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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Diskussion in einem Seminar

Forschung & Lehre

Lehrstuhl für Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft

Prof. Dr. Heike Walz

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Lehrstuhlinhaberin für Interkulturelle Theologie

Kontakt

Professorin Dr. Heike Walz

Professorin Dr. Heike Walz

Augustana-Hochschule Neuendettelsau
Waldstraße 11
91564 Neuendettelsau  

Telefon: 09874 – 509-500
E-Mail: heike.walz@augustana.de

Sekretariat

Petra Anna Götz
Telefon: 09874 – 509-250
Telefax: 09874 – 509-555
E-Mail: petra-anna-goetz@augustana.de

Famula

Erdmuth Meussling

 

Vita

  • Seit WS 2016/17 Prorektorin der Augustana-Hochschule
  • Seit SS 2016: Professorin für Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau
  • 2016: Habilitation in Religions-, Missionswissenschaft und Ökumenik an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. Andreas Feldtkeller)
    Habilitationsschrift "Menschenrechte zwischen Religion und Gesellschaft in Argentinien. Postkoloniale Perspektiven für die Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie"
  • 2009-2016: Juniorprofessorin für Feministische Theologie und Theologische Geschlechterforschung. Fachbereich Religions- Missionswissenschaft und Ökumenik (RMÖ), Kirchliche Hochschule Wuppertal-Bethel
  • WS 2012/13: Lehrstuhlvertretung (DFG Gastprofessur) für Prof. Dr. Andreas Feldtkeller, Religions- und Missionswissenschaft (Interkulturelle Theologie), Theologische Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin
  • 2005-2009: Außerordentliche Professorin für Systematische Theologie an der Ökumenischen Hochschule Instituto Universitario ISEDET in Buenos Aires in Argentinien, i.A. des Evangelischen Missionswerks Basel (mission 21), Schweiz
  • 2001-2005: Wissenschaftliche Assistentin für Mission, Ökumene und interkulturelle Gegenwartsfragen bei Prof. Dr. Christine Lienemann-Perrin an der Theologischen Fakultät der Universität Basel, Schweiz
  • 2005: Promotion (Dr. theol.): "Ekklesiologie und Geschlecht in ökumenischem Horizont" (Lembeck 2006) in Basel, Schweiz
  • 1994: 1. Theologisches Examen an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Dipl. theol.)
  • 1986-1994: Studium der Evangelischen Theologie in Heidelberg, Montpellier und Tübingen
  • 1988-1990: Ergänzungsstudium Diakoniewissenschaften am Diakoniewissenschaftlichen Institut (DWI) der Universität Heidelberg; Abschlussarbeit zur Diakonie im Umbruch in der ehem. DDR (1989/90)
  • 1985-1986: Studium Russisch und Französisch am Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IÜD) der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Funktionen

Internationale Lehr- und Forschungstätigkeiten

  • 2009-2015: Forschungsaufenthalte in Argentinien
  • 2006-2009: Lehraufträge und Vorträge als Gastprofessorin in Chile, Peru, Brasilien
  • 2005-2009: Professorin für Systematische Theologie in Buenos Aires
  • 2005-2009: Internationale Tagungen in Argentinien, Brasilien, Ecuador, Costa Rica, Thailand, Niederlande, USA
  • 2001: Studienreise mit Studierenden nach Südafrika
  • 2000: Wahlbeobachterin in Ghana (Dienste in Übersee)

Berufliche Qualifikation

  • Seit 1. April 2016 Pfarrerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
  • 1998: Ordination zur Pfarrerin der Evangelischen Kirche der Pfalz in Bad Dürkheim
  • 1998-1999: Gemeindepfarrerin z.A. in Bad Dürkheim
  • 07-12/1997: Ökumenischer Studienaufenthalt in der Presbyterian Church of Ghana
  • Assistentin der Direktorin des Presbyterian Women's Centre Abokobi (Erwachsenenbildung)
  • 06/1997: 2. Theologisches Examen in Speyer
  • 01-06/1997: Ökumenisches Spezialvikariat im Evangelischen Missionswerk in Südwestdeutschland (ems) in Stuttgart und im Pfarramt für Weltmission und Ökumene in Landau
  • 1995-1996: Schul- und Gemeindevikariat in Neustadt an der Weinstraße, Evangelische Kirche der Pfalz

