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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Exkursion

Das Lehrangebot

Wintersemester 2021/2022 – Altes Testament

Abkürzungen
VL = VorlesungPS = ProseminarSE = Seminar
UE = ÜbungSK = SprachkursOS = Oberseminar
IK = IntegrationskursSO = SozietätKL = Kolloquium
IS = IntegrationsseminarIÜ = Integrationsübung

HS = Hauptseminar

LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) WS = WochenstundenSWS = Semesterwochenstunden
Verwendbarkeit:
BM = Basismodul AM = AufbaumodulWPM = Wahlpflichtmodul
WB = WahlbereichIBM = Interdisziplinäres BasismodulIAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul
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Lehrangebote Altes Testament

5. VL Die Urgeschichte (Gen 1–11) (Pietsch)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
5. VL Die Urgeschichte (Gen 1–11)
Verwendbarkeit: BM, AM
3 3 Pietsch
  1. Die Vorlesung setzt Hebräischkenntnisse voraus. Sie kann im modularisierten Studium im Basis- bzw. Aufbaumodul Altes Testament oder im Wahlbereich belegt werden und ist zwischenprüfungsrelevant.
  2. Die Erzählungen der Urgeschichte gehören wohl zu den bekanntesten Stü­cken des Alten Testaments. Von der Erschaffung des Kosmos als geordne­tem Lebensraum bis zur ethnischen Diversität der Völkerwelt spannt sich ein weiter narrativer Bogen über die ersten elf Kapitel der Bibel, in denen bei genauerer Betrachtung unterschiedliche Vorstellungen über Gott, die Welt und den Menschen hervortreten. Nicht von ungefähr haben sich die Anfänge der kritischen Pentateuchforschung gerade an diesen Kapiteln entzündet.
    Mit der Entdeckung der großen mythischen Erzählungen Mesopotamiens am Ende des 19. Jahrhunderts trat dann nicht nur der eigentümliche literari­sche Charakter der Urgeschichte noch stärker vor Augen, sondern es wurde schlagartig klar, dass die hier verarbeiteten Erzählstoffe und Motive ältere Vorlagen in der Umwelt Israels und Judas besitzen, die sie aufnehmen und eigenständig interpretieren.
    Die Vorlesung will diesen Transformationsprozess auf seinen unterschiedli­chen literarischen Entwicklungsstufen nachzeichnen und zugleich nach den theologischen Deutungsmustern fragen, mit denen der Ort des Menschen im Kosmos hier bestimmt wird, um diese für eine gegenwärtige theologische Interpretation zu erschließen.
  3. Literatur
  • Budde, K.: Die biblische Urgeschichte (Gen. 1–12,5), Giessen 1883
  • Gertz, J. C.: Das erste Buch Mose (Genesis). Die Urgeschichte (Gen 1–11), ATD 1, Göttingen 2018
  • Gunkel, H.: Genesis, HK I,1, 5. Aufl., Göttingen 1922
  • Jacob, B.: Das erste Buch der Tora. Genesis, Berlin 1934
  • Schüle, A.: Die Urgeschichte (Genesis 1–11), ZBK.AT 1,1, Zürich 2009
  • Seebass, H.: Genesis I. Urgeschichte (1,1–11,26), Neukirchen-Vluyn 1996
  • Westermann, C.: Genesis. 1. Teilband: Genesis 1–11, BK I,1, 4. Aufl., Neu­kirchen-Vluyn 1999
  • Witte, M.: Die biblische Urgeschichte. Redaktions- und theologiegeschichtli­che Beobachtungen zu Genesis 1,1–11,26, BZAW 265, Berlin / New York 1998

6. OS Alttestamentliche Sozietät (Pietsch)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
6. OS Alttestamentliche Sozietät (geblockt)
Verwendbarkeit: nur WB
1 1 Pietsch

Termine: Mittwoch, 1. Dezember 2021 und Mittwoch, 26. Januar 2022 (jeweils 19.00 Uhr)
Ort: Dorothee-Sölle-Haus

In der Sozietät sollen neuere Tendenzen in der alttestamentlichen Wissen­schaft vorgestellt und besprochen werden.

Das Oberseminar richtet sich an Promovierende, Habilitierende und Studie­rende im Hauptstudium (Voraussetzung: Hauptseminar Altes Testament). Um persönliche Anmeldung (neben Primuss) im Sekretariat bei Frau Töcker wird gebeten.

