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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Diskussion in einem Seminar

Forschung & Lehre

Lehrstuhl für Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft

Prof. Dr. Heike Walz

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Lehrstuhlinhaberin für Interkulturelle Theologie

Kontakt

Professorin Dr. Heike Walz

Professorin Dr. Heike Walz

Augustana-Hochschule Neuendettelsau
Waldstraße 11
91564 Neuendettelsau  

Telefon: 09874 – 509-500
E-Mail: heike.walz@augustana.de

Sekretariat

Petra Anna Götz
Telefon: 09874 – 509-250
Telefax: 09874 – 509-555
E-Mail: petra-anna-goetz@augustana.de

Famula

Erdmuth Meussling

 

Vita

  • Seit WS 2016/17 Prorektorin der Augustana-Hochschule
  • Seit SS 2016: Professorin für Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau
  • 2016: Habilitation in Religions-, Missionswissenschaft und Ökumenik an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. Andreas Feldtkeller)
    Habilitationsschrift "Menschenrechte zwischen Religion und Gesellschaft in Argentinien. Postkoloniale Perspektiven für die Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie"
  • 2009-2016: Juniorprofessorin für Feministische Theologie und Theologische Geschlechterforschung. Fachbereich Religions- Missionswissenschaft und Ökumenik (RMÖ), Kirchliche Hochschule Wuppertal-Bethel
  • WS 2012/13: Lehrstuhlvertretung (DFG Gastprofessur) für Prof. Dr. Andreas Feldtkeller, Religions- und Missionswissenschaft (Interkulturelle Theologie), Theologische Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin
  • 2005-2009: Außerordentliche Professorin für Systematische Theologie an der Ökumenischen Hochschule Instituto Universitario ISEDET in Buenos Aires in Argentinien, i.A. des Evangelischen Missionswerks Basel (mission 21), Schweiz
  • 2001-2005: Wissenschaftliche Assistentin für Mission, Ökumene und interkulturelle Gegenwartsfragen bei Prof. Dr. Christine Lienemann-Perrin an der Theologischen Fakultät der Universität Basel, Schweiz
  • 2005: Promotion (Dr. theol.): "Ekklesiologie und Geschlecht in ökumenischem Horizont" (Lembeck 2006) in Basel, Schweiz
  • 1994: 1. Theologisches Examen an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Dipl. theol.)
  • 1986-1994: Studium der Evangelischen Theologie in Heidelberg, Montpellier und Tübingen
  • 1988-1990: Ergänzungsstudium Diakoniewissenschaften am Diakoniewissenschaftlichen Institut (DWI) der Universität Heidelberg; Abschlussarbeit zur Diakonie im Umbruch in der ehem. DDR (1989/90)
  • 1985-1986: Studium Russisch und Französisch am Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IÜD) der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Funktionen

Internationale Lehr- und Forschungstätigkeiten

  • 2009-2015: Forschungsaufenthalte in Argentinien
  • 2006-2009: Lehraufträge und Vorträge als Gastprofessorin in Chile, Peru, Brasilien
  • 2005-2009: Professorin für Systematische Theologie in Buenos Aires
  • 2005-2009: Internationale Tagungen in Argentinien, Brasilien, Ecuador, Costa Rica, Thailand, Niederlande, USA
  • 2001: Studienreise mit Studierenden nach Südafrika
  • 2000: Wahlbeobachterin in Ghana (Dienste in Übersee)

Berufliche Qualifikation

  • Seit 1. April 2016 Pfarrerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
  • 1998: Ordination zur Pfarrerin der Evangelischen Kirche der Pfalz in Bad Dürkheim
  • 1998-1999: Gemeindepfarrerin z.A. in Bad Dürkheim
  • 07-12/1997: Ökumenischer Studienaufenthalt in der Presbyterian Church of Ghana
  • Assistentin der Direktorin des Presbyterian Women's Centre Abokobi (Erwachsenenbildung)
  • 06/1997: 2. Theologisches Examen in Speyer
  • 01-06/1997: Ökumenisches Spezialvikariat im Evangelischen Missionswerk in Südwestdeutschland (ems) in Stuttgart und im Pfarramt für Weltmission und Ökumene in Landau
  • 1995-1996: Schul- und Gemeindevikariat in Neustadt an der Weinstraße, Evangelische Kirche der Pfalz

