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Diskussion in einem Seminar

Forschung & Lehre

Lehrstuhl für Altes Testament

Professor Dr. Michael Pietsch

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Lehrstuhlinhaber für Altes Testament

Kontakt

Professor Dr. Michael Pietsch

Professor Dr. Michael Pietsch

Augustana-Hochschule Neuendettelsau
Waldstraße 11
91564 Neuendettelsau

Telefon: 09874 – 509-490
E-Mail: michael.pietsch@augustana.de

Sekretariat

Andrea Töcker
Telefon: 09874 – 509-280
E-Mail: andrea.toecker@augustana.de

Vita

  • geboren am 17. Juli 1967 in Hamburg
  • 1. September 2016 bis 31. August 2018 Rektor der Augustana-Hochschule Neuendettelsau
  • 1. April 2015 bis 31. August 2016 Prorektor der Augustana-Hochschule Neuendettelsau
  • seit 1. Oktober 2014 Professor für Altes Testament an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau
  • 15.12.2013 bis 30. September 2014 Wissenschaftlicher Angestellter der Göttinger Akademie der Wissenschaften (mit Dienstauftrag an der Schleiermacher Forschungsstelle der Universität Kiel)
  • 1. April bis 30. September 2013 Vertretungsprofessor für Altes Testament an der Ludwigs-Maximilian-Universität München
  • 1. Oktober 2012 bis 31. März 2013 Vertretungsprofessor für Altes Testament und Antikes Judentum am Institut für Evangelische Theologie der Universität Osnabrück
  • 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 Vertretungsprofessor für Altes Testament am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg
  • 13. Juli 2011 Habilitation im Fach Altes Testament am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg (Verleihung der venia legendi für das Fach Altes Testament)
  • 27. Februar 2011 Ordination zum Pastor der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in St. Georg auf dem Berge in Ratzeburg
  • 1. April 2010 bis 30. September 2011 Vertretungsprofessor für Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Literaturen der Religionen am Institut für Religionswissenschaft und Religionspädagogik der Universität Bremen
  • 15. Oktober 2009 bis 31. März 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100%) am Institut für Systematische Theologie und Sozialethik der Universität Kiel
  • 1. April bis 30. September 2009 Vertretungsprofessor für Bibelwissenschaften (50%) am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg
  • 1. April bis 14. Oktober 2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (50%) am Institut für Systematische Theologie und Sozialethik der Universität Kiel
  • 1. Oktober 2002 bis 30. September 2008 Hochschulassistent im Institut für Altes Testament am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg
  • 30. Januar 2002 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Hamburg (summa cum laude)
  • 1. April 1999 bis 30. September 2002 Wissenschaftlicher Angestellter der Göttinger Akademie der Wissenschaften (mit Dienstauftrag an der Schleiermacher Forschungsstelle der Universität Kiel)
  • 26. März 1999 2. Kirchliches Examen vor der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kiel
  • 1. April 1997 bis 31. März 1999 Vikariat in der Apostelkirchengemeinde (HH-Harburg)
  • 1. Oktober 1995 bis 31. März 1996 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Altes Testament und Biblische Archäologie der Universität Kiel
  • 3. Februar 1994 1. Kirchliches Examen vor der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kiel
  • 1. Oktober 1987 bis 31. März 1994 Studium der evangelischen Theologie an den Universitäten Heidelberg, Basel (CH), Tübingen und Kiel
  • 1977 bis 1986 Besuch des Städtischen Gymnasiums Kaltenkirchen / Holstein

Lehrkonzept

Das Studium des Alten Testaments an der Augustana-Hochschule

Für nicht wenige Studierende ist das Hebräische der erste Kontakt zur akademischen Theologie überhaupt, zumindest aber der „Türöffner“ für das akademische Studium des Alten Testaments. An der Augustana-Hochschule liegt der Hebräischunterricht seit 2005 in der Verantwortung von apl. Prof. Dr. Stefan Seiler. Das Angebot umfasst im Semester einen Sprachkurs mit sieben Semesterwochenstunden, der durch eine einstündige Lektüreübung, Förderkurse sowie studentische Tutorien ergänzt wird. In der vorlesungsfreien Zeit im Herbst wird ein Intensivsprachkurs angeboten, der – wie die Semesterkurse auch – mit dem Hebraicum abschließt. Dies kann an der AHS dreimal im Jahr abgelegt werden, auf Antrag auch von Prüfungswilligen, die ihre Vorbildung nicht an der AHS genossen haben.

