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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Exkursion

Das Lehrangebot

Sommersemester 2021 - Altes Testament

Abkürzungen
VL = VorlesungPS = ProseminarSE = Seminar
UE = ÜbungSK = SprachkursOS = Oberseminar
IK = IntegrationskursSO = SozietätKL = Kolloquium
IS = IntegrationsseminarIÜ = Integrationsübung

HS = Hauptseminar

LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) WS = WochenstundenSWS = Semesterwochenstunden
Verwendbarkeit:
BM = Basismodul AM = AufbaumodulWPM = Wahlpflichtmodul
WB = WahlbereichIBM = Interdisziplinäres BasismodulIAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul
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Lehrangebote Altes Testament

2. VL Literaturgeschichte des Alten Testaments (Pietsch)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
2. VL Literaturgeschichte des Alten Testaments
Verwendbarkeit: BM, AM
3 3 Pietsch
  1. Die Vorlesung bietet Überblickswissen und setzt keine Hebräischkenntnisse voraus. Sie kann im modularisierten Studiengang im BM oder AM Altes Testament belegt werden und ist zwischenprüfungsrelevant. Der vorherige Besuch der Bibelkunde Altes Testament wird empfohlen.
  2. Eine Literaturgeschichte des Alten Testaments hat die Geschichte der althebräischen Literatur zum Gegenstand, wie sie vor allem im Alten Testament ihren Niederschlag gefunden hat. Sie ist Bestandteil einer umgreifenden Kulturgeschichte Palästinas, vor deren Hintergrund das Werden der altisraelitischen Literatur zu beschreiben ist. Die ältesten hebräischen Schriftdenkmäler, die bei archäologischen Grabungen in Palästina gefunden wurden, datieren aus dem 10. Jh. v. Chr. In welchen Zeitraum die Anfänge der alttestamentlichen Literatur zurückreichen, ist hingegen höchst umstritten.
    In der Vorlesung soll der Versuch unternommen werden, die wichtigsten Epochen der alttestamentlichen Literaturgeschichte mittels kursorischer Lektüre und exemplarischer Einzelanalysen von den Anfängen bis in die persisch-hellenistische Zeit nachzuzeichnen. Die chronologisch angelegte Darstellung setzt die literarkritische Analyse der einschlägigen Texte voraus und berücksichtigt über das Alte Testament hinaus auch die Befunde der althebräischen Epigraphik.
  3. Literatur:
  • Carr, D. M.: Einführung in das Alte Testament, Stuttgart u. a. 2012
  • Gunkel, H.: Die israelitische Literatur (1925), Darmstadt 1963
  • Kaiser, O.: Art. Literaturgeschichte, Biblische I. Altes Testament, TRE 21 (1991), 306–337
  • Schmid, K.: Literaturgeschichte des Alten Testaments. Eine Einführung, Darmstadt 2008 

3. HS Gesalbter – Messias – Gottessohn (Pietsch / Bieberstein)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
3. HS Gesalbter – Messias – Gottessohn
(gemeinsam mit K. Bieberstein / Bamberg; geblockt)
Verwendbarkeit: AM
2 3 Pietsch / Bieberstein

Vorbesprechung: Donnerstag, 15. April 2021, 13.00–13.45 Uhr
Termine: 21./22. Mai 2021 (Bamberg) und 2./3. Juli 2021 (Neuendettelsau)
Raum: wird noch bekanntgegeben

