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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Exkursion

Das Lehrangebot

Wintersemester 2022/2023 – Feministische Theologie und Gender Studies

Abkürzungen
VL = VorlesungPS = ProseminarSE = Seminar
UE = ÜbungSK = SprachkursOS = Oberseminar
IK = IntegrationskursSO = SozietätKL = Kolloquium
IS = IntegrationsseminarIÜ = Integrationsübung

HS = Hauptseminar

LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) WS = WochenstundenSWS = Semesterwochenstunden
Verwendbarkeit:
BM = Basismodul AM = AufbaumodulWPM = Wahlpflichtmodul
WB = WahlbereichIBM = Interdisziplinäres BasismodulIAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul
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Lehrangebote Feministische Theologie und Gender Studies

65. VL Theologische Gender Studies und Fem. Theol. – Einführung (U. Schmidt)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

65.

VL

Theologische Gender Studies und Feministische Theologie –
Einführung
Verwendbarkeit: WPM
2 3 U. Schmidt

Zeit: Montag, 11.00–12.30 Uhr im Hörsaal I, Wilhelm-von-Pechmann-Haus

  1. Die Vorlesung ist offen für alle Interessierten, Vorkenntnisse sind nicht nötig.
  2. Wissenschaftliche Feministische Theologie und theologische Gender Studies haben sich immer durch die Auseinandersetzung mit nicht-theologischen Impulsen und Theorien entwickelt. Diese Impulse wurden anfangs vor allem in der Exegese aufgenommen, inzwischen aber in allen theologischen Disziplinen, häufig auch über deren Grenzen hinweg. Feministische Theologien blicken mittlerweile auf eine über 40-jährige Geschichte zurück. Unter dem Einfluss international entwickelter Gendertheorien liegt inzwischen auch in der Theologie ein Schwerpunkt auf kulturellen Konstruktionen von Geschlecht. Masculinity Studies nehmen gezielt die Konstruktion von Männlichkeit in den Fokus. Ansätze, die sich aus der Queer Theory entwickeln, stellen die Grenzen zwischen „Männer‑“ und „Frauenforschung“ grundlegend infrage und verändern damit die Perspektiven der Forschung. Impulse aus der Postkolonialen Theorie und Intersektionalitätstheorien thematisieren die Überschneidung und Verschränkung von Gender und anderen Differenz- und Diskriminierungskategorien. Der Begriff „geschlechterbewusste Theologie“ ist zu einem Dach geworden, unter dem sich verschiedene theoretische Zugänge sammeln. Die Vorlesung bietet eine Einführung in zentrale Themen der aktuellen theologischen Gender Studies, entfaltet in unterschiedlichen theologischen Feldern. In der Vorlesung sollen die grundsätzlichen Thesen und Fragen der jeweiligen Themen formuliert und punktuell diskutiert werden.

66. UE Übung zur Vorlesung (U. Schmidt)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
66. UE Übung zur Vorlesung „Theologische ender Studies und Feministische Theologie"
Verwendbarkeit: WPM
2 2 U. Schmidt

Zeit: Mittwoch, 14.30–16.00 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus

  1. Die Übung kann mit der Vorlesung „Theologische Gender Studies und Feministische Theologie“ oder als Wahlveranstaltung besucht werden.
  2. Die Übung zur Vorlesung bietet Gelegenheit zur aktiven Vertiefung der Inhalte der Vorlesung und für die ausführliche Beschäftigung mit den Thesen und Fragen aus der Vorlesung. Wir lesen gemeinsam Sekundärtexte und erproben hermeneutische und methodische Ansätze. Theologische Gender Studies und Feministische Theologie bieten neue Perspektiven auf Themen, die Ihnen vielleicht schon bekannt sind, stellen Gewohntes infrage und stellen neue Fragen. Das kann anregend, aber auch irritierend sein. In der Übung soll genug Raum sein, eigene Fragen, Kritik und neue Ideen zu entwickeln, zu formulieren und zu diskutieren.
  3. Siehe Literaturhinweise zur Vorlesung.

67. SE Apokalyptik und Geschlecht – Frauen, Männer, Gott und der Weltuntergang (U. Schmidt)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
67. SE Apokalyptik und Geschlecht – Frauen, Männer, Gott und der Weltuntergang
Verwendbarkeit: WPM
2 3 U. Schmidt

Zeit: Mittwoch, 16.30–18.00 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus

  1. Das Seminar ist offen für alle Interessierten. Griechische oder Hebräische Sprachkenntnisse sind keine Voraussetzung, können aber eingebracht werden.
  2. Die Apokalypse wird in der Gegenwart von vielen mit dem Weltuntergang gleichgesetzt. Sie dient als Deutungsmuster für Gegenwartserfahrungen: Bedrohungen durch die Klimakrise, durch die Coronapandemie und die Möglichkeit weiterer Pandemien, durch Kriege und bewaffnete Konflikte werden in diesem Muster wahrgenommen und bearbeitet. Im Lauf der Geschichte des Christentums ist dies immer wieder geschehen, allerdings in unterschiedlicher Weise. Ursprünglich spielte Gott die Hauptrolle in diesen Vorstellungen, erst mit der zunehmenden Säkularisierung seit der Aufklärung wurde auch der Weltuntergang menschengemacht oder von nicht-religiösen außer- oder überirdischen Mächten bestimmt. Doch auch die Hoffnung auf endgültige Befreiung im Kampf gegen Ungerechtigkeit und auf eine ganz grundsätzliche Veränderung sind Themen der Apokalyptik, die bis heute weiterwirken. Der Ursprung dieser Vorstellungen liegt in antiken jüdischen und christlichen Apokalypsen, religiösen Texten aus dem 2. Jh. v. bis zum 2. Jh. n. Chr. Während über jüdische und christliche Apokalypsen und deren Rezeption im Lauf der Jahrhunderte viel geforscht wurde, gibt es wenig Forschung zur Bedeutung von Gender in Apokalypsen und Apokalyptik: Welche Rolle spielen also Frauen, Männer und queere Gender-Ideen für dieses Thema? Im Seminar werden Texte aus dem Danielbuch, dem äth. Henoch und der Johannesoffenbarung behandelt, außerdem exemplarisch die theologische Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Formen der Rezeption in der Kunst. Dazu erarbeiten wir Theoriekonzepte für die Analyse in Gender- und Queerer Perspektive.
  3. Literatur zur Vorbereitung für Interessierte, nicht verpflichtend:
  • Beyerle, Stefan, Art. Apokalyptik (AT), in: Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (www.wibilex.de), 2021 (Zugriffsdatum 14.6.2022)
  • Böttrich, Christfried, Art. Apokalyptik (NT), ), in: Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (www.wibilex.de), 2014 (Zugriffsdatum 14.6.2022)
  • Sutter Rehmann, Luzia, Vom Mut, genau hinzusehen. Feministisch-befreiungstheologische Interpretationen zur Apokalyptik, Luzern 1998
  • Tilly, Michael, Apokalyptik, UTB Profile, Tübingen 2012

68. HS Zion – Stadt und Frau (U. Schmidt)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
68. HS Zion – Stadt und Frau (s. Nr. 11)
Verwentbarkeit: WPM
2 3 U. Schmidt

Zeit: Montag, 14.30–16.00 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus

  1. Das Seminar ist offen für alle Interessierten mit und ohne Hebräische Sprachkenntnisse. Für eine Anrechnung als Seminar für das AT-Modul ist Arbeit am Hebräischen Text Bedingung.
  2. Spätestens in einer der Dezembersitzungen sollten wir „Tochter Zion, freue Dich …“ (EG 13) singen, passend zum Thema des Seminars. Denn Zion-Jerusalem ist in den Texten des Alten Testaments / der Hebräischen Bibel Stadt und Frau. Die zentralen Themen, die an diese Tradition geknüpft sind, werden im Seminar im Zusammenspiel dieser Bedeutungsfelder entfaltet. Anhand unterschiedlicher Texte aus dem AT, vor allem aus Prophetie und Psalmen, erarbeiten wir verschiedene Facetten der Zionstheologie. Die Rede von Zion-Jerusalem als Stadt-Frau erschließen wir mit ihren Wurzeln in der sog. Umwelt des AT und ihrer Funktionsweise als eine besondere Form der metaphorischen Rede, der Personifikation. Wir untersuchen, welche Rolle Gender in sozialgeschichtlicher und traditionsgeschichtlicher Hinsicht in den Texten spielt. Zuletzt nehmen wir Beispiele der Rezeptionsgeschichte in den Blick.
    Die eigenständige Arbeit an den Texten des AT, im Team und alleine, ist ein Schwerpunkt im Seminar, alle Teilnehmer*innen sollen (evtl. im Team) ein Impulsreferat übernehmen.
  3. folgt
  4. Literatur zur Vorbereitung für Interessierte, nicht verpflichtend:
  • Maier, Christl M., Daughter Zion as Queen and the Iconography of the Female City, in: Martti Nissinen / Charles E. Carter (Hg.), Images and prophecy in the ancient eastern Mediterranean, FRLANT 233, Göttingen 2009, 147–162.
  • Schmidt, Uta: Zukunftsvorstellungen in Jesaja 49–55. Eine textpragmatische Untersuchung von Kommunikation und Bildwelt, WMANT 138, Neukirchen-Vluyn 2013, 134–144
  • Wischnowsky, Marc, Art. Tochter Zion, in: Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (www.wibilex.de), 2006 (Zugriffsdatum 14.6.2022)

69. OS Sozietät: Perspektiven Feministischer Theologie und Gender Studies (U. Schmidt / Stradtner / Jost)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
69. OS Sozietät: Perspektiven Feministischer Theologie und Gender Studies
Verwendbarkeit: nur WB
1 1 U. Schmidt / Stradtner / Jost

Termine: Montag, 7. November 2022, 15.00–18.00 Uhr + zwei weitere online-Termine á 90 Minuten (folgen noch)

  1. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.
  2. Perspektiven Feministischer Theologie und Gender Studies sollen in der Sozietät durch Forschende vorgestellt und in der Gruppe diskutiert werden. Ziel ist die (Weiter‑)Entwicklung neuer Perspektiven. Im Zentrum des Termins am 7. November 2022 steht die Festschrift für Renate Jost (LIT Münster 2021), die der Sozietät ihren Titel gegeben hat. Der Schwerpunkt der beiden Folgetermine liegt auf Perspektiven für die Exegese. Der Termin am 7. November 2022 kann auch ohne die beiden Folgetermine besucht werden.
  3. Literatur zur Vorbereitung für Interessierte:
  • Schlarb, Cornelia / Schneider-Ludorff, Gury / Stradtner, Christine (Hg.): Perspektiven Feministischer Theologie und Gender Studies. Festschrift für Renate Jost, Internationale Forschungen in Feministischer Theologie und Religion 11, Münster 2021
 
 
 
 


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