 

7. UE Lehrgrabung in Tiberias (Tabariya) (Pietsch)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
7. UE Lehrgrabung in Tiberias (Tabariya)
(gemeinsam mit K. Soennecken; geblockt)
Verwendbarkeit: nur WB
4 4 Pietsch

Termin: 14. Februar 2022 bis 11. März 2022
Vorbesprechung: Donnerstag, 25. November 2021, 13.00 Uhr
Ort: digital - Zugang steht in Moodle

  1. Englische Sprachkenntnisse und die Befähigung zu (teils anstrengender) körperlicher Arbeit werden vorausgesetzt. Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist auf 12 Studierende begrenzt. Der Nachweis einer vollständigen Covid 19-Impfung ist erforderlich! Bitte melden Sie sich bei Interesse (zusätzlich zu Primuss) bis zum 15. November 2021 bei Frau Töcker im Sekretariat des Lehrstuhls für Altes Testament an.
  2. Tiberias liegt am See Genezareth im südlichen galiläischen Bergland, der Region, in der Jesus von Nazareth nach der Überlieferung des Neuen Testaments zuerst öffentlich aufgetreten ist. Die Stadt wurde kurz nach der Zeitenwende von Herodes Antipas im hellenistisch-römischen Stil erbaut und trägt ihren Namen zu Ehren des römischen Kaisers Tiberius. Galt sie zunächst als „unrein“, wurde sie nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahre 70 n. Chr. zu einem wichtigen religiösen und kulturellen Zentrum des antiken Judentums. Hier wurden nicht nur die Mischna (Anfang 3. Jh.) und der palästinische Talmud (5. Jh.) redigiert, sondern Tiberias war auch der Sitz einer der bedeutendsten Masoretenschulen, die für die Überlieferung des hebräischen Bibeltextes eine entscheidende Rolle spielte.
    Nachdem die Stadt in der ersten Hälfte des 7. Jh.s von muslimischen Arabern erobert worden war, machten die Kreuzfahrer sie am Ende des 11. Jh.s kurzzeitig zur Hauptstadt des Fürstentums Galiläa im Königreich Jerusalem, doch fiel die Stadt 1187 wieder an Saladin. Mitte des 13. Jh.s wurde Tiberias zerstört und erst knapp drei Jahrhunderte später wieder besiedelt.
    Die internationale Grabung, die vom „Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaften im Heiligen Land“ unter der Leitung von Dr. Katja Soennecken (Wuppertal) durchgeführt wird, bietet die Gelegenheit, die Arbeitsweisen der „Biblischen Archäologie“ ganz praktisch kennenzulernen und selbst an der Entdeckung der Spuren der Vergangenheit beteiligt zu sein.
    Die anteiligen Kosten für Übernachtung und Verpflegung vor Ort werden voraussicht­lich 100 Euro pro Woche betragen. Darüber hinaus müssen auch die Reisekosten von den Teilnehmer*in­nen getragen werden. Anträge auf Bezuschussung seitens der Hochschule sind in Vorbereitung.
  3. Literatur (zur persönlichen Vorbereitung):
  • Vieweger, D.: Archäologie der biblischen Welt, Gütersloh 22012

8. UE Das Enuma elisch (Pietsch)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
8. UE Das Enuma elisch
(2-stündig; 14-tägig)
Verwendbarkeit: BM, AM
1 1 Pietsch

