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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Exkursion

Das Lehrangebot

Wintersemester 2021/2022 – Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft

Abkürzungen
VL = VorlesungPS = ProseminarSE = Seminar
UE = ÜbungSK = SprachkursOS = Oberseminar
IK = IntegrationskursSO = SozietätKL = Kolloquium
IS = IntegrationsseminarIÜ = Integrationsübung

HS = Hauptseminar

LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) WS = WochenstundenSWS = Semesterwochenstunden
Verwendbarkeit:
BM = Basismodul AM = AufbaumodulWPM = Wahlpflichtmodul
WB = WahlbereichIBM = Interdisziplinäres BasismodulIAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul
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Lehrangebote Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft

41. VL Theologien und Religionen in Lateinamerika (Walz)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

41.

VL

Theologien und Religionen in Lateinamerika
Verwendbarkeit: WPM

3

3

Walz

Termin: Dienstag, 11.00–12.30 Uhr; Mittwoch, 10.00–10.45 Uhr

  1. Die Vorlesung richtet sich an alle Studierenden im Grund- und Hauptstudium und im Studiengang für Pfarrverwalter*innen.
  2. Lateinamerika ist ein faszinierender Kontinent mit einer enormen kulturell-religiösen Vielfalt von Mexiko bis Feuerland. In den neunzehn Staaten findet seit einigen Jahrzehnten ein mühsamer Weg der politischen Transformationen statt. Soziale Protestbewegungen prägen das Bild, mancherorts auch mit gewaltvollen Auseinandersetzungen. Die Corona-Pandemie hat viele Leben, Jobs und Existenzen vernichtet. Die Armutsbekämpfung und die Wirtschaft sind davon schwer betroffen. Der Kontinent befindet sich in Transformation.
    Vor diesem Hintergrund fragt die Vorlesung nach der Geschichte und Gegenwart der Religionen und des Christentums in Lateinamerika: Welche Angebote machen sie in Krisenzeiten? Welche indigenen (Quechua, Aymara, Guaraní, Maya, Qom, etc.) und afrolateinamerikanischen Religionen (Umbanda, Candomblé, Santería, etc.) prägen den Kontinent? Wie sind der Katholizismus, die Volksreligiosität und der Protestantismus bis heute durch die Kolonial‑, Missions- und Migrationsgeschichte geprägt? Welche Rolle spielen transnationale neue religiöse Bewegungen und weltweit vertretene Religionen?
    Die Vorlesung geht den in der weltweiten Ökumene brennenden Fragen nach: Weshalb zieht das pfingstlich-charismatische Christentum die Menschen besonders an? Welche Relevanz haben die Theologien der Befreiung unter ihrem Motto „Eine andere Welt ist möglich“? Welche lateinamerikanischen Philosophien, interkulturellen und de(s)kolonialen Theorien prägen gegenwärtige Debatten, sowohl in Lateinamerika als auch im globalen Austausch? Ergänzend zu Quellenlektüren und einschlägiger Fachliteratur dienen Romane, poetische Werke, Kunstdarstellungen, Filme, Fotos, etc. als Ressource. Expert*innen aus Lateinamerika werden eingeladen, mit uns zu diskutieren.
  3. Erwartet wird regelmäßige Teilnahme und aktive Beteiligung an den Diskussionen. 
  4. Prüfungen:
    Vorgezogene Zwischenprüfungsleistung (ZP): Für das Fach Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft kann an der Augustana-Hochschule eine vorgezogene mündliche Zwischenprüfungsleistung in Ersatz des exegetischen Faches, in dem keine Klausur geschrieben wird, erbracht werden (§ 6 Abs. 3, TheolZPO vom 1.1.2005).
    Mündliche Prüfung in „Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie“: Auch besteht die Möglichkeit, die mündliche Prüfung abzulegen, die gemäß der Rahmenordnung der EKD in allen landeskirchlichen Prüfungsordnungen verankert ist. In der ELKB wird sie als Zulassungsvoraussetzung für die Theologische Aufnahmeprüfung verlangt, als „Nachweis über eine mindestens mit ‚ausreichend‘ benotete mündliche Prüfung“ (§ 5h der „Bayerischen Prüfungsordnung für die Theologische Aufnahmeprüfung“, TheolAufnPO 2011).
    Die Mündliche Prüfung im Pfarrverwalter*innenstudiengang im Fach Interkulturelle Theologie / Missions- und Religionswissenschaft (§ 5 Abs. 2a „Prüfungsordnung für die Aufnahmeprüfung für Pfarrverwalter“, PfVwAufnPO vom 21.11.2013) kann ebenfalls abgelegt werden.
  5. Literatur: Den Teilnehmenden wird eine ausführliche Literaturliste zur Verfügung gestellt.
  6. Für Studierende mit Spanischkenntnissen ist die digitale Übung zu Diversidad del Christianismo en América Latina en el siglo XXI in Kooperation mit der Universidad Bíblica Latinoamericana (UBL) in Costa-Rica (Nr. 42) eine optimale Vertiefung und Ergänzung.

