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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Exkursion

Das Lehrangebot

Sommersemester 2021 –
Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft

Abkürzungen
VL = VorlesungPS = ProseminarSE = Seminar
UE = ÜbungSK = SprachkursOS = Oberseminar
IK = IntegrationskursSO = SozietätKL = Kolloquium
IS = IntegrationsseminarIÜ = Integrationsübung

HS = Hauptseminar

LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) WS = WochenstundenSWS = Semesterwochenstunden
Verwendbarkeit:
BM = Basismodul AM = AufbaumodulWPM = Wahlpflichtmodul
WB = WahlbereichIBM = Interdisziplinäres BasismodulIAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul
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Lehrangebote Interkulturelle Theologie

42. VL Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie (Walz)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
42.

VL

Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie
Verwendbarkeit: WPM

3

3

Walz

Die Vorlesung beginnt am 23. April 2021

  1. Die Vorlesung richtet sich an alle Studierenden im Grund- und Hauptstudium und im Studiengang für Pfarrverwalter*innen.
  2. In Deutschland wurde das sechste Fach der Evangelischen Theologie „Religionswissenschaft, Missionswissenschaft und Ökumenik“ vor einigen Jahren umbenannt in „Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie“. Fragestellungen zu Mission, Ökumene und interreligiösem Dialog sollten, so die Intention, unter dem Begriff der Interkulturellen Theologie weitergeführt werden (vgl. unten das Positionspapier aus dem Jahr 2005). Ein Auslöser war das Anliegen, sich vom Eurozentrismus und europäischen Überlegenheitsdenken abzuwenden und die philosophischen und theoretischen Cultural Studies (Kulturwissenschaften) sowie die Postcolonial Studies kritisch zu rezipieren. Im globalen Süden wird die Umbenennung des Fachs eher kritisch gesehen, da Mission als zentrale Aufgabe von Theologie und Kirche gilt. Parallel hierzu haben sich im englischsprachigen Raum (vor allem in Nordamerika und Großbritannien) die Studies of World Christianity etabliert. Sie untersuchen die enorme Ausbreitung des Christentums im globalen Süden und die mehrheitlich charismatisch-pfingstlichen Gesichter der Weltchristenheit.
    Die Vorlesung unternimmt den Versuch einer Standortbestimmung, um das Fach kritisch zu kartographieren (mapping im Englischen): Inwiefern haben sich Diskurse verschoben? Lässt sich dies als notwendiger Paradigmenwechsel charakterisieren? Oder werden Kernanliegen der Missionswissenschaft in neuem Gewand und unter neuen Begriffen weitergeführt? Wie stehen Missionswissenschaft, Studies of World Christianity, Interkulturelle Theologie und Postcolonial Studies im Verhältnis zueinander? Worin liegen die Herausforderungen für die Gegenwart und Zukunft?
    Für diese Kartographie sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Das Ziel der Vorlesung ist, in die oben genannten grundsätzlichen Fragen und Konfliktfelder einzuführen, an konkreten Beispielen zu verdeutlichen und gemeinsam mit der jüngeren Generation der Studierenden die aktuellen Herausforderungen zu diskutieren. Die Übung zu „Interkulturelle Theologie und Kunst“ eignet sich sehr gut als begleitende Vertiefung.
  3. Prüfungen
    Vorgezogene Zwischenprüfungsleistung (ZP): Für das Fach Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft kann an der Augustana-Hochschule eine vorgezogene mündliche Zwischenprüfungsleistung in Ersatz des exegetischen Faches, in dem keine Klausur geschrieben wird, erbracht werden (§ 6 Abs. 3, TheolZPO vom 1.1.2005).
    Mündliche Prüfung in „Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie“: Auch besteht die Möglichkeit, die mündliche Prüfung abzulegen, die gemäß der Rahmenordnung der EKD in allen landeskirchlichen Prüfungsordnungen verankert ist. In der ELKB wird sie als Zulassungsvoraussetzung für die Theologische Aufnahmeprüfung verlangt, als „Nachweis über eine mindestens mit ‚ausreichend‘ benotete mündliche Prüfung“ (§ 5h der Bayerischen Prüfungsordnung für die Theologische Aufnahmeprüfung, TheolAufnPO 2011).
    Die Mündliche Prüfung im Pfarrverwalter*innenstudiengang im Fach Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft (§ 5 Abs. 2a Prüfungsordnung für die Aufnahmeprüfung für Pfarrverwalter, PfVwAufnPO vom 21.11.2013) kann ebenfalls abgelegt werden.
  4. Literatur:

     Zu Beginn der Vorlesung wird eine ausführliche Literaturliste zur Verfügung gestellt.