Internationale akademische Mitgliedschaften

  • seit 2016: Wissenschaftliche Gesellschaft für Theologie (WGTh)
  • seit 2011: Gender e.V., Fachgesellschaft Geschlechterstudien in Deutschland www.fg-gender.de
  • seit 2010: Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerika-Forschung (ADLAF) www.adlaf.de
  • seit 2007: American Academy of Religion (AAR) www.aarweb.org
  • seit 2005: Deutsche Gesellschaft für Missionswissenschaft (DGMW) www.dgmw.de
  • seit 2005: Globethics www.globethics.net
  • 2004: Gründerin "Netzwerk Geschlechterbewusste Theologie" (NGT) in der Schweiz, Österreich, Deutschland www.netzwerk-ngt.org
  • 2009-2012: Kontaktperson des Netzwerks NGT
  • seit 1995: Europäische Gesellschaft für Theologische Forschung von Frauen (ESWTR)

Lehrkonzept

Die Interkulturelle Theologie befasst sich mit den vielfältigen Kirchen, Phänomenen und religiösen Transformationsprozessen im sog. „Weltchristentum“ in sechs Kontinenten (Afrika, Asien, Pazifik, Latein- und Nordamerika, Europa). Dass Wechselwirkungen zwischen den Kontinenten stattfanden und durch die Globalisierung in der Gegenwart verstärkt werden, rückt zunehmend in den Blick. Ein Fokus liegt auf den sog. „kontextuellen Theologien“ in den verschiedenen Ländern sowie auf der Frage, welche Bedeutung sie für die hiesige evangelische Theologie und die weltweite Ökumene haben. Am Lehrstuhl liegt der Schwerpunkt auf Lateinamerika und Afrika (v.a. Befreiungstheologie und Pfingstbewegung) sowie auf den gegenwärtigen globalethischen Herausforderungen im Sinne der „Ökumenischen Sozialethik“ und der Public Theology (Öffentlichen Theologie).

Die Missionswissenschaft erforscht die Geschichte der Mission im Sinne einer „polyzentrischen Christentumsgeschichte“. Die christliche Mission ging von verschiedenen Orten und Zentren (keineswegs nur von Europa) aus und wurde vielerorts maßgeblich von Einheimischen getragen. Die Missionsgeschichte wird auch als Verflechtungsgeschichte der Ausbreitung verschiedener Religionen untersucht. Die „Theologie der Mission“ reflektiert, wie „Mission“ heute angesichts der ambivalenten Verquickung von Kolonialismus und Mission theologisch gefasst werden kann und welche Beiträge Frauen und Männer aus dem globalen Süden hierzu leisten.

Die Religionswissenschaft führt exemplarisch in Denkwelten und Praxisformen nicht-christlicher Religionen ein und reflektiert verschiedene Ansätze des interreligiösen Dialogs. Der Schwerpunkt des Lehrstuhls liegt auf dem systematischen Religionsvergleich, auf postkolonialer Theoriebildung und auf der Suche nach Ansätzen zur Gewaltminderung und friedlichen Koexistenz zwischen religiösen Traditionen. Angesichts der religiösen und kulturellen Pluralität in Deutschland und in Europa kommt dem Dialog mit muslimischen Vertreterinnen und Vertretern der Islamwissenschaft und der Islamischen Theologie besondere Bedeutung zu.

