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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Exkursion

Das Lehrangebot

Wintersemester 2021/2022 – Praktische Theologie

Abkürzungen
VL = VorlesungPS = ProseminarSE = Seminar
UE = ÜbungSK = SprachkursOS = Oberseminar
IK = IntegrationskursSO = SozietätKL = Kolloquium
IS = IntegrationsseminarIÜ = Integrationsübung

HS = Hauptseminar

LP = Leistungspunkte (~ Credit Points) WS = WochenstundenSWS = Semesterwochenstunden
Verwendbarkeit:
BM = Basismodul AM = AufbaumodulWPM = Wahlpflichtmodul
WB = WahlbereichIBM = Interdisziplinäres BasismodulIAM = Interdisziplinäres Aufbaumodul
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Lehrangebote Praktische Theologie

49. VL Einführung in die Praktische Theologie (Keller)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

49.

VL

Einführung in die Praktische Theologie
Verwendbarkeit: BM
2 2 Keller
  1. Die Einführungsvorlesung ist Bestandteil des Basismoduls Praktische Theologie und richtet sich an Studierende im Grundstudium. Sie kann ohne Vorkenntnisse besucht werden.
  2. Die Vorlesung führt in zentrale Themen und Methoden der Praktischen Theologie ein. Die dargestellten Entwicklungen in der Homiletik, der Seelsorgelehre, der Liturgik, der Kirchentheorie, der Religionspädagogik und der Pastoraltheologie sind grundlegend auf die religiöse Praxis in der verfassten Kirche und die individuelle Religiosität bezogen. Ein besonderer Fokus gilt dabei Fragen der Wahrnehmung religiöser Praxis und der religiösen Kommunikation. Die Entwicklungslinien der Praktischen Theologie werden anhand der Problemstellungen, mit denen sie sich auseinandersetzen, aufgezeigt. Die Praktische Theologie wird dabei als methodisch facettenreiche und interdisziplinär organisierte theologische Disziplin vorgestellt.
    Praktische Theologie wird dabei als theologische Disziplin entfaltet, die den christlichen Glauben und seine vielfältigen Praktiken und Ausdrucksweisen insbesondere auch mit Bezug auf sozial- und kulturwissenschaftliche Wissensbestände analysiert und beschreibt. In die Fragen und Entwicklungen des Faches wird anhand aktueller Forschungen eingeführt.
  3. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch dokumentierte Anwesenheit nachgewiesen.
    In Kombination mit im Selbststudium zu erarbeitender Fachliteratur kann zum Abschluss eine vorgezogene mündliche Prüfung im Rahmen der Zwischenprüfung abgenommen werden.
  4. Als begleitende Lektüre empfohlen:
  • Fechtner, Kristian / Hermelink, Jan / Kumlehn, Martina / Wagner-Rau, Ulrike: Praktische Theologie. Ein Lehrbuch, Stuttgart 2017.

     Weitere Texte zu den einzelnen Handlungsfeldern werden in der Vorlesung bekannt gegeben.

50. UE Zukünfte der Kirche: Kirche im ländlichen Raum (Keller)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
50. UE Zukünfte der Kirche: Kirche im ländlichen Raum
Verwendbarkeit: nur WB
2 2 Keller
  1. Die Übung kann ohne Vorkenntnisse besucht werden.
  2. Die Rahmenbedingungen der lokalen Kirchen- und Gemeindeentwicklung sind grundlegend auf die lokalen demographischen, infrastrukturellen und ökonomischen Lebensbedingungen bezogen. Die Stadt und urbane Lebenszusammenhänge werden in der Praktischen Theologie schon sehr lange als spezifischer und herausfordernder Rahmen der kirchlichen Arbeit und der Religion identifiziert und theoretisch reflektiert. Nur ansatzweise erforscht wurde bisher dagegen der ländliche Raum mit seinen spezifischen Chancen und Herausforderungen für die Gestaltung und Entwicklung der Kirche. Im Rahmen der Übung werden die besonderen Eigenschaften des ländlichen Raums, bei dem es sich wiederum um ein überaus vielfältiges Phänomen handelt, in den Blick genommen und in pastoraltheologischer und kirchentheoretischer Perspektive danach gefragt, welche Entwicklungen die Zukunft der Kirche im ländlichen Raum prägen werden.
  3. Zur Einführung ins Thema eignet sich die Lektüre des Themenheftes „Ländliche Räume“ der Informationen zur Politischen Bildung (Heft 343, Bonn 2020).

