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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Exkursion

Das Lehrangebot

Sommersemester 2019 - Feministische Theologie und Gender Studies

Abkürzungen
VL = Vorlesung PS = Proseminar SE = Seminar
UE = Übung SK = Sprachkurs OS = Oberseminar
IK = Integrationskurs SO = Sozietät KL = Kolloquium
IS = Integrationsseminar IÜ = Integrationsübung

HS = Hauptseminar

LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) WS = Wochenstunden SWS = Semesterwochenstunden
Verwendbarkeit:
BM = Basismodul  AM = Aufbaumodul WPM = Wahlpflichtmodul
WB = Wahlbereich IBM = Interdisziplinäres Basismodul IAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul
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Lehrangebote Feministische Theologie und Gender Studies

65. VL Einführung in feministische geschlechtergerechte Bibelwissenschaft (Teil 1) (Jost)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
65.

VL

Einführung in feministische geschlechtergerechte Bibelwissenschaft
(Teil 1)
Verwendbarkeit: WPM

2

3

Jost

  1. Die Lehrveranstaltung ist für Studierende aller Semester geeignet. Sie kann als Pflichtveranstaltung für das Fach Feministische Theologie und Gender Studies sowie als Wahlveranstaltung verwendet werden. Um 3 LP zu erhalten wird regelmäßige aktive Teilnahme (die VL ist interaktiv) erwartet. Im Zusammenhang dieser Vorlesung kann die mündliche Prüfung, die Voraussetzung für die Zwischenprüfung ist, abgelegt werden. Einzelheiten werden zu Beginn des Semesters besprochen.
  2. Die Vorlesung führt eine innovative und kritische Konzeption der Bibelwissenschaft bis in die Gegenwart weiter, die mit der Frauenbewegung begann. Dabei wird der Schlüsselbegriff „Feminismus“ nicht im engeren Sinn von Frauen- oder Geschlechterforschung verstanden, sondern er benennt performativ unterschiedliche soziokulturelle und theoretisch-religiöse Standorte. „Feministisch“ umfasst gender- und befreiungstheologische, postkoloniale, queere und interreligiöse Forschungen und viele andere patriarchatskritische Perspektiven. Das Thema „Frauen und Bibel“ wird zwischen den internationalen Frauenbewegungen und der akademischen Erforschung biblischer und anderer heiliger Texte situiert. Neben theoretischen Konzeptionen werden exemplarische Textinterpretationen vorgestellt. Die Vorlesung ist interaktiv. Eine rege Beteiligung bei der endgültigen Planung zu Beginn des Semesters und bei ihrer Durchführung ist erwünscht.
  3. Zur Vorbereitung können Artikel aus folgenden Sammelwerken gelesen werden:
  • Schottroff, Luise u. a. (Hg.): Kompendium Feministische Bibelauslegung, Gütersloh 2007.
  • Schüssler Fiorenza, Elisabeth / Jost, Renate (Hg.): Feministische Bibelwissenschaft im 20. Jahrhundert, Stuttgart 2015.

66. UE Übung zur Vorlesung (Jost)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
66. UE Übung zur Vorlesung
Verwendbarkeit: WPM
2 2 Jost

Die Übung kann als Ergänzung der Vorlesung sowie als Wahlveranstaltung besucht werden.

Sie wird darüber hinaus Hilfestellung für die Vorbereitung der mündlichen Zwischenprüfung geben.

67. SE Feministische Liturgien (Jost)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

67.