Beginn: Donnerstag, 11. November 2021

  1. Die Übung setzt keine besonderen Vorkenntnisse voraus. Sie wendet sich an alle, die Interesse an der Religion und Kultur des alten Vorderen Orients haben.
  2. Das Enūma eliš ist nach den ersten Worten der Anfangszeile des Epos benannt („Als oben der Himmel noch nicht genannt war“). Bei ihm handelt es sich um eine Dichtung aus spätbabylonischer Zeit (1. Jt. v. Chr.), die als „Babylonisches Schöpfungsepos“ bekannt geworden ist, weil in ihr von der Entstehung der Götter und des Kosmos (einschließlich des Menschen) berichtet wird. Ihr Hauptthema ist jedoch der Aufstieg Marduks, des Stadtgottes von Babylon, zum König der Götter, in dem sich die politische Suprematie Babylons über das südliche Mesopotamien im 1. Jt. v. Chr. widerspiegelt.
    Seit der Wiederentdeckung des Textes in der Mitte des 19. Jahrhunderts hat er nicht zuletzt wegen seiner engen Parallelen zur priesterlichen Schöpfungserzählung in Gen 1,1–2,3 großes Interesse nicht nur in der gelehrten Welt hervorgerufen. In der Übung soll der Text des Enūma eliš in deutscher Übersetzung fortlaufend gelesen und besprochen werden. Sie setzt damit den lockeren Zyklus von Lektürekursen zu zentralen Texten der altorientalischen Religions- und Kulturgeschichte fort, der vor einiger Zeit mit dem Gilgamesch-Epos begonnen worden war.
  3. Literatur:
  • Hecker, K.: Enuma Elisch, in: B. Janowski / D. Schwemer (Hg.), Texte aus der Umwelt des Alten Testaments. Neue Folge, Bd. 8: Weisheitstexte, Mythen und Epen, Gütersloh 2015, 88–132 (Textgrundlage für die Lektüre)
  • Jursa, M.: Die Babylonier. Geschichte – Gesellschaft – Kultur, München 2004
  • Kämmerer, T. / Metzler, K. A. (Hg.): Das babylonische Weltschöpfungsepos Enuma Elîš, Münster 2012
  • Krebernik, M.: Götter und Mythen des Alten Orients, München 22019
  • Lambert, W.G.: Babylonian Creation Myths, Winona Lake 2013

9. PS Einf. in die Methoden der atl. Exegese (Rose)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
9. PS Einführung in die Methoden der atl. Exegese
Verwendbarkeit: BM
2 3 Rose

Raum: wird noch bekanntgegeben
Zeit: wird noch bekanntgegeben

  1. Voraussetzung: Hebraicum. Für Studierende in den Anfangssemestern. Zwischenprüfungsrelevant. Bestandteil des Basismoduls „Altes Testament“ (aktive Mitarbeit am Seminar: 3 LP; Anfertigung einer schriftlichen PS-Arbeit: weitere 5 LP).
  2. Das Proseminar führt in die wissenschaftliche Arbeit an hebräischen Texten des Alten Testaments ein. Dabei werden im Durchgang des Proseminars schrittweise und aufeinander aufbauend verschiedene Methoden behandelt – zum einen das als „historisch-kritisch“ bezeichnete Methodeninventar, zum anderen darüber hinausgehende Methoden aus der Literaturwissenschaft. Dies geschieht durchgehend mit dem Blick auf die Anwendung auf Textbeispiele. Ziele des Proseminars sind es, eine Basis für die weitere Beschäftigung mit alttestamentlichen Texten ebenso zu schaffen wie die Voraussetzung, selbstständig einen Text mit Hilfe des erlernten Methodenkanons auszulegen.
  3. Voraussetzung für den Erwerb der Leistungspunkte ist die regelmäßige Teilnahme, die vor- und nachbereitende Lektüre sowie die aktive Mitarbeit im Proseminar. Dafür gibt es 3 LP. Für den Erwerb der zusätzlichen 5 LP fertigen Sie innerhalb von sechs Wochen bzw. innerhalb einer sinnvollen etwas längeren Frist eine schriftliche Hausarbeit an.
  4. Als Grundlage des Proseminars dient:
  • Utzschneider, H. / Nitsche, S. A.: Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments, 4. Aufl., Gütersloh 2014 (zur Anschaffung empfohlen).

An vielen Stellen trotz des Alters nicht schlechter ist:

  • Steck, O. H.: Exegese des Alten Testaments. Leitfaden der Methodik, ein Arbeitsbuch für Proseminare, Seminare und Vorlesungen, 14. Aufl., Neukirchen 1999.

10. UE Hebräische Lektüre (Seiler)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
10. UE Hebräische Lektüre
(s. Nr. 75)
Verwendbarkeit: nur WB
1 1 Seiler
  1. An dieser Übung können nur Studierende teilnehmen, die das Hebraicum bereits abgelegt haben.
  2. Die Lehrveranstaltung soll die Möglichkeit geben, die im Hebräischkurs er­worbenen Sprachkenntnisse zu festigen und zu vertiefen, aber auch Anreiz und Hilfestellungen bieten, mit dieser Sprache wieder vertraut zu werden. Die zu übersetzenden Texte werden gemeinsam mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ausgewählt. Im Rahmen der Lektüre werden, wenn nötig, grammatische Fragen wiederholt, aber auch über das im Sprachkurs Be­sprochene hinaus vertieft. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Syn­tax gelegt werden. Darüber hinaus werden wir uns auch Zeit für exe­ge­ti­sche Beobachtungen und theologische Fragen nehmen, die sich aus der Lektüre ergeben.