Durch apl. Prof. Dr. Stefan Seiler werden darüber hinaus für interessierte Studierende regelmäßig Kurse in Biblisch-Aramäisch angeboten. Studierende, die neben dem Hebraicum Kenntnisse des Biblisch-Aramäischen (oder einer anderen semitischen Sprache, z.B. des Ugaritischen, des Akkadischen oder Arabischen) besitzen, können an der Augustana-Hochschule das „Große Hebraicum“ ablegen, das in Verbindung mit einem Studienabschluss zur Abhaltung von akademischen (und schulischen) Hebräischkursen qualifiziert.

Der Hebräischkurs bildet zusammen mit der Bibelkunde und dem Proseminar so etwas wie die „propädeutische Dreifaltigkeit“ im Grundstudium des Faches Altes Testament. In der Bibelkunde des Alten Testaments, die am deutschen Text arbeitet, sollen die biblischen Texte in ihren wichtigsten Gehalten erkundet, Basiswissen über ihre Entstehung vermittelt, vor allem aber Neugier und Verständnis geweckt werden für die oft packenden, bisweilen auch sperrigen Texte des Alten Testaments. Die Bibelkunde wird zweistündig, jeweils im Wintersemester angeboten. Die Bibelkundeprüfung ist Teil des Grundlagenmoduls im modularisierten Studium und obligatorische Voraussetzung für die Zwischenprüfung des Pfarramtsstudienganges.

Das alttestamentliche Proseminar ist einer ersten „Probegrabung“ vergleichbar, in der die erworbenen Hebräischkenntnisse für die Auslegung alttestamentlicher Texte angewandt und das methodische Handwerkszeug der wissenschaftlichen Exegese (Interpretation) erstmals exemplarisch erprobt werden sollen. Dabei werden historisch-kritische und literaturwissenschaftliche Fragestellungen miteinander verknüpft und wechselseitig aufeinander bezogen. Gehalten wird das Proseminar in der Regel durch den Fachassistenten; zurzeit ist dies Pfr. Dr. Christian Rose. Im Anschluss an das Proseminar besteht die Möglichkeit, eine schriftliche Hausarbeit zu schreiben (Proseminararbeit,) die in der Regel in den Semesterferien angefertigt wird. Der Besuch des Proseminars im Fach Altes Testament ist Teil des Basismoduls Altes Testament und Zugangsvoraussetzung für das Hauptseminar im Fach Altes Testament.

Das einführende Lehrangebot im Fach Altes Testament wird durch Überblicksvorlesungen abgerundet, die jeweils im Sommersemester angeboten werden und in denen Grundkenntnisse der Geschichte und Religionsgeschichte Israels sowie der Literaturgeschichte des Alten Testaments vermittelt werden. Alternierend dazu wird im Wintersemester eine exegetische Spezialvorlesung angeboten, die ein biblisches Buch oder einen Auszug daraus vertiefend behandelt. Dies geschieht stets mit einem Blick auf die Religion und Literatur der Nachbarkulturen, die für ein historisches Verständnis der alttestamentlichen Texte unverzichtbar ist. Die Überblicksvorlesungen setzen keine Hebräischkenntnisse voraus, die Spezialvorlesungen arbeiten durchgängig am hebräischen Text. Die Vorlesungen werden dreistündig gehalten und können im Rahmen des Basismoduls oder des Aufbaumoduls Altes Testament angerechnet und darüber hinaus als obligatorische Einführungen im Sinne der Zwischenprüfungsordnung belegt werden.

