  • Crüsemann, F.: Das Alte Testament als Wahrheitsraum des Neuen, Gütersloh 2011
  • Dohmen, C. / Stemberger, G.: Hermeneutik der Jüdischen Bibel und des Alten Testaments, (KStTh 1,2), Stuttgart 1996
  • Baldermann, I. u. a. (Hg.), Der Messias (JBTh 8), Neukirchen-Vluyn 1994
  • Seebass, H.: Herrscherverheißungen im Alten Testament (BThSt 19), Neukirchen-Vluyn 1992
  • Strauß, H.: Messianisch ohne Messias (EHS 232), Frankfurt a. M. 1984

7. HS Reading Elisha-Stories in a Jewish-Christian Context (Pietsch / Töllner)

Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
7.HS

Reading Elisha-Stories in a Jewish-Christian Context (Summer School in New Ammim, Israel)
Verwendung: AM

23Pietsch / Töllner

Termin: 13.–19. Juli 2020

  1. Nur AM, max. 6 Teilnehmer (die Studiengruppe wird ergänzt durch Studierende aus Leipzig und der Bar Ilan University, Ramat Gan), Anmeldung bis zum 29. Februar 2020!
    (michael.rummel@elkb.de)
  2. 2017 fand ein Blockseminar in Wittenberg statt, in dem Jüdinnen und Juden von der Bar Ilan-Universität (Israel) und christliche Theologiestudierende aus Leipzig und Neuendettelsau die Abraham-Geschichten gemeinsam lasen und diskutierten. Weitere gemeinsame christlich-jüdische Lektüreseminare fanden 2018 an der Bar Ilan-Universität (zu den Josef-Geschichten) und 2019 in Nes Ammim (West-Galiläa) zu den Elia-Geschichten statt.
    Vom 13. bis 19. Juli wird es erneut ein Blockseminar in Nes Ammim geben, dieses Mal geht es um die Geschichten von Elisa (2Kön 2ff.). Sie werden gemeinsam gelesen und diskutiert, historisch, archäologisch, aber auch kulturwissenschaftlich und psychologisch eingeordnet. Dabei praktiziert das Seminar eine Lektüre, die davon ausgeht, dass biblische Texte reicher werden, je mehr unterschiedliche Perspektiven und Auslegungen sich mit ihnen verbinden.
    Der Reisepreis kann durch erfreulich große Zuschüsse für Studierende der Augustana-Hochschule sehr niedrig gehalten werden.
    Bitte melden Sie sich (neben Primuss) direkt an bei Axel Töllner oder Michael Rummel, wenn Sie Interesse an einer Reise nach Israel und Teilnahme an dem Seminar haben (Anmeldeschluss ist der 29. Februar 2020).
    Die Kurssprache ist Englisch.
  3. Bibellektüre.
  4. Bei Interesse besteht die Möglichkeit, nach Absprache eine Seminararbeit zu schreiben.

8. UE Alltagsleben im Alten Mesopotamien (geblockt) (Franke)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
8. UE Alltagsleben im Alten Mesopotamien (geblockt)
Verwendbarkeit: BM, AM
2 2 Franke

Termine:
1. Block:

Freitag, 12. Juni 2020, 11.00–13.00 Uhr und 14.00–18.00 Uhr oder 19.00 Uhr (nach Absprache)
Samstag, 13. Juni 2020, 9.00–14.00 Uhr (mit Pause nach Bedarf)

2. Block:
Freitag, 10. Juli 2020, 9.00–13.00 Uhr und 14.00–18.00 Uhr oder 19.00 Uhr (nach Absprache)
Samstag, 11. Juli 2020, 9.00–12.00 Uhr und 13.00–16.00 Uhr

Wichtiger Hinweis:
Beginn ist am 12. Juni 2020 um 11.00 Uhr s.t. Die weiteren genauen Zeiten werden gemeinsam festgelegt.

Ort: Dorothee-Sölle-Haus

Die Betrachtung des alltäglichen Lebens, also der materiellen Grundlagen und Voraussetzungen im Alten Orient, gerät bei der Lektüre und Diskussion der literarischen und historischen Texte des Alten Orients oft zu kurz. Im Seminar werden wir daher, ausgehend von den prägenden naturräumlichen Bedingungen unterschiedliche Aspekte des Lebens im Alten Orient anhand von Bildern und Texten betrachten: Nahrung, Landwirtschaft, Kleidung, Schule und Ausbildung, Reisen, Freizeit und Unterhaltung, persönliche Frömmigkeit, Tod und Bestattung, Wohnen, Musik, Wissenschaft und Gelehrsamkeit, Gesellschaftsstrukturen etc.