43. UE Interkulturelle Theologie und Kunst (Walz)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
43. UE Interkulturelle Theologie und Kunst
(2-stündig; 14-tägig)
Verwendbarkeit: WPM
1 1 Walz

Beginn: 1. Sitzung am Montag, den 19. April 2021

  1. Die Übung ist im Wahlpflichtbereich angesiedelt und für alle Studierenden offen.
  2. Kunst kann ein Ort des religiösen und politischen Dialogs und der Kommunikation über den christlichen Glauben sein. Christliche Kunstdarstellungen / Visual Arts aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifik eröffnen einen ästhetisch-politischen Zugang zu außereuropäischen kontextuellen Theologien und zur Interkulturellen Theologie. Künstler*innen wie z. B. Jyoti Sahi, Lucy D’Souza, Nyoman Darsane, Sadao Watanabe, Azaria Mbatha, Adolfo Pérez Esquivel sind bei uns durch ihre ausdrucksstarken Hungertücher, Linolschnitte, Skulpturen, Malereien, Meditationsbilder u. v. m. bekannt geworden. Biblische Motive, theologische existenzielle Fragen und politische Befreiungskonflikte drücken sie mithilfe von Symbolen, Mythologien und Naturmotiven aus ihrer religiös-kulturellen Umwelt (Hinduismus, Buddhismus, indigene Kosmovisionen, afrikanische Religionen, Islam, etc.) aus. Wir gehen auf Entdeckungsreise der Vielfalt im weltweiten Christentum, z. B. der Christologien anhand unterschiedlicher Darstellungen von Jesus Christus. Zentrale missionsgeschichtliche, interkulturelle und interreligiöse Topoi der Theologie und der postkolonialen Kritik (Inkulturation, Kontextualisierung, Transkulturation, Hybridität, multireligious belonging, etc.) werden wir kritisch reflektieren.
  3. Die Übung eignet sich sehr gut zur vertieften Vorbereitung geplanter Prüfungsleistungen (mündliche Prüfungen für ZP; kirchliches Examen; Pfarrverwalter*innen) im Zusammenhang der Vorlesung. Selbstverständlich kann die Übung auch unabhängig von der Vorlesung besucht werden. Erwartet wird eine regelmäßige und aktive Teilnahme.
  4. Literatur zur ersten Orientierung:
  • Sundermeier, Theo: Christliche Kunst – weltweit. Eine Einführung, Frankfurt a. M., Lembeck 2007.
  • Löwner, Gudrun: Christliche Themen in der indischen Kunst. Ein Überblick von der Mogulzeit bis heute, Frankfurt a. M., Lembeck 2009.
  • Lott, Eric / Sahi, Jyoti: Faces of Vision. Images of Life and Faith, Leicester, Christians Aware 2008.

     Zu Beginn der Übung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.