11. HS Die Person des Mose und der Exodus (Emmendörffer)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
11. HS Die Person des Mose und der Exodus – Gründungsmythos oder Fakt der Geschichte Israels? (geblockt)
Verwendbarkeit: AM
2 3 Emmendörffer

Vorbesprechung: Freitag, 26. November 2021, 11.00 Uhr
Termin:      Block I: 11./12. Februar 2022
                   Block II: 25./26. Februar 2022
                   jeweils Freitag, 14.00–18.00 Uhr und Samstag, 9.00–15.30 Uhr
Raum:        Hörsaal II

Das Seminar widmet sich mit Mose einer der Gründungsgestalten Israels und will anhand der einschlägigen Textpartien aus dem Pentateuch (Ex–Dtn) sich auf die Spurensuche machen. Gerade in der exegetischen Wissenschaft der Neuzeit sind das Geschehen um den Exodus, die Authentizität der Person Mose und die Landnahme Israels in den Mittelpunkt gerückt bzw. stellenweise neu eingeordnet worden. Die neuen Erkenntnisse und Theorien soll das Seminar beleuchten und zu eigenen Einsichten führen.

Hebräischkenntnisse und die Übernahme eines Referates werden vorausgesetzt.

Literatur:

  • Assmann, J.: Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächtnisspur, 3. Aufl. München u.a. 2001
  • Aurelius, E.: Der Fürbitter Israels. Eine Studie zum Mosebild im Alten Testament (CB.OT 27), Lund1988
  • Becker, U.: Das Exodus-Credo, Historischer Haftpunkt und Geschichte einer alttestamentlichen Glaubensformel, in: U. Becker / J. v. Oorschot (Hg.), Das Alte Testament – ein Geschichtsbuch?! Geschichtsschreibung oder Geschichtsüberlieferung im antiken Israel (Arbeiten zur Bibel und ihrer Geschichte 17), Leipzig 2005, 81–100
  • Blum, E.: Der historische Mose und die Frühgeschichte Israels, HeBAI 1, 2012, 37–63
  • Blum, E.: Studien zur Komposition des Pentateuch (BZAW 189), Berlin / New York 1990
  • Crüsemann, F.: Freiheit durch Erzählen von Freiheit. Zur Geschichte des Exodus-Motivs, EvTh 61, 2001, 102–118
  • Emmendörffer, M.: Gottesnähe. Zur Rede von der Präsenz JHWHs in der Priesterschrift und verwandten Texten (WMANT 155), Göttingen 2019
  • Gertz, J. C.: Tradition und Redaktion in der Exoduserzählung. Untersuchungen zur Endredaktion des Pentateuch (FRLANT 186), Göttingen 2000
  • Kratz, R. G.: Die Komposition der erzählenden Bücher des Alten Testaments, Grundwissen der Bibelkritik (UTB 2157), Göttingen 2000
  • Schmid, K.: Erzväter und Exodus, Untersuchungen zur doppelten Begründung der Ursprünge Israels innerhalb der Geschichtsbücher des Alten Testaments (WMANT 81), Neukirchen 1999
  • Zeeb, F.: Israels Auszug aus Ägypten, Theologie des Alten Testaments und / oder Religionsgeschichte. Die Tradition vom Exodus in einigen neueren theologischen Entwürfen, in: M. Dietrich / I. Kottsieper (Hg.), „Und Mose schrieb dieses Lied auf“, Studien zum Alten Testament und zum Alten Orient (FS O. Loretz; AOAT 250), Münster 1998, 897–925