Internationale akademische Mitgliedschaften

  • seit 2016: Wissenschaftliche Gesellschaft für Theologie (WGTh)
  • seit 2011: Gender e.V., Fachgesellschaft Geschlechterstudien in Deutschland www.fg-gender.de
  • seit 2010: Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerika-Forschung (ADLAF) www.adlaf.de
  • seit 2007: American Academy of Religion (AAR) www.aarweb.org
  • seit 2005: Deutsche Gesellschaft für Missionswissenschaft (DGMW) www.dgmw.de
  • seit 2005: Globethics www.globethics.net
  • 2004: Gründerin "Netzwerk Geschlechterbewusste Theologie" (NGT) in der Schweiz, Österreich, Deutschland www.netzwerk-ngt.org
  • 2009-2012: Kontaktperson des Netzwerks NGT
  • seit 1995: Europäische Gesellschaft für Theologische Forschung von Frauen (ESWTR)

Lehrkonzept

Die Interkulturelle Theologie befasst sich mit den vielfältigen Kirchen, Phänomenen und religiösen Transformationsprozessen im sog. „Weltchristentum“ in sechs Kontinenten (Afrika, Asien, Pazifik, Latein- und Nordamerika, Europa). Dass Wechselwirkungen zwischen den Kontinenten stattfanden und durch die Globalisierung in der Gegenwart verstärkt werden, rückt zunehmend in den Blick. Ein Fokus liegt auf den sog. „kontextuellen Theologien“ in den verschiedenen Ländern sowie auf der Frage, welche Bedeutung sie für die hiesige evangelische Theologie und die weltweite Ökumene haben. Am Lehrstuhl liegt der Schwerpunkt auf Lateinamerika und Afrika (v.a. Befreiungstheologie und Pfingstbewegung) sowie auf den gegenwärtigen globalethischen Herausforderungen im Sinne der „Ökumenischen Sozialethik“ und der Public Theology (Öffentlichen Theologie).

Die Missionswissenschaft erforscht die Geschichte der Mission im Sinne einer „polyzentrischen Christentumsgeschichte“. Die christliche Mission ging von verschiedenen Orten und Zentren (keineswegs nur von Europa) aus und wurde vielerorts maßgeblich von Einheimischen getragen. Die Missionsgeschichte wird auch als Verflechtungsgeschichte der Ausbreitung verschiedener Religionen untersucht. Die „Theologie der Mission“ reflektiert, wie „Mission“ heute angesichts der ambivalenten Verquickung von Kolonialismus und Mission theologisch gefasst werden kann und welche Beiträge Frauen und Männer aus dem globalen Süden hierzu leisten.

Die Religionswissenschaft führt exemplarisch in Denkwelten und Praxisformen nicht-christlicher Religionen ein und reflektiert verschiedene Ansätze des interreligiösen Dialogs. Der Schwerpunkt des Lehrstuhls liegt auf dem systematischen Religionsvergleich, auf postkolonialer Theoriebildung und auf der Suche nach Ansätzen zur Gewaltminderung und friedlichen Koexistenz zwischen religiösen Traditionen. Angesichts der religiösen und kulturellen Pluralität in Deutschland und in Europa kommt dem Dialog mit muslimischen Vertreterinnen und Vertretern der Islamwissenschaft und der Islamischen Theologie besondere Bedeutung zu.

