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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Diskussion in einem Seminar

Forschung & Lehre

PfarrverwalterInnen

Seit gut zwei Jahrzehnten bietet die Augustana-Hochschule einen eigenen Präsenzstudiengang für „Pfarrverwalter und Pfarrverwalterinnen“ an. In der Evang.-Luth. Kirche in Bayern ist dies die Bezeichnung für „Spätberufene“, die nach einer anderweitigen beruflichen Phase sich auf den Weg über eine konzentrierte theologische Ausbildung zum Pfarrdienst machen.
Bis in die achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte es auf dem Campus der Augustana-Hochschule ein Seminar für Spätberufene gegeben. Nach etwa 15jähriger Unterbrechung wurde seit dem Jahr 1999 wieder ein neuer Ausbildungsgang für Pfarrverwalter und Pfarrverwalterinnen aufgebaut. Viele Kandidatinnen und Kandidaten sind seither in den Dienst der bayerischen Landeskirche getreten.

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Informationen zum Studiengang

Kontakt

Apl. Professor Dr. Christian Eyselein

 

 

Apl. Professor Dr. Christian Eyselein


Kontaktaufnahme und Bitte um Rückruf gerne per E-Mail: pfarrverwalter@augustana.de

Büro Kirchliche Studienbegleitung
Johann-Flierl-Str. 20/EG
Tel: 09874/9-2200

Telefon: 09874 / 509-450 (dienstlich)
Fax: 09874 / 9-2209

 

Ausbildung

Derzeit können alle Interessierten die Ausbildung antreten, nachdem sie ihre Eignung durch ausführliche Bewerbung und an einem intensiven Auswahltag nachgewiesen haben.

Der Ausbildungsgang umfasst das theologische Studium in all seinen Disziplinen, vollzieht sich aber nach einer eigenen Ausbildungsordnung. Er zielt auf den Dienst als Pfarrverwalterin oder Pfarrverwalter in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, doch steht er auch Personen aus anderen Landeskirchen offen.  Die grundständige Ausbildung dauert acht Semester; ein Studienjahr gilt ausschließlich theologisch-pädagogisch vorgebildeten Personen aus einem kirchlichen Beruf (vgl. die Dokumente weiter unten!).

Die grundständige vierjährige Pfarrverwalterausbildung beginnt mit dem Erlernen des Altgriechischen, wofür sich ein Einstieg mit dem Griechisch-Ferienkurs im September/Oktober jedes Jahres empfiehlt.

Weitere Informationen sind aus den folgenden Informationen und dem Flyer zur PfarrverwalterInnenausbildung ersichtlich.

Gruppenbild

Weitere Informationen

Ausbildung zum Pfarrverwalter (Video)

Statements

Die Pfarrverwalterausbildung ist ein kleiner, aber wichtiger Baustein der Personalpolitik unserer Landeskirche. Sie gibt mutigen und begeisterten Menschen, die mitten im Berufsleben einen neuen Anfang wagen, die Chance, ihren Glauben und ihre Fähigkeiten, ihre Erfahrungen und ihr Engagement miteinander zu verknüpfen und mit uns Gemeinde zu entwickeln. Für uns als Kirche ist die Vielfalt der Erfahrungen und Kenntnisse, die die Pfarrverwalter*innen mitbringen, im besten Sinne ein Schatz. Genauso wie ihr ganz anderer Blick auf Kirche, der bisher durch ehrenamtliches Engagement und Berufserfahrungen in ganz anderen Umständen geprägt ist. Ich glaube, dass die Pfarrverwalterausbildung in den kommenden Jahren noch wichtiger wird, um viele Zugänge in den Pfarrdienst zu ganz unterschiedlichen Zeiten des Lebens zu eröffnen, und damit auch den Zugang zu den vielen unterschiedlichen Menschen, die wir erreichen möchten, zu erleichtern.
Stefan Reimers