51. IS Praktisch-theologisches Integrationsseminar (Keller)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
51. IS Praktisch-theologisches Integrationsseminar zur Examensvorbereitung 2 6 Keller
  1. Die Lehrveranstaltung richtet sich an Examenskandidatinnen und Examenskandidaten und ist der Integrationsphase des modularisierten Studiums zugeordnet.
  2. Das Integrationsseminar bereitet auf die Klausur und die mündliche Prüfung im Fach Praktische Theologie bei der Theologischen Aufnahmeprüfung (Erstes Theologisches Examen) vor und dient der Strukturierung und der Erweiterung des Fachverständnisses der Praktischen Theologie hinsichtlich seiner Themen und Methoden. Neben der kritischen Diskussion des von den Teilnehmern erarbeiteten Stoffes werden Klausurthemen aus früheren Examensjahrgängen besprochen und das mündliche Prüfungsgespräch im Rollenspiel erprobt. Außerdem werden Hilfen zur Erschließung von Spezial- und Schwerpunktgebieten für die mündliche Prüfung gegeben und allgemein Strategien einer zielorientierten und effektiven Prüfungsvorbereitung entwickelt. Das Integrationsseminar erfordert eine intensive Vorbereitung und Mitarbeit.
  3. Folgende Lehr- und Arbeitsbücher sind zur Erschließung des Faches und seiner zentralen Themen geeignet:
  • Meyer-Blanck, Michael / Weyel, Birgit: Studien- und Arbeitsbuch Praktische Theologie, Göttingen 2008.
  • Fechtner, Kristian / Hermelink, Jan / Kumlehn, Martina / Wagner-Rau, Ulrike: Praktische Theologie. Ein Lehrbuch (Theologische Wissenschaft 15), Stuttgart 2017.

52. UE Lektüre klassischer Texte der Liturgik und Homiletik (Keller)

Nr. Art Tiel und Beschreibung SWS LP Lehrende
52. UE Lektüre klassischer Texte der Liturgik und Homiletik
Verwendbarkeit: nur WB
2 2 Keller
  1. Die Übung kann ohne Vorkenntnisse besucht werden.
  2. Im Mittelpunkt der Lektüreübung steht die Auseinandersetzung mit grundlegenden bzw. geradezu klassischen Konzepten und Ansätzen der Liturgik und Homiletik, die bis heute im wissenschaftlichen Diskurs immer wieder aufgegriffen werden.
  3. Geeignete Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

53. OS Aktuelle Forschungsfragen der Praktischen Theologie (Keller)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
53. OS Aktuelle Forschungsfragen der Praktischen Theologie (geblockt)
Verwendbarkeit: nur WB
1 1 Keller

Im Oberseminar werden laufende Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert. Es richtet sich an alle, die Themen und Probleme der Praktischen Theologie bearbeiten. Auch interessierte Studierende sind nach persönlicher Anmeldung eingeladen.

54. PS „Und dann steh’ ich da …“ (Heymann)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
54. PS „Und dann steh’ ich da …“ Homiletisch-liturgisches und religionspädagogisch-didaktisches Proseminar
Verwendbarkeit: BM
3 6 Heymann

Predigen und Unterrichten? Oder: Gedanken über Gott und Welt teilen und Menschen auf ihrem religiösen Bildungsweg begleiten? So klar das Bild der Pfarrerin oder des Lehrers und ihren Tätigkeiten auf den ersten Blick sein mag, so weit gehen die Rollen, Selbstverständnisse und Praktiken auseinander – erst recht, wenn man die Kontexte, in denen dies geschieht, mitberücksichtigt.