Veranstaltungsformen

  • Die Vorlesungen vermitteln einen fundierten Überblick über die Interkulturelle Theologie, Religionswissenschaft und Missionswissenschaft. Jedes Semester wird ein Schwerpunktthema behandelt, an dem exemplarisch das Fach studiert werden kann. Begleitend finden Exkursionen zu Einrichtungen und religiösen Räumen anderer Religionen oder Kirchen statt, ebenso zu Begegnungsstätten in der Region Nürnberg.
  • In Übungen findet eine vertiefte „Quellenlektüre“ einschlägiger und besonders eindrucksvoller Texte statt; begleitend zu den Vorlesungen stellt dies eine optimale Prüfungsvorbereitung dar. In Übungen zu weiteren Themen werden gegenwartsrelevante Fragen aufgegriffen und häufig mit Exkursionen verbunden.
  • Regelmäßig finden Studienreisen in andere Länder (bzw. Summer Schools) statt, die den Studierenden die Möglichkeit bieten, in einen direkten Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern (bzw. Studierenden) anderer Kirchen, Kulturen und religiösen Traditionen zu treten. In Vorbereitungsseminaren bereitet sich die Gruppe der Teilnehmenden der Studienreise durch Textlektüre, Filme und Gespräche mit eingeladenen GastreferentInnen auf das jeweilige Land und das Thema vor.
  • Anlässlich von Interkulturellen Blockseminars in Kooperation mit dem Centrum Mission EineWelt Neuendettelsau findet ebenfalls ein direkter Austausch mit Theologinnen und Theologen aus den Partnerkirchen und Partnerhochschulen in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifik statt. Ähnliches gilt für Kooperationsveranstaltungen mit anderen Fakultäten oder Einrichtungen anderer Kirchen und Religionen in der Region Nürnberg.
  • Das Ökumenische Kolleg wird jedes Semester für internationale und deutsche Studierende (als Übung oder Seminar) angeboten. Das Ziel ist, dass Studierende mit und ohne Auslandserfahrungen wechselseitig voneinander lernen („Kolleg“). Wir unternehmen eine Art ,Weltreise‘ in die jeweiligen Länder und Kirchen der Studierenden, Doktorierenden und Post-Docs aus den Partnerhochschulen. Jedes Semester steht ein zentrales Thema der Ökumene oder des interreligiösen Dialogs im Fokus.
  • Die Proseminare dienen dazu, an einem exemplarischen Kontext und Thema Grundfragen und Theorien der Interkulturellen Theologie und der Missions- oder Religionswissenschaft kennenzulernen. Die eigenverantwortliche Lektüre von Texten und die gemeinsame Diskussion stehen im Vordergrund. Vertiefend finden Exkursionen zu Praxisfeldern in der Region statt.
  • In den Hauptseminaren (meist als Vorbereitungsseminar auf eine Studienreise oder als Studienwoche) werden Grundkenntnisse und Grundfähigkeiten des interkulturellen und interreligiösen Dialogs vertieft.
  • Das DoktorandInnen- und HabilitandInnenkolloquium (Oberseminar) dient der Begleitung wissenschaftlicher Qualifikationsschrifte. Studierende mit besonderem Studieninteresse für interkulturelle und interreligiöse Fragen können an der Diskussion laufender Forschungen teilhaben und mitwirken. Der Besuch setzt eine persönliche Anmeldung voraus. 

Veröffentlichungen

Bücher

    1. Menschenrechte zwischen Religion und Gesellschaft in Argentinien. Postkoloniale Perspektiven für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie (Habilitationsschrift Berlin 2016, unveröffentlicht).

    2. Theologie und Geschlecht. Dialoge querbeet, hg. zus. mit David Plüss, Münster, LIT, 2008.

    3. Grenzen erkunden zwischen Kulturen, Kirchen und Religionen, hg. zus. mit Katrin Kusmierz, Benedict Schubert, Rudolf von Sinner, Burkhard Weber, Frankfurt a. M., Lembeck, 2007.

    4. "... nicht mehr männlich und weiblich ..."? Ekklesiologie und Geschlecht in ökumenischem Horizont, Frankfurt a. M., Lembeck, 2006.

    5. Als hätten sie uns neu erfunden. Beobachtungen am Schnittpunkt von Fremdheit und Geschlecht, hg. zus. mit Christine Lienemann-Perrin, Doris Strahm, Luzern, Edition Exodus, 2003.

    6. Theologie Unterwegs II. Eindrücke, Bilder und Nachgedanken einer Studienreise nach Südafrika, hg. zus. mit Katrin Kusmierz, Christine Lienemann-Perrin, Julia Müller-Clemm, Basel, Theologische Fakultät Basel, 2002.

      Eine Liste meiner Veröffentlichungen finden Sie unter diesem Link

      Forschungsschwerpunkte

      • Religion und Politik in Lateinamerika: Schwerpunkt Argentinien
      • Postkoloniale Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft
      • Globale Ethik: Menschenrechte, Migration
      • Tanz in verschiedenen Religionen und Kulturen
      • Befreiungstheologien und Pentekostalismus in Afrika, Asien und Lateinamerika (Studien zum Weltchristentum)
      • Interreligiöser Dialog, Geschlecht und Sexualitäten

      Promotionen und Habilitationen

      Derzeit betreute Promotionsprojekte:

      • Stefanie Kleierl, "Der Islam bosnischer Prägung als interreligiöse Brücke? Blick auf den deutschsprachigen Raum"
      • Raphael Sartorius: „Religiöse und politische Diskurse in der Entwicklungszusammenarbeit - am Beispiel der Organisation ,Brot für die Welt‘“

      Derzeit mitbetreute Promotionsprojekte:

      • Sabine Jarosch: „Postkoloniale Theologie nach der Shoa“, Interdisziplinäres Graduiertenkolleg „Deutungsmachtkonflikte“ der Universität Rostock (seit 1.4.2014), Erstbetreuer: Univ. Prof. Dr. Klaus Hock, Lehrstuhl für Religionsgeschichte, Theologische Fakultät Rostock
      • Eduardo Fermín Maciel aus Argentinien, Doktorand in Philosophie: „Del sufrimiento a la esperanza. La labor de Pro-Búsqueda ante el dilema de la verdad y la memoria en El Salvador“, Erstbetreuung: Universidad Centroamericana „José Simeon Cañas“ (UCA), El Salvador
      • Christoph Dittmar: „Die religiöse Sozialisierung von Flüchtlingen, die aus Syrien nach Deutschland zuwandern.“ Erstbetreuer: PD Dr. Moritz Fischer, Augustana-Hochschule Neuendettelsau
      • Suzana Sitayo: „Irkisongo Eunoto Ceremony: Human Sacrificial Practice Among The Maasai“, Erstbetreuer: Univ. Prof. Dr. Andreas Nehring, FAU Erlangen
      • Peter Neumann: „Männliche Identitäten im Lehrerberuf“, Erstbetreuer: Univ. Prof. Dr. em. Fritz Böversen, Lehrstuhl für Erziehungswissenschaften, Bergische Universität Wuppertal

      Aktuelles - Internationales

      Aktuelles

      Internationales

      Interkulturelle Theologie im Dialog

      Vicedom-Lecture

      2007 führte die Augustana-Hochschule die Vicedom-Lecture ein, zu Ehren von Prof. Dr. Georg Friedrich Vicedom (1903-1974). 1956 übernahm er den ersten neu gegründeten Lehrstuhl für Missionstheologie und Religionswissenschaft an der Augustana-Hochschule. Die Vicedom-Lecture wird im Zweijahres-Zyklus in Kooperation mit dem Centrum Mission EineWelt Neuendettelsau durchgeführt. Es werden Gastreferentinnen und Gastreferenten eingeladen, die durch ihre Forschungen einen bemerkenswerten Beitrag zur Förderung der Interkulturellen Theologie leisten.

      • 18.06.2013: Prof. Dr. Giancarlo Collet, Direktor des Instituts für Missionswissenschaft, Römisch-katholische Fakultät der Universität Münster: "Weltweiter Aufbruch oder zentralistisches 'Weiterso'? Das Konzilsjubiläum (1962-1965) und die ersten Tage von Franziskus I."
      • 28.06.2011:  Prof. Dr. Henning Wrogemann, Wuppertal, "Den Glanz widerspiegeln. Vom Sinn der christlichen Mission, ihren Kraftquellen und Ausdrucksgestalten."
      • 23.06.2009,  Dr. Tove Simpfendörfer, Weingarten, "Fremde treffen auf Fremde. Lutherische Missionare und australische Aboriginals im 19. Jahrhundert."
      • 29.06.2007, Dr. phil. Dagmar Konrad, Tübingen, "Für Gott und Ehemann? Auf den Spuren schwäbischer Missionsbräute des 19. Jahrhunderts."

      Vicedom-Dozentur

      Im Jahr 2014 entstand die sogenannte Vicedom-Dozentur. Die Augustana-Hochschule bietet "Gastdozierenden" aus Partnerkirchen, die längere Zeit an der Augustana forschen und lehren, die Möglichkeit zum theologischen Austausch.

      • WS 2017/18: Prof. Dr. Mónica Melanchthon, Professorin für Altes Testament, Centre for Theology & Ministry, Parkville Victoria/Melbourne, Australien
      • SS 2014: Prof. Dr. Rémi Klein, Professor für Praktische Theologie, Faculdades EST, São Leopoldo, Brasilien

      Gastvorlesungen

      Gastvorlesungen im Rahmen der Vorlesung Walz "Einführung zum Islam", Sommersemester 2017:

      Christlich-Jüdischer Dialog

      Eindrucksvolle christliche-jüdische Begegnung mit Dr. Eli Tauber in Sarajevo

      Vergleicht man Sarajevo mit einem Brot, bestehend aus Muslimen, Katholiken und Orthodoxen, so sind die Juden das Salz. So beschrieb uns Dr. Eli Tauber die Rolle der Juden in Bosnien-Herzegowina, als wir uns mit ihm am 19. März 2017 in Sarajevo trafen.

