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Theologie auf dem Campus

 
 
 
Diskussion in einem Seminar

Forschung & Lehre

Lehrstuhl für Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft

Prof. Dr. Heike Walz

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Lehrstuhlinhaberin für Interkulturelle Theologie

Kontakt

Professorin Dr. Heike Walz

Professorin Dr. Heike Walz

Augustana-Hochschule Neuendettelsau
Waldstraße 11
91564 Neuendettelsau  

Telefon: 09874 – 509-500
E-Mail: heike.walz@augustana.de
 

Sekretariat

Andrea Töcker
Telefon: 09874 – 509-280
Telefax: 09874 – 509-555
E-Mail: andrea.toecker@augustana.de
E-Mail: Interkulturelle.theologie@augustana.de

Famulatur

Franka Plößner
franka.ploessner@stud-augustana.de

Vita

  • WiSe 2018/19 - SoSe 2020 Rektorin der Augustana-Hochschule
  • WiSe 2016/17 - SoSe 2018 Prorektorin der Augustana-Hochschule
  • Seit SoSe 2016: Professorin für Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau
  • 2016: Habilitation in Religions-, Missionswissenschaft und Ökumenik an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. Andreas Feldtkeller)
    Habilitationsschrift "Menschenrechte zwischen Religion und Gesellschaft in Argentinien. Postkoloniale Perspektiven für die Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie"
  • 2009-2016: Juniorprofessorin für Feministische Theologie und Theologische Geschlechterforschung. Fachbereich Religions- Missionswissenschaft und Ökumenik (RMÖ), Kirchliche Hochschule Wuppertal-Bethel
  • WiSe 2012/13: Lehrstuhlvertretung (DFG Gastprofessur) für Prof. Dr. Andreas Feldtkeller, Religions- und Missionswissenschaft (Interkulturelle Theologie), Theologische Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin
  • 2005-2009: Außerordentliche Professorin für Systematische Theologie an der Ökumenischen Hochschule Instituto Universitario ISEDET in Buenos Aires in Argentinien, i.A. des Evangelischen Missionswerks Basel (mission 21), Schweiz
  • 2001-2005: Wissenschaftliche Assistentin für Mission, Ökumene und interkulturelle Gegenwartsfragen bei Prof. Dr. Christine Lienemann-Perrin an der Theologischen Fakultät der Universität Basel, Schweiz
  • 2005: Promotion (Dr. theol.): "Ekklesiologie und Geschlecht in ökumenischem Horizont" (Lembeck 2006) in Basel, Schweiz
  • 1994: 1. Theologisches Examen an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Dipl. theol.)
  • 1986-1994: Studium der Evangelischen Theologie in Heidelberg, Montpellier und Tübingen
  • 1988-1990: Ergänzungsstudium Diakoniewissenschaften am Diakoniewissenschaftlichen Institut (DWI) der Universität Heidelberg; Abschlussarbeit zur Diakonie im Umbruch in der ehem. DDR (1989/90)
  • 1985-1986: Studium Russisch und Französisch am Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IÜD) der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Funktionen

Internationale Lehr- und Forschungstätigkeiten

  • 2009-2015: Forschungsaufenthalte in Argentinien
  • 2006-2009: Lehraufträge und Vorträge als Gastprofessorin in Chile, Peru, Brasilien
  • 2005-2009: Professorin für Systematische Theologie in Buenos Aires
  • 2005-2009: Internationale Tagungen in Argentinien, Brasilien, Ecuador, Costa Rica, Thailand, Niederlande, USA
  • 2001: Studienreise mit Studierenden nach Südafrika
  • 2000: Wahlbeobachterin in Ghana (Dienste in Übersee)

Berufliche Qualifikation

  • Seit 1. April 2016 Pfarrerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
  • 1998: Ordination zur Pfarrerin der Evangelischen Kirche der Pfalz in Bad Dürkheim
  • 1998-1999: Gemeindepfarrerin z.A. in Bad Dürkheim
  • 07-12/1997: Ökumenischer Studienaufenthalt in der Presbyterian Church of Ghana
  • Assistentin der Direktorin des Presbyterian Women's Centre Abokobi (Erwachsenenbildung)
  • 06/1997: 2. Theologisches Examen in Speyer
  • 01-06/1997: Ökumenisches Spezialvikariat im Evangelischen Missionswerk in Südwestdeutschland (ems) in Stuttgart und im Pfarramt für Weltmission und Ökumene in Landau
  • 1995-1996: Schul- und Gemeindevikariat in Neustadt an der Weinstraße, Evangelische Kirche der Pfalz

Internationale akademische Mitgliedschaften

  • seit 2016: Wissenschaftliche Gesellschaft für Theologie (WGTh)
  • seit 2011: Gender e.V., Fachgesellschaft Geschlechterstudien in Deutschland www.fg-gender.de
  • seit 2010: Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerika-Forschung (ADLAF) www.adlaf.de
  • seit 2007: American Academy of Religion (AAR) www.aarweb.org
  • seit 2005: Deutsche Gesellschaft für Missionswissenschaft (DGMW) www.dgmw.org
  • seit 2005: Globethics www.globethics.net
  • 2004: Gründerin "Netzwerk Geschlechterbewusste Theologie" (NGT) in der Schweiz, Österreich, Deutschland www.netzwerk-ngt.org
  • 2009-2012: Kontaktperson des Netzwerks NGT
  • seit 1995: Europäische Gesellschaft für Theologische Forschung von Frauen (ESWTR)