44. UE Pentecostalism in Kenya (Mwaura)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
44. UE Movement by the Spirit: Pentecostalism in Kenya
(Vicedom-Gastprofessorin Dr. Philomena Mwaura aus Nairobi, Kenia)
(2-stündig; 14-tägig)
Verwendbarkeit: WPM
1 1 Mwaura
  1. Die Übung auf Englisch ist im Wahlpflichtbereich angesiedelt und für alle Studierenden offen.
  2. All over the world, Africa and Kenya specifically, Pentecostals are voicing opinions on varieties of issues ranging from poverty, social-economic inequalities, constitutionalism, and democratic representation. They are utilizing social and spiritual capital help their members face the vicissitudes of life.
    Pentecostal and Charismatic churches are dotted all over Kenya altering the Christian landscape that had been dominated by the mainline or historic churches since the late nineteenth century. Statistics on Pentecostals and charismatic movements are scarce and not always reliable; nevertheless, available statistics suggest that these movements have gradually carved out a niche for themselves within national religious maps, but also in terms of their demographic composition and geographical spread. According to the Pew Forum on Religion and Public Life Public Life Survey on Pentecostalism from 2006 more than half of Kenyan Christians identify themselves as Pentecostal. These lively, highly personal faiths, which emphasize such spiritually renewing ‘gifts of the Holy Spirit’ as speaking in tongues, divine healing and prophesying have impacted on Kenyan Christianity which has adopted Pentecostal practices in liturgy and personal spirituality. Yet, this type of Christianity is understudied and under researched in Kenya. The seminar will introduce the history, practice and theology of Pentecostalism in Kenya, drawing on existing literature and oral sources. 
  3. Die Übung bietet die einmalige Gelegenheit, persönlich mit Prof. Mwaura und ihrem Buchprojekt zum Pentekostalismus in Kenia in den interkulturell-theologischen Dialog zu treten. Englischkenntnisse können aufgefrischt und das theologische Vokabular erweitert werden. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Erwartet wird eine regelmäßige Teilnahme, die Bereitschaft zur Lektüre von englischen Texten und eine aktive Beteiligung an den Diskussionen. Die Übung ist eine sehr gute Vertiefung geplanter Prüfungsleistungen im Fach Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft, da die Vorlesung Walz und die Übung Mwaura wechselseitig im Austausch stehen werden.
  4. Eine Literaturliste wird in der Übung zur Verfügung gestellt.

45. UE Inter-Drumming & Dancing Workshop (Walz / Team MEW)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
45. UE Inter-Drumming & Dancing Workshop
Verwendbarkeit: nur WB
  1 Walz / Team MEW

Termin: 4.–6. Juni 2021 in Mission EineWelt, mit Elliot Mohlamme (Tanz) & Samuel Odai Mensah (Trommel)

Ausführlicher Flyer zum download

  1. In diesem Workshop nehmen zwei Münchner, Elliot Mohlamme aus Südafrika und Samuel Odai Mensah aus Ghana, uns mit in die Welten afrikanischer Tänze und Rhythmen. Die Teilnehmenden können tanzen, trommeln oder beides, und es werden zwei Performances mit je einer Trommel- und Tanzgruppe erarbeitet und zusammengeführt. In den Reflexionseinheiten denken wir über die Bedeutung von Tanz, Rhythmen und Trommeln in interkulturellen und religiösen Begegnungen in Geschichte und Gegenwart nach. Der Workshop mündet in einen Interkulturellen Gottesdienst.
  2. Bitte beachten Sie die ausführliche Ankündigung unter „Veranstaltungen“. Der Workshop wird vom Centrum Mission EineWelt in den dortigen Räumlichkeiten angeboten.
  3. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig. Im Anschluss kann ein Essay verfasst werden, um die Erfahrungen mit Literatur zu reflektieren (1 LP).

46. UE/PS Ökumenisches Kolleg / Ecumenical Seminar / Seminario ecuménico „Globale Flüchtlingsethik“ (Walz)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
46. UE/
PS
Ökumenisches Kolleg / Ecumenical #seminar / Seminario ecuménico
„Globale Flüchtlingsethik“
Verwendbarkeit: WPM
2 2 oder
3 (PS)
Walz