Wir denken in diesem Proseminar darüber nach, wie sich unterrichten und predigen lässt, wer wir dabei sind, und was das eigentlich bedeutet: Ein gelungener Gottesdienst und eine gute Unterrichtseinheit. Dabei spielt die eigene Wahrnehmung eine zentrale Rolle, die theoretische Reflexion verschiedener Modelle und Stile und das exemplarische Ausprobieren.

Das Proseminar ist für alle interessierten Studierenden offen. Die Teilnahmen parallel zu Sprachkursen wird allerdings nicht selten als Überforderung erlebt. Denn mit dem Proseminar erwerben Sie zwei Proseminarscheine (Religionspädagogik und Homiletisch/Liturgisch); es bereitet gleichermaßen auf das homiletische wie das religionspädagogische Hauptseminar vor.

Alle notwendige Literatur wird im Seminar angegeben. Neben den wöchentlichen Sitzungen, sind die Aufgaben, die von Woche zu Woche zu erarbeiten sind, zentraler Bestandteil des Seminars.

55. UE Qualitative empirische Methoden in der PT – und im Pfarramt? (Heymann)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
55. UE Qualitative empirische Methoden in der Praktischen Theologie – und im Pfarramt?
Verwendbarkeit: nur WB
2 2 Heymann

Beim Beerdigungsgespräch läuft der Fernseher. Ist das dem Pfarrer gegenüber respektlos? Hätte die Pfarrerin zu Beginn darum bitten sollen, ihn auszuschalten (und sich nur nicht getraut)? Oder lässt sie sich auf das Zuhause, in das sie eingeladen wird, bewusst ein und erfährt etwas über die Menschen? Was ist es, das ein Pfarrer hier mitnehmen kann und wie gelingt es ihm?

Empirische Methoden sind ein wichtiger Bestandteil praktisch-theologischer Forschung geworden – so dass sogar von ‚Empirischer Theologie‘ und ‚Empirische Forschung als Praktische Theologie‘ gesprochen wird. Da dabei der Blick geschärft, die Wahrnehmung erweitert und Deutungen pluralisiert werden, wirkt sich die Kenntnis empirischer Methoden auch auf die Ausfüllung von Aufgaben im Pfarramt aus.

In dieser Übung lernen Sie wichtiges empirisches Handwerkszeug kennen; wir denken über die Grenzen empirischer Theologie nach und erarbeiten am Beispiel von Kasualgesprächen (Taufe, Hochzeit, Beisetzung), wie sich ein theologisch-empirisch geschulter Blick auf das Geschehen auswirkt.

Die Übung ist für alle Interessierten offen. Literatur wird bekanntgegeben; am wichtigsten ist aber die Bereitschaft zum Mitdenken und Experimentieren.

56. HS Die Wüste. Ort geistlicher Erfahrung (Eyselein und Team Aszetik-Institut)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
56. HS Die Wüste. Ort geistlicher Erfahrung
(s. Nr. 86)
Verwendung: AM
2 3 Eyselein
und Team
Aszetik-Institut
  1. Teilnahme für Studierende aller Semester; auch für Seniorenstudierende.
  2. Wüste ist geografisch und geologisch gesehen der „Globe“ des biblischen Israel und als solcher lebensbestimmend. Als historisches Konstrukt der „Wüstenwanderung“ ist Wüste die Verklammerung von für Glauben und Identität Israels grundlegenden Erzählungen. Wüste steht für Gefährdung und Bewahrung, für Begegnung mit dem Fremden und fundamentale Gotteserfahrung. Aszetisch ist Wüste Ort des Rückzugs und der Gottessuche ebenso wie der Bereich der Dämonen und Anfechtung.
    „Wüstentage“ als spirituelles Angebot im Sinne einer Retraite und andere gegenwärtig praktizierte spirituelle Methoden nehmen dies metaphorisch auf und rekurrieren auf den Rückzug Jesu an einsame Orte und in die Wüste ebenso wie auf die Initiationszeit des neuberufenen Paulus.
    Bewusst gewählter Rückzug und schicksalhaftes Verhängnis: Beides kann „Wüste“ sein. In dieser Polarität erscheint sie immer wieder in Bibel und Geschichte des christlichen Glaubens. Dem nachzugehen, Deutungen zu begegnen, nach theologisch fundierten Potentialen dieses Topos zu fragen, ist Ziel des Seminars.
  3. Erfahrungen und Fragestellungen der Teilnehmenden werden in der Lehrveranstaltung aufgenommen. Das Seminar lebt vom engagierten Gespräch und der Bereitschaft zu regelmäßiger Mitarbeit.
  4. Die Lehrveranstaltung wird mitgestaltet vom Team des Instituts für evangelische Aszetik an der Augustana-Hochschule.
  5. Zeit: Montag, 14:45 bis 16:15 Uhr;
    Beginn: 15. November 2021
    Ort: Saal Dorothee-Sölle-Haus, Waldstraße 5, 1. Stock
  6. Literaturhinweis:
  • Noll, Chaim: Die Wüste. Literaturgeschichte einer Urlandschaft des Menschen, Leipzig 2020.