Ablauf
Nach einer kurzen Einführung in die historischen Gegebenheiten durch die Dozentin werden wir gemeinsam Bilder und Texte aus den unterschiedlichen Zeiten und Gebieten des Alten Orients analysieren und einordnen, um auf diese Weise sowohl Text- und Materialkenntnis als auch Interpretationsfähigkeiten zu erweitern. Dieser Teil wird im zweiten Block durch Kurzreferate der Teilnehmer ergänzt.

Vorbereitende Lektüre

  • Nunn, A., Alltag im Alten Orient, Mainz 2006
  • Roaf, M., Cultural Atlas of Mesopotamia, Facts on File, Oxford 1990

9. PS Einführung in die Methoden der atl. Exegese (Rose)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
9. PS Einführung in die Methoden der atl. Exegese
Verwendbarkeit: BM
2 3 Rose

Ort: Seminarraum 3 (Biblicum)
Zeit:
Dienstag, 16.30–18.00 Uhr

  1. Voraussetzung: Hebraicum. Für Studierende in den Anfangssemestern. Zwischenprüfungsrelevant. Bestandteil des Basismoduls „Altes Testament“ (aktive Mitarbeit am Seminar: 3 LP; Anfertigung einer schriftlichen PS-Arbeit: weitere 5 LP).
  2. Das Proseminar führt in die wissenschaftliche Arbeit an hebräischen Texten des Alten Testaments ein. Dabei werden im Durchgang des Proseminars schrittweise und aufeinander aufbauend verschiedene Methoden behandelt – zum einen das als „historisch-kritisch“ bezeichnete Methodeninventar, zum anderen darüber hinausgehende Methoden aus der Literaturwissenschaft. Dies geschieht durchgehend mit dem Blick auf die Anwendung auf Textbeispiele. Ziele des Proseminars sind es, eine Basis für die weitere Beschäftigung mit alttestamentlichen Texten ebenso zu schaffen wie die Voraussetzung, selbstständig einen Text mit Hilfe des erlernten Methodenkanons auszulegen.
  3. Voraussetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist die regelmäßige Teilnahme sowie für die Bescheinigung der „aktiven Mitarbeit“ (3 LP) die Anfertigung einer Kurzarbeit (i. d. R. ein exegetischer Schritt) bzw. für die zusätzlichen 5 LP die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit (ggf. innerhalb von sechs Wochen bzw. innerhalb einer sinnvollen etwas längeren Frist; letztere Arbeit kann eventuell bereits im Semester begonnen werden).
  4. Als Grundlage des Proseminars dient:
  • Utzschneider, H. / Nitsche, S. A.: Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments, 4. Aufl., Gütersloh 2014 (zur Anschaffung empfohlen)

    An vielen Stellen trotz des Alters nicht schlechter ist:
  • Steck, O. H.: Exegese des Alten Testaments. Leitfaden der Methodik, ein Arbeitsbuch für Proseminare, Seminare und Vorlesungen, 14. Aufl., Neukirchen 1999.

      10. IS Atl. Integrationsseminar zur Examensvorbereitung (Rose)

      Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
      10.ISAlttestamentliches Integrationsseminar zur Examensvorbereitung26Rose

      Ort: Seminarraum 3 (Biblicum)
      Zeit: Dienstag, 11.00–12.30 Uhr

      1. Für Studierende, die sich auf das Examen vorbereiten.
      2. Das Integrationsseminar möchte die Möglichkeit bieten, das Grundwissen für das Fach Altes Testament zu wiederholen, dazu anzuregen, vorhandene Lücken zu schließen, die bislang erworbenen Kompetenzen an konkreten Texten und Themenstellungen auszuprobieren sowie die Formate „Prüfungsklausur“ und „Mündliche Prüfung“ anzusehen und mögliche Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
        In der konstituierenden Sitzung sollen deshalb die Studierenden die Möglichkeit haben, ihre Themenwünsche einzubringen und das Integrationsseminar so selbst zu strukturieren. Auch im weiteren Durchgang lässt sich der Plan flexibel und nach den Wünschen der Studierenden verändern.
        Da der hebräische Text in aller Regel in jedem Prüfungsformat den Ausgangspunkt bildet, soll jedes Thema von einem der zentralen Texte aus betrachtet und diskutiert werden. Hebräischkenntnisse auf Examensniveau sind dafür unabdingbar.
        Es steht außer Frage, dass die gängigen Lehr- und Arbeitsbücher – die „Einleitung“ von E. Zenger u. a., das „Arbeitsbuch“ von H. C. Schmitt, die „Grundinformation“ von J. C. Gertz u. a., die „Einleitung“ von Th. Römer u. a., die „Entstehung“ von W. Dietrich u. a. – sinnvolle Hilfsmittel für die Examensvorbereitung sind. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass die Arbeit mit diesen Büchern allein nur eine Art „Vogelperspektive“ auf die alttestamentlichen Themen bietet. An der eigenständigen Beschäftigung mit den Texten führen sie nicht vorbei.
        Fühlen Sie sich ermutigt, das Integrationsseminar zu Ihrer eigenen Veranstaltung zu machen, es selbst zu strukturieren und so auszurichten, wie Sie es benötigen!
      3. Die Voraussetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist die regelmäßige Teilnahme einschließlich vor- und nachbereitender Lektüre.
      4. Folgende Grundlagenwerke können im Integrationsseminar Verwendung finden:
      • Donner, H.: Geschichte des Volkes Israel und seiner Nachbarn in Grundzügen. Teil 1 und 2 (GAT 4/1 und 4/2), 3. Aufl., Göttingen 2000/2001
      • Frevel, C.: Geschichte Israels (KStTh 2), 2. Aufl., Stuttgart 2018
      • Gertz, J. Chr. (Hg.): Grundinformation Altes Testament, 3. Aufl., Göttingen 2009
      • Römer, Th. u. a. (Hg.): Einleitung in das Alte Testament. Die Bücher der Hebräischen Bibel und die alttestamentlichen Schriften der katholischen, protestantischen und orthodoxen Kirchen, Zürich 2013
      • Schmitt, H.-C.: Arbeitsbuch zum Alten Testament, 3. Aufl., Göttingen 2011
      • Zenger, E. u. a.: Einleitung in das Alte Testament (KStTh 1,1), 9. Aufl., Stuttgart 2015