  1. Das Seminar setzt den Besuch eines exegetischen Proseminars voraus. Es kann im modularisierten Studiengang im AM Altes Testament oder im Wahlbereich belegt werden.
  2. „Wer, sagen die Leute, dass ich sei?“ (Mk 8,27) Die Antwort auf diese Frage Jesu, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat, erfolgt im Neuen Testament immer wieder unter Rückgriff auf das Alte Testament. Von dort her werden Titel und Prädikationen, geprägte Vorstellungen und theologische Konzepte übernommen und im Anschluss an die zeitgenössische jüdisch-hellenistische Kultur interpretiert und auf die Geschichte und Person Jesu von Nazareth appliziert. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang den sog. „messianischen Weissagungen“ zu, in denen die Ankündigung des endzeitlichen Gesalbten (= Messias) Jhwhs erkannt wurde. Dabei konnten auch solche Texte als Verheißungen des kommenden Christus (= Gesalbten) gelesen werden, die in ihrem ursprünglichen Kontext einen ganz anderen Sinn besessen hatten.
    Im Seminar sollen verschiedene alttestamentliche Texte und ihre späteren christologischen Lektüren untersucht und zueinander in Beziehung gesetzt werden. Welche hermeneutischen Konzepte liegen der christologischen Auslegung alttestamentlicher Texte zugrunde, und wie bestimmt die Rede von Gott, Mensch und Welt im Alten Testament das theologische Verständnis der Person und Geschichte Jesu Christi?
  3. Literatur:
  • Becker, J., Messiaserwartungen im Alten Testament (SBS 83), Stuttgart 1977
  • Dassmann, E. u. a. (Hg.), Der Messias (JBTh 8), Neukirchen-Vluyn 1993
  • Fabry, H. J. / Scholtissek, K., Der Messias (NEB Themen 5), Würzburg 2002
  • Seebass, H., Herrscherverheißungen im Alten Testament (BThSt 19), Neukirchen-Vluyn 1992
  • Strauß, H., Messianisch ohne Messias (EHS.T 232), Frankfurt a. M. 1984
  • Struppe, U., Studien zum Messiasbild im Alten Testament (SBAB 6), Stuttgart 1989
  • Waschke, E.-J., Art. Messias (AT), WiBiLex (https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/27061/)

4. OS Alttestamentliche Sozietät (Pietsch)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
4. OS Alttestamentliche Sozietät (geblockt)
Verwendbarkeit: nur WB
1 1 Pietsch

Termine: 5. Mai 2021 und 6. Juni 2021 (jeweils 19.00–21.00 Uhr)
Raum: wird noch bekanntgegeben

In der Sozietät sollen neuere Tendenzen in der alttestamentlichen Wissenschaft vorgestellt und besprochen werden.

Das Oberseminar richtet sich an Promovierende, Habilitierende und Studierende im Hauptstudium (Voraussetzung: Hauptseminar Altes Testament). Um persönliche Anmeldung (neben Primuss) im Sekretariat bei Frau Töcker wird gebeten.

5. UE Hebräische und griechische Psalmen im Kulturvergleich (Pietsch / Bons)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
5. UE Hebräische und griechische Psalmen im Kulturvergleich (geblockt)
Verwendbarkeit: BM, AM
2 2 Pietsch / Bons

Vorbesprechung: Donnerstag, 22. April 2021, 13.00–13.45 Uhr
Termine: 7./8. Mai 2021 und 28./29. Mai 2021
Raum: wird noch bekanntgegeben

  1. Das Seminar setzt das Graecum und Hebraicum sowie den Besuch des alttestamentlichen Proseminars voraus. Es kann im modularisierten Studiengang im AM Altes Testament oder im Wahlbereich belegt werden.
  2. Die Psalmen besitzen eine lange und vielfältige Auslegungs- und Wirkungsgeschichte, die bereits in ihrer ältesten griechischen Textgestalt Spuren hinterlassen hat. Die biblische Rede von Gott und vom Menschen bedurfte bei ihrer Übersetzung ins Griechische nicht nur einer sprachlichen, sondern zugleich einer theologischen und kulturgeschichtlichen Transformation, die nicht zuletzt auf ihre neutestamentliche Rezeption Einfluss genommen hat. Im Seminar sollen ausgewählte Psalmen in ihrer hebräischen und griechischen Textform untersucht und miteinander verglichen werden, um ihre jeweilige literarische und theologische Eigenart herauszuarbeiten. Dies ermöglicht nicht nur einen tieferen Einblick in die frühjüdische (vor allem alexandrinische) Theologiegeschichte, sondern kann auch einen wichtigen Ansatzpunkt für eine gesamtbiblische Theologie bieten.
  3. Literatur:
  • Bons, E. u. a., Psalmoi. Das Buch der Psalmen, in: ders. / M. Karrer / W. Kraus (Hg.), Septuaginta Deutsch. Erläuterungen und Kommentare zum griechischen Alten Testament, Bd. 2: Psalmen bis Daniel, Stuttgart 2011, 1479–1885
  • Gunkel, H., Die Psalmen (HK II,2), Göttingen 1929
  • Hossfeld, F.-L. / Zenger, E., Psalmen 51–150 (HThKAT), 2 Bde., Freiburg u. a. 2000 / 2008
  • Zenger, E. (Hg.), Der Septuaginta-Psalter. Sprachliche und theologische Aspekte (HBS 32), Freiburg u. a. 2001