Die Vorlesung beginnt am 21. April 2021

  1. Das „Ökumenische Kolleg“ ist ein Angebot für internationale und hiesige Studierende sowie an internationale Doktorierende. „Kolleg“ bedeutet, dass ein Raum für interkulturelle und wissenschaftliche Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen eröffnet wird. Studierende, die eine Studienzeit im Ausland planen oder nach dieser an die Augustana-Hochschule zurückkehren, können hier einen Ort finden, um ihre Erfahrungen auszutauschen oder sich vorzubereiten. Im Ökumenischen Kolleg kommunizieren wir in mehreren Sprachen und übersetzen ggf. wechselseitig. Alle können ihre Sprachkenntnisse in Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch oder Französisch, etc. erweitern. Ziel ist es, im Kolleg interkulturelle, ökumenische und interreligiöse Kompetenz einzuüben.
  2. Das Thema ist in diesem Semester „Globale Flüchtlingsethik“. Zivilgesellschaftliche Seenotrettungsorganisationen (Ärzte ohne Grenzen, Sea-Eye, Mission Lifeline, etc.) retten Menschen, die auf der Flucht auf dem Mittelmeer in Gefahr sind. Diese Hilfe ist umstritten, die Debatte emotionsgeladen. Sie polarisiert die Gesellschaft, Politik, die Medien und Kirchen. Carola Rackete, deutsche Kapitänin, wurde durch ihre Rettung von Flüchtlingen im Juni 2019 für die einen zur ‚Mutter Courage‘, für die anderen zur ‚Verbrecherin‘. Die Gesichter der Überlebenden bleiben in der Öffentlichkeit fast unsichtbar. Seit 2014 kamen laut Schätzungen des UNHCR rund 20 000 Menschen auf der Flucht nach Europa ums Leben. Was sind die Ursachen der globalen Fluchtbewegungen? Wie beurteilen Theolog*innen aus Afrika, Asien, Amerika und Europa die Situation? Gibt es nachhaltige Lösungsvorschläge? Worin liegt der globalethische Auftrag der Kirchen und Religionsgemeinschaften?
    Im Kolleg analysieren wir die hochkomplexen und ambivalenten rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge der Fluchtbewegungen. Philosophische, menschenrechtliche, postkoloniale, biblisch-exegetische, christliche und islamische theologische Diskurse nehmen wir kritisch unter die Lupe. Die Teilnehmer*innen können ihre Interessensschwerpunkte einbringen. Als Quellen ziehen wir zusätzlich zur internationalen Fluchtforschung Dokumentarfilme und Reportagen hinzu und führen Interviews mit Expert*innen.
  3. In diesem Semester ist das Ökumenische Kolleg entweder als UE (2 LP) oder als Proseminar (3 LP) anrechenbar (hierfür ist eine Präsentation in Form eines Referats, Podcasts, Artikels o. ä. notwendig). Es wird die Bereitschaft vorausgesetzt, sich auf die polyglotte Kommunikation einzulassen. Das Ökumenische Kolleg eignet sich auch sehr gut für Prüfungsleistungen in Kombination mit der Vorlesung. Erwartet wird eine regelmäßige und aktive Teilnahme.
  4. Literatur:
  • Fiddian-Qasmiyeh, Elena et al. (Hg.): The Oxford Handbook of Refugee and Forced Migration Studies, Oxford: Oxford University Press 2014.
  • Kluth, Winfried / Jack, Nicole / Schäper, Philipp: Seenotrettung von Flüchtlingen und Europäische Werte. Eine Analyse des aktuellen rechtlichen Rahmens und der Gestaltungsoptionen für sichere Fluchtwege, Halle: Universitätsverlage Halle-Wittenberg 2019.
  • Lampedusa: Die Welt auf einer Insel. Analysen, Fakten, Projekte. Bericht des Bundes Evangelischer Kirchen in Italien, Juli 2014,
    oldnews.ekvw.net/fileadmin/ekvw/dokumente/nachrichten/2015/Lampedusa.pdf [2.2.2021].
  • Picker, Christoph: Flüchtlingsethik, Paderborn: Schöningh 2020.

     Eine ausführliche Literaturliste wird zur Verfügung gestellt.

47. OS Sozietät zu aktuellen Forschungsfragen (Walz)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
47. OS

Sozietät zu aktuellen Forschungsfragen (geblockt)
Verwendbarkeit: nur WPM

1

1

Walz

In der Sozietät werden laufende Promotions- und Habilitationsprojekte vorgestellt und diskutiert und richtet sich an Promovierende und Habilitierende, insbesondere an ökumenische Stipendiatinnen und Stipendiaten von Mission EineWelt Neuendettelsau. Interessierte Studierende sind sehr herzlich eingeladen, wobei Kenntnisse aus Lehrveranstaltungen Interkultureller Theologie, Missions- und Religionswissenschaft vorausgesetzt werden. Zur Teilnahme ist eine persönliche Anmeldung erforderlich. Der Termin (Freitag /Samstag) wird noch bekannt gegeben.