57. HS Studienbegleitseminar für PfarrverwalterInnen (Eyselein)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
57. HS Studienbegleitseminar für Pfarrverwalterinnen und Pfarrverwalter
(s. Nr. 87)
2 3 Eyselein
  1. Seminar für alle Studierenden in der Pfarrverwalterinnen- und Pfarrverwalterausbildung (Teilnahme verbindlich).
  2. Das Studienbegleitseminar ist das spezielle Forum der Pfarrverwalter- und Pfarrverwalterinnengruppe an der Augustana-Hochschule und arbeitet jeweils an einem praktisch-theologischen Semesterthema.
  3. Das Einbringen von Fragen und Anregungen und die Bereitschaft zur inhaltlichen Mitverantwortung sind Voraussetzungen für einen lebendigen Seminarprozess.
  4. Zeit: Donnerstag, 18.15–21.15 Uhr (14-tg.)
    Beginn: 12.–14. November 2021 (Wochenendtagung)
    weitere Termine: 25. November 2021; 9. Dezember 2021; 13. Januar 2022; 20. Januar 2022; 10. Februar 2022
    Ort: Saal Dorothee-Sölle-Haus, Waldstraße 5, 1. Stock

 

58. HS Prakt.-theol. Theorieseminar zum Landgemeindepraktikum 2022 (Eyselein)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
58. HS Prakt.-theol. Theorieseminar zum Landgemeindepraktikum 2022 für Theologiestudierende (s. Nr. 88)
Verwendbarkeit: BM, AM
2 5 Eyselein

Seminarblock I: Einführungstagung 21.–23. Februar 2022
Seminarblock II: Auswertungstagung 4.–6. April 2022

  1. Das in Kooperation mit dem Evang. Bildungszentrum Hesselberg und der Evang. Fachstelle für ländliche Räume angebotene Landgemeindepraktikum lädt ein zu einem Perspektivwechsel während des Studiums: Es ermöglicht das intensive Kennenlernen einer Gemeinde im ländlichen Raum, viele Gespräche mit einem Pfarrer / einer Pfarrerin als Mentor/in, das Mitwohnen im Pfarrhaus mit Blick hinter die Kulissen und je nach Mut und Semesterzahl eigene praktische Versuche ohne Langzeitrisiko. In jeder Studienphase kann eine Teilnahme sinnvoll sein.
  2. Aufbau: Das Praktikum beginnt mit Seminarblock I, einer dreitägigen Einführungstagung im Evang. Bildungszentrum auf dem Hesselberg, die der Interessenklärung, der praktisch-theologischen Einführung in das Praktikum und ersten konkreten Begegnungen mit ländlichen Situationen dient. – Es folgt die Praktikumsphase von vier Wochen, in der die Praktikanten/Praktikantinnen im Pfarrhaus mitleben. – Seminarblock II, die Auswertungstagung auf dem Hesselberg, dient der praktisch-theologischen Reflexion des Praktikums in der Gruppe und abschließend der Weiterarbeit an einem gemeinderelevanten Thema gemeinsam mit den Mentoren und Mentorinnen.
  3. Nach Vorlage eines abschließenden Praktikumsberichts werden ein prakt.-theol. Seminarschein sowie ein Teilnahmezeugnis zur Vorlage beim landeskirchlichen Prüfungsamt ausgestellt. Die Praktikums‑, Tagungs- und Fahrtkosten werden im Rahmen landeskirchlicher Regelungen erstattet.
  4. Anmeldeinformationen liegen ab November an der Hochschule aus und sind auch unter www.studienbegleitung-elkb.de (Gemeindepraktika) zu finden.
    Weitere Informationen bei Prof. Dr. Christian Eyselein, Tel. 09874/509-450 oder 09874/9-2102; privat: 0 98 71/70 55 44;
    Mail: pfarrverwalter@augustana.de.
  5. Anmeldung bis 19. November 2021 mit Formular aus Prospekt oder von der Homepage der Kirchlichen Studienbegleitung bei:
    Evang. Bildungszentrum Hesselberg, Hesselbergstraße 26, 91726 Gerolfingen.