Neben den Vorlesungen und Übungen ist das alttestamentliche Hauptseminar, das in jedem Semester angeboten wird, der Grundpfeiler im Hauptstudium des Faches Altes Testament. Im Hauptseminar werden einzelne alttestamentliche Literaturwerke, biblische Gestalten oder komplexe Sachthemen exemplarisch vertieft. Neben der gründlichen philologischen und historischen Analyse der Texte wird ihrer theologischen Interpretation stets besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Didaktisches Leitbild des Hauptseminars ist die Selbständigkeit theologischen Denkens und Arbeitens, und zwar derart, dass die Studierenden ausgewählte Teilaspekte des Seminarthemas einzeln oder in kleinen Gruppen eigenständig erschließen und gemeinsam mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen möglichst „selbstbestimmt“ erarbeiten. Dabei sind das Hebräische und die Kenntnisse und Fertigkeiten des Proseminars unentbehrliche Arbeitsmittel, deren sinnvoller Gebrauch weiter eingeübt wird. Mit Blick auf das 1. Theologische Examen bietet das Hauptseminar darüber hinaus die Möglichkeit, mögliche Spezialgebiete für die mündliche Prüfung auszuwählen sowie die Abfassung einer wissenschaftlichen Hausarbeit einzuüben. Jedes alttestamentliche Hauptseminar kann im Rahmen des modularisierten Studiums für das Aufbaumodul Altes Testament angerechnet werden.

Die selbständigen Übungen, die durch den Lehrstuhlinhaber, den Fachassistenten oder weitere Personen des Lehrkörpers angeboten werden, runden das Lehrangebot im Alten Testament ab. Sie bieten die Gelegenheit zu einer vertieften Beschäftigung mit Problemen der Literatur- und Religionsgeschichte des Alten Testaments, zur Erkundung der religiösen und kulturellen Umwelt Israels (mit Exkursionen) sowie zur Hermeneutik und Theologie des Alten Testaments. Je nach Themenstellung können sie im Grund- wie Hauptstudium belegt werden. Sie sind in gewisser Weise das „Spielbein“ im Studium des Alten Testaments an der AHS.

Für die Vorbereitung des Studienabschlusses bietet das Fach Integrationsseminare an: ein theologisch-exegetisches Repetitorium und ein Repetitorium der hebräischen Sprache. Sie werden vom alttestamentlichen Fachassistenten bzw. vom Hebräischdozenten durchgeführt. Die Repetitorien dienen der Wiederholung und Reaktivierung im Studium bereits erworbener Kenntnisse und Fähigkeiten und wollen helfen, den alttestamentlichen Lernstoff für die Examensvorbereitung zu strukturieren. Darüber hinaus werden die Begleitung autonomer Examens-Lerngruppen sowie eine individuelle Beratung zur Vorbereitung auf das Examen angeboten.

Empfehlungen zum Studium des Alten Testaments

Empfehlungen zum Studium des Alten Testaments

Selbstverständlich gibt es mehrere sinnvolle Wege, das Fach Altes Testament zu studieren, und der jeweils eigene Studienverlauf kann durch unterschiedliche Präferenzen und Konstellationen bestimmt sein. Daher sollen die folgenden Hinweise nicht mehr als eine allgemeine Studienempfehlung sein, die auf langjähriger Erfahrung beruht.

Gerade für Student*innen, die über eher geringe Vorkenntnisse im Bereich des Alten Testaments verfügen, ist es sinnvoll, das Studium dieses Teilgebietes der Evangelischen Theologie mit der Bibelkunde Altes Testament zu beginnen, um eine breitere Textkenntnis und eine erste Orientierung über die Geschichte und Literatur des Alten Testaments zu gewinnen.

Erst nach erfolgreich abgelegter Bibelkundeprüfung sollte das Erlernen der hebräischen Sprache (Hebräisch I) folgen, die einen direkten Zugang zur Text- und Denkwelt des Alten Testaments eröffnet, der die Voraussetzung für eine wissenschaftlich verantwortete Interpretation des Alten Testaments darstellt. Der einsemestrige Sprachkurs wird mit dem Hebraicum abgeschlossen.

Parallel zum Spracherwerb können bereits Überblicksvorlesungen zum Alten Testament besucht werden (z.B. „Geschichte Israels und Judas“ oder „Literaturgeschichte des Alten Testaments“), in denen das bibelkundliche Grundwissen vertieft und verbreitert wird.