42. UE Diversidad del Cristianismo en el siglo XXI en America Latina (Walz / Knoll)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
42. UE Diversidad del Cristianismo en el siglo XXI en America Latina
(Spanischsprachig und digital)
Verwendbarkeit: nur WB
2 2
3 mit Essay
Walz / Knoll

Termin: 17. Oktober 2021 bis 4. Dezember 2021; Samstags: 16.00–18.00 Uhr (aufgrund 7 Stunden Zeitunterschied)
mit Prof. Dr. Karla Koll, Universidad Biblica Latinoamericana, San José, Costa Rica

43. UE Lektüre: Studienbuch zum Weltchristentum (Walz)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
43. UE Lektüre: Studienbuch zum Weltchristentum
(Blockseminar)
Verwendbarkeit: WPM
1 1 Walz / Lienemann-Perrin

Blockseminar: Mittwoch, 27. Oktober 2021, 9.00 Uhr bis Samstag, 30. Oktober 2021, 13.00 Uhr.
In Präsenz, ansonsten Verschiebung auf März 2022

  1. Die Lektüreübung ist offen für alle Studierenden und Doktorierenden. Sie wird gemeinsam mit Prof. Dr. em. Christine Lienemann-Perrin, Universität Basel in der Schweiz in Präsenz durchgeführt. Sollte dies unter Corona-Bedingungen nicht möglich sein, weichen wir auf März 2022 aus.
  2. Das Gravitationszentrum des Weltchristentums hat sich seit dem 20. Jahrhundert in den globalen Süden, nach Afrika, aber auch nach Asien und Lateinamerika, verlagert. Rund um den Globus nimmt die enorme Vielfalt, das Christsein zu leben, kontinuierlich zu. Für die Mehrheit sind diverse pfingstlich-charismatische und evangelikale Formen des Christentums prägend. Die Studies of World Christianity untersuchen diese Neuaufbrüche, Glaubenspraxen, Formen der Spiritualität, Glaubensinhalte, Institutionalisierungen und Netzwerke in den sechs Kontinenten. Im angelsächsischen Raum, vor allem in den USA, sind spezialisierte Forschungszentren und Lehrstühle entstanden. Die Fülle an Publikationen ist kaum mehr überschaubar, während die deutschsprachige Theologie davon bislang wenig berührt worden ist. Gleichwohl stellen sich grundsätzliche theologische und ökumenische Fragen: Lässt sich angesichts dieser Vielfalt sagen, was das Unverzichtbare und Verbindende im christlichen Glauben und Leben ist? 
  3. Die Teilnehmenden lesen Texte, die erstmalig als deutschsprachiges „Studienbuch zum Weltchristentum“ (Lienemann-Perrin/Walz) publiziert werden sollen. Erwartet wird eine aktive Teilnahme am ganzen Blockseminar. Am Vormittag steht Zeit zur individuellen Lektüre zur Verfügung. Am Nachmittag ist Raum für intensive Diskussionen, in Kleingruppen und im Plenum. Persönliche Anmeldung bei Prof. Walz erbeten (digitale Vorbesprechung).
  4. Prüfungen: Die Lektüreübung eignet sich hervorragend zur Prüfungsvorbereitung (ZP, Examen, Pfarrverwalter*innenstudiengang) im Fach Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft (siehe oben unter VL Nr. 41).
  5. Die Texte stehen zu Beginn des Blockseminars auf Moodle. Für die erste Sitzung ist ein einführender Text zu lesen.

44. UE Ökumenisches Kolleg: Ökologie und Religionen (N.N.)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
44. UE

Ökumenisches Kolleg für internationale und deutsche Studierende:
Ökologie und Religionen (mit konkreten Praxisbeispielen)
Verwendbarkeit: nur WB

2 2 N.N.

45. OS Interdisziplinäres Forschungsseminar: Hoffnung aus Verwundbarkeit (Walz / Kirschner / Stauffer)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

45.

OS

Interdisziplinäres Forschungsseminar (hybrid)
Hoffnung aus Verwundbarkeit. Interdisziplinäre Perspektiven auf Leben und Tod
Verwendbarkeit: nur WB

2

2 Walz / Kirschner / Stauffer

Kooperation mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie internationalen Gastreferent*innen.