      Christlich-Islamischer Dialog

      Lateinamerika

      Wohin weht Kubas sozialistischer Geist - bei scharfem Gegenwind? Prof. Dr. Heike Walz nahm an der befreiungstheologischen Konferenz der "Zeitschrift für Lateinamerikanische Bibelinterpretation" (RIBLA) in Kuba (24.-28. Juli 2017) teil und knüpfte Kontakte mit dem dortigen Evangelisch-Theologischen Seminar in Matanzas. Mehr zum Thema Wohin weht Kubas sozialistischer Geist - bei scharfem Gegenwind?

      Lehrveranstaltungen

      44. VL Religionsgeschichte und Theologien der Befreiung in Lateinamerika (Walz)

      Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

      44.

      VL

      Religionsgeschichte und Theologien der Befreiung in Lateinamerika
      Verwendbarkeit: WPM

      3

      3

      Walz

      1. Die Vorlesung richtet sich an Studierende im Grund- und Hauptstudium sowie an Studierende im Studiengang für Pfarrverwalter.
      2. Die Vorlesung führt in die Religionsgeschichte und vielfältige religiöse Landschaft in Lateinamerika ein. Es geht um die Geschichte indigener und afrikanischer Religionen, der Rolle der römisch-katholischen Kirche seit 1492, der Missions- und Immigrationsbewegungen und der gegenwärtigen religiösen Transformationen. Was macht u. a. das Gesicht des lateinamerikanischen Katholizismus, der Volksreligiosität, des Protestantismus, Pentekostalismus, des argentinischen Judentums, der afro-brasilianischen Religionen und des Islams aus? Was sind die Gründe für das enorme Wachstum der Pfingstbewegung? Ein Fokus liegt auf den „Theologien der Befreiung“, die in den 1970er Jahren entstanden sind, ihren klassischen Vertreterinnen und Vertretern wie auch neueren Differenzierungen, Ansätzen und Entwicklungen: Welche theologische Bedeutung und Ausstrahlung hat die Befreiungstheologie nicht nur in Lateinamerika, sondern auch weltweit – und damit auch für die hiesige Theologie?
      3. Für das Fach Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft kann eine vorgezogene mündliche Zwischenprüfungsleistung in Ersatz des exegetischen Faches, in dem keine Klausur geschrieben wird, erbracht werden. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit des Erwerbs eines Examensscheins zum „Nachweis über eine mindestens mit ‚ausreichend‘ benotete mündliche Prüfung im Fach Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie“ als Zulassungsvoraussetzung für die Theologische Aufnahmeprüfung (§ 5h der Bayerischen Prüfungsordnung für die Theologische Aufnahmeprüfung, TheolAufnPO 2011).
      4. Literatur:
      • Mendieta, Eduardo / Lorentzen, Lois Ann / Hopkins, Dwight N. (eds.): Liberation Theologies, Postmodernity and the Americas, Hoboken 2013.
      • Prien, Hans-Jürgen: Das Christentum in Lateinamerika, Leipzig 2007.
      • Peterson, Anna L. / Vásques, Manuel A.: Latin American Religions. Histories and Documents in Context, New York 2008.

      45. SE Summer School: Religion und Menschenrechte in Argentinien (Walz)

      Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
      45. SE Summer School:
      Religion und Menschenrechte in Argentinien
      Verwendbarkeit: WPM (Ersatz für VL)
      3 3 Walz