Im Anschluss an das Hebraicum ist es sinnvoll, die dort erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in einem (oder mehreren) Lektürekurs(en) (Hebräisch II, Hebräische Lektüre) zu vertiefen, um sie langfristig zu festigen.

Darüber hinaus kann jetzt das alttestamentliche Proseminar besucht werden, in dem in die exegetischen Arbeitsschritte eingeführt wird und diese an ausgewählten Textbeispielen eingeübt werden. Obwohl dies in der Studienordnung (bzw. im Modulhandbuch) nicht verbindlich festgeschrieben ist, ist es sinnvoll, im Anschluss an das Proseminar eine schriftliche Hausarbeit anzufertigen (Proseminararbeit), um die neu erworbenen exegetischen Kenntnisse zu vertiefen und praktisch zu erproben (besonders für den Fall, dass die Zwischenprüfungsklausur im Fach Altes Testament geschrieben werden soll).

Der Pflichtanteil des Basismoduls Altes Testament im modularisierten Pfarramtsstudiengang nach der Neuen Studienordnung (für Studierende, die im Sommersemester 2020 oder später ihr Studium begonnen haben) ist damit abgeschlossen, doch empfiehlt es sich, das erworbene Wissen durch fachspezifische Übungen (Altes Testament, Alter Orient, Antikes Judentum) und Vorlesungen bereits im Grundstudium zu erweitern (diese zusätzlichen Veranstaltungen können im Wahlbereich angerechnet werden). Als Vorbereitung auf die Zwischenprüfung kann zusätzlich der Klausurenkurs belegt werden, der in der Regel im Sommersemester angeboten wird.

Im Hauptstudium sollten weitere Vorlesungen zu einzelnen biblischen Büchern oder Themen und Übungen belegt werden. Im Aufbaumodul Altes Testament ist darüber hinaus ein Hauptseminar zu besuchen, das an ausgewählten Fragestellungen zu einer vertieften Auseinandersetzung mit der Geschichte, Literatur und Theologie des Alten Testaments anleitet. Zwar schreibt die Studienordnung (bzw. das Modulhandbuch) nur den Besuch eines Hauptseminars vor, es hat sich aber als sinnvoll erwiesen, je nach Interessenlage mehrere Hauptseminare (zwei bis drei) in den einzelnen Teilgebieten der Evangelischen Theologie zu besuchen, die wie die Übungen (oder Exkursionen / Studienreisen) im Wahlbereich belegt werden können.

Insgesamt gilt, dass es ratsam ist, regelmäßig (d.h. jedes Semester oder mindestens jedes zweite Semester) (eine) Lehrveranstaltung(en) im Alten Testament zu belegen. Die verbreitete Praxis, die (obligatorischen) Lehrveranstaltungen eines Faches geblockt in einem Semester zu besuchen, erschwert hingegen eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den Lerninhalten und ihrer selbstständigen Aneignung und ist nicht zu empfehlen.

Das gleichmäßige, vertiefte Studium des Alten Testaments (wie der übrigen Teilgebiete der Evangelischen Theologie!) erleichtert nicht zuletzt die Vorbereitung auf die Theologische Aufnahmeprüfung (Erstes Theologisches Examen). In der Abschlussphase des Studiums besteht zusätzlich die Möglichkeit, sich mit Hilfe eines Repetitoriums Hebräisch bzw. Altes Testament (Integrationsseminar) gezielt auf die Examensprüfung vorzubereiten. Dieses Angebot wir durch einen Klausurenkurs ergänzt, der parallel zum Integrationsseminar Altes Testament – aber auch unabhängig davon – besucht werden kann.

Die Voraussetzung für jedes gelungene Studium ist und bleibt aber das persönliche Interesse und Engagement für das jeweilige Studienfach – dieses für das Alte Testament zu wecken ist das Ziel und der Wunsch aller Mitglieder des Lehrkörpers am Lehrstuhl für Altes Testament an der Augustana-Hochschule. Sollten Sie Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung des alttestamentlichen Lehrangebots an unserer Hochschule haben, kommen Sie bitte auf uns zu, damit wir das Lehrangebot im Fach Altes Testament gemeinsam weiter verbessern können.

Veröffentlichungen

Die komplette Bibliographie unter:

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