Lehrkonzept

Die Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft stellt sich der großen Herausforderung des 21. Jahrhunderts, Wege der Verständigung und der friedlichen Koexistenz zwischen verschiedenen Religionen, Kulturen und Kirchen zu finden.
Mein Markenzeichen als Lehrstuhlinhaberin, die als erste Frau in Deutschland für dieses Fach in der Evangelischen Theologie auf solch einen Lehrstuhl berufen wurde, ist, den direkten Austausch mit Vertretern und Expertinnen anderer Religionsgemeinschaften, Kulturen und Kirchen zu suchen. Sich überraschen zu lassen, voneinander zu lernen, Blickwechsel zu wagen und über die Herausforderungen gemeinsam kritisch zu reflektieren, ist das Ziel. Das Fach kann an der Augustana-Hochschule auf eine lange Tradition zurückblicken.
Neuendettelsau ist ein globales Dorf, das seit dem 19. Jahrhundert Beziehungen nach Nordamerika, dem Pazifik, Asien, Afrika, dem Mittleren Osten, Lateinamerika und innerhalb Europas knüpft. Die religiösen Gemeinschaften vor Ort, Mission EineWelt, die Diakonie Neuendettelsau und die Augustana-Hochschule sind durch Partnerschaften, Entwicklungszusammenarbeit, interreligiöse Dialogprogramme und wissenschaftlichen Austausch global vernetzt.
1956 wurde an der Augustana-Hochschule der Lehrstuhl für „Missionstheologie und Religionswissenschaft“ eingerichtet, den Prof. Dr. Georg Friedrich Vicedom (1903-1974) innehatte. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Bezeichnung der Fachdisziplin an den deutschsprachigen evangelischen Theologischen Fakultäten gewandelt. Darin spiegelt sich die Dynamik der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten über die enorme Pluralisierung der religiösen und kulturellen Landschaften durch Migration und Globalisierung in Deutschland wider.
Vor etwa zehn Jahren wurde die Fachdisziplin „Religionswissenschaft, Missionswissenschaft und Ökumenik“ in „Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie“ umbenannt. Fragestellungen zu Mission und Ökumene werden gegenwärtig unter dem Begriff der Interkulturellen Theologie weitergeführt, die sich angesichts des cultural turn mit den Kulturwissenschaften  auseinandersetzt. Ganz anders ist es in den Partnerkirchen und Theologischen Hochschulen im globalen Süden und in Nordamerika. Die Missionswissenschaft als eigene Disziplin spielt hier eine besondere Rolle und im englischsprachigen akademischen Umfeld haben sich in den letzten Jahren die Studies of World Christianity etabliert.
Der Lehrstuhl nimmt somit eine Brückenfunktion ,zwischen den Welten‘ wahr, sich den Herausforderungen im eigenen Kontext und im weltweiten Dialog zu stellen. Die Teilbereiche des Fachs hängen eng miteinander zusammen und überschneiden sich, werden aber im Folgenden getrennt voneinander erläutert.

Die Interkulturelle Theologie (Missionswissenschaft und Ökumenik) befasst sich mit Interkulturalität als grundlegendem Kennzeichen und Ressource des Christentums und der Theologie. Seit den Anfängen waren christlichen Gemeinschaften von der Überschreitung kultureller, religiöser, sozialer und ethnischer Grenzen, Alters- und Genderbarrieren etc. geprägt. Im Laufe der zweitausendjährigen Geschichte ist eine Fülle an verschiedenen Gesichtern des Christentums entstanden. Die Interkulturelle Theologie untersucht diese Vielfalt an Kirchen, Formen des Christseins und die religiösen Transformationsprozesse im sog. „Weltchristentum“ in den sechs Kontinenten Afrika, Asien, Pazifik, Latein- und Nordamerika und Europa. Die Interkulturelle Theologie tritt mit den kontextuellen Theologien in Dialog, die sich weltweit in Auseinandersetzung mit anderen religiösen Traditionen entwickelt werden. Die Interkulturelle Theologie stellt die spannende Frage, welche Bedeutung und Rückwirkung diese Theologien aus anderen Kontexten für die hiesige evangelische Theologie und die weltweite Ökumene haben. Als „Komparative Theologie“ vergleicht sie die christlichen Theologien mit Ansätzen aus anderen religiösen Traditionen. Am Lehrstuhl liegt ein Schwerpunkt auf Lateinamerika und Afrika, vor allem auf Befreiungstheologien, der Pfingstbewegung, dem Verhältnis von Religion und Politik und den gegenwärtigen globalethischen Herausforderungen (Ökumenische Sozialethik) und der Public Theology.

In der Missionswissenschaft erforschen wir die Geschichte der Mission im Horizont der „polyzentrischen Christentumsgeschichte“ (Klaus Koschorke). Die christliche Mission ging von verschiedenen Orten und Zentren (keineswegs nur von Europa) aus und wurde vielerorts maßgeblich von Einheimischen getragen. Die Missionsgeschichte ist zugleich eine Verflechtungsgeschichte der Ausbreitung verschiedener Religionen. Eine zentrale Frage der Missionstheologie ist: Was bedeutet „ Mission“ heute – angesichts der postkolonialen Kritik an der historischen ambivalenten Verquickung von Kolonialismus und Mission? Welche missionstheologischen Ansätze von Frauen und Männern gibt es hierzu aus dem globalen Süden?

Die Ökumenik denkt über die Einheit und Zusammengehörigkeit des weltweiten Christentums nach. Die konfessionellen Trennungen, kulturellen Prägungen des Christentums sowie disparate neue Formen des Christseins führen zu Spannungen, Brüchen und wechselseitigen Verwerfungen. Durch Flucht- und Migrationsbewegungen entstehen „Gemeinden anderer Herkunft und Sprache“, welche die weltweite Vielfalt der Fülle Christi vor Ort widerspiegeln. Mancherorts sind Gemeinden und Kirchen intern und untereinander durch tiefe Gräben zerrissen, gegenwärtig u.a. durch unterschiedliche theologische Ansichten zur Bibelauslegung, Sexualethik oder zum Sakramentsverständnis. Die Ökumenische Theologie stellt die zentrale Frage: Was hält die verschiedenen Kirchen und Formen des Christentums zusammen? Wohin steuert die Zukunft der Ökumene? Welche ökumenischen Konzepte und Visionen bieten die konfessionellen Weltbünde, die römisch-katholische Weltkirche, der Ökumenische Rat der Kirchen und die Zusammenschlüsse der Pfingstbewegung und evangelikalen Bewegungen an?

Aufgabe der Religionswissenschaft ist, darüber nachzudenken, was mit ,Religion‘ gemeint ist und wie es möglich ist, sich dem Selbstverständnis und den Denkwelten und Praxisformen nicht-christlicher Religionen anzunähern. Religionswissenschaftliche Theoriebildung untersucht, wie es gelingen kann, andere zu verstehen, ohne vorschnell eigene Bilder und Vorurteile zu projizieren. Diskutiert werden Theorieansätze, was Religionen gemeinsam haben, was sie unterscheidet und wie interreligiöse Dialoge geführt werden können. Schwerpunkte des Lehrstuhls sind der systematische Religionsvergleich, postkoloniale Religionswissenschaft, Geschlechterverhältnisse und Ästhetik in den Religionen sowie die Suche nach Ansätzen zur friedlichen Konvivenz von Menschen aus verschiedenen religiösen Traditionen. Dem Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Islamwissenschaft und der Islamischen Theologie kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Veranstaltungsformen

  • Die Vorlesungen vermitteln einen fundierten Überblick über die Interkulturelle Theologie, Religionswissenschaft und Missionswissenschaft. Jedes Semester wird ein Schwerpunktthema behandelt, an dem exemplarisch das Fach studiert werden kann. Begleitend finden Exkursionen zu Einrichtungen und religiösen Räumen anderer Religionen oder Kirchen statt, ebenso zu Begegnungsstätten in der Region Nürnberg.
  • In Übungen findet eine vertiefte „Quellenlektüre“ einschlägiger und besonders eindrucksvoller Texte statt; begleitend zu den Vorlesungen stellt dies eine optimale Prüfungsvorbereitung dar. In Übungen zu weiteren Themen werden gegenwartsrelevante Fragen aufgegriffen und häufig mit Exkursionen verbunden.
  • Regelmäßig finden Studienreisen in andere Länder (bzw. Summer Schools) statt, die den Studierenden die Möglichkeit bieten, in einen direkten Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern (bzw. Studierenden) anderer Kirchen, Kulturen und religiösen Traditionen zu treten. In Vorbereitungsseminaren bereitet sich die Gruppe der Teilnehmenden der Studienreise durch Textlektüre, Filme und Gespräche mit eingeladenen GastreferentInnen auf das jeweilige Land und das Thema vor.
  • Die Interkulturellen Blockseminare in Kooperation mit Mission EineWelt Neuendettelsau bieten ebenfalls Möglichkeiten zum direkten Austausch mit Theologinnen und Theologen aus den Partnerkirchen und Partnerhochschulen in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifik. Ähnliches gilt für Kooperationsveranstaltungen mit anderen Fakultäten oder Einrichtungen anderer Kirchen und Religionen in der Region Nürnberg.
  • Das Ökumenische Kolleg wird jedes Semester für internationale und deutsche Studierende (als Übung oder Hauptseminar) angeboten. Das Ziel ist, dass Studierende mit und ohne Auslandserfahrungen wechselseitig voneinander lernen („Kolleg“). Wir unternehmen eine Art ,Weltreise‘ in die jeweiligen Länder und Kirchen der Studierenden, Doktorierenden und Post-Docs aus den Partnerhochschulen. Jedes Semester steht ein zentrales Thema der Ökumene oder des interreligiösen Dialogs im Fokus.
  • Die Proseminare dienen dazu, an einem exemplarischen Kontext und Thema Grundfragen und Theorien der Interkulturellen Theologie und der Missions- oder Religionswissenschaft kennenzulernen. Die eigenverantwortliche Lektüre von Texten und die gemeinsame Diskussion stehen im Vordergrund. Vertiefend finden Exkursionen zu Praxisfeldern in der Region statt.
  • In den Hauptseminaren (meist als Vorbereitungsseminar auf eine Studienreise oder als Studienwoche) werden Grundkenntnisse und Grundfähigkeiten des interkulturellen und interreligiösen Dialogs vertieft.
  • Das DoktorandInnen- und HabilitandInnenkolloquium (Oberseminar) dient der Begleitung wissenschaftlicher Qualifikationsschriften. Studierende mit besonderem Studieninteresse für interkulturelle und interreligiöse Fragen können an der Diskussion laufender Forschungen teilhaben und mitwirken. Der Besuch setzt eine persönliche Anmeldung voraus.

Veröffentlichungen

Bücher

  1. Dance as Third Space. Interreligious, Intercultural, and Interdisciplinary Debates on Dance and Religion(s) (Research on Contemporary Religion Series RCR), Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht (erscheint voraussichtlich 2021).
  2. Menschenrechte zwischen Religion und Gesellschaft in Argentinien. Postkoloniale Perspektiven für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie (Habilitationsschrift Berlin 2016, unveröffentlicht).
  3. Theologie und Geschlecht. Dialoge querbeet, hg. zus. mit David Plüss, Münster, LIT, 2008.
  4. Grenzen erkunden zwischen Kulturen, Kirchen und Religionen, hg. zus. mit Katrin Kusmierz, Benedict Schubert, Rudolf von Sinner, Burkhard Weber, Frankfurt a. M., Lembeck, 2007.
  5. "... nicht mehr männlich und weiblich ..."? Ekklesiologie und Geschlecht in ökumenischem Horizont, Frankfurt a. M., Lembeck, 2006.
  6. Als hätten sie uns neu erfunden. Beobachtungen am Schnittpunkt von Fremdheit und Geschlecht, hg. zus. mit Christine Lienemann-Perrin, Doris Strahm, Luzern, Edition Exodus, 2003.
  7. Theologie Unterwegs II. Eindrücke, Bilder und Nachgedanken einer Studienreise nach Südafrika, hg. zus. mit Katrin Kusmierz, Christine Lienemann-Perrin, Julia Müller-Clemm, Basel, Theologische Fakultät Basel, 2002.

Eine Liste meiner Veröffentlichungen finden Sie unter diesem Link

Forschungsschwerpunkte

  • Religion und Politik in Lateinamerika: Schwerpunkt Argentinien
  • Postkoloniale Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft
  • Globale Ethik: Menschenrechte, Migration
  • Tanz in verschiedenen Religionen und Kulturen
  • Befreiungstheologien und Pentekostalismus in Afrika, Asien und Lateinamerika (Studien zum Weltchristentum)
  • Interreligiöser Dialog, Geschlecht und Sexualitäten

Promotionen und Habilitationen

Derzeit betreute Promotionsprojekte:

  • Robert Byamungu, „L’impact des cultures Shi, Nande et l’héritage missionnaire sur le rôle et statut de la femme dans les églises protestantes de l’est de la République Démocratique du Congo“
  • Raphael Sartorius: „Religiöse und politische Diskurse in der Entwicklungszusammenarbeit - am Beispiel der Organisation ,Brot für die Welt‘“

Derzeit mitbetreute Promotionsprojekte:

  • Elizabeth Silayo, „The Concept of Disability in African Religion and its Implications: A Study among the Chagga and Pare of Northern Eastern Tanzania“, Erstbetreuer: Univ. Prof. Dr. Andreas Nehring, FAU Erlangen
  • Sabine Jarosch, „Postkoloniale Theologie nach der Shoa“, Interdisziplinäres Graduiertenkolleg „Deutungsmachtkonflikte“ der Universität Rostock (seit 1.4.2014), Erstbetreuer: Univ. Prof. Dr. Klaus Hock, Lehrstuhl für Religionsgeschichte, Theologische Fakultät Rostock
  • Eduardo Fermín Maciel aus Argentinien, Doktorand in Philosophie: „Del sufrimiento a la esperanza. La labor de Pro-Búsqueda ante el dilema de la verdad y la memoria en El Salvador“, Erstbetreuung: Universidad Centroamericana „José Simeon Cañas“ (UCA), El Salvador

Abgeschlossene mitbetreute/begutachtete Promotionen:

  • Nyah Ayu Krismawati, "Reformdenken indonesischer Muslime in der era Reformasi", Erstbetreuer: Prof. Dr. Henning Wrogemann, Kirchliche Hochschule Wuppertal-Bethel (2018)
  • Suzana Sitayo, "Irkisongo Eunoto Ceremony: Human Sacrificial Practice Among The Maasai", Erstbetreuer: Univ. Prof. Dr. Andreas Nehring, Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, FAU Erlangen (2019)
  • Nora Kurzewitz, "Pentekostalismus, Gender und Heilung in Costa Rica", Erstbetreuer: Prof. Dr. Michael Bergunder, Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie, Theologisches Seminar, Universität Heidelberg (2019)
  • Conrad Krannich, „Recht macht Religion. Eine Untersuchung über Taufe im Asylverfahren“, Erstbetreuer: Prof. Dr. Daniel Cyranka, Institut für Systematische Theologie/Praktische Theologie und Religionswissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (2020)
  • Peter Neumann (1943–2020), „Männliche Identitäten im Lehrerberuf“, Erstbetreuer: Univ. Prof. Dr. em. Fritz Böversen, Lehrstuhl für Erziehungswissenschaften, Bergische Universität Wuppertal (2020 Dissertation an der Bergischen Universität Wuppertal eingereicht)

 

Aktuelles - Internationales

Inter-Dance: Interkulturelle und Interreligiöse Projekte

Tanzen ist in vielen Religionen ein Medium, um mit der unsichtbaren Welt in Beziehung zu treten, in Rites de Passage, Heilungsritualen, Trance, Zeremonien oder Festen. Körper,  Bewegung und Tanz stehen heute in vielen spirituellen Suchbewegungen im Fokus. Oft sind die Übergänge zum Alltag fließend. Getanzt wird auch einfach aus Freude, im Sport oder in der Kunst.

Tanz kann helfen, die COVID 19 Pandemie besser zu überstehen. Inzwischen gibt es SocialDistancing-Dancing online. Manche Neurobiolog*innen behaupten auch: Tanz macht nicht nur glücklich, sondern auch schlau.

„Inter-Dance“ ist das Forschungsgebiet von Prof. Dr. Heike Walz: Tanz kann als Körpersprache auch Menschen zusammen bringen und Barrieren überwinden. Dann eröffnet sich ein „Dritter Raum“ für neue sprachliche, interkulturelle, interreligiöse, spirituelle und soziale Begegnungen. 2020 – 2021 finden im Rahmen des Forschungsgebiets mehrere Projekte statt.

»Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde« (Friedrich Nietzsche)

 


Rückblick auf 2020

 

Internationale Forschungskonferenz

Dance with God or the Devil? Interreligious and Intercultural Debates on Dance and Religion(s)

 

Prof. Dr. Heike Walz verwandelte die Augustana-Hochschule vom 2.– 6. März 2020 zum Zentrum der interdisziplinären, interreligiösen und interkulturell-theologischen Tanz- forschung. Internationale Expert*innen aus verschiedenen Ländern, Universitäten, Religionen, Kirchen und Fachdisziplinen waren eingeladen. Sie präsentierten religiöse und spirituelle Tanzformen,  kontroverse Debatten um das Tanzen in Religion(en) weltweit. Theologiestudierende diskutierten angeregt mit ihnen. Gemeinsam experimentierten wir mit Tanz in interkulturellen und interreligiösen Dance Workshops.

Stud. Theol. Franka Plößner drehte zwei Videos, die Sie hier und hier anschauen können.

Einen Artikel zur Konferenz von Prof. Dr. Heike Walz können Sie hier lesen.

Die Buchpublikation der Vorträge auf Englisch unter dem Titel Dance as Third Space. Interreligious, Intercultural, and Interdisciplinary Debates on Dance and Religion(s) ist in Vorbereitung und wird vorauss. 2021 erscheinen.

 


2021: Herzliche Einladung!

 

Öko-Bewegungs-Tanz Workshop “Micro-Tänze”

Mit Prof. Dr. Ángel F. Méndez Mentoya, Iboamerikanische Universität, Mexiko-City

19. - 22. März 2021

 

Prof. Méndez Mentoya, Theologe, Tänzer und Choregraph, schaltet sich digital zu und gibt auf Englisch eine Einführung in sein Konzept der Öko-Natur-Micro-Tänze. Er leitet Studierende an, eigene Micro-Tänze im Körperkontakt mit der Natur zu entwickeln. Die Mikro-Tänze werden auf Video aufgenommen.

Anmeldung und weitere detaillierte Informationen finden Sie hier

 


Inter-Drumming and Dancing Workshop mit Mission EineWelt

Mit Elliot Mohlamme und Samuel Odai Mensah

4. - 6. Juni 2021

„Im Anfang war der Rhythmus.“ (Hans von Bülow)

 



Musik und Tanz bewegen Menschen auf der ganzen Welt. Elliot Mohlamme aus Südafrika und Samuel Odai Mensah aus Ghana nehmen dich mit in die Welten afrikanischer Tänze und Rhythmen.  Du kannst tanzen, trommeln oder beides, es werden zwei Performances mit je einer Trommel- und Tanzgruppe erarbeitet und zusammengeführt.

Anmeldung und weitere detaillierte Informationen finden Sie hier.

 

Aktuelles

  • Tanzend die Natur berühren in Corona-Zeiten
    „Öko-Dance-Workshop“ Mexiko-City/Neuendettelsau am Lehrstuhl für Interkulturelle Theologie

    Prof. Dr. Ángel Méndez Montoya, Tänzer, Choreograph und römisch-katholischer Theologe am Institut für Religionswissenschaft der Iberoamerikanischen Universität Mexiko-City, ist an der Augustana kein Unbekannter. Er kooperiert mit Prof. Dr. Heike Walz in ihrem Forschungsschwerpunkt „Tanz und Religion(en) interkulturell und interreligiös“. Im Rahmen des International Course Exchange Program der Augustana-Hochschule nahmen Theologiestudierende, Doktorierende und Post-Docs in dem hybriden Öko-Dance-Workshop vom 19.–22. März 2021 teil. Sie choreographierten „Micro-Tänze“ im Wald, auf der Wiese oder am Bachufer und nahmen sie auf Video auf. Dieses Experiment ist ein Mosaikstein im ökologischen Profil der EMAS-zertifizierten Augustana-Hochschule, inspiriert durch den interkulturellen Dialog mit öko-feministischer Body-Theologie in Lateinamerika.
    In Zeiten der pandemischen globalen Krise birgt das Berühren, das Berührtwerden und der Körperkontakt mit anderen Menschen die Gefahr der Ansteckung. Soziale Distanzierung ist geboten. Stattdessen ist es möglich, mit Elementen der Natur in Berührung zu kommen, von der Natur bewegt zu werden und mit ihr zu tanzen. In hiesigen Breitengraden mag dies ungewöhnlich anmuten, in Lateinamerika hat es einen existenziellen Hintergrund. Angesichts von massiven Umweltverschmutzungen durch Monokulturen, Pestiziden und der Abholzung von Urwäldern spielt gelebte Ökologische Theologie eine wichtige Rolle. Das Leben des eigenen Körpers hängt vom Überleben des Planeten ab. Es braucht transnationale Gemeinschaften der Solidarität, die sich für das Überleben von Menschen und der Mutter Erde einsetzen. Theolog*innen drücken dies im Konzept des sogenannten acuerpamiento aus, das abgeleitet ist vom Spanischen acuerpar, d.h. jemanden zu unterstützen, mit Vernunft, Geist und Körper.
    Im digitalen Workshop leitete Prof. Montoya zehn Teilnehmerinnen aus Neuendettelsau, Eichstätt und Berlin an, dies selber zu erleben. Sie entwickelten Bewegungssequenzen, sogenannte Mikro-Tänze im Körperkontakt mit der Natur nahmen sie auf Video auf. Stud. theol. Franka Plößner, Famula am Lehrstuhl von Prof. Walz, produzierte aus den Kurzvideos ein Gesamt-Video, unterlegt mit Musik, die sie gemeinsam mit stud. theol. Hannah Lichtinger live einspielte. Der interkulturell-theologische Austausch mit Mexiko über Tanz und Kunst wird weitergehen. Das Video können Sie hier anklicken.
  • Der Lehrstuhl für Interkulturelle Theologie, Missions- und Religionswissenschaft trauert um Prof. Dr. Johannes Triebel. Als langjähriger Leiter des Missionskollegs Neuendettelsau (heute Referat Mission Interkulturell von Mission EineWelt) und Schatzmeister der Deutschen Gesellschaft für Missionswissenschaft war er ein zuverlässiger Kooperationspartner des Lehrstuhls und geschätzter Kollege. Triebel verstarb am 8. Januar 2020 im Alter von 74 Jahren.
    Hier lesen Sie den Nachruf von Mission EineWelt.
  • 02.-06.03.2020, "Dance with God or the Devil? Interreligious and Intercultural Debates on Dance and Religion(s)"; Blockseminar Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft für Studierende und Wissenschaftler*innen. Den  Flyer mit Programm und Höhenpunkten und das aktualisierte Programm finden Sie hier.
  • 19.03.2018, Vortrag "Cuál es tu religión? Ciencia de la Religión. Debates y desafios actuales", Red Ecuménica de Educación Teológica (REET); "Wie hälst du's mit der Religion? Religionswisschenschaft. Aktuelle Debatten und Herausforderungen, Ökumenisches Netzwerk Theologische Ausbildung, Evangelische Kirche am Rio de la Plata (IERP), Sucre 288, Belgrano, Buenos Aires. Link:http://reet.org.ar/2018/03/01/charla-abierta-cual-es-tu-religion-la-ciencia-de-la-religion-debates-y-desafios-actuales; Video: https://www.youtube.com/watch?v=_dKZ-YJ0N5g.
  • Gespräch mit Friedensnobelpreisträger Adolfo Péres Esquivel in Buenos Aires. Prof. Dr. Heike Walz ermöglicht Begegnung mit dem argentinischen Friedensnobelpreisträger für Gewaltlosigkeit und Menschenrechte anlässlich der Summer School zu "Religion und Menschenrechte in Argentinien" im März 2018. Mehr zum Thema Gespräch mit Friedensnobelpreisträger Adolfo Péres Esquivel in Buenos Aires.
  • 05.-17.03.2018 Summerschool/Studienreise: "Religion und Menschenrechte in Argentinien". Ziel der Reise ist, Kirchen und Religionsgemeinschaften, die Menschenrechtsproblematik und die gegenwärtige politische Situation in Argentinien vor Ort kennenzulernen und zu reflektieren. Einen Flyer, Programm und wichtige Reisehinweise finden sie hier.
  • 10.-13.09.2017 XVI. Europäischer Kongress für Theologie "Christentum und Europa", Wien; 12.09.2017 Fachgruppe Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie: Vortrag - "Weltweites Christentum und europäischer Islam - Herausforderung und Chance für die Theologie".
  • 15.07.2017 Workshop "Hallelujah! Musik und Afrikanisches Christentum", mit Terewaeli Ayo (Evangelist und Kirchenmusiker, Neuendettelsau/Tansania), Akademisches Schnupperwochenende "Wissenschaft vom lieben Gott", Programm, Augustana-Hochschule Neuendettelsau
  • 12.07.2017 "Feminist Theologies worldwide", Summerschool "Priesthood for all Believers - an unfullfilled promise?", Centrum Mission EineWelt, Neuendettelsau
  • 06.07.2017 Sozialetisches Kolloquium (Prof. Dr. Torsten Meireis): "Postcolonial hermeneutics and universal human rights - a contradiction in terms?", Theologische Fakultät, HU Berlin
  • 03.07.2017 Begegnung mit türkischer Moscheegemeinde in der Eypüp Sultan Camii Moschee in Nürnberg
  • 02.07.2017 Vortrag "Reformación y América Latina hoy: Somos la Reforma", Tagung "Die Zeit der Reformation aus anderem Blickwinkel. Eine lateinamerikanisch-ökumenische Perspektive, Magdeburg, Roncallihaus
  • 21.-22.06.2017 Eröffnungstagung (14 Videos) des "Berliner Institut für Public Theology": Programm, Aufzeichnung (Video 12 - Walz) und Moderation des Podiums "Public Theology in Political and Economic Globalisation", HU Berlin
  • 25.05.2017 Kirchentag Berlin - Moderation Panel "One World? Ecumenical Voices on the Third Reformation"
  • 22.05.2017 Einladung und Bericht zum Online-Seminar zur 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Windhuk/Namibia
  • 22.05.2017 Bericht zum Treffen "Friedensverantwortung der Religionen", Auswärtiges Amt, Berlin 2017
  • 24.04.2017 Das "Christliche Abendland" versus "die Muslime"? Die ambivalente Rolle der Medien im Diskurs um Leitkultur und Islam
  • 17.-26.03.2017 Studienreise Bosnien-Herzegowina
  • 24.01.2017 & 13.02.2017 Exkursionen zum Begegnungszentrum Medina in Nürnberg (innerhalb der Vorlesung (Walz) und des Proseminars (Kleierl) sowie im Hauptseminar (Fischer)

Internationales

Studium im Ausland in Lateinamerika (Vorschläge)

I. Evangelisch-Ökumenische Hochschulen (portugiesischsprachig):

Brasilien


II. Evangelisch-ökumenische Hochschulen (spanischsprachig):

Costa Rica

Kuba

Chile

Bolivien

Ecuador

Mexiko

Argentinien

  • bis 2015: I.U. ISEDET, Buenos Aires
  • Neues „Ökumenisches Netzwerk Theologischer Ausbildung“ (REET) befindet sich im Aufbau


Informationen auf Englisch finden Sie in der Regel auf jeder Homepage der Hochschulen.

Allgemeine Informationen zum Studium im Ausland bekommen Sie bei PD Dr. Markus Mülke

Interkulturelle Theologie im Dialog

Vicedom-Lecture

2007 führte die Augustana-Hochschule die Vicedom-Lecture ein, zu Ehren von Prof. Dr. Georg Friedrich Vicedom (1903-1974). 1956 übernahm er den ersten neu gegründeten Lehrstuhl für Missionstheologie und Religionswissenschaft an der Augustana-Hochschule. Die Vicedom-Lecture wird im Zweijahres-Zyklus in Kooperation mit dem Centrum Mission EineWelt Neuendettelsau durchgeführt. Es werden Gastreferentinnen und Gastreferenten eingeladen, die durch ihre Forschungen einen bemerkenswerten Beitrag zur Förderung der Interkulturellen Theologie leisten.

  • 18.06.2013: Prof. Dr. Giancarlo Collet, Direktor des Instituts für Missionswissenschaft, Römisch-katholische Fakultät der Universität Münster: "Weltweiter Aufbruch oder zentralistisches 'Weiterso'? Das Konzilsjubiläum (1962-1965) und die ersten Tage von Franziskus I."
  • 28.06.2011:  Prof. Dr. Henning Wrogemann, Wuppertal, "Den Glanz widerspiegeln. Vom Sinn der christlichen Mission, ihren Kraftquellen und Ausdrucksgestalten."
  • 23.06.2009,  Dr. Tove Simpfendörfer, Weingarten, "Fremde treffen auf Fremde. Lutherische Missionare und australische Aboriginals im 19. Jahrhundert."
  • 29.06.2007, Dr. phil. Dagmar Konrad, Tübingen, "Für Gott und Ehemann? Auf den Spuren schwäbischer Missionsbräute des 19. Jahrhunderts."

Vicedom-Dozentur

Im Jahr 2014 entstand die sogenannte Vicedom-Dozentur. Die Augustana-Hochschule bietet "Gastdozierenden" aus Partnerkirchen, die längere Zeit an der Augustana forschen und lehren, die Möglichkeit zum theologischen Austausch.

  • SoSe 2021: Prof. Dr. Philomena Njeri Mwaura, außerordentliche Professorin im Fachbereich Philosophie und Religionswissenschaften; ehemalige Direktorin des Zentrums für Geschlechtergerechtigkeit und Empowerment an der Kenyatta University, Nairobi, Kenia. Vormalige Präsidentin der International Association for Mission Studies, Koordinatorin der Theologiekommission für die Region Afrika und der Frauenkommission der Ecumenical Association of Third World Theologians sowie Mitglied des Circle of Concerned African Women Theologians.
  • WiSe 2017/18: Prof. Dr. Mónica Melanchthon, Professorin für Altes Testament, Centre for Theology & Ministry, Parkville Victoria/Melbourne, Australien
  • SoSe 2014: Prof. Dr. Rémi Klein, Professor für Praktische Theologie, Faculdades EST, São Leopoldo, Brasilien

Gastvorlesungen

Gastvorlesungen im Rahmen der Vorlesung Walz "Einführung zum Islam", Sommersemester 2017:

Christlich-Jüdischer Dialog

Eindrucksvolle christliche-jüdische Begegnung mit Dr. Eli Tauber in Sarajevo

Vergleicht man Sarajevo mit einem Brot, bestehend aus Muslimen, Katholiken und Orthodoxen, so sind die Juden das Salz. So beschrieb uns Dr. Eli Tauber die Rolle der Juden in Bosnien-Herzegowina, als wir uns mit ihm am 19. März 2017 in Sarajevo trafen.

Christlich-Islamischer Dialog

Mitglied im Beirat BRÜCKE-KÖPRÜ Begegnung Christen und Muslimen in Nürnberg, christlich-muslimische Bildungsarbeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Lateinamerika

Tanzend die Natur berühren in Corona-Zeiten
„Öko-Dance-Workshop“ Mexiko-City/Neuendettelsau am Lehrstuhl für Interkulturelle Theologie

Prof. Dr. Ángel Méndez Montoya, Tänzer, Choreograph und römisch-katholischer Theologe am Institut für Religionswissenschaft der Iberoamerikanischen Universität Mexiko-City, ist an der Augustana kein Unbekannter. Er kooperiert mit Prof. Dr. Heike Walz in ihrem Forschungsschwerpunkt „Tanz und Religion(en) interkulturell und interreligiös“. Im Rahmen des International Course Exchange Program der Augustana-Hochschule nahmen Theologiestudierende, Doktorierende und Post-Docs in dem hybriden Öko-Dance-Workshop vom 19.–22. März 2021 teil. Sie choreographierten „Micro-Tänze“ im Wald, auf der Wiese oder am Bachufer und nahmen sie auf Video auf. Dieses Experiment ist ein Mosaikstein im ökologischen Profil der EMAS-zertifizierten Augustana-Hochschule, inspiriert durch den interkulturellen Dialog mit öko-feministischer Body-Theologie in Lateinamerika.
In Zeiten der pandemischen globalen Krise birgt das Berühren, das Berührtwerden und der Körperkontakt mit anderen Menschen die Gefahr der Ansteckung. Soziale Distanzierung ist geboten. Stattdessen ist es möglich, mit Elementen der Natur in Berührung zu kommen, von der Natur bewegt zu werden und mit ihr zu tanzen. In hiesigen Breitengraden mag dies ungewöhnlich anmuten, in Lateinamerika hat es einen existenziellen Hintergrund. Angesichts von massiven Umweltverschmutzungen durch Monokulturen, Pestiziden und der Abholzung von Urwäldern spielt gelebte Ökologische Theologie eine wichtige Rolle. Das Leben des eigenen Körpers hängt vom Überleben des Planeten ab. Es braucht transnationale Gemeinschaften der Solidarität, die sich für das Überleben von Menschen und der Mutter Erde einsetzen. Theolog*innen drücken dies im Konzept des sogenannten acuerpamiento aus, das abgeleitet ist vom Spanischen acuerpar, d.h. jemanden zu unterstützen, mit Vernunft, Geist und Körper.
Im digitalen Workshop leitete Prof. Montoya zehn Teilnehmerinnen aus Neuendettelsau, Eichstätt und Berlin an, dies selber zu erleben. Sie entwickelten Bewegungssequenzen, sogenannte Mikro-Tänze im Körperkontakt mit der Natur nahmen sie auf Video auf. Stud. theol. Franka Plößner, Famula am Lehrstuhl von Prof. Walz, produzierte aus den Kurzvideos ein Gesamt-Video, unterlegt mit Musik, die sie gemeinsam mit stud. theol. Hannah Lichtinger live einspielte. Der interkulturell-theologische Austausch mit Mexiko über Tanz und Kunst wird weitergehen. Das Video können Sie hier anklicken.

Gespräch mit Friedensnobelpreisträger Adolfo Péres Esquivel in Buenos Aires. Prof. Dr. Heike Walz ermöglicht Begegnung mit dem argentinischen Friedensnobelpreisträger für Gewaltlosigkeit und Menschenrechte anlässlich der Summer School zu "Religion und Menschenrechte in Argentinien" im März 2018. Mehr zum Thema Gespräch mit Friedensnobelpreisträger Adolfo Péres Esquivel in Buenos Aires.

Neues "Ökumenisches Netzwerk für Theologische Ausbildung" (REET) in Argentinien. Pünktlich zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017 gründeten fünf protestantische Kirchen am Río de la Plata das "Ökumenische Netzwerk für Theologische Ausbildung". REET ist das spanische Kürzel für das Red Ecuménica de la Educación Teológica. Durch E-Learning Methoden wird es langfristig Studierenden in ganz Lateinamerika offen stehen. Prof. Dr. Heike Walz, Prorektorin der Augustana-Hochschule Neuendettelsau, nahm am 19. Oktober 2017 an dem bewegenden Festakt im Kirchenamt der Evangelischen Kirche am Río de la Plata im Stadtteil Belgrano in Buenos Aires teil. Am 20. Oktober 2017 war sie als Podiumsgast zur Frage nach der Aktualität der Reformation im heutigen Lateinamerika eingeladen und berichtet über die Begegnungen. Mehr zum Thema "Neues Ökumenisches Netzwerk für Theologische Ausbildung" (REET) in Argentinien sowie Video (Podium).

Wohin weht Kubas sozialistischer Geist - bei scharfem Gegenwind? Prof. Dr. Heike Walz nahm an der befreiungstheologischen Konferenz der "Zeitschrift für Lateinamerikanische Bibelinterpretation" (RIBLA) in Kuba (24.-28. Juli 2017) teil und knüpfte Kontakte mit dem dortigen Evangelisch-Theologischen Seminar in Matanzas. Mehr zum Thema Wohin weht Kubas sozialistischer Geist - bei scharfem Gegenwind?

 
 
 
 


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