12. UE Bibelkunde des AT (Latteier)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
12. UE Bibelkunde des Alten Testaments (s. Nr. 4) 2 2 (+ 3 LP neuer,
+ 4 LP alter Ordnung
bei bestandener
Prüfung)
Latteier
  1. Für StudienanfängerInnen. Grundlagenmodul. Zwischenprüfungsrelevant.
  2. Ziel der Übung ist es, Strukturen und zentrale Inhalte, aber auch theologische Schwerpunkte und Hauptlinien der alttestamentlichen Schriften kennenzulernen. Ihre Erschließung soll mit Hilfe von Übersichten, aber auch durch die Besprechung exemplarischer Texte geschehen. Dabei wird die Behandlung des Pentateuch und der prophetischen Schriften im Vordergrund stehen. Um den gesamtbiblischen Rahmen im Blick zu behalten, soll besonders auf Querverbindungen zwischen den besprochenen Texten, aber auch zum Neuen Testament hingewiesen werden.
  3. Die Bibelkundeprüfung besteht aus zwei Teilprüfungen im Alten und Neuen Testament, die voneinander getrennt oder auch an einem Termin abgelegt werden können. Sie findet in der Regel als schriftliche Prüfung statt.
  4. Zur Anschaffung wird empfohlen:
  • Rösel, Martin: Bibelkunde des Alten Testaments, 8. Aufl., Neukirchen-Vluyn 2013.

12a. UE Schrift, Schreiber und Schriftgelehrte (Franke)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
12a. UE Schrift, Schreiber und Schriftgelehrte
(geblockt)
Verwendbarkeit: BM, AM
2 2 Franke

Termin: 26./27. November 2021; 14./15. Januar 2022
Ort: Hörsaal II

Für uns scheint ein Leben ohne lesen und schreiben fast undenkbar – ob das so bleiben wird? Sind nicht z. B. Emojis ein Weg zurück zu einer Bilderschrift, also der Art von Kommunikation, mit der Schriftlichkeit begann?

Aus bildhaften Anfängen hat sich im Vorderen Orient langsam ein hochkomplexes Schriftsystem entwickelt, das dann über 3000 Jahre das Leben des gesamten Vorderen Orients prägte und verband. Schrift ist jedoch – wen wundert’s? – entstanden als Mittel der Bürokratie, als Kontrollmedium. Sehr viel später entdeckte man sie als einfaches Mittel zur Kommunikation, zur ästhetischen Gestaltung und zur Repräsentation.

Wie entstand Keilschrift, nach welchen Prinzipien funktionierte sie, welche Aufgabe hatte sie in der altorientalischen Gesellschaft, wie lernte man sie und wie sahen sich die Schriftkundigen selbst? Schule entstand als Ort der Tradition, als Ort der bewussten Wahl des Stoffes und der gezielten Weitergabe von Ideen und Überzeugungen. Die soziale Stellung der Schreiber und Gelehrten aber korrespondiert nicht mit ihrer gesellschaftlichen Bedeutung – im Gegenteil, sie war häufig genauso prekär wie die einiger Wissenschaftler heute.

Im ersten Block (26./27. November 2021) bietet die Dozentin eine Einführung in das altorientalische Umfeld und in die Keilschrift, im zweiten Block (14./15. Januar 2022) werden einzelne Themen nach Vorgabe oder Wahl in Diskussionen und Referaten erarbeitet.

Einführende Literatur (mehr vor und im Seminar, auch als pdf):
Cancik-Kirschbaum, E. / Kahl, J., Erste Philologien, Tübingen 2018
Lion, B. / Michel, C., Die Keilschrift und ihre Entzifferung, Hamburg 2017, dazu: vimeo.com/128472608
Doblhofer, E., Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen, Reclam Leipzig 2000
cdli.ox.ac.uk/wiki/doku.php
Finkel, I. / Taylor, J. J., Cuneiform, London 2015
Lassen, A. / Frahm, E. / Wagensonner, K., Ancient Mesopotamia Speaks, Yale 2019
Nissen, H. J. / Damerow, P. / Englund, R. K., Frühe Schrift und Techniken der Wirtschaftsverwaltung im alten Vorderen Orient, Verlag franzbecker, 1990
Radner, K. / Robson, E., The Oxford Handbook of Cuneiform Culture, Oxford 2011

Allgemein:
Reallexikon der Assyriologie s. v. Keilschrift, Schule, Schreiber, Syllabar, Lexikalische Liste, publikationen.badw.de/de/010649617
iaassyriology.com/online-resources/     mit vielen nützlichen Links
www.wibilex.de     wissenschaftliches Bibellexikon, auch mit Artikeln zum Alten Orient
Roaf, M., Cultural Atlas of Mesopotamia, Facts on File, Oxford 1990

 
 
 
 


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