        Dazu sollte für die eigene Arbeit eine Theologie des AT nach Wahl hinzugezogen werden, so z. B.:
      • Rendtorff, R.: Theologie des Alten Testaments. Ein kanonischer Entwurf. Bd. 2: Thematische Entfaltung, Neukirchen-Vluyn 2001
      • Schmidt, W. H.: Alttestamentlicher Glaube, 8. Aufl., Neukirchen-Vluyn 1996

      11. UE Klausurenkurs (Rose)

      Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
      11.UEKlausurenkurs
      Verwendbarkeit: nur WB
      22Rose

      Ort: Wilhelm-von-Pechmann-Haus, Hörsaal II
      Zeit: Dienstag, 14.45–16.15 Uhr

      1. Für Studierende, die sich auf das Examen vorbereiten.
      2. „Wie schreibe ich eigentlich eine Examensklausur?“ Diese Frage wird wichtiger, je näher das Examen rückt. Die Übung verfolgt das Ziel, genau an der Frage zu arbeiten. Da eine Klausur keine Pro- oder Hauptseminararbeit ist, gilt es, einen neuen Blick für das zu bekommen, was in einer begrenzten Zeit und nur mit einem wissenschaftlichen Wörterbuch zu leisten ist. In der Übung beginnt die Arbeit immer bei konkreten Themenstellungen. Dabei sollen musterartige Lösungen entwickelt und sinnvolle Gliederungsvorschläge gemacht werden. Wie im Integrationsseminar haben die Teilnehmenden zudem die Möglichkeit, von ihnen verfasste „Probe-Klausuren“, die Zuhause verfasst wurden, zur Durchsicht beim Dozenten einzureichen und zu besprechen. Die Übung kann im Zusammenhang mit dem Integrationsseminar besucht werden, doch ist der Besuch des Integrationsseminars nicht die Bedingung dafür.
      3. Grundlegend ist die Literatur, die Sie für Ihre Examensvorbereitung verwendet haben.
      4. Die Voraussetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist die regelmäßige Teilnahme einschließlich vor- und nachbereitender Lektüre.