Vor etwa 20 Jahren hatte ich die Möglichkeit, die (Neu-)Anfänge der Pfarrverwalter*innen-Ausbildung mitzugestalten, und freue mich, dass dieser Studiengang inzwischen an der Augustana-Hochschule fest etabliert ist. Ich habe die Pfarrverwalter*innen als hoch motivierte Studierende erlebt, die – manchmal in der Mitte ihres Lebens – zu einem beruflichen Perspektivwechsel für die Sache der Theologie und des Glaubens bereit waren (und dazu den Mut hatten!). Als Hebräischdozent beeindruckt es mich immer wieder, dass manche von ihnen – über das geforderte Maß hinaus – auch die Sprache des Alten Testaments erlernen wollen. Ich bin sicher, dass sie eine große Bereicherung für unsere Gemeinden darstellen.
Stefan Seiler

Dankbar blicke ich auf die Zeit an der Augustana-Hochschule zurück. In der Mitte des Lebens erstmals zu studieren war für mich ein großes Geschenk, aber auch eine große Herausforderung. Das gute Miteinander zwischen den Studierenden, mit den Dozierenden und allen, die sich um das Wohl der Studierenden auf dem Campus kümmern, hat sehr dazu beigetragen, dass ich alle Hürden gut meistern konnte. Die Augustana wurde mir zur zweiten Heimat. Ein Ort an dem es sich gut studieren lässt und Gemeinschaft groß geschrieben wird.
Michaela Wüst

 

In den Jahren 2016/2017 war ich für das einjährige Studienjahr für Pfarrverwalter in Neuendettelsau. Aus der evangelischen Jugendarbeit kommend, bin ich inzwischen auch mit meinem Vikariat fertig und seit März 2020 als Pfarrerverwalterin im Probedienst in Harburg/Schwaben. Das Jahr in Neuendettelsau war für mich wie ein wunderbares Jahr Studienurlaub. Da die Einjährigen keine Prüfungen machen müssen, konnte ich meine Lust auf Studieren noch mal voll und ohne Druck ausleben. Eine wichtige Erkenntnis hatte ich z.B. in biblischer Theologie: da hat sich die Herangehensweise an biblische Texte seit meinem Studium (1997-2002) erheblich verändert: endlich „darf“ man die Texte als ganze anschauen und muss nicht mehr in erster Linie nach verschiedenen Redaktionsebenen suchen! Diese neue Art des Arbeitens hat mich sehr gefreut, und macht die Kommentare für mich auch lesbarer und sinnvoller. Außerdem erinnere ich mich gern an warme Sommerabende, als wir bei einem Glas Wein im Garten saßen und uns unterhalten haben… Ein paar neue Freundinnen werden mir auch bleiben aus dieser Zeit! Es war ein gutes Jahr!
Regine Kellermann

Ich habe Geographie und Skandinavistik studiert und dann sieben Jahre im Bereich Tourismus- und Regionalentwicklung gearbeitet. Im Herbst 2016 habe ich mit der Pfarrverwalterausbildung begonnen. Von Anfang an habe ich mich auf dem Campus sehr wohl gefühlt. Dass die Kommilitonen, die direkt nach dem Abitur an die Augustana gekommen sind, rund 15 Jahre jünger waren, fiel kaum ins Gewicht. Es war von Anfang an eine sehr offene Atmosphäre. Im Studienalltag habe ich die kurzen Wege auf dem sehr schönen Campusgelände geschätzt sowie die familiäre Campusgemeinschaft zwischen Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden.
Elisabeth Niekel

 

Jungdynamischer Bankkaufmann mit fester Stelle und Aufstiegschancen, später hauptberuflich beim CVJM mit verlockenden Perspektiven – so kam mein erster Vikar vor einigen Jahren zu mir. Nur zehn Jahre jünger und mindestens zwei Köpfe größer als ich. Er hatte sich noch mal auf den Weg gemacht. Auch auf einen Lernweg. Ich habe das bewundert: Loslassen, neu anfangen, auf ein ordentliches Gehalt verzichten und sich noch einmal mit anderen akademisch-studierten und teilweise promovierten Vikarinnen und Vikaren zusammen Beurteilungen und Prüfungen stellen.
Sein Wechsel war auch ein Perspektivwechsel. Nicht nur für ihn sondern ebenso für seine Vikariatsgemeinde und für mich als Mentorin. Wer einen völlig anderen Berufsalltag als den des Pfarrberufs selber von innen kennengelernt hat, kann die Lebens-Situation vieler Menschen aus der Gemeinde in besonderer Weise nachvollziehen. Das ist ein großer Vorteil beim Entwickeln von Angeboten, Gottesdienst-Formaten oder einfach nur für die Art des Auftretens, Begegnens und des Sprechens.
Julia Rittner-Kopp