59. HS Verschwörungstheorien als pastorale Herausforderung (Fugmann)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
59. HS Verschwörungstheorien als pastorale Herausforderung (geblockt)
Verwendbarkeit: nur WB
2 3 Fugmann

Termin: 14. Januar 2022 (15.00 Uhr) bis 15. Januar 2022 (21.00 Uhr)
Anmeldung: Bitte melden Sie sich für die Lehrveranstaltung (neben Primuss) per Mail bis zum 31. Dezember 2021 direkt beim Dozenten an (haringke@hotmail.com)
Ort: Das Hauptseminar findet digital statt.     

Ist Angela Merkel ein Reptil? Wird die Bevölkerung durch Kondensstreifen am Himmel mit Chemikalien besprüht? Steckt hinter dem Klimawandel eine Verschwörung? Will Bill Gates die Menschen mit Chips impfen und beherrschen? Die Corona-Krise hat bisherige Verschwörungsideologien und ‑narrative bekannt gemacht und zahlreiche neue hervorgebracht.

Im Seminar fragen wir: Wieso gibt es Verschwörungsideologien? Wie funktionieren sie? Wer setzt sie in die Welt und warum? Wir versuchen uns an theologischen Einschätzungen und suchen nach seelsorgerischen Möglichkeiten, damit umzugehen.

Reader: Der Zugang zum Reader erfolgt über Moodle mit Selbsteinschreibung, der Schlüssel wird rechtzeitig vor dem Seminar bekanntgegeben.

60. HS Religionspädagogisches Seminar (Zillich-Limmer)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
60. HS Religionspädagogisches Seminar
Verwendbarkeit: AM
4 4 Zillich-Limmer

Termin: wird noch bekanntgegeben
Teilnehmerinnen / Teilnehmer: 10

Die Veranstaltung findet an einem Vormittag pro Woche an der Wilhelm-Löhe-Schule nach Absprache statt. Anschließend findet das Semi­nar ebenfalls in den Räumen der Wilhelm-Löhe-Schule statt.

An einem Tag in der ersten Woche des Wintersemesters 2021/2022 wird ein erstes Treffen ebenfalls an der Schule stattfinden. Beim ersten Treffen wird Seminarintern besprochen, ob sich der Termin bewährt.

Treffpunkt für den ersten Termin ist der Haupteingang der Wilhelm-Löhe-Schule. Dort werden die Studierenden abgeholt.