Veranstaltungsformen

  • Die Vorlesungen vermitteln einen fundierten Überblick über die Interkulturelle Theologie, Religionswissenschaft und Missionswissenschaft. Jedes Semester wird ein Schwerpunktthema behandelt, an dem exemplarisch das Fach studiert werden kann. Begleitend finden Exkursionen zu Einrichtungen und religiösen Räumen anderer Religionen oder Kirchen statt, ebenso zu Begegnungsstätten in der Region Nürnberg.
  • In Übungen findet eine vertiefte „Quellenlektüre“ einschlägiger und besonders eindrucksvoller Texte statt; begleitend zu den Vorlesungen stellt dies eine optimale Prüfungsvorbereitung dar. In Übungen zu weiteren Themen werden gegenwartsrelevante Fragen aufgegriffen und häufig mit Exkursionen verbunden.
  • Regelmäßig finden Studienreisen in andere Länder (bzw. Summer Schools) statt, die den Studierenden die Möglichkeit bieten, in einen direkten Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern (bzw. Studierenden) anderer Kirchen, Kulturen und religiösen Traditionen zu treten. In Vorbereitungsseminaren bereitet sich die Gruppe der Teilnehmenden der Studienreise durch Textlektüre, Filme und Gespräche mit eingeladenen GastreferentInnen auf das jeweilige Land und das Thema vor.
  • Anlässlich von Interkulturellen Blockseminars in Kooperation mit dem Centrum Mission EineWelt Neuendettelsau findet ebenfalls ein direkter Austausch mit Theologinnen und Theologen aus den Partnerkirchen und Partnerhochschulen in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifik statt. Ähnliches gilt für Kooperationsveranstaltungen mit anderen Fakultäten oder Einrichtungen anderer Kirchen und Religionen in der Region Nürnberg.
  • Das Ökumenische Kolleg wird jedes Semester für internationale und deutsche Studierende (als Übung oder Seminar) angeboten. Das Ziel ist, dass Studierende mit und ohne Auslandserfahrungen wechselseitig voneinander lernen („Kolleg“). Wir unternehmen eine Art ,Weltreise‘ in die jeweiligen Länder und Kirchen der Studierenden, Doktorierenden und Post-Docs aus den Partnerhochschulen. Jedes Semester steht ein zentrales Thema der Ökumene oder des interreligiösen Dialogs im Fokus.
  • Die Proseminare dienen dazu, an einem exemplarischen Kontext und Thema Grundfragen und Theorien der Interkulturellen Theologie und der Missions- oder Religionswissenschaft kennenzulernen. Die eigenverantwortliche Lektüre von Texten und die gemeinsame Diskussion stehen im Vordergrund. Vertiefend finden Exkursionen zu Praxisfeldern in der Region statt.
  • In den Hauptseminaren (meist als Vorbereitungsseminar auf eine Studienreise oder als Studienwoche) werden Grundkenntnisse und Grundfähigkeiten des interkulturellen und interreligiösen Dialogs vertieft.
  • Das DoktorandInnen- und HabilitandInnenkolloquium (Oberseminar) dient der Begleitung wissenschaftlicher Qualifikationsschrifte. Studierende mit besonderem Studieninteresse für interkulturelle und interreligiöse Fragen können an der Diskussion laufender Forschungen teilhaben und mitwirken. Der Besuch setzt eine persönliche Anmeldung voraus. 

Veröffentlichungen

Bücher

    1. Menschenrechte zwischen Religion und Gesellschaft in Argentinien. Postkoloniale Perspektiven für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie (Habilitationsschrift Berlin 2016, unveröffentlicht).

    2. Theologie und Geschlecht. Dialoge querbeet, hg. zus. mit David Plüss, Münster, LIT, 2008.

    3. Grenzen erkunden zwischen Kulturen, Kirchen und Religionen, hg. zus. mit Katrin Kusmierz, Benedict Schubert, Rudolf von Sinner, Burkhard Weber, Frankfurt a. M., Lembeck, 2007.

    4. "... nicht mehr männlich und weiblich ..."? Ekklesiologie und Geschlecht in ökumenischem Horizont, Frankfurt a. M., Lembeck, 2006.

    5. Als hätten sie uns neu erfunden. Beobachtungen am Schnittpunkt von Fremdheit und Geschlecht, hg. zus. mit Christine Lienemann-Perrin, Doris Strahm, Luzern, Edition Exodus, 2003.

    6. Theologie Unterwegs II. Eindrücke, Bilder und Nachgedanken einer Studienreise nach Südafrika, hg. zus. mit Katrin Kusmierz, Christine Lienemann-Perrin, Julia Müller-Clemm, Basel, Theologische Fakultät Basel, 2002.