SE

Feministische Liturgien
Verwendbarkeit: WPM

2

3

Jost

  1. Angesprochen sind alle, die Interesse am Thema haben. Vorkenntnisse in Feministischer Theologie / Gender Studies sind wünschenswert aber keine Voraussetzung für die Teilnahme.
  2. „Eine Sprache, die sich in Gottesdienst und Liturgie um Gerechtigkeit im Blick auf Frauen und Männer bemüht, durchbricht die Dominanz männlicher Sprachformen und Bilder. … Darüber hinaus ist gerechter Sprachgebrauch konkret und authentisch, er berührt Kopf und Herz“ (Beim Wort genommen – Gerechter Sprachgebrauch im Gottesdienst 2006).
    Auf diesem Hintergrund werden in diesem Seminar Ansätze und Entwürfe feministischer/geschlechtergerechter Liturgien vorgestellt und diskutiert. Es wird gefragt welche Impulse für den Gottesdienst, z. B. Agenden, Lieder, Perikopenordnung, Bibelübersetzung von Feministischer Theologie / Genderstudies ausgegangen sind und welche Desiderate für zukünftige Entwicklungen sich ergeben.
  3. Vorrausetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist neben der regelmäßigen Teilnahme die Übernahme eines Referates.
  4. Literatur:
  • Berger, Teresa: Sei gesegnet, meine Schwester. Frauen feiern Liturgie, Würzburg 1999.
  • Jost, Renate (Hg.): Feministische Impulse für den Gottesdienst, Stuttgart u. a. 1996.
  • Leistner, Herta / Knie, Ute (Hg.): Lass hören deine Stimme. Werkstattbuch Feministische Liturgie, Gütersloh 1999.

68. SE Schifra und Pua, Zippora und Mose (Jost)

Nr.ArtTitel und BezeichnungSWSLPLehrende
68.SESchifra und Pua, Zippora und Mose. Die zehn Gebote und das Bundesbuch. Diskussion ausgewählter Texte aus dem Buch Exodus
Verwendbarkeit: WPM
23Jost
  1. Angesprochen sind alle, die am Thema interessiert sind. Hebräischkenntnisse bzw. Hebraicum sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung.
  2. Das Buch Exodus ist ein aufregender Versuch, die geistliche Geschichte Altisraels im Rahmen von immer neuen Aufbrüchen auf der Suche nach der gerechten Gemeinschaft zu erfassen. Es hat bis in die neuere Geschichte (Befreiungstheologie Lateinamerikas, Schwarze Theologie) erstaunlich kräftig nachgewirkt und auf dem Hintergrund postkolonialer Theologien auch kritische Betrachtungsweisen angeregt. Auch feministische Theologinnen finden die Geschichte vom Auszug aus Ägypten für die Situation von Frauen in den Kirchen aufschlussreich. So sprach Mary Daly 1972 vom Auszug aus einer sexistischen Religion, den Frauen wagen müssten. Die zentrale Mitteilung des Namens G*ttes hat u. a. auch feministische Theologien inspiriert. In diesem Seminar wird es darum gehen, ausgewählte Texte auf dem Hintergrund einer geschlechtergerechten Exegese zu verstehen und auf ihre Relevanz für die Gegenwart zu befragen.
  3. Vorrausetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist neben der regelmäßigen Teilnahme die Übernahme eines Referates.
  4. Literatur:
  • Alpert, Rebecca: Exodus, in: The Queer Bible Commentary, hg. v. Deryn Guest / Robert E. Goss / Mona West / Thomas Bohache, London 2006, 61–76.
  • Brenner, Athalya (Hg.): A Feminist Companion to Exodus to Deuteronomy, Sheffield 1994.
  • Scholz, Susanne: Exodus. Was Befreiung aus „seiner“ Sicht bedeutet …, in: Feministische Bibelauslegung, hg. v. Luise Schottroff und Marie-Theres Wacker, Gütersloh1998, 26–39.
  • Utzschneider, Helmut / Oswald, Wolfgang: Exodus 1–15, IEKAT, Stuttgart 2013.

69. UE Studientag Feministische Theologie (Jost)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

69.