  1. Das Seminar findet in Kooperation mit der Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg statt, um den Studierenden die Möglichkeit zu praktischer Erfahrung bieten zu können. Deshalb sind die genauen Sitzungstage und ‑termine erst ver­lässlich ab dem Schuljahresbeginn 2021/22 festlegbar, für die dadurch er­forderliche Flexibilität wird an dieser Stelle bereits um Verständnis gebeten. Der Teilnahme an der konstituierenden Sitzung in der ersten Semester­woche, deren Termin Mitte September kommuniziert werden wird und bei der in Rücksprache mit den Studierenden die entsprechenden Vereinbarun­gen getroffen werden, kommt daher besondere Bedeutung zu.
  2. Das Seminar ist ein Aufbaumodul und umfasst 4 SWS. Es ist für Studierende ab der Endphase des Grundstudiums geeignet. Leistungspunkte werden wie folgt vergeben: 4 LP für die aktive Teilnahme am Seminar (s. unten Punkt e); 5 LP für die schriftliche Hauptseminararbeit.
  3. Religionspädagogische Kompetenzen spielen im Berufsleben von Pfarrerin­nen und Pfarrern sowohl in der Gemeinde wie in der Schule eine zentrale Rolle. Es ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, Kindern und Jugendlichen planvoll und strukturiert christliche Weltsicht zu eröffnen und mit ihnen über zentrale Wertvorstellungen und Anliegen des evangelischen Glaubens altersgemäß ins Gespräch zu kommen. Mit dem Seminar wird das Ziel verfolgt, den Studierenden einen Einblick in pädagogische Fragestellun­gen des Unterrichts im Fach Evangelische Religionslehre zu gewähren und sich reflektiert mit gegenwärtigen Grundanliegen des Religionsunterrichts an einer staatlich-anerkannten Schule auseinanderzusetzen.
    Das Seminar wird zu Beginn im Rahmen von Unterrichtshospitationen einen Einblick in ganz konkrete Unterrichtszusammenhänge bieten. Im Anschluss an diese Beobachtungen werden grundlegende Aspekte von Religionsunterricht sowie ausgewählte konkretere Aspekte theoretisch durchdrungen, aber auch im Rahmen des Seminars anhand kleinerer didaktischer Ele­mente praktisch erprobt. Am Ende des Semesters werden auf dieser Grund­lage konzipierte Lehrversuche stehen.
    Die am Seminar Teilnehmenden gewinnen somit Einblick in die fachlichen Kompetenzen, die für die Aufgaben einer Religionslehrkraft grundlegend er­forderlich sind, und lernen an praktischen Beispielen das gesamte Arbeits­feld Schule aus Sicht von Lehrenden näher kennen.
  4. Für die Anerkennung der LP (4 LP) wird die Erarbeitung und Durchführung einer didaktischen Miniatur im Rahmen der Seminarsitzungen erwartet. Ge­gen Ende des Semesters erfolgt ein Unterrichtsversuch, aus dem eine Se­minararbeit (zusätzlich 5 LP) erwachsen wird, die die gehaltene Unterrichts­zeiteinheit unter Einbettung in eine kompetenzorientierte Lernsequenz aus­arbeitet.
  5. Zur Vorbereitung auf das Seminar wird die Lektüre der folgenden Publika­tionen empfohlen:
  • Rothgangel, M. / Adam, G. / Lachmann, R. (Hg.) (2012): Religionspädago­gisches Kompendium, 7. überarbeitete Aufl., Göttingen: V&R.
  • Schweitzer, F. / Haen, S. / Krimmer, E. (2019): Elementarisierung 2.0. Reli­gionsunterricht vorbereiten nach dem Elementarisierungsmodell, Göttin­gen: V&R.

 

61. UE „Religion hilft, Religion schadet“ (Höfelschweiger)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
61. UE „Religion hilft, Religion schadet“ (geblockt)
Verwendbarkeit: nur WB
2 2 Höfelschweiger

Termin: 10./11. Dezember 2021
Ort: Hörsaal I

Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung steht die praktisch-theologisch perspektivierte Lektüre und Diskussion des Buches „Religion hilft, Religion schadet. Wie der Glaube unsere Gesundheit beeinflusst“ (Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 2013) des amerikanischen Mediziners James L. Griffith. Die Übung will für funktionale und dysfunktionale Dimensionen menschlicher Religionsbildung sensibilisieren, mögliche Folgerungen für Seelsorge und Spiritualität sollen erörtert werden. Für die Teilnahme ist ein eigenes Exemplar des Buches sehr empfehlenswert. Studierende sollen im Vorfeld zu kürzeren Abschnitten ein Referat vorbereiten. Daher wird bei Interesse um Anmeldung bis Freitag, 5. November 2021 an rainer.hoefelschweiger@augustana.de gebeten. Weitere Informationen folgen sodann.

