Wintersemester 2026/2027 – Neues Testament
| VL = Vorlesung | PS = Proseminar | SE = Seminar |
| UE = Übung | SK = Sprachkurs | OS = Oberseminar |
| IK = Integrationskurs | SO = Sozietät | KL = Kolloquium |
| IS = Integrationsseminar | IÜ = Integrationsübung | HS = Hauptseminar |
| LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) | WS = Wochenstunden | SWS = Semesterwochenstunden |
| Verwendbarkeit: | ||
| BM = Basismodul | AM = Aufbaumodul | WPM = Wahlpflichtmodul |
| WB = Wahlbereich | IBM = Interdisziplinäres Basismodul | IAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul |
Lehrangebote Neues Testament
12. VL Paulus. Briefe und Theologie (Strecker)
| Nr. | Art | Titel und Beschreibung | SWS | LP | Lehrende |
|---|---|---|---|---|---|
| 12. | VL | Paulus. Briefe und Theologie Verwendbarkeit: BM, AM | 3 | 3 | Strecker |
- Die Vorlesung ist für Studierende aller Semester geeignet. Sie ist so konzipiert, dass sie den Anforderungen der Zwischenprüfungsordnung entspricht.
- Der Apostel Paulus gehört zu den wichtigsten Gestalten der frühen Kirche. In seinen Briefen liegen uns die ältesten Dokumente des Neuen Testaments vor. Der Elan und die Tiefe der darin enthaltenen theologischen Reflexionen ließen diese in der späteren Kirchengeschichte immer wieder zu wichtigen Impulsgebern für Neuerungen und Umbrüche im christlichen Denken und darüber hinaus werden. Die Vorlesung will vor diesem Hintergrund einen fundierten, die neueren Forschungen berücksichtigenden Zugang zu den Schriften des Apostels eröffnen. Sie ist in drei Hauptteile untergliedert. Zu Beginn werden einige Ausführungen zur Bedeutung der Gattung „Brief“ dargeboten. In einem zweiten Schritt folgt eine Besprechung der sieben, in der Forschung gemeinhin als authentisch anerkannten Paulusbriefe (Röm, 1/2Kor, Gal, Phil, 1Thess, Phlm) hinsichtlich der klassischen Einleitungsfragen (Briefanlass, Profil der Briefempfänger, Abfassungszeit und ‑ort, literarische Einheitlichkeit etc.). In einem dritten Schritt werden Schlüsselthemen der Theologie des Apostels betrachtet. Behandelt werden u.a. die neueren Diskussionen um die sog. „new perspective on Paul“, die Rolle der paulinischen Wendung „in Christus“, die theologia crucis, das Verständnis der Kirche, die eschatologischen Vorstellungen des Apostels u.a.m.
- Literatur:
- Horn, Friedrich-Wilhelm (Hg.): Paulus Handbuch, Tübingen 2013
- Sanders, E.P.: Paulus. Eine Einführung, Stuttgart 1995
- Schnelle, Udo: Paulus. Leben und Denken, 2. Aufl., Berlin / New York 2014
- Wolter, Michael: Paulus. Ein Grundkurs seiner Theologie, Neukirchen-Vluyn 2011
13. UE Übung zur Vorlesung (Strecker)
| Nr. | Art | Titel und Beschreibung | SWS | LP | Lehrende |
|---|---|---|---|---|---|
| 13. | UE | Übung zur Vorlesung (2-stündig; 14-tägig) Verwendbarkeit: BM, AM | 1 | 1 | Strecker |
Termine: 23. November 2026 / 07. Dezember 2026 / 21. Dezember 2026 / 18. Januar 2027 / 01. Februar 2027 / 15. Februar 2027
Zweck der Übung ist es, zentrale Texte des Neuen Testaments und wichtige wissenschaftliche Debatten, die in der Vorlesung „Paulus. Briefe und Theologie“ thematisiert werden, mittels Lektüre einschlägiger Fachliteratur in gemeinsamer Diskussion vertieft zu erschließen. Die Übung ist insbesondere zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung geeignet.
14. HS Das Johannesevangelium (Strecker)
| Nr. | Art | Titel und Beschreibung | SWS | LP | Lehrende |
|---|---|---|---|---|---|
14. | HS | Das Johannesevangelium | 2 | 3 | Strecker |
- Die Teilnahme setzt den Besuch des Proseminars im Neuen Testament voraus.
- In seinem Porträt Jesu von Nazareth geht das Evangelium des Johannes gegenüber den drei sog. Synoptikern bekanntlich ganz eigene Wege. Dies gilt sowohl im Hinblick auf die Sprache und den Stil, den literarischen Aufbau, wie auch im Hinblick auf die Theologie. Im Johannesevangelium begegnet uns mit anderen Worten eine in vielerlei Hinsicht einmalige Ausprägung des frühen Christusglaubens. Eindrücklich ist dabei insbesondere die Tiefe und Komplexität der in das Jesusporträt eingeschriebenen theologischen Gedankenwelt. Nach einer Sichtung und Besprechung der wichtigsten Einleitungsfragen sollen Grundzüge dieser vielschichtigen johanneischen Theologie gemeinsam erschlossen werden. Dies wird vermittels einer genauen Lektüre und Diskussion ausgewählter Schlüsseltexte zum Gottesverständnis, zur Anthropologie, zur Christologie, zur Ekklesiologie, zu Ethik, zur Pneumatologie und Eschatologie des Evangeliums erfolgen.
- Literatur:
- Becker, Jürgen: Johanneisches Christentum. Seine Geschichte und Theologie im Überblick, Tübingen 2004
- Frey, Jörg: Die Herrlichkeit des Gekreuzigten. Studien zu den Johanneischen Schriften I (WUNT 307), Tübingen 2013
- Schnelle, Udo: Theologie des Neuen Testaments, Göttingen 2007, 619–711
- Scholtissek, Klaus: Textwelt und Theologie des Johannes (WUNT 452), Tübingen 2020
15. OS Aktuelle Forschungen der ntl. Wissenschaft (Strecker)
| Nr. | Art | Titel und Beschreibung | SWS | LP | Lehrende |
|---|---|---|---|---|---|
15. | OS | Aktuelle Forschungen der ntl. Wissenschaft (geblockt) | 1 | 1 | Strecker |
Das Oberseminar richtet sich insbesondere an Doktorandinnen und Doktoranden. Es dient der gemeinsamen Besprechung jüngerer neutestamentlicher Forschungen sowie der Vorstellung und Diskussion eigener Thesen.
16. PS Einf. in die Methoden der ntl. Exegese (Hoffmann)
| Nr. | Art | Titel und Beschreibung | SWS | LP | Lehrende |
|---|---|---|---|---|---|
| 16. | PS | Einführung in die Methoden der ntl. Exegese Verwendbarkeit: BM | 2 | 3 | Hoffmann |
- Das Proseminar richtet sich an Studierende in den Anfangssemestern. Voraussetzung für die Teilnahme ist das Graecum. Zwischenprüfungsrelevant. Die Veranstaltung ist im Rahmen des modularisierten Studiums Teil des Basismoduls Neues Testament (3 LP, zusätzlich 5 LP bei Anfertigung einer benoteten Proseminararbeit).
- Ziel des Seminars ist die Fähigkeit zur selbstständigen und reflektierten Auslegung neutestamentlicher Texte. Anhand von ausgewählten Texten des Neuen Testaments werden die Fragestellungen und Ansätze wissenschaftlicher Exegese vorgestellt, die traditionellen Methoden neutestamentlicher Textarbeit eingeübt und in die einschlägigen exegetischen Hilfsmittel eingeführt (kritische Textausgaben, exegetische Wörterbücher, Synopsen, Konkordanzen).
- Literatur:
Als Textgrundlage dient die 28. Auflage des Novum Testamentum Graece. Methodenlehren zur neutestamentlichen Exegese werden im Seminar vorgestellt. - Voraussetzung für die Anerkennung der Leistungspunkte (3 LP) ist die regelmäßige Teilnahme einschließlich vor- und nachbereitender Lektüre sowie die Abgabe einer schriftlichen Hausaufgabe im Laufe des Semesters bzw. für die zusätzlichen 5 LP die Anfertigung einer exegetischen Arbeit.
17. IS Integrationsseminar NT (Hoffmann)
| Nr. | Art | Titel und Beschreibung | SWS | LP | Lehrende |
|---|---|---|---|---|---|
| 15. | IS | Integrationsseminar Neues Testament | 3 | 6 | Hoffmann |
Die Termine der drei Exegesetage (zeitlicher Umfang von jeweils ca. 4 Stunden) werden gemeinsam nach der ersten Sitzung festgelegt.
- Für Studierende in der Integrationsphase. Das Seminar findet wöchentlich mit 2 SWS statt. Es wird durch drei Exegesetage ergänzt (je 3–4 Zeitstunden), so dass sich insgesamt ein Umfang von 3 SWS ergibt.
- Im Integrationsseminar soll zum einen das im Studium erworbene Wissen für das Fach Neues Testament vergegenwärtigt und ergänzt werden (u.a. historischer Jesus, Paulus, Geschichte des frühen Christentums). Zum anderen sollen die Inhalte strukturiert und gebündelt werden. Dies geschieht durch die eigenständige Vorbereitung und Erarbeitung von Inhalten für die jeweilige Sitzung, die dort besprochen, vertieft und diskutiert werden. Die Erarbeitung des Stoffes erfolgt anhand der gängigen Lehrbücher und Standardwerke sowie weiteren Aufsätzen zu den einzelnen Themengebieten. Neben der Diskussion des erarbeiteten Stoffes werden Examensthemen der letzten Jahre besprochen. Integraler Bestandteil des Seminars sind drei Exegesetage an separaten Terminen, an denen die Schritte der historisch-kritischen Exegese an je einem Text (Synoptiker, Johannes, Paulus) exemplarisch durchgeführt werden.
- Zur Vorbereitung auf das Seminar wird dringend empfohlen, das bibelkundliche Wissen aufzufrischen.
- Literatur wird in der 1. Sitzung sowie im Verlauf des IS bekanntgegeben. Es empfiehlt sich in jedem Fall mit der Einleitung ins NT und Theologie des NT im IS zu arbeiten, mit der man bereits im Studium gearbeitet hat.
- Die Voraussetzung für die Anerkennung der Leistungspunkte ist die regelmäßige Teilnahme einschließlich vor- und nachbereitender Lektüre.
18. UE Neutestamentliche Lektüre (Mülke)
| Nr. | Art | Titel und Beschreibung | SWS | LP | Lehrende |
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| 18. | UE | Neutestamentliche Lektüre (s. Nr. 57) Verwendbarkeit: nur WB | 1 | 1 | Mülke |
Die Übung zur neutestamentlichen Lektüre ist zunächst als 7. Stunde Griechisch verbindlich für alle TeilnehmerInnen des Griechisch II-Kurses. Darüber hinaus können auch andere InteressentInnen teilnehmen, die ihre Griechischkenntnisse vertiefen oder wieder aufbereiten wollen.
Gelesen werden primär Texte aus den Evangelien und der Apostelgeschichte, wobei der Focus auf der sprachlichen Erschließung der Texte liegt und auf der Systematisierung der Besonderheiten des hellenistischen Koiné-Griechisch.