 

Als ich im Herbst 2001 meinen Platz als Büroleiter der Landrätin im Fürther Landratsamt mit dem eines Pfarrverwalter-Studenten an der Augustana tauschte, bedeutetet dies zunächst für mich, ein wenig Demut zu lernen und mich damit zu arrangieren, nun statt als Führungskraft einer mittelgroßen Behörde mit einem Vorzimmer mit zwei Sekretärinnen, einfacher Student unter vielen zu sein, wenn auch als einziger Pfarrverwalter dieses Jahrgangs doch irgendwie ein Exot. Bereut habe ich diesen Umstieg, der auch die Aufgabe meiner kommunalpolitischen Karriere (ich war damals zweiter Bürgermeister meiner Heimatgemeinde) bedeutete, nie. Denn mir erschloss sich im Studium eine geistige Weite und Tiefe, die mich von Beginn an faszinierte und meinen theologischen Horizont enorm erweiterte. Echte Highligths waren für mich die Seminare beim damaligen Systematik-Professor Joachim Track und die dortigen lebendigen Diskussionen, sowie ein mehrwöchiger ökumenischer Sommerkurs des Melanchthoninstituts in Rom, an dem ich auch als Pfarrverwalterstudent teilnehmen durfte. Und so sehr ich mich auf den Pfarrdienst freute, den ich nun seit 15 Jahren mit anhaltender Freude und Begeisterung ausübe, waren die vier Jahre an der Augustana doch viel zu schnell vorübergegangen.
Reiner Redlingshöfer

Lesen Sie den ganzen Artikel zum Studiengang Pfarrverwalter*innen im Augustana-Journal

Aktuelles und Rückblick

Erinnerung an Dr. Katharina Frieb

Der Semesterabschluss im Juli 2019 war ein Schock für alle, die Katharina kannten. Sie hatte die vierjährige Pfarrverwalterinnen-Ausbildung fast beendet. Durch eine Lungenentzündung während des Examens erkrankt, hoffte sie, bald die schriftlichen Prüfungen nachholen zu können. So wären wir am 1. September gemeinsam in das Vikariat gestartet. Es kam alles anders.
Am 29. Juli wurde Dr. Katharina Frieb auf dem Naturfriedhof Stefling in Nittenau bestattet. Ihre religiöse Zweisprachigkeit, sie wechselte vor der Ausbildung zur evangelischen Kirche, fand so einen Höhepunkt in dieser letzten Feier. Unsere Herzen schlugen im Zweiertakt, evangelisch, katholisch, was zuerst, was zuletzt, war nicht wichtig.
Katharina konnte mit ihren Fragen unser evangelisches Wohlgefühl aufrütteln. Ihr Glaube, geprägt von katholischen und evangelischen Einsichten, verhalf zu ungezwungenen interkonfessionellen Begegnungen. Sie versuchte, Brücken zu bauen und Verbindungswege zueinander zu schaffen. Wichtig war ihr immer der Zugewinn an Verständnis für die jeweils andere Konfession. Schnelle Urteile ließ sie nicht gelten. Der Kontakt mit ihr war nicht immer nur leicht, aber er war ehrlich. „Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe.“ So stand es über ihrer Todesanzeige, und auch über der Bestattungsfeier stand dieser Vers aus Psalm 62,2. Darüber und über ihren Tod werden wir noch länger nachzudenken haben.

Christiane Rentzsch (Vikarin)

 
 
 
 


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