      12. UE Einführung in die Kultur- und Religionsgeschichte Persiens (Rose)

      Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
      12.UEEinführung in die Kultur- und Religionsgeschichte Persiens
      Verwendbarkeit: BM, AM
      22Rose
      1. Voraussetzung: Interesse am Thema. Die Teilnahme an der Übung ist auch möglich ohne die Teilnahme an der Studienreise.
      2. Das Alte Testament in der uns vorliegenden Form verdankt seine Entstehung der Zeit, die ein Teil der Bevölkerung Jerusalems und Judas im Babylonischen Exil verbrachte. Dass sie dort nicht untätig blieb, sondern ihre Vergangenheit aufarbeitete und die eigene Geschichte unter bestimmten Gesichtspunkten deutete, trug erheblich zur erzählerischen und also theologischen Formung des Alten Testaments bei. Mit dem Herrschaftsantritt Kyros II. im Jahre 539 v.Chr. begann im Alten Orient eine neue Zeitrechnung. Die Veränderungen unter den Achämeniden strahlten bis in die Religionspolitik des Reiches aus. Dadurch erhielt unter anderem das Alte Testament entscheidende Impulse für seine Entstehung in der Zeit, die in der Alttestamentlichen Wissenschaft als „persische Zeit“ gilt.
        Auch viele weitere Epochen der Vergangenheit sind lohnend zu studieren. Steinzeitliche Freilandsiedlungen, die Reiche der Elamiter, Meder und Perser, die Zeit unter Alexander dem Großen und den Seleukiden, die Phase der Ausbreitung des Islam, die Verwüstung durch die Mongolen, die Blüte unter den Safawiden, die Dynastie der Kadscharen, die Zeit des Schahs und die Islamische Revolution und ihre Folgen machen Schlaglichter der Geschichte in einer Region sichtbar, die in ihrer Bedeutung kulturell, historisch und theologisch kaum zu überschätzen ist und die gegenwärtig einmal mehr im Fokus der Weltpolitik steht, medial sehr unterschiedlich wahrgenommen und deren Rolle und Verhalten in Diskussionen kontrovers beurteilt wird. Die Übung hat das Ziel, in die Kultur- und Religionsgeschichte Persiens einzuführen.
      3. Voraussetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist die regelmäßige Teilnahme sowie die Vorbereitung und das Halten eines Referates oder die Durchführung einer Arbeitseinheit im Rahmen der Übung.
      4. Die Literatur ist beinahe unendlich. Eine gute Erstinformation bieten:
      • Ahn, Gregor, Art. Israel und Persien, in: RGG4 4 (2001), 309–311
      • Koch, Heidemarie u.a., Art. Iran, in: RGG4 4 (2001), 218–228

      13. UE Persien-Studienreise (Pietsch / Rose)

      Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
      13.UEPersien-Studienreise
      Verwendbarkeit: nur WB
      44Pietsch /
      Rose


      Termin: 3.–20. September 2020

      1. Voraussetzung: Interesse am Thema und Teilnahme an der Übung „Einführung in die Kultur- und Religionsgeschichte Persiens“.
      2. Sehnsuchtsort oder Schurkenstaat? Über den modernen Iran hat fast jeder eine Meinung. Angesichts von Diskussionen im Internet (die zum Teil wenig differenziert sind), der (meist so genannten) westlichen Perspektiven in den Medien und der (manchmal allzu schroffen) Propaganda im Abend- wie im Morgenland, ist es das Ziel der Studienreise, einen genaueren Einblick in das Land zu bekommen und – auch im Dialog mit Einheimischen – eine eigene Perspektive zu entwickeln.
        Teheran, Hamadan, Kermanshah, Susa, Shiraz, Persepolis, Kerman, Yazd, Isfahan und Qom – sagenhafte Eindrücke und tiefgehende Informationen, ergänzt durch Begegnungen mit Menschen vor Ort. Daran können sich dann ganz persönliche Gespräche anschließen.
      3. Aus der aktuellen Reiseliteratur sei vor allem genannt: Niemann, Hartmut / Paul, Ludwig, Iran, 5. Aufl., Bielefeld 2017. Vor der Umstellung im Verlag waren die DuMont-Kunstreiseführer immer eine Klasse für sich; es lohnt sich also, so einen antiquarisch zu kaufen, oder diesen zu nehmen: Rashad, Mahmoud, DuMont Kunst Reiseführer Iran, 6. Auf., Ostfildern 2011. Und wem es gelingt, dieses Buch antiquarisch aufzutreiben, kommt in den Besitz eines wertvollen, zeitlosen Reiseführers: Boulanger, Roland, Mittlerer Osten. Libanon – Syrien – Jordanien – Irak – Iran (Die Blauen Führer), Paris 1966.
      4. Voraussetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist die Teilnahme an der Studienreise. Zudem wünschen wir uns, dass Sie die Gruppe durch einen der in Iran besuchten Orte führen.

      14. UE Hebräische Lektüre (Seiler)

      Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
      14.UEHebräische Lektüre (s. Nr. 82)
      Verwendbarkeit: nur WB
      11Seiler
      1. An dieser Übung können nur Studierende teilnehmen, die das Hebraicum bereits abgelegt haben.
      2. Die Lehrveranstaltung soll die Möglichkeit geben, die im Hebräischkurs erworbenen Sprachkenntnisse zu festigen und zu vertiefen, aber auch Anreiz und Hilfestellungen bieten, mit dieser Sprache wieder vertraut zu werden. Die zu übersetzenden Texte werden gemeinsam mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ausgewählt. Im Rahmen der Lektüre werden, wenn nötig, grammatische Fragen wiederholt, aber auch über das im Sprachkurs Besprochene hinaus vertieft. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Syntax gelegt werden. Darüber hinaus werden wir uns auch Zeit für exegetische Beobachtungen und theologische Fragen nehmen, die sich aus der Lektüre ergeben.
       
       
       
       


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