      Eine Liste meiner Veröffentlichungen finden Sie unter diesem Link

      Forschungsschwerpunkte

      • Religion und Politik in Lateinamerika: Schwerpunkt Argentinien
      • Postkoloniale Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft
      • Globale Ethik: Menschenrechte, Migration
      • Tanz in verschiedenen Religionen und Kulturen
      • Befreiungstheologien und Pentekostalismus in Afrika, Asien und Lateinamerika (Studien zum Weltchristentum)
      • Interreligiöser Dialog, Geschlecht und Sexualitäten

      Promotionen und Habilitationen

      Derzeit betreute Promotionsprojekte:

      • Stefanie Kleierl, "Der Islam bosnischer Prägung als interreligiöse Brücke? Blick auf den deutschsprachigen Raum"
      • Raphael Sartorius: „Religiöse und politische Diskurse in der Entwicklungszusammenarbeit - am Beispiel der Organisation ,Brot für die Welt‘“

      Derzeit mitbetreute Promotionsprojekte:

      • Sabine Jarosch: „Postkoloniale Theologie nach der Shoa“, Interdisziplinäres Graduiertenkolleg „Deutungsmachtkonflikte“ der Universität Rostock (seit 1.4.2014), Erstbetreuer: Univ. Prof. Dr. Klaus Hock, Lehrstuhl für Religionsgeschichte, Theologische Fakultät Rostock
      • Eduardo Fermín Maciel aus Argentinien, Doktorand in Philosophie: „Del sufrimiento a la esperanza. La labor de Pro-Búsqueda ante el dilema de la verdad y la memoria en El Salvador“, Erstbetreuung: Universidad Centroamericana „José Simeon Cañas“ (UCA), El Salvador
      • Christoph Dittmar: „Die religiöse Sozialisierung von Flüchtlingen, die aus Syrien nach Deutschland zuwandern.“ Erstbetreuer: PD Dr. Moritz Fischer, Augustana-Hochschule Neuendettelsau
      • Suzana Sitayo: „Irkisongo Eunoto Ceremony: Human Sacrificial Practice Among The Maasai“, Erstbetreuer: Univ. Prof. Dr. Andreas Nehring, FAU Erlangen
      • Peter Neumann: „Männliche Identitäten im Lehrerberuf“, Erstbetreuer: Univ. Prof. Dr. em. Fritz Böversen, Lehrstuhl für Erziehungswissenschaften, Bergische Universität Wuppertal

      Aktuelles - Internationales

      Aktuelles

      Internationales

      • Partnerschaftsausschuss mit Mission EineWelt Neuendettelsau
      • Ökumene-Fachausschuss (ÖFA) der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern
      • Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Bayern
      • Internationale Studierende (Ökumenisches Kolleg)
      • Studienreisen / Summer Schools ins Ausland: Bosnien-Herzegowina 2016
      • Gastdozierende

      Interkulturelle Theologie im Dialog

      Vicedom-Lecture

      2007 führte die Augustana-Hochschule die Vicedom-Lecture ein, zu Ehren von Prof. Dr. Georg Friedrich Vicedom (1903-1974). 1956 übernahm er den ersten neu gegründeten Lehrstuhl für Missionstheologie und Religionswissenschaft an der Augustana-Hochschule. Die Vicedom-Lecture wird im Zweijahres-Zyklus in Kooperation mit dem Centrum Mission EineWelt Neuendettelsau durchgeführt. Es werden Gastreferentinnen und Gastreferenten eingeladen, die durch ihre Forschungen einen bemerkenswerten Beitrag zur Förderung der Interkulturellen Theologie leisten.

      • 18.06.2013: Prof. Dr. Giancarlo Collet, Direktor des Instituts für Missionswissenschaft, Römisch-katholische Fakultät der Universität Münster: "Weltweiter Aufbruch oder zentralistisches 'Weiterso'? Das Konzilsjubiläum (1962-1965) und die ersten Tage von Franziskus I."
      • 28.06.2011:  Prof. Dr. Henning Wrogemann, Wuppertal, "Den Glanz widerspiegeln. Vom Sinn der christlichen Mission, ihren Kraftquellen und Ausdrucksgestalten."
      • 23.06.2009,  Dr. Tove Simpfendörfer, Weingarten, "Fremde treffen auf Fremde. Lutherische Missionare und australische Aboriginals im 19. Jahrhundert."
      • 29.06.2007, Dr. phil. Dagmar Konrad, Tübingen, "Für Gott und Ehemann? Auf den Spuren schwäbischer Missionsbräute des 19. Jahrhunderts."

