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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Exkursion

Das Lehrangebot

Wintersemester 2019/2020 – Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft

Abkürzungen
VL = Vorlesung PS = Proseminar SE = Seminar
UE = Übung SK = Sprachkurs OS = Oberseminar
IK = Integrationskurs SO = Sozietät KL = Kolloquium
IS = Integrationsseminar IÜ = Integrationsübung

HS = Hauptseminar

LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) WS = Wochenstunden SWS = Semesterwochenstunden
Verwendbarkeit:
BM = Basismodul  AM = Aufbaumodul WPM = Wahlpflichtmodul
WB = Wahlbereich IBM = Interdisziplinäres Basismodul IAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul
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Lehrangebote Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft

46. VL Dance with God or the Devil? (Walz)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

46.

VL

Dance with God or the Devil? Interreligious and Intercultural Debates on Dance in Religion(s)
Blockseminar auf Englisch
Verwendbarkeit: WPM (statt Vorlesung)

3

3

Walz

Termin: 2.–6. März 2020
Ankunft Expert*innen 1. März 2020; Abreise 7. März 2020

  1. Das Blockseminar richtet sich an alle Studierenden im Grund- und Hauptstudium und im Studiengang für Pfarrverwalter*innen. Es ist auch für externe Studierende offen.
  2. „Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde“, schrieb Friedrich Nietzsche in seinem berühmten Buch „Also sprach Zarathustra“. Gleichwohl ist der Tanz in vielen Religionen ein umstrittenes Thema. Ekstatische Körperbewegungen, erotische, mystische und spirituelle Erfahrungen wurden im europäischen Christentum häufig kritisch beurteilt oder gar als teuflisch bezeichnet. In vielen Kirchen in Afrika, Asien, Lateinamerika und in Teilen des charismatisch-pfingstlichen Christentums fand dagegen seit dem 20. Jahrhundert ein Revival des Tanzes statt. Ganz anders ist das Verhältnis zum Tanz im indigenen Schamanismus, im indischen Hinduismus, in afrikanischen und afrobrasilianischen Religionen, dem islamischen Sufismus oder im chassidischen Judentum: Dort spielt der religiöse Tanz eine große Rolle.
    Wie kann man sich Tanz wissenschaftlich und theologisch nähern? Aus welchen Gründen und unter welchen Bedingungen wird Tanzen zum Medium intensiver religiöser und spiritueller Erfahrungen? Weshalb wird religiöser Tanz abgelehnt? Kann der Tanz in postkolonialer Perspektive zum „dritten Raum“ für interkulturelle und interreligiöse Begegnungen werden.
    Das Blockseminar ist zugleich ein Forschungsseminar: Als Keynote Speakers eingeladen sind internationale Expert*innen aus der Tanzwissenschaft, Religionswissenschaft, Islamwissenschaft, den African Studies und der Theologie, die zum Tanz forschen und oft selber Tänzer*innen und Choreograph*innen sind, um gemeinsam mit Studierenden diesen Fragen nachzugehen.
    Die Konferenzsprache ist Englisch. Am Nachmittag finden Tanzworkshops statt, Theorie und Praxis werden miteinander verzahnt. Aktive Mitarbeit wird erwartet. Eigene Reflexionen werden in Diskussions- und Arbeitsgruppen vertieft und fließen in das Programm ein.
  3. Vorgezogene Zwischenprüfung (ZP): Für das Fach „Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft“ kann eine vorgezogene mündliche Zwischenprüfungsleistung in Ersatz des exegetischen Faches, in dem keine Klausur geschrieben wird, erbracht werden.
    „Examensschein“: Es besteht ebenfalls die Möglichkeit zum „Nachweis über eine mindestens mit „ausreichend“ benotete mündliche Prüfung im Fach Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft als Zulassungsvoraussetzung für die Theologische Aufnahmeprüfung (§ 5h der Bayerischen Prüfungsordnung für die Theologische Aufnahmeprüfung, TheolAufnPO 2011).
  4. Literatur zur Vorbereitung:
  • Lamothe, Kimerer: A History of Theory and Method in the Study of Religion and Dance: Past, Present, and Future (Brill Research Perspectives), 2018.
  • Walz, Heike: Am Anfang war der Tanz? Tanz und Religion in interkultureller religionswissenschaftlicher Perspektive, in: Prospektiv Nr. 12 (2019), Theologisches und Religionswissenschaftliches aus Basel. Magazinbeilage zu bref, 7–8.