62. UE Blockseminar/Tagung: Apokalypse – ja bitte? (Keller/Ziermann)

Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
62. UE Blockseminar/Tagung: Apokalypse – ja bitte? Eine interdisziplinäre Tagung zur aktuellen Bedeutung der christlichen Endzeitvorstellung für Kirche und Praktische Theologie (geblockt)
Verwendung: nur WB
1 1 Keller / Ziermann

Tagung: Freitag, den 5. November 2021 bis Samstag, den 6. November 2021 (mittags bis früher Abend) in Neuendettelsau.
Unverbindliches Informationstreffen: Dienstag, den 13. Juli 2021, 13.00–14.00 Uhr, Hörsaal IV
Rückfragen und verbindliche Anmeldung (bis 15. Oktober 2021): simone.ziermann@elkb.de

  1. Das Blockseminar besteht in der Teilnahme an einer interdisziplinären Tagung mit entsprechender studentischer Beteiligung. Die Übung ist für alle interessierten Studierenden geeignet.
    Verwendbarkeit: Wahlbereich
    Leistungspunkte: 1LP
  2. Ziel, Stoff, Verlauf
    Die orientalische Mörtelwespe betäubt Spinnen und legt ihre Eier daneben. Die Larven haben so ausreichend Frischkost – indem sie die Spinnen bei lebendigem Leib langsam aber sicher vertilgen. Fazit: Das eschatologische Friedensreich steht noch aus und es entzieht sich über weite Strecken dem Einfluss und dem ethischen Engagement des Menschen. Wes soll man sich also trösten, wenn man nicht vertrösten will, aber auch nicht ausblenden kann, dass die Welt manchmal einfach untröstlich ist?
    Die Kirche hat seit geraumer Zeit die Tendenz, auf die Verantwortung des Menschen zu verweisen und zu entsprechendem Engagement aufzurufen. Die „Lüge der Tröster“ (H. Luther) wird aber nicht dadurch wahrer, dass man sie wiederholt und variiert. Der christliche Glaube braucht die Hoffnung auf den radikalen Bruch zwischen Weltzeit und Eschaton. Der Trost des Glaubens für diese Welt besteht gerade darin, dass Gott dieser Welt ein gutes Ende machen wird.
    Wie also kann das seelsorgerliche Potenzial der christlichen Hoffnung auf die Apokalypse neu fruchtbar gemacht werden?
    Inwiefern kann die Perspektive der Endzeit plausibel in öffentliche Debatten eingebracht und damit allgemein die Relevanz des christlichen Weltbilds verdeutlicht werden?
    Wieviel theologisch plausible Naherwartung steckt in mancher Endzeitstimmung dieser Tage? Inwiefern kann (und muss?) die Deutung als „Zeichen der Endzeit“ für krisenhafte Phänomene in Betracht gezogen werden? Und wie ließe sich dergleichen theologisch verantwortlich auffangen?
    Und: Angesichts dessen, dass Christen gerade nicht auf den Fortbestand dieser Welt hoffen: Welche Konsequenzen ergeben sich für das christliche Engagement für „Friede, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung“?
    Diesen und weiteren Fragen werden wir gemeinsam nachgehen.
  3. Eine vorbereitende Lektüre ist nicht notwendig. Literatur, die sinnvollerweise ergänzend gelesen werden kann, wird noch angegeben bzw. ergibt sich durch die Tagung.
  4. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein entsprechendes Interesse an dem Thema sowie die Bereitschaft, der Tagung aufmerksam zu folgen und sich aktiv einzubringen.

 

Apokalypse – ja bitte?