UE

Studientag Feministische Theologie in Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg: Elisabeth Schüssler Fiorenza, Harvard „Feminist Historiograph and early Christian History“ (geblockt)
Verwendbarkeit: nur WB

1

1

Jost

Termin: Der Vortrag mit anschließendem Empfang findet am 9. Mai 2019 in Würzburg, Am Sanderring 2, HS 318, 16.00–18.00 Uhr, statt.
Anmeldung bei Mirijam Grab und Maximilian Brehm

Titel: „Sarah, Hagar und ihre Kinder. Feministische politisch-kontextuelle Bibelauslegung“

Teaser:
Die Geschichte von Sarah und ihrer Sklavin Hagar, die in der Hebräischen Bibel (AT) vielfach bearbeitet wird, ist im Galaterbrief aufgenommen und the*logisch akzentuiert.
Der Vortrag versucht nicht nur, diese biblische Geschichte zu interpretieren, sondern sie auch feministisch und politisch-kulturell in heutigen Kontexten von Antisemitismus und Fremdenhass zu orten. Obwohl viele Menschen in Europa und Amerika den Paulustext wahrscheinlich nie bewusst gelesen haben, wirkt er doch in jenen westlichen Gesellschaften weiter, die kulturell durch christliche Traditionen geprägt sind.

Zur Referentin:
Elisabeth Schüssler Fiorenza muss man (!) nicht vorstellen. Die an der Harvard Divinity School lehrende Professorin schaffte ihren Durchbruch mit einem Buch, das 1983 unter dem Titel „In Memory of Her. A Feminist Theological Reconstruction of Christian Origins“ erschien, in über zehn Sprachen übersetzt wurde und mittlerweile ein theologischer Klassiker ist (dt. „Zu ihrem Gedächtnis. Eine feministisch-theologische Rekonstruktion der christlichen Ursprünge). Seither sind zahlreiche weitere Aufsätze und Bücher erschienen, die sie zu einer Ikone der feministischen Theologie haben werden lassen. Was vielleicht nicht so viele wissen: Die Wurzeln dieser weltbekannten Theologin liegen in Würzburg, wo sie von 1958–1964 als eine der ersten Frauen überhaupt Katholische Theologie studierte und 1968 mit einer Arbeit zur Johannesoffenbarung promoviert wurde. Zuletzt erschien aus ihrer Feder eine Kommentierung des Epheserbriefs in der Wisdom Commentary Series.
Elisabeth Schüssler Fiorenza wird in ihrem Vortrag nicht nur die Rezeption zweier biblischer Frauenfiguren, Sarah und Hagar, im Galaterbrief beleuchten, sondern sie auch aus feministisch und politisch-kultureller Perspektive in den heutigen Kontexten von Antisemitismus und Fremdenhass orten.
Im Anschluss an den Vortrag findet ein Empfang im Lichthof der Universität statt.
Der Vortrag wird in deutscher Sprache stattfinden.

ShortBio: Dr. Dr. h.c. mult. Elisabeth Schüssler Fiorenza, Krister Stendahl Professor at Harvard University Divinity School, is an international well-known biblical scholar and path-breaking feminist intellectual. She has done pioneering work in biblical interpretation and feminist theology. Dr. Schüssler Fiorenza’s teaching and research focus on questions of biblical and theological hermeneutics, ethics, rhetoric, and the politics of interpretation, as well as on issues of the*logical education, diversity and democracy. She is the co-founding senior editor of the Journal of Feminist Studies in Religion, was the first woman president of the Society of Biblical Literature and was elected a member to the American Academy of Arts and Sciences. Her landmark work In Memory of Her has become a classic in Biblical Studies and was translated into more than ten languages. Her recent collections of essays Transforming Vision: Explorations in Feminist The*logy ( 2011), Changing Horizons: Explorations in Feminist Interpretation (2013); Empowering Memory and Movement: Thinking and Working across Borders (2014); and her latest books are Feminist Biblical Studies in the Twentieth Century (ed.;2014); 1 Peter: Reading Against the Grain (2015), Congress of Wo/men: Religion, Culture and Kyriarchal Power (2016) and Ephesians in the Wisdom Commentary Series (2017).

 

 
 
 
 


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