6. UE Schrift, Schreiber und Schriftgelehrte (Franke)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
6. UE Schrift, Schreiber und Schriftgelehrte (geblockt)
Verwendbarkeit: BM, AM
2 2 Franke

Termin: wird noch bekanntgegeben
Raum: wird noch bekenntgegeben

Die Keilschrift ist ein komplexes Schriftsystem, das über 3000 Jahre das Leben des gesamten Vorderen Orients prägte und verband. Zunächst entstanden als Mittel der Verwaltung, diente die Schrift zu allen Zeiten nicht nur als Kontroll- und Kommunikationsmedium, sondern auch der ästhetischen Gestaltung und der Repräsentation. In der Übung wird besprochen, wie die Keilschrift entstand, nach welchen Prinzipien sie funktionierte, welche Aufgabe sie in der altorientalischen Gesellschaft innehatte, welchen Unterricht die Schüler hatten, mit welchen Aufgaben sie sich beschäftigten. Durch das regelmäßige Abschreiben im Unterricht wurden Ideen und Überzeugungen weitergegeben, so dass sich die kulturellen Traditionen verfestigten. Ein weiteres Thema wird die soziale Stellung der Schreiber und Gelehrten sein, die häufig genauso prekär war wie die der Wissenschaftler heute. Ein besonderes Interesse der Gelehrten waren die alten Überlieferungen, die sie unverändert bewahren wollten, so dass sie Texte nicht nur verfassten, sondern auch kommentierten, neu zusammenstellten und verbesserten.

Nach einer Einführung durch die Dozentin werden einzelne Themen in Diskussionen und Referaten erarbeitet.

Einführende Literatur (einiges wird auch als pdf zur Verfügung gestellt):

  • Cancik-Kirschbaum, E. / Kahl, J., Erste Philologien, Tübingen 2018
  • Doblhofer, E., Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen, Reclam Leipzig 2000
  • Finkel, I. / Taylor, J., Cuneiform, London 2015
  • Postgate, J. N., Bronze Age Bureaucracy, Cambridge 2013, 47–86
  • Radner, K. / Robson, E., The Oxford Handbook of Cuneiform Culture, Oxford 2011
  • Wilcke, C., Wer las und schrieb in Babylonien und Assyrien. Überlegungen zur Literalität im Alten Zweistromland, Bay. Akademie der Wiss., Sitzungsberichte Jg. 2000/6, München 2000

Allgemein:

  • Frahm, E., Geschichte des Alten Mesopotamien, Stuttgart 2013
  • Roaf, M., Cultural Atlas of Mesopotamia, 1993
  • Nunn, A., Alltag im Alten Orient, Mainz 2006

7. PS Einführung in die Methoden der atl. Exegese (Rose)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
7. PS Einführung in die Methoden der atl. Exegese
Verwendbarkeit: BM
2 3 Rose