48. Öko-Bewegungs-Tanz-Workshop „Mikro-Tänze“ (Walz, Moderation)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
48.   Öko-Bewegungs-Tanz-Workshop „Mikro-Tänze“
Prof. Dr. Ángel F. Méndez-Montoya, Iboamerikanische Universität, Mexiko-City
  keine Walz
(Moderation)

Flyer download

  1. Als freiwilliges Angebot für alle Studierenden, ergänzend zum Themenfeld Interkulturelle Theologie und Kunst, bietet Prof. Dr. Ángel Mendez-Montoya einen Tanz-Workshop an. Mendez-Montoya ist professioneller Tänzer und Choreograph und Professor für Religionswissenschaft aus Mexiko. Er wird sich per Videokonferenz digital in englischer Sprache zuschalten. Viele ken­nen ihn bereits als Keynote-Speaker anlässlich der Internationalen Dance-Conference 2020.
  2. Das Ziel dieses Bewegungs-Workshops ist es, kleine Bewegungssequen­zen (Mikro-Tänze) im Körperkontakt mit der Natur zu entwickeln und auf Video aufzunehmen. Das Projekt steht unter dem Begriff acuerpamiento. Feministische dekoloniale Theologinnen in Lateinamerika haben ihn im Zu­sammenhang mit der Idee des embodiment (Zusammenspiel von Körper, Leib, Geist) geprägt. Es geht um eine Praxis, in der Menschen wechselseitig und kollektiv zur Gemeinschaft der Solidarität, des Widerstands und der Für­sorge werden. Im Workshop erkunden wir das acuerpamiento im Kontakt mit der Natur und dem Planeten. In Zeiten der pandemischen globalen Krise birgt das Berühren, das Berührtwerden und der Körperkontakt mit anderen Menschen die Gefahr der Ansteckung, so dass soziale Distanzierung emp­fohlen und sogar vorgeschrieben wird. Deshalb kommen wir in diesem Workshop mit Elementen der Natur in Berührung, werden von der Natur be­wegt und tanzen mit ihr.
  3. Der Workshop findet in drei Etappen statt (ca. 9 bis 12 Stunden insgesamt):
    1. Videokonferenz: (3 Stunden) Prof. Méndez-Montoya wird eine Einfüh­rung in das acuerpamiento / embodiment und die Methode des Micro-Tan­zes geben (Freitag).
    2. Etappe (ca. vier bis sechs Stunden): Studierende können in Ruhe in der Natur eine kleine Choreographie entwickeln (im Wald, an der Rezat, auf dem Campus, etc.). Daraus sollen Videoaufnahmen von drei Mikrotänzen von je einer Minute erstellt werden (Samstag/Sonntag).
    3. Videokonferenz (zwei Stunden): Die Mikro-Tanzvideos der Teilneh­mer*in­nen werden in der Gruppe präsentiert und erhalten Feedback (Mon­tag).
    Termine: 19. März 2021 [2 Std. digitale Einführung]; 20.–21. März 2021 [2–4 Std. eigene Erarbeitung einer Mini-Dance-Choreographie in der Natur]; 22. März 2021 [2 Std. digitale Präsentation])
    Die Schnitt aller Videos zu kurzen Mikrotänzen erfolgt hinterher durch stud.theol. Tim Wagner.
  4. Hierzu ist eine Anmeldung bei Frau Prof. Walz erforderlich (heike.walz@augustana.de). Die Teilnahme ist von einem anderen Ort aus möglich, es ist keine Präsenz auf dem Campus notwendig. Es können ca. 10–12 Studierende teilnehmen. Keine Tanzvorkenntnisse notwendig.