Leitung: Prof. Dr. Heike Walz, Augustana-Hochschule Neuendettelsau
Prof. Dr. Martin Kirschner, Lehrstuhl für Theologie in Transformationsprozessen, Eichstätt
Prof. Dr. Isabelle Stauffer, Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Eichstätt

Termine: 22. Oktober 2021 digital; 19.–20. November 2021 (Eichstätt) 14./15. Januar 2022 (Neuendettelsau)

  1. Das Forschungsseminar richtet sich an Studierende aller Studiengänge mit Kenntnissen der Interkulturellen Theologie und Religionswissenschaft, an Doktorierende, Post-Docs und interessierte Kolleg*innen aus den Literatur- und Kulturwissenschaften.
  2. Die Coronapandemie konfrontiert nicht nur mit Verletzlichkeit und Tod, sondern auch mit der Erfahrung, dass die Vermeidung von Krankheit und Tod die Lebendigkeit gewissermaßen „einfrieren“ und das Leben unter das Vorzeichen des Todes stellen kann. Es gibt aber auch die umgekehrte Erfahrung, dass Menschen in extremen Notsituationen angesichts des Todes das Leben feiern – z. B. in Motiven des Tanzes als einer befreienden Anrufung der Kraft des Lebens gegen die lähmende Gewalt von Unterdrückung und Tod. Wir werden uns in interdisziplinärer Perspektive mit unterschiedlichen ästhetischen Zeugnissen und Inszenierungen auseinandersetzen, die angesichts des Todes nach Sinn und Kraft des Lebens suchen.
  3. Internationale Gastreferent*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen stellen ihre Vorträge zur Diskussion. Das offene Format für kreatives und gemeinsames Denken bietet Raum für interdisziplinären, ökumenisch-theologischen und persönlichen Austausch. Persönliche Anmeldung bei Prof. Walz erbeten.

46. PS Proseminar (N.N.)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
46. PS Proseminar
Verwendbarkeit: WPM
2 3 N.N.

47. UE Den Islam neu denken (Grüter)

Nr. Art Name und Beschreibung SWS LP Lehrende
47. UE Den Islam neu denken
Verwendbarkeit: nur WB
2 2 Grüter
  1. Zulassungsbedingungen: Die Übung richtet sich an Studierende im Grund- und Hauptstudium sowie an Studierende im Studiengang Pfarrverwalter. Da ein Teil der Texte auf Englisch verfasst ist, sind gute Englischkenntnisse nötig. Die Übung kann für den Wahlbereich angerechnet werden.
  2. Ziel der Übung ist es, in aktuelle islamische Reformströmungen in verschiedenen Kontexten weltweit einzuführen. Im Mittelpunkt steht die Frage nach einer zeitgemäßen Auslegung des Korans. In ihrem Buch Den Islam neu denken. Der Dschihad für Demokratie, Freiheit und Frauenrechte stellt Katajun Amirpur Reformerinnen und Reformer des Islams vor, nicht ohne zunächst die Reformbewegungen seit dem 19. Jahrhundert und ihre Fortentwicklung in Säkularismus einerseits und Islamismus andererseits nachzuzeichnen. Unter den von ihr vorgestellten zeitgenössischen islamischen Theologinnen und Theologen befinden sich Feministinnen wie die US-Amerikanerin Amina Wadud und die gebürtige Pakistanerin Asma Barlas, aber auch der Ägypter Nasr Hamid Abu Zaid und die Iraner ‘Abdolkarim Soroush und Mohammad Mojtahed Shabestari. Auf der Grundlage des Buches von Amirpur werden die darin vorgestellten theologischen Ansätze zeitgenössischer islamischer Theologinnen und Theologen vertieft und in die gegenwärtige Debatte in Deutschland eingebettet.
    Methodik: Zur Arbeitsmethodik der Übung gehören Gruppen- und Einzelarbeit sowie Übungen zum Schreibdenken, die Schreibhemmnisse überwinden helfen und die eigene Kreativität schulen.
  3. Zur erfolgreichen Teilnahme gehört die Übernahme eines Referats.
  4. Ausgewählte Literatur:
  • Abu Zaid, Nasr Hamid: Gottes Menschenwort – Für ein humanistisches Verständnis des Koran, Freiburg im Breisgau: Herder 2009.
  • Amirpur, Katajun (Hg.): MuslimInnen auf neuen Wegen, Baden-Baden: ERGON 2021.
  • Amirpur, Katajun: Den Islam neu denken. Der Dschihad für Demokratie, Freiheit und Frauenrechte, München: C.H.-Beck 2013.
  • Soroush, ‘Abdolkarim: Reason, Freedom and Democracy in Islam. Essential Writings of Abdolkarim Soroush, Translated, edited and with a critical Introduction by Mahmoud Sadri and Ahmad Sadri, Oxford: Oxford University Press 2000.
  • Wadud, Amina: Inside the Gender Jihad: Women’s Reform in Islam, Oxford: Oneworld 2007.
 
 
 
 


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