Ort: wird noch bekanntgegeben
Zeit: wird noch bekanntgegeben

  1. Voraussetzung: Hebraicum. Für Studierende in den Anfangssemestern. Zwischenprüfungsrelevant. Bestandteil des Basismoduls „Altes Testament“ (aktive Mitarbeit am Seminar: 3 LP; Anfertigung einer schriftlichen PS-Arbeit: weitere 5 LP).
  2. Das Proseminar führt in die wissenschaftliche Arbeit an hebräischen Texten des Alten Testaments ein. Dabei werden im Durchgang des Proseminars schrittweise und aufeinander aufbauend verschiedene Methoden behandelt – zum einen das als „historisch-kritisch“ bezeichnete Methodeninventar, zum anderen darüber hinausgehende Methoden aus der Literaturwissenschaft. Dies geschieht durchgehend mit dem Blick auf die Anwendung auf Textbeispiele. Ziele des Proseminars sind es, eine Basis für die weitere Beschäftigung mit alttestamentlichen Texten ebenso zu schaffen wie die Voraussetzung, selbstständig einen Text mit Hilfe des erlernten Methodenkanons auszulegen.
  3. Voraussetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist die regelmäßige Teil­nahme, die vor- und nachbereitende Lektüre sowie die aktive Mitarbeit im Proseminar. Dafür gibt es 3 LP. Für den Erwerb der zusätzlichen 5 LP ferti­gen Sie innerhalb von sechs Wochen bzw. innerhalb einer sinnvollen etwas längeren Frist eine schriftliche Hausarbeit an.
  4. Als Grundlage des Proseminars dient:
  • Utzschneider, Helmut / Nitsche, Stefan Ark: Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments, 4. Aufl., Gütersloh 2014 (zur Anschaffung empfohlen)

    An vielen Stellen trotz des Alters nicht schlechter ist:
  • Steck, Odil Hannes: Exegese des Alten Testaments. Leitfaden der Methodik, ein Arbeitsbuch für Proseminare, Seminare und Vorlesungen, 14. Aufl., Neukirchen 1999.

8. IS Atl. Integrationsseminar zur Examensvorbereitung (Rose)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
8. IS Alttestamentliches Integrationsseminar zur Examensvorbereitung 2 6 Rose

 

Ort: wird noch bekanntgegeben
Zeit: wird noch bekanntgegeben

  1. Für Studierende, die sich auf das Examen vorbereiten.
  2. Das Integrationsseminar möchte die Möglichkeit bieten, das Grundwissen für das Fach Altes Testament zu wiederholen, dazu anzuregen, vorhandene Lücken zu schließen, die bislang erworbenen Kompetenzen an konkreten Texten und Themenstellungen auszuprobieren sowie die Formate „Prüfungsklausur“ und „Mündliche Prüfung“ anzusehen und mögliche Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
    In der konstituierenden Sitzung sollen deshalb die Studierenden die Möglichkeit haben, ihre Themenwünsche einzubringen und das Integrationsseminar so selbst zu strukturieren. Auch im weiteren Durchgang lässt sich der Plan flexibel und nach den Wünschen der Studierenden verändern.
    Da der hebräische Text in aller Regel in jedem Prüfungsformat den Ausgangspunkt bildet, soll jedes Thema von einem der zentralen Texte aus betrachtet und diskutiert werden. Hebräischkenntnisse auf Examensniveau sind dafür unabdingbar.
    Es steht außer Frage, dass die gängigen Lehr- und Arbeitsbücher – die „Einleitung“ von E. Zenger u. a., das „Arbeitsbuch“ von H. C. Schmitt, die „Grundinformation“ von J. C. Gertz u. a., die „Einleitung“ von Th. Römer u. a., die „Entstehung“ von W. Dietrich u. a. – sinnvolle Hilfsmittel für die Examensvorbereitung sind. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass die Arbeit mit diesen Büchern allein nur eine Art „Vogelperspektive“ auf die alttestamentlichen Themen bietet. An der eigenständigen Beschäftigung mit den Texten führen sie nicht vorbei.
    Fühlen Sie sich ermutigt, das Integrationsseminar zu Ihrer eigenen Veranstaltung zu machen, es selbst zu strukturieren und so auszurichten, wie Sie es benötigen!
  3. Die Voraussetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist die regelmäßige Teilnahme einschließlich vor- und nachbereitender Lektüre.
  4. Folgende Grundlagenwerke können im Integrationsseminar Verwendung finden:
  • Donner, H.: Geschichte des Volkes Israel und seiner Nachbarn in Grundzügen. Teil 1 und 2 (GAT 4/1 und 4/2), 3. Aufl., Göttingen 2000/2001
  • Frevel, C.: Geschichte Israels (KStTh 2), 2. Aufl., Stuttgart 2018
  • Gertz, J. Chr. (Hg.): Grundinformation Altes Testament, 3. Aufl., Göttingen 2009
  • Römer, Th. u. a. (Hg.): Einleitung in das Alte Testament. Die Bücher der Hebräischen Bibel und die alttestamentlichen Schriften der katholischen, protestantischen und orthodoxen Kirchen, Zürich 2013
  • Schmitt, H.-C.: Arbeitsbuch zum Alten Testament, 3. Aufl., Göttingen 2011
  • Zenger, E. u. a.: Einleitung in das Alte Testament (KStTh 1,1), 9. Aufl., Stuttgart 2015