      Vicedom-Dozentur

      Im Jahr 2014 entstand die sogenannte Vicedom-Dozentur. Die Augustana-Hochschule bietet "Gastdozierenden" aus Partnerkirchen, die längere Zeit an der Augustana forschen und lehren, die Möglichkeit zum theologischen Austausch.

      • WS 2017/18: Prof. Dr. Mónica Melanchthon, Professorin für Altes Testament, Centre for Theology & Ministry, Parkville Victoria/Melbourne, Australien
      • SS 2014: Prof. Dr. Rémi Klein, Professor für Praktische Theologie, Faculdades EST, São Leopoldo, Brasilien

      Gastvorlesungen

      Gastvorlesungen im Rahmen der Vorlesung Walz "Einführung zum Islam", Sommersemester 2017:

      Christlich-Jüdischer Dialog

      Eindrucksvolle christliche-jüdische Begegnung mit Dr. Eli Tauber in Sarajevo

      Vergleicht man Sarajevo mit einem Brot, bestehend aus Muslimen, Katholiken und Orthodoxen, so sind die Juden das Salz. So beschrieb uns Dr. Eli Tauber die Rolle der Juden in Bosnien-Herzegowina, als wir uns mit ihm am 19. März 2017 in Sarajevo trafen.

      Lehrveranstaltungen

      45. VL Einführung zum Islam (Walz)

      Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
      45.

      VL

      Einführung zum Islam

      3

      3

      Walz

      1. Die Vorlesung richtet sich an Studierende im Grund- und Hauptstudium sowie an Studierende im Studiengang für Pfarrverwalter.
      2. Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Religionsgeschichte und Grundzüge islamischer Traditionen, Praktiken, Institutionen und Theologien. Gegenwärtig kontrovers diskutierte Themen werden exemplarisch zur Sprache kommen, beispielsweise Konflikte um das Kopftuch oder die Burka; Debatten über die Scharia und/oder Demokratie, Gewalt und Islamismus im Islam, Geschlechterverhältnisse, islamischer Religionsunterricht, Koraninterpretationen etc. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
      3. Für das Fach Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft kann eine vorgezogene mündliche Zwischenprüfungsleistung in Ersatz eines exegetischen Faches erbracht werden. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit des Erwerbs eines Scheins zum „Nachweis der Beschäftigung mit einer lebenden nicht‐christlichen Religion“ (§ 5 h der neuen Bayerischen Prüfungsordnung für die Theologische Aufnahmeprüfung).
      4. Literatur:
      • Bobzin, Hartmut: Mohammed, München 2000.
      • Braun, Christina von / Mathes, Bettina: Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen, Berlin 2007.
      • Der Koran, erschlossen und kommentiert von Adel Theodor Khoury, Düsseldorf 2007.
      • Mohagheghi, Hamideh / Stosch, Klaus von (Hg.): Gewalt in den heiligen Schriften von Islam und Christentum, Paderborn 2014.
      • Neuwirth, Angelika: Der Koran als Text der Spätantike. Ein europäischer Zugang, Berlin 2010.
      • Rohe, Matias / Korchide, Mouhanad / Havva, Engin u. a. (Hg.): Handbuch Christentum und Islam in Deutschland, Freiburg 2016.
      • Sarıkaya, Yaşar / Aygün, Adem (Hg.): Islamische Religionspädagogik. Leitfragen aus Theorie, Empirie und Praxis, Münster 2016.
      • Schneider, Tilman: Islamismus: Geschichte, Vordenker, Organisationen, 4. Aufl., München 2016

           Zu Beginn der Vorlesung wird eine ausführliche Literaturliste zur Verfügung gestellt.