     Für das Blockseminar wird eine ausführliche Literaturliste zur Verfügung gestellt.

47. UE Lektüre von Quellentexten für das Blocksem/Studiensem.: Tanz in interreligiöser und interkultureller Perspektive (Walz)

Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
47.UELektüre von Quellentexten für das Blockseminar / Studienseminar: Tanz in interreligiöser und interkultureller Perspektive (Übung ist auch unabhängig vom Studienseminar besuchbar) (2-stündig; 14-tägig)
Verwendbarkeit: WPM
11Walz
  1. Die Übung richtet sich an alle Studierenden im Grund- und Hauptstudium und im Studiengang für Pfarrverwalter*innen.
  2. Die Übung eignet sich als Vorbereitung auf das Blockseminar Nr. 46, kann aber auch unabhängig davon besucht werden. Zur Vorbereitung auf die oben genannten Prüfungen im Fach Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft eignet sie sich in besonderer Weise.
  3. In der Übung werden religionswissenschaftliche und interkulturell-theologische Texte zum Tanz gelesen. Die kulturwissenschaftliche Wende (cultural turn) in der Religionswissenschaft eröffnet neue Möglichkeiten, sich dem spannenden Forschungsgebiet „Tanz und Religion“ zu nähern, da der Blick über schriftliche Texte hinausgeht und sich auf nonverbale Quellen richtet: Wie untersucht die Religionswissenschaft den Tanz als nonverbale religiöse Sprache? Wann ist ein Tanz „religiös“? Weshalb ist der Tanz in vielen Religionen umstritten? Womit hängt es zusammen, dass er in bestimmten religiösen Ritualen unersetzlich ist? Welche Bedeutung wird dem Tanzen in heiligen Texten zugeschrieben? Welche intensiven spirituellen und religiösen Erfahrungen machen Gläubige beim Tanzen? Was bewegt Menschen zum Tanzen? Mit welchen biblischen und dogmatischen Deutungen wird der Tanz theologisch interpretiert?
    Exemplarisch werden wir heilige Schriften und Arbeiten zu Tanz in verschiedenen Religionen lesen. Tanzrevivals im Weltchristentum, in Afrika, Asien und Lateinamerika (bzw. dem charismatisch-pfingstlichen Christentum) werden wir danach befragen, weshalb Tanzverbote der europäischen Mission abgestreift und der Tanz interkulturell neu angeeignet wurde. Wir gehen auf Entdeckungsreise zu neueren „Theologien des Tanzes“.
  4. Ein Lektüreplan und eine Literaturliste werden zur Verfügung gestellt. Erwartet werden: vorbereitende Lektüre der Texte sowie die Bereitschaft, auch Texte in englischer Sprache zu lesen.

48. OS Sozietät zu aktuellen Forschungsfragen (Walz)

Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
48.OS

Sozietät zu aktuellen Forschungsfragen
Verwendbarkeit: nur WB

11Walz

In der Sozietät werden laufende Promotions- und Habilitationsprojekte vorgestellt und diskutiert. Die Sozietät richtet sich an Promovierende und Habilitierende und insbesondere an alle ökumenischen Stipendiatinnen und Stipendiaten. Interessierte Studierende im Grund- und Hauptstudium sowie Pfarrverwalter*innen sind zur Teilnahme eingeladen; sie sollten Lehrveranstaltungen in Interkultureller Theologie, Missions- und Religionswissenschaft besucht haben.