Eine interdisziplinäre Tagung zur aktuellen Bedeutung der christlichen Endzeitvorstellungen für Kirche und Praktische Theologie

Vorläufiges Programm

Freitag, den 5. November 2021

10.30 Uhr Ankommen bei Kaffee und Kuchen
11.00 Uhr Grußwort durch die Rektorin Prof. Dr. Schneider-Ludorff
Begrüßung und Hinführung durch Dr. Simone Ziermann
11.30 Uhr Prof. Dr. Markus Mühling
„Das Ende ist nahe! – und das ist erst der Anfang …“
Eine kritische Betrachtung christlicher Endzeitfurcht und -hoffnung und
ihre phänomenanel Basis im Glauben
12.00–12.40 Uhr Aussprache
13.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Kaffee, Kuchen
14.30 Uhr Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel
„Von Atomkrieg bis Zombie-Katastrophe: religionssoziologische Perspektiven
auf Apokalyptik in modernen Gesellschaften“
15.00 Uhr Aussprache
15.40 Uhr kurze Pause
16.00 Uhr Prof. Dr. Michael Utsch
„Religionspsychologische Aspekte transzendenter Selbst-Vergewisserung“
16.30 Uhr Aussprache
17.10 Uhr Kurze Pause / Aufteilung in Workshop-Gruppen
17.15–18.00 Uhr

Workshop-Rund I mit zwei Workshops zur Auswahl

Prof. Dr. Jan Hermelink
„Gepredigte Endzeit. Eschatologische Vorstellungen in gegenwärtigen Predigten“

PD Dr. Konrad Müller
Themenfeld: Apokalyptik und Eschatologie im frühchristlichen Gottesdienst

18.15 Uhr Abendessen
19.15 Uhr Workshop-Rund II (Auswahl wie in Runde I)
ab 20.00 Uhr Ausklang

Samstag, den 6. November 2021

9.00 Uhr Ankommen, Wiedereinstieg: studentisches Zwischenfazit
9.30 Uhr Prof. Dr. Klaus Bieberstein
Verlangen nach Gerechtigkeit.
Der alttestamentliche Weg zur Erwartung der Auferweckung der Toten
10.00 Uhr Aussprache
10.40  Uhr Kurze Pause
11.00  Uhr Dr. habil. Gregor Taxacher
Wo spielt die Apokalypse? Überlegungen zur biblischen, geschichts-theologischen und
politischen Hermeneutik eschatologischer Aussagen
11.30 Uhr Aussprache
12.10  Uhr Kurze Pause und Aufteilung in Workshops
12.15-13.00  Uhr

Workshop-Rund III mit drei Workshops zur Auswahl

A) KMD Andreas Schmidt
„Den Übergang ins Jenseits gestalten.
Die musikalischen Exequien Heinrich Schütz‘ als Beispiel barocker Sepulkralkultur“

B) Elena Gußmann
„Hurra, diese Welt geht unter!“
Aktuelle philosophische Paulus-Interpretationen und die Konsequenzen für „die Zeit, die bleibt“.

C) Nora Meyer
„Schöpfung“ und „Nachhaltigkeit“.
Eine Diskursanalyse umweltpolitischer Debatten aus der Perspektive evangelischer Ethik.

13.15 Uhr Mittagessen
14.30 Uhr

Workshop-Rund IV mit drei Workshops zur Auswahl

A) Florian Neitmann
Apokalypse als Re-Vision der Geschichte der Sieger

B) John Dik
Die Johannesapokalypse als prophetische Vision für Kirchen im Kontext der römischen Provinz Asia Minor.
Ein Beitrag aus exegetisch-historischer Perspektive

C) Anna Jäger
The sun goes down, the sun comes up – of course now we know it doesn’t.

15.15 Uhr Kaffeepause
15,45 Uhr Prof. Dr. Christoph Asmuth
„O Ewigkeit, du Donnerwort“. Verewigter Mensch und transhumane Seligkeit
16.15 Uhr Aussprache
17.00 Uhr kurze Pause
17.15 Uhr Studentischer Tagungsrückblick
17.45 Uhr Dank und Verabschiedung
18.00 Uhr Abendimbiss (wahlweise zum Verweilen oder zum Mitnehmen)

Moderation: Prof. Dr. Sonja Keller, Dr. Simone Ziermann

 
 
 
 


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