      Termin: Voraussichtlich im Zeitraum 5.–17. März 2018

      1. Die Summer School ist offen für Studierende im Grund- und Hauptstudium sowie für Teilnehmende an der Pfarrverwalterausbildung. (Die Teilnahme ist u. a. bei Spanischkenntnissen auch für Studierende der Bayrischen Landeskirche an anderen Fakultäten und für Studierende aus der HU Berlin offen.)
        Die Teilnahme setzt den Besuch des Vorbereitungsseminars obligatorisch voraus. Es finden Einzelgespräche mit allen Teilnehmenden statt, in denen die Anforderungen zur Teilnahme überprüft werden, u. a. Nachweise über Auslandskrankenversicherung, Impfungen, Gültigkeit des Reisepasses (je nach Nationalität mind. 3–6 Monate gültig bei Einreise), Visums- und Einreisebestimmungen, Bedingungen von Langstreckenflügen, Sicherheitsmaßnahmen, Sprachvoraussetzungen, etc. Spanisch- oder Portugiesischkenntnisse sind von großem Vorteil (aber keine obligatorische Voraussetzung), Englisch- und Deutschkenntnisse notwendig. Bei sämtlichen Informationen (Reisedaten, Preis, Anmeldefristen, etc.) sind die aktualisierten Angaben auf der Homepage der Augustana-Hochschule zu konsultieren (Änderungen vorbehalten aufgrund der Zuschussanträge, etc.). Klimatisch kann der Monat März als optimale Reisezeit bezeichnet werden, da der Sommer in Argentinien mit Temperaturen zwischen ca. 20–27 Grad zu Ende geht.
      2. Ziel der Reise nach Buenos Aires ist, Kirchen und Religionsgemeinschaften, die Menschenrechtsproblematiken und die gegenwärtige politische Situation in Argentinien vor Ort kennenzulernen und zu reflektieren, u. a. durch Begegnungen mit argentinischen Theologiestudierenden, exposure bei Projekten in Elendsvierteln, Besuchen bei Religionsgemeinschaften und Kirchen, interreligiösen Foren und ökumenischen Menschenrechtsorganisationen. In Rosario wird Gelegenheit sein, mit Vertreter*innen der indigenen Ethnie der Qom/Toba und ihrer eigenständigen Iglesia Evangélica Unida über ihre Lebenssituation, ihre Bibelübersetzungen und ihren Kampf für Landrechte ins Gespräch zu kommen.
      3. Für das Fach Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft kann eine vorgezogene mündliche Zwischenprüfungsleistung in Ersatz des exegetischen Faches, in dem keine Klausur geschrieben wird, erbracht werden. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit des Erwerbs eines Examensscheins zum „Nachweis über eine mindestens mit ‚ausreichend‘ benotete mündliche Prüfung im Fach Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie“ als Zulassungsvoraussetzung für die Theologische Aufnahmeprüfung (§ 5h der Bayrischen Prüfungsordnung für die Theologische Aufnahmeprüfung, TheolAufnPO 2011).
      4. Literatur:
      • Im Vorbereitungsseminar wird eine ausführliche Literaturliste zur Verfügung gestellt.

      46. SE Vorbereitungsseminar Summer School: Religion und Menschenrechte in Argentinien (Walz)

      Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende
      46. SE Vorbereitungsseminar Summer School: Religion und Menschenrechte in Argentinien (geblockt)
      Verwendbarkeit: WPM (Ersatz für UE)
      2 2 Walz

      Termine (geblockt):
      1. 24.–25. November 2017 (Freitag, 18.00 Uhr bis Samstag, ca. 22.00 Uhr)
      2. 12.–13. Januar 2018 (Freitag, 18.00 Uhr bis Samstag, ca. 22.00 Uhr)
      Ort: Seminarraum 2

      1. Das Seminar ist im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlpflichtbereich angesiedelt. Es dient als obligatorische Vorbereitung auf die Studienreise nach Argentinien.
      2. Das Seminar führt in die Religionsgeschichte und die pluralen religiösen Landschaften in Argentinien ein. Ein Fokus liegt auf dem Verhältnis von Religion, Politik und Menschenrechtsfragen seit der letzten Militärdiktatur (1976–1983). Im Zuge der Problematik der „Verschwundenen“ der Militärdiktatur spielen Menschenrechte in öffentlichen Diskursen in Argentinien eine wichtige und zugleich umstrittene Rolle. Ergänzend zur Lektüre wird mit Film‑, Foto- und Kunstmaterialen aus meiner Lehr- und Forschungstätigkeit in Argentinien gearbeitet. Die Studierenden sollen sich in Form von kleineren „Forschungsaufträgen“ (Referaten) in thematische Leitfragen der Studienreise gezielt einarbeiten.
      3. Die Teilnahme an der Reise setzt den Besuch des Vorbereitungsseminars voraus. Der Besuch des Seminars, unabhängig von der Studienreise, ist ebenfalls möglich. Zur Vorbereitung der Prüfungsleistungen im Zusammenhang der Vorlesung zu „Menschenrechten in verschiedenen Religionen und Kulturen“ kann es ebenfalls genutzt werden. Erwartet wird die Teilnahme an beiden Wochenendblockseminaren, vorbereitende Lektüre samt Erarbeitung eigener Thesen, aktive Beteiligung an Diskussionen, Bereitschaft zur Übernahme der „Forschungsaufträge“ und zur Lektüre fremdsprachlicher Texte (Englisch; Spanisch sofern Kenntnisse vorhanden).
      4. Die konstituierende Sitzung findet am Mittwoch, den 8. November 2017 um 20 Uhr (Seminarraum 2) statt. An diesem Termin werden die „Forschungsaufträge“ verteilt.
        Bitte informieren Sie sich über aktuelle Einreise- und Sicherheitsbestimmungen sowie medizinische Hinweise des Auswärtigen Amts zu Argentinien auf deren Homepage (www.auswaertiges-amt.de).
      5. Literatur:
      • Mallimaci, Fortunato / Bé́liveau, Giménez Verónica: Argentinien, in: Maier, Johannes / Straßner, Veit (Hg.), Kirche und Katholizismus seit 1945. Bd. 6, Paderborn 2009, 409–432.
      • Kaleck, Wolfgang: Kampf gegen die Straflosigkeit. Argentiniens Militärs vor Gericht, Berlin 2010
      • Ruz, Matías Omar: Die argentinische Bischofskonferenz und das Drama der nationalen Versöhnung. Geschichte und theologische Würdigung eines ambivalenten Vorschlages, Wiesbaden 2016
      • Aasmundsen, Hans Geir: Pentecostals, Politics and Religious Equality in Argentina, Leiden 2017.