    Dazu sollte für die eigene Arbeit eine Theologie des AT nach Wahl hinzugezogen werden, so z. B.:
  • Rendtorff, R.: Theologie des Alten Testaments. Ein kanonischer Entwurf. Bd. 2: Thematische Entfaltung, Neukirchen-Vluyn 2001
  • Schmidt, W. H.: Alttestamentlicher Glaube, 8. Aufl., Neukirchen-Vluyn 1996

9. UE Klausurenkurs (Rose)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
9. UE Klausurenkurs
Verwendbarkeit: nur WB
2 2 Rose

 

Ort: wird noch bekanntgegeben
Zeit: wird noch bekanntgegeben

Der nächste Klausurenkurs findet nicht im Sommersemester 2022, sondern erst im Sommersemester 2023 statt. Bitte berücksichtigen Sie das bei Ihrer Planung für die Examensvorbereitung.

  1. Für Studierende, die sich auf das Examen vorbereiten.
  2. „Wie schreibe ich eigentlich eine Examensklausur?“ Diese Frage wird wichtiger, je näher das Examen rückt. Die Übung verfolgt das Ziel, genau an der Frage zu arbeiten. Da eine Klausur keine Pro- oder Hauptseminararbeit ist, gilt es, einen neuen Blick für das zu bekommen, was in einer begrenzten Zeit und nur mit einem wissenschaftlichen Wörterbuch zu leisten ist. In der Übung beginnt die Arbeit immer bei konkreten Themenstellungen. Dabei sollen musterartige Lösungen entwickelt und sinnvolle Gliederungsvorschläge gemacht werden. Wie im Integrationsseminar haben die Teilnehmenden zudem die Möglichkeit, von ihnen verfasste „Probe-Klausuren“, die Zuhause verfasst wurden, zur Durchsicht beim Dozenten einzureichen und zu besprechen. Die Übung kann im Zusammenhang mit dem Integrationsseminar besucht werden, doch ist der Besuch des Integrationsseminars nicht die Bedingung dafür.
  3. Grundlegend ist die Literatur, die Sie für Ihre Examensvorbereitung verwendet haben.
  4. Die Voraussetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist die regelmäßige Teilnahme einschließlich vor- und nachbereitender Lektüre.

10. UE Andreas Osiander als Philologe und Exeget (Rose)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
10. UE Andreas Osiander als Philologe und Exeget (mit Exkursion)
Verwendbarkeit: BM, AM
2 2 Rose

Konstituierende Sitzung (16. April 2021, 14.00–15.30 Uhr), Exkursion (10. Juli 2021) und Abschlusssitzung mit Auswertung (13. Juli 2021, 13.15–14.45 Uhr) finden gemeinsam statt mit der Lehrveranstaltung „Andreas Osiander als herausragender christlicher Hebraist“ (Nr. 30)