      46. UE Lektüre von Quellentexten zur Vorlesung (Walz)

      Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
      46. UE Lektüre von Quellentexten zur Vorlesung zum Islam
      (2-stündig; 14-tägig)
      1 1 Walz

       

      Beginn: 1. Sitzung am 24. April 2017 (wg. Ostermontag 17. April 2017)

      1. Die Übung ist im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlpflichtbereich angesiedelt.
      2. Die Veranstaltung soll die Vorlesung ergänzen und vertiefen. Hierzu wird in die ausgewählte Literatur eingeführt. Es wird Gelegenheit sein, die angesprochenen Fragen ausführlich zu diskutieren. In Kombination mit der Vorlesung werden kleinere Exkursionen mit teilnehmender Beobachtung durchgeführt. Die Übung kann auch zur Vorbereitung geplanter Prüfungsleistungen im Zusammenhang der Vorlesung genutzt werden.

       

      47. SE Ökumenisches Seminar (Walz)

      Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
      47. SE Ökumenisches Seminar für ausländische und deutsche Studierende zu „Kirchen, Religionen und ihre interreligiösen Beziehungen“ 2 2 Walz
      1. Das „Ökumenische Kolleg“ richtet sich an internationale und deutsche Studierende und möchte für beide einen Raum für wissenschaftliche Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen („Kolleg“) schaffen. In diesem Semester liegt der Fokus auf „Kirchen, Religionen und ihre interreligiösen Beziehungen“ in den verschiedenen Ländern der Teilnehmenden. Deutsche Studierende, die eine Studienzeit im Ausland planen oder nach dieser an die Augustana-Hochschule zurückkehren, sind besonders eingeladen.
      2. Es handelt sich um ein Seminar für Studierende aller Semester, das auch für Eingeschriebene am Studienseminar Pfarrverwalterausbildung geeignet ist. Die Teilnahme setzt kein Proseminar voraus. Die Veranstaltung wird im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlbereich mit 2 SWS und 2 LP angerechnet.

      48. SO Sozietät zu aktuellen Forschungsfragen (Walz)

      Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
      48.

      SO

      Sozietät zu aktuellen Forschungsfragen

      1

      1

      Walz

      In der Sozietät werden laufende Promotions- und Habilitationsprojekte vorgestellt und diskutiert. Die Teilnahme setzt den erfolgreichen Besuch eines Hauptseminars in Interkultureller Theologie, Missions- und Religionswissenschaft voraus und richtet sich an Studierende im Hauptstudium, Promovierende und Habilitierende, insbesondere an ökumenische Stipendiatinnen und Stipendiaten von Mission EineWelt Neuendettelsau.

      Zur Teilnahme ist die persönliche Anmeldung erforderlich. Der Termin (Freitagnachmittag bis Samstag) wird noch bekannt gegeben.

      49. PS Auf den Spuren eines Islam bosnischer Prägung (Kleierl)

      Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
      49. PS Auf den Spuren eines Islam bosnischer Prägung2 3 Kleierl
      1. Das Proseminar richtet sich an Studierende im Grund- und Hauptstudium sowie an Studierende im Studiengang für PfarrverwalterInnen.
      2. In den Diskussionen um den Islam in Europa und ein vermeintlich christliches Abendland wird oft außer Acht gelassen, dass der Islam bereits seit Jahrhunderten in Europa zuhause ist, sei es in Andalusien oder auch auf dem Balkan. Im Proseminar gehen wir der geschichtlichen Entwicklung und den verschiedenen Facetten des Islam bosnischer Prägung auf den Grund. Dabei werden wir Texte wichtiger Vertreterinnen und Vertreter des bosnischen Islam u.a. von Enes Karic und Sulejman Bugari besprechen.
      3. Scheinerwerb: regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit; Verfassen eines Referats (Teilnahmeschein), Übernahme von Protokollen; zusätzlich Anfertigung einer Proseminararbeit (benoteter Schein, zusätzlich 5 LP). Es wird die Bereitschaft vorausgesetzt, Texte auf Englisch zu lesen.
      4. Empfehlungen zur Vorarbeit:
      • Merdjanova, Ina: Rediscovering the Umma. Muslims in the Balkans between Nationalism and Transnationalism, Oxford 2013, 51–81.
      • Schmidt, Hansjörg: Brücke zur islamischen Welt. Was die bosnischen Muslime modellhaft macht, in: Herder Korrespondenz 62, 2/2008, 98–103.
       
       
       
       


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