49. UE „Unsere Erde. Stimmen der Religionen“ (Grüter)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
49. UE „Unsere Erde. Stimmen der Religionen“. Übung zum multireligiösen Musikfestival Musica Sacra International (geblockt, Termine werden noch bekanntgegeben)
Verwendbarkeit: nur WB
2 2 Grüter

Anmeldung außer an Primus unbedingt an: verena.grueter@augustana.de

Verbindliche Vorbesprechung:   Montag, 26. April 2021, 13.45 Uhr, Semi­nar­raum 2

  1. Die Übung richtet sich an alle Studierenden und kann nur als gesamter Block im Zusammenhang mit Übung Nr. 50 „Klänge der Weltreligionen“ besucht werden. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
  2. Multireligiöse Musikfestivals gelten seit fast dreißig Jahren als spirituelle Brücken zwischen den Angehörigen verschiedener religiöser Traditionen. Musica Sacra International inszeniert seit 1992 Begegnungen zwischen Musiker*innen verschiedener Religionen. In zahlreichen Konzerten, Ateliers und einem Festivalchor erfahren Menschen die Kraft religiöser Musik. Wie aber werden die Klänge verschiedener Religionen wahrgenommen? Und wie regeln die verschiedenen Religionsgemeinschaften das musikalische Spiel in ihren gottesdienstlichen Räumen? Die Nutzung gottesdienstlicher Räume durch Musiker*innen verschiedener Religionszugehörigkeiten ist durchaus kontrovers – auch im Christentum.
    Die Übung gibt Grundlagen zum Umgang mit der Performativität von Religion an die Hand und vermittelt Grundkenntnisse der Feldforschung. Darüber hinaus bietet sie eine einzigartige Möglichkeit, Musik verschiedener religiöser Traditionen zu erfahren.
  3. Literatur:
  • Grüter, Verena: Klang – Raum – Religion. Ästhetische Dimensionen interreligiöser Begegnung am Beispiel des Festivals Musica Sacra International, Zürich: Theologischer Verlag 2017.
  • Bernhardt, Reinhold / Grüter, Verena (Hg.): Musik in interreligiösen Begegnungen, Zürich: Theologischer Verlag 2019.

50. UE Klänge der Weltreligionen (Grüter)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
50. UE Klänge der Weltreligionen
Verwendbarkeit: nur WB
2 2 Grüter
  1. Die Übung richtet sich an Studierende aller Studiengänge. Musikalische Fertigkeiten (Notenlesen, Instrumentalspiel o. ä.) sind nicht erforderlich.
  2. „Religionen haben ihre Ästhetik. Sie sind nicht Ansammlungen schlüssig begründeter Normen, Wertvorstellungen, Grundsätze und Lehren, sondern sprechen in Mythen und damit in Bildern, kaum in abstrakten Begriffen, binden ihre Anhänger weniger durch die Logik ihrer Argumente als die Ausstrahlung ihrer Träger, die Poesie ihrer Texte, die Anziehung ihrer Klänge, Formen, Rituale, ja ihrer Räume, Farben, Gerüche“, schreibt Navid Kermani in seiner Dissertation Gott ist schön. Die Übung widmet sich also einem Bereich der religiösen Erfahrung, genauer: den Klängen religiöser Traditionen. Diese haben eigene Paradigmen ausgebildet, wie, von wem und in welchen Kontexten Klänge verwendet werden dürfen. Die Übung führt ein in Grundfragen der Religionsästhetik anhand religiöser Klänge. Vorgestellt werden Klänge aus Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus.
    Da die Forschung zu diesen Fragen hauptsächlich im angelsächsischen Sprachraum stattfindet, sind Englischkenntnisse von Vorteil.
  3. Literatur:
  • Beck, Guy (Hg.): Sacred Sound. Experiencing Music in World Religions, Waterloo, Ontario, Canada: Wilfried Laurier University Press 2006.
  • Bernhardt, Reinhold / Grüter, Verena (Hg.): Musik in interreligiösen Begegnungen, Zürich: Theologischer Verlag 2019.
  • Grüter, Verena: Klang – Raum – Religion. Ästhetische Dimensionen interreligiöser Begegnung am Beispiel des Festivals Musica Sacra International, Zürich: Theologischer Verlag 2017.
  • Kermani, Navid: Gott ist schön: Das ästhetische Erleben des Koran, München: Beck 2003.
  • Münster, Daniel: Religionsästhetik und Anthropologie der Sinne, München: Akademie Verlag 2001.
  • Wilke, Annette / Moebus, Oliver: Sound and Communication: An Aesthetic Cultural History of Sanskrit Hinduism, Berlin u. a.: de Gruyter 2011.
 
 
 
 


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