Zur Teilnahme ist eine persönliche Anmeldung erforderlich.

Der Termin wird auf der Homepage bekannt gegeben.

49. PS „Entwicklung“? Ideen, Konzepte, Kritik (Sartorius)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

49.

PS

„Entwicklung“? Ideen, Konzepte, Kritik
Verwendbarkeit: WPM

2

3

Sartorius

„Die letzten vierzig Jahre können das Zeitalter der ‚Entwicklung’ genannt werden. Diese Epoche geht zu Ende. Die Zeit ist reif, ihren Nachruf zu schreiben.“ Mit diesen Worten hat Wolfgang Sachs für Furore gesorgt. Andere Ansätze von Amartya Sen oder dem Theologen Gustavo Gutierrez kursieren um ähnliche Fragen: Was bedeutet ‚Entwicklung‘? Warum funktioniert Entwicklungszusammenarbeit (EZ) nicht? Warum sind so viele Länder so arm, obwohl sie so viel Geld erhalten haben?

Das Seminar möchte mit einem Fokus auf Theorie wichtige zeitgenössische Entwürfe der Entwicklungstheorie kritisch betrachten. Ein Schwerpunkt soll dabei auf Ansätzen, Ideen und Reaktionen seitens christlicher und religiöser Akteure liegen, die oft eine tragende Rolle in der EZ spielen. Entsprechend wird auf die Ideen, Konzepte und Ansätze von religiösen Akteuren eingegangen. Dies geht einher mit postkolonialer Kritik und der Frage nach der Selbstbestimmung von Menschen, die von EZ profitieren sollen, sowie wichtigem weltpolitischem Geschehen – im Dialog von Gesellschaft, Religion und Kultur. Anhand der Seminartexte werden methodische Zugänge zu Texten und Theorien interkultureller Theologie und Theorie erarbeitet.

Voraussetzungen: Die Lektüretexte werden auf Deutsch und Englisch zur Verfügung gestellt. Regelmäßige Anwesenheit, aktive Teilnahme an Diskussionen, Vor- und Nachbereitung der Lektüretexte sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referates oder eines Protokolls sind Voraussetzung. Die Anfertigung einer Proseminararbeit ist möglich.

50. UE Ökumenisches Kolleg für internationale und deutsche Studierende (Sartorius)

Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSPSLehrende
50.UEÖkumenisches Kolleg für internationale und deutsche Studierende: „Die Bibel mit anderen Augen sehen“
Verwendbarkeit: WPM
22Sartorius
  1. Das Ökumenische Kolleg möchte die Bibel für verschiedene Perspektiven öffnen. Dabei sollen kontextuelle Zugänge zur Bibel aus verschiedenen Ländern und Kulturen eröffnet werden. Nach einer Einführung, die besonders theoretische Ansätze erklärt, können die Teilnehmenden im Dialog Methoden, die verschiedene Zugänge zur Bibel eröffnen, ausprobieren. Dazu zählt etwa postkoloniale Bibelauslegung aus verschiedenen Ländern und Kontinenten, feministische Interpretationen oder Bibelverständnisse aus der Perspektive von schwerkranken Menschen. Alle Seminarteilnehmer*innen sind eingeladen, ihre persönlichen Interpretationen einzubringen.
  2. Das „Ökumenische Kolleg“ richtet sich an internationale und deutsche Studierende, um einen Raum für wissenschaftliche Begegnung, Austausch und wechselseitiges Lernen zu schaffen, was sich im Begriff „Kolleg“ ausdrückt. Deutsche Studierende, die eine Studienzeit im Ausland planen oder nach dieser an die Augustana-Hochschule zurückkehren, sind besonders eingeladen; ebenso Eingeschriebene am Studienseminar der Pfarrverwalter*innenausbildung. Das Besondere am Ökumenischen Kolleg ist, miteinander verschiedene Existenzformen von Kirche, Religionen, Gesellschaft und Theologie in den einzelnen Herkunftsländern zu erkunden und kennenzulernen.
  3. Voraussetzungen: Die Lektüretexte werden auf Deutsch und Englisch zur Verfügung gestellt und behandeln verschiedene Formen der Bibelinterpretation im Dialog von Religionen und Kulturen. Kommuniziert wird auf Deutsch und Englisch und – abhängig von den Teilnehmenden – u. U. auch auf Spanisch und Portugiesisch. Regelmäßige Anwesenheit, aktive Teilnahme an Diskussionen und Vorbereitung der Lektüretexte, sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referates sind Voraussetzung.
  4. Es wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.