         Eine ausführliche Literaturliste wird zur Verfügung gestellt.

      47. UE Ökumenisches Kolleg für internationale und deutsche Studierende zu „Befreiende Theologien“ (Walz / Kleierl)

      Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
      47.UEÖkumenisches Kolleg für internationale und deutsche Studierende zu „Befreiende Theologien“
      Verwendbarkeit: WPM
      22Walz / Kleierl
      1. Das „Ökumenische Kolleg“ richtet sich an internationale und deutsche Studierende und möchte für beide einen Raum für wissenschaftliche Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen („Kolleg“) schaffen. In diesem Semester liegt der Fokus auf dem Thema „Befreiungstheologien“ im weiteren Sinne, d. h. in den verschiedenen Ländern und kirchlich-religiösen Traditionen der teilnehmenden Studierenden und Doktorierenden. In vielen Kirchen und theologischen Ausbildungsstätten in Afrika, Asien, Lateinamerika, dem Pazifik, in Ost- und Westeuropa und im Nahen Osten werden befreiende Theologien entwickelt, oft unter anderen Bezeichnungen, beispielsweise Dalit-Theologie, contextual theology, indigene Theologie, Black Theology, Feministische Theologie, Minjung-Theologie, Queer Theology, Postkoloniale Theologie, public theology, Theologie der Hoffnung, etc. Wir werden unterschiedliche Facetten „befreiender Theologien“ mithilfe von exemplarischen Texten und Referaten der Teilnehmenden erkunden. Studierende, die eine Studienzeit im Ausland planen oder nach dieser an die Augustana-Hochschule zurückkehren, sind besonders eingeladen.
      2. Es handelt sich um eine Übung für Studierende aller Semester, die auch für Eingeschriebene am Studienseminar Pfarrverwalterausbildung geeignet ist. Die Übung dient auch als begleitende Übung zur Vorlesung „Religionsgeschichte und Theologien der Befreiung in Lateinamerika“ und ist insbesondere zur Prüfungsvorbereitung geeignet. Die Veranstaltung wird im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlbereich mit 2 SWS und 2 LP angerechnet.

      47a. SO Sozietät zu aktuellen Forschungsfragen (für Doktorierende/Habilitierende) (Walz)

      Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
      47a.SO

      Sozietät zu aktuellen Forschungsfragen (für Doktorierende/Habilitierende)
      Verwendbarkeit: nur WB

      11Walz

      In der Sozietät werden laufende Promotions- und Habilitationsprojekte vorgestellt und diskutiert. Die Teilnahme setzt den erfolgreichen Besuch eines Hauptseminars in Interkultureller Theologie, Missions- und Religionswissenschaft voraus und richtet sich an Studierende im Hauptstudium, Promovierende und Habilitierende, insbesondere an ökumenische Stipendiatinnen und Stipendiaten von Mission EineWelt Neuendettelsau. Zur Teilnahme ist die persönliche Anmeldung erforderlich.

      48. PS Der Interreligiöse Dialog – Möglichkeiten und Herausforderungen in Theorie und Praxis (Kleierl)

      Nr. Art Titel und Beschreibung SWS LP Lehrende

      48.