Raum: wird noch bekanntgegeben

Andreas Osiander (1496/98–1552) war nach seinem Studium in Ingolstadt ab 1522 Pfarrer in Nürnberg (St. Lorenz). Er war von der Theologie Martin Luthers überzeugt und setzte mit seinen Zeitgenossen Albrecht Dürer, Willibald Pirckheimer, Lazarus Spengler und Hans Sachs in Nürnberg die Reformation durch. Die Kirchenordnung von 1533 – in Nürnberg und der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach eingeführt – geht auf ihn als Hauptverfasser zurück, und auch an anderen Orten konnte Osiander seinen Einfluss auf die kirchliche Erneuerung der Zeit ausüben. 1549 an die Albertus-Universität Königsberg berufen, geriet Osiander in einen Streit um die Rechtfertigungslehre mit den Anhängern Philipp Melanchthons, der die junge protestantische Bewegung erheblich beschäftigte.

Osiander gilt als guter Kenner des Biblischen Hebräisch, des Biblischen Aramäisch und der jüdischen Mystik. Er suchte einen echten Dialog mit Menschen jüdischen Glaubens und setzte sich sehr für ihre Rechte ein.

Ziel der Übung ist es, anhand einschlägiger Texte der Exegese und der Philologie Osianders nachzugehen, also seine Schriften und seinen Umgang mit dem Alten Testament zu studieren sowie die St.-Lorenz-Kirche in Nürnberg und die Synagoge in Schnaittach als zwei seiner Wirkungsstätten im Zuge einer eintägigen Exkursion zu besuchen.

Für das Studium der Schriften Osianders ist die Gesamtausgabe maßgeblich:

Zur ersten Orientierung eignen sich folgende Lexikonartikel:

  • Aring, Paul G., Art. Andreas Osiander, in: BBKL 6 (1993), 1298f.
  • Müller, Gerhard, Art. Osiander, Andreas, in: RGG4 6 (2003),719f.
  • Seebaß, Gottfried, Art. Osiander, Andreas, in: TRE 25 (1995), 507–515.

Gründlicher sind die folgenden Arbeiten:

  • Möller, Wilhelm, Andreas Osiander, Leben und ausgewählte Schriften (LASLK 5), Elberfeld 1870.
  • Seebaß, Gottfried, Das reformatorische Werk des Andreas Osiander (EKGB 44), Nürnberg 1967.

11. UE Hebräische Lektüre (Seiler)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
11. UE Hebräische Lektüre (s. Nr. 75)
Verwendbarkeit: nur WB
1 1 Seiler
  1. An dieser Übung können nur Studierende teilnehmen, die das Hebraicum bereits abgelegt haben.
  2. Die Lehrveranstaltung soll die Möglichkeit geben, die im Hebräischkurs erworbenen Sprachkenntnisse zu festigen und zu vertiefen, aber auch Anreiz und Hilfestellungen bieten, mit dieser Sprache wieder vertraut zu werden. Die zu übersetzenden Texte werden gemeinsam mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ausgewählt. Im Rahmen der Lektüre werden, wenn nötig, grammatische Fragen wiederholt, aber auch über das im Sprachkurs Besprochene hinaus vertieft. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Syntax gelegt werden. Darüber hinaus werden wir uns auch Zeit für exegetische Beobachtungen und theologische Fragen nehmen, die sich aus der Lektüre ergeben.

12. UE Orientierung Altes Testament (Latteier)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
12. UE Orientierung Altes Testament
Verwendbarkeit: nur WB
2 2 Latteier

Dieser Kurs ist geeignet für Studierende aller Semester.

Die Übung dient der grundsätzlichen Orientierung im Alten Testament sowie der Vertiefung alttestamentlicher Textkenntnis. Es soll ein Überblick gegeben werden über die Textwelt des Alten Testaments sowie über wichtige „Wendepunkte“ in der Geschichte Israels und des Alten Orients.

Zudem werden vornehmlich eher unbekannte Texte des AT in den Blick genommen und bereits bekannte Texte näher betrachtet. Des Weiteren werden theologische Themen vertieft.

 
 
 
 


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