51. UE Religion, Gender und HIV in Afrika (Grüter)

Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
51.UEReligion, Gender und HIV in Afrika
Verwendbarkeit: nur WB
22Grüter
  1. Die Übung richtet sich an Studierende im Grund- und Hauptstudium sowie an Studierende im Studiengang für PfarrverwalterInnen.
  2. Im Lichte der HIV- und AIDS-Pandemie haben feministische Theologinnen in Afrika die Genderbeziehungen in den christlichen Kirchen unter der Fragestellung analysiert, wie sie zur Verbreitung des HI-Virus beitragen. Dabei werden auch vorchristliche Traditionen kritisch befragt, die in den Kirchen übernommen worden sind. HIV und AIDS werden als gegenderte Krankheiten begriffen. Die Überwindung von Stigmatisierung HIV-positiver Personen gehört zu den wichtigsten Zielen neuer feministisch-theologischer Ansätze aus Afrika.
    Eine weitere Konsequenz dieser Arbeit ist das Entstehen der Frage nach neuen Maskulinitäten unter männlichen afrikanischen Theologen. Neue Feldstudien beschäftigen sich mit der Frage nach der Konstruktion von Maskulinität in verschiedenen christlichen Denominationen und untersuchen deren Auswirkungen auf das Rollenverhalten in der Gesellschaft.
    Vor dem Hintergrund poststrukturalistischer Gendertheorien wird in diesem Seminar die Genderdebatte in kontextuellen afrikanischen Theologien und ihre Suche nach der Überwindung genderbasierter Gewalt untersucht. Die Lektüre besteht ausschließlich in originalen Texten afrikanischer Theologinnen und Theologen, so dass eine gute Kenntnis der englischen Sprache für die erfolgreiche Teilnahme an der Übung unerlässlich ist.
  3. Zur erfolgreichen Teilnahme gehört außer dem regelmäßigen Besuch auch die Übernahme eines Referats. Zur Arbeitsmethodik gehören Gruppen- und Einzelarbeit sowie Übungen zum Schreibdenken, die Schreibhemmnisse überwinden helfen und die eigene Kreativität schulen. Erstmalig werden auch digitale und interaktive Lehr- und Lernmethoden eingesetzt.
  4. Ausgewählte Literatur:
  • Apawo Phiri, Isabel / Nadar, Sarojini (Eds.) 2006, African Women, Religion and Health. Essays in Honor of Mercy Amba Oduyoye, Maryknoll, New York: Orbis.
  • Chitando, Ezra / Chirongoma, Sophie (Eds.), 2012, Redemptive Masculinities. Men, HIV and Religion, Geneva: World Council of Churches.
  • Klinken, Adriaan van / Chitando, Ezra (Eds.), 2016, Public Religion and the Politics of Homosexuality in Africa, London / New York: Routledge.
  • Klinken, Adriaan van / Chitando, Ezra, 2016, Christianity and Controversies over Homosexuality in Contemporary Africa, London/New York: Routledge

51a. UE Einführung ins Judentum (Langnas)

Nr.ArtName und BeschreibungSWSLPLehrende
51a.UEEinführung in das Judentum
(geblockt; s. Nr. 31)
Verwendbarkeit: nur WB
11Langnas

Termin: voraussichtlich März 2020

 
 
 
 


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