      PS

      Der Interreligiöse Dialog – Möglichkeiten und Herausforderungen in Theorie und Praxis
      Verwendbarkeit: WPM

      2

      3

      Kleierl

      1. Das Proseminar richtet sich an Studierende in Grund- und Hauptstudium, sowie an Studierende im Studiengang für PfarrverwalterInnen.
      2. Der interreligiöse Dialog wird auch als „dritter Raum“ (Homi Bhabha) zwischen den Religionen bezeichnet. Im Proseminar werden wir gemeinsam diesen Raum betreten. Neben Besuchen in der Begegnungsstätte Brücke-Köprü, im Begegnungsstube Medina und in Mission EineWelt werden wir uns kritisch mit Themen wie dem christlichen Missionsverständnis und konkurrierenden Wahrheitsansprüchen auseinandersetzen. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf den abrahamitischen Religionen, jedoch sind Exkurse in die Bereiche der indischen und afrikanischen Religionen bei Interesse möglich.
      3. Scheinerwerb: Für den Teilnahmeschein werden regelmäßige Teilnahme, die Erstellung von Thesen und das Halten eines Referats erwartet; für einen benoteten Schein ist zusätzlich eine Proseminararbeit anzufertigen (zusätzlich 5 LP). Es ist möglich, eine vorgezogene Zwischenprüfung zu absolvieren.
      4. Es wird die Bereitschaft vorausgesetzt, Texte auf Englisch zu lesen und an Exkursionen teilzunehmen. Termine werden gemeinsam vereinbart.
      5. Empfehlungen für die Vorarbeit:

      49. UE „Fundamentalismus!?“ – Religiösen Extremismus interkulturell, historisch und theologisch verstehen. Mit Exkursionen in muslimische, hinduistische, buddhistische und christliche Zentren (Fischer)

      Nr.ArtTitel und BeschreibungSWSLPLehrende
      49.UE„Fundamentalismus!?“ – Religiösen Extremismus interkulturell, historisch und theologisch verstehen. Mit Exkursionen in muslimische, hinduistische, buddhistische und christliche Zentren (geblockt)
      Verwendbarkeit: nur WB
      22Fischer

      Erste Veranstaltung zum Auftakt und zur weiteren terminlichen Planung: 13. November 2017, 18.45–20.15 Uhr, Seminarraum 2.

      1. Es handelt sich um eine examensrelevante Übung für alle Semester, die auch für Eingeschriebene am Studienseminar Pfarrverwalterausbildung passt. Die Veranstaltung wird im Rahmen des modularisierten Grundstudiums im Wahlbereich mit 2 SWS und 2 LP angerechnet.
      2. „Religionen“ werden weltweit abgezweckt, um kriegerisches Handeln, Gewalt und Hass zu begründen. Wir wollen die jeweils zugrundeliegenden Spannungen und Divergenzen „innerhalb“ der jeweiligen Religionsformation (kontextbezogen) verstehen. Was wird wie und warum von den Akteuren benannt? Wieweit werden Konflikte im Diskurs von Macht und Gewalt mittels ideologischer, kultureller, nicht selten auch kolonialgeschichtlich erklärbarer Begründungsmuster inszeniert? Ebenso fragen wir: Inwieweit sind sog. „fundamentalistische“ Überzeugungen im Gegenüber oder im Gegeneinander zweier oder mehrerer Religionen relevant? Inwieweit setzen sich aber nicht auch andere Akteure, womöglich als unterdrückte Minderheiten, nicht für „Toleranz“ ein im Gegenüber und im Miteinander der Religionen?
        In die Lehrveranstaltung werden Extremismus-Experten einbezogen und eingeladen.
      3. Voraussetzung für den Erwerb eines benoteten Scheines ist ein Referat, gestützt durch ein ausgearbeitetes Paper oder eine Arbeit.
      4. Empfehlungen für eine mögliche Vorarbeit ist die Lektüre von:
      • Becker, Dieter: Besseres als Gewalt. Interkulturelle Studien aus Religion, Kirche und Gesellschaft, Frankfurt a. M. 2010.
      • Riesebrodt, Martin: Die Rückkehr der Religionen. Fundamentalismus und der „Kampf der Kulturen“, München 2000.
      • Six, Clemens / Riesebrodt, Martin / Haas, Siegfried (Hg.): Religiöser Fundamentalismus. Vom Kolonialismus zur Globalisierung, Innsbruck u. a. 2004.
      • Tibi, Bassam: Fundamentalismus im Islam. Eine Gefahr für den Weltfrieden?, Darmstadt 